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Mecklenburg-Vorpommern: Nandu-Groteske geht weiter

+++ Schweiz: Toter Wolf mit Schusswunde im Kanton Wallis gefunden +++ Sachsen: Wolfrudel dringt in Stall ein und reißt Schafe +++ Bayern: Jäger sammeln spenden für Wärmebilddrohne zur Kitzrettung +++ Bayern: Reh totgefahren, Fahrerin begeht Fahrerflucht, nachfolgender PKW-Fahrer schwer verletzt +++ Bremerhaven: Fahrerflucht nach Wildunfall – Polizei sucht Zeugen +++ Bayern: “Hund braucht auch ein bisschen Spaß” -trächtige Ricke gerissen +++ Österreich: Jäger soll eigenen, wildernden Hund erschossen haben +++

Backhaus stellt Ergebnisse der Frühjahrszählung und des Nandu-Monitorings vor und fordert “nachhaltige Lösungen”

Die Nandu-Population im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe ist zurückgegangen. Das hat die aktuelle Frühjahrszählung ergeben. Insgesamt wurden 362 Tiere gezählt, darunter 107 Altvögel, 190 Jährlinge (aus dem letzten Jahr) und 65 Tiere, deren Alter und Geschlecht nicht differenziert werden konnte. (2018: 566 Nandus, 144 Altvögel, 294 Jungvögel, 128 nicht bestimmbare Tiere) Der Populationsrückgang werfe gerade mit Blick auf den milden und niederschlagsarmen Winter Fragen auf, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute bei einem Pressegespräch in Schlagsdorf.

„Grundsätzlich betrachtet lässt das Nandu-Monitoring der vergangenen Jahre den Schluss zu, dass die freilebende Nandupopulation im Landkreis Nordwestmecklenburg allein durch klimatische Faktoren nicht zusammenbrechen und verschwinden wird, deshalb müssen wir dringend zu nachhaltigen Lösungen kommen. Selbst wenn der Bruterfolg in manchen Jahren gering ausfällt, so steigt der Anteil der Alttiere und damit der geschlechtsreifen Exemplare merklich an. Wie auch bei anderen Populationsmodellen stieg der Bestand zunächst langsam, nun aber beständig sowie schnell an und breitet sich nun auch in angrenzende Bereiche, nördlich der A 20, östlich bis Groß Rünz und westlich bis nach Schleswig-Holstein aus“, fasste Backhaus zusammen.

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Zählen für die Artenvielfalt

DJV stellt Rebhuhn-Monitoring in Rheinland-Pfalz vor

Es ist taubengroß, unauffällig und fliegt nicht gern: unser heimisches Rebhuhn (Perdix perdix), das “Sorgenkind” der Jäger in der Feldflur. Seit den 1980er Jahre ist der Bestand des Hühnervogels europaweit um 94 Prozent zurückgegangen. Vielerorts verzichten Jäger daher freiwillig auf die Jagd, schützen die Restbestände und zählen diese im Rahmen des WILD-Monitorings.

In Rheinland-Pfalz heben Landesjagdverband und Umweltministerium im Jahr 2016 das Monitoring auf eine neue Ebene: „Ziel ist es, die Rebhuhnbestände mit verlässlichen wissenschaftlichen Methoden in etwa 1.000 Revieren, also flächendeckend, zu erheben und zudem die Lebensgrundlage für das Rebhuhn zu sichern“, erklärt Christoph Hildebrandt, Wildmeister des LJV und akademischer Jagdwirt. Denn nur durch das Zählen lasse sich messen, ob die Bemühungen der Jäger, den Lebensraum zu verbessern und die Fressfeinde zu reduzieren, Früchte tragen. Eine solche Datengrundlage könne zudem die Forderung der Jäger nach angepassten Agrarumweltprogrammen noch stärker stützen. Den Start des Projektes hat der Deutsche Jagdverband (DJV) mit einem Filmteam begleitet.

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Neue Studie: Evaluierung von Monitoringmethoden für Schalenwildbestände

Auf der Internetseite des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern steht eine neue wissenschaftliche Studie zum Download bereit, die sich mit der “Evaluierung von Monitoringmethoden für Schalenwildbestände” befasst. Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Verfahren zur Wildzählung wie das Fang-Markierung-Wiederfang-Verfahren, das distance sampling, Losungszählverfahren und Zähltreiben unter Berücksichtigung der Jagdstrecke verglichen. Die Jäger auf Jasmund haben das Projekt “sehr umfangreich” unterstützt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass langfristig angewandte Verfahren wie Losungszählung und Zähltreiben den Damwildbestand “deutlich unterschätzen.” Abschließend wurde “eine minimale Variante der beiden Verfahren Fang-Wiederfang und distance sampling für Jasmund zur dauerhaften Anwendung empfohlen.” Diese Variante könne auch “in normal bejagten Gebieten Verwendung finden.”

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