Schlagwort-Archive: militante Tierschützer

NRW: Mehr als 60 jagdliche Einrichtungen professionell zerstört

+++ Seit 2015 haben Wölfe in Norddeutschland ca. 1300 Nutztiere gerissen +++ NRW: Wolf reißt erneut Schafe in Holte-Stukenbrock +++ Bayern: Jäger an Hasenpest erkrankt +++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen Damschaufler im Mehmker Forst +++

Seit Jahresbeginn sind in den Kreisen Wesel und Kleve mehr als 60 Hochsitze, Kanzeln und Erdsitze von bislang unbekannten Tätern zerstört worden. Die Westfälische Rundschau (WR) zitiert einen Revierinhaber aus Kamp-Lintfort mit dem Satz: “Bei mir steht keine einzige Kanzel mehr.” Der oder die Täter rücken vermutlich nachts mit Fahrzeugen an, sie sind mit Profi-Werkzeugen wie Akku-Sägen und Trennschleifern ausgestattet. So werden die Hochsitze z.T. nicht nur angezündet oder umgesägt, sondern teilweise sogar komplett zersägt. Selbst Metallrohre seien kleingeschnitten worden, klagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, gegenüber RPonline. Mitunter werden bis zu acht Hochsitze in einer Nacht zerstört, der Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 30.000 Euro. Bei manchen Sabotageakten geht es nicht nur um Sachbeschädigung, die Täter nehmen offenbar billigend in Kauf, dass Menschen durch angesägte Kanzeln zu Schaden kommen. Die WR berichtet von einem Fall, in dem ein Jagdaufseher erst auf einer der obersten Sprossen der Leiter bemerkte, dass der ganze Hochsitz schwankte: Die Telefonmasten waren durchgesägt, der Sitz aber nicht umgestoßen worden. Dass auch spielende Kinder solchen feigen und hinterlistigen Attentaten zum Opfer fallen könnten, nehmen die fanatisierten Täter offenbar billigend in Kauf.

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#findthisbitch: Die Bilderbuchromantik hat wenig mit der Realität in Afrika zu tun

Die Jägerin und Wissenschaftlerin Brittany Longoria wird angefeindet, weil sie einen Leoparden erlegt hat. In einem Interview erklärt sie, was Naturschutzarbeit in Afrika bedeutet. Und warum ein alter Leopard eine Gefahr für Nutztiere ist.

#findthisbitch: Mit diesem Hashtag und einem von einer US-Website kopierten Bild tritt ein amerikanischer Tierrechtler eine Lawine los. Beihilfe erhält der bis dato unbekannte Tierrechtler von Prominenten wie Naomi Campbell, die das illegal kopierte Bild auf Instagram weiter teilen. Blanker Hass ergießt sich über Brittany Longoria, Jägerin und Wissenschaftlerin, die sich lange Jahre im praktischen Artenschutz in Ost- und Südafrika engagiert hat. Ihr Vergehen in den Augen der weltweiten Tierrechtsszene? Longoria hat einen Leoparden erlegt. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) konnten mit der Jägerin sprechen, die sich aktuell einem Phänomen ausgesetzt sieht, das nichts anderes ist als eine mediale Hetzjagd.

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Tierrechtler hetzen gegen Artenschützerin, weil sie nachhaltige Jagd befürwortet

Tierrechtsorganisationen machen in sozialen Medien mit prominenter Unterstützung Stimmung gegen nachhaltige Jagd in Afrika. CIC und DJV verurteilen die mediale Hetzjagd gegen die Jägerin Brittany Longoria: Als Wissenschaftlerin entwickelt sie ökologische Tourismuskonzepte in Afrika, die Jagd einschließen.

Das Bild zeigt eine junge Jägerin, die einen toten Leoparden hält: „Wut über Jagdtrophäe: Frau erlegt riesigen Leoparden und grinst in die Kamera – Tierschützer laufen Sturm“, titelt der Stern dazu. Das Bild hat die Jägerin nicht selbst auf Instagram eingestellt, es wurde von einem amerikanischen Tierrechtler gepostet. Mediale Aufmerksamkeit erzielt der Beitrag, seit Prominente wie das Modell Naomi Campbell das Bild in ihren persönlichen Netzwerken teilen. Zwischenzeitlich bedrohen Tierrechtler die Jägerin mit Hassmails, die zu Mord und Vergewaltigung aufrufen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband betrachten diese Hetzjagd mit Sorge. „Ich finde es befremdlich, dass sich Teile unserer Gesellschaft aufgrund eines Fotos anmaßen, eine ausgewiesene Artenschützerin derart zu diskreditieren. Sie echauffieren sich über die regulierte Bejagung eines Wildtieres, dessen Management international gültigen Quoten und Kriterien folgt. Wir fordern eine faktenbasierte Berichterstattung“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der deutschen Delegation des CIC.

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Niedersachsen: Grüne verteidigen Gemeinnützigkeit für militante Tierschützer

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Miriam Staudte hat den Vorstoß der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zurückgewiesen, militanten Tierschutzorganisationen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, wenn diese illegale Aktionen begehen (JAWINA berichtete). Als Beispiel wurden Stalleinbrüche zwecks Dokumentation angeblicher Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen genannt oder Mordaufrufe nach der Einschläferung eines aggressiven Kampfhunds. Staudte wirft Ministerin Otte-Kinast vor, die “die Debatten um die Proteste gegen das Einschläfern des Staffordshire-Terriers Chico zu instrumentalisieren, um gegen Tierschutzorganisationen generell Stimmung zu machen.”

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Niedersachsen: Landwirtschaftsministerin stellt Gemeinnützigkeit von “Peta und Co” in Frage

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat sich gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) dafür ausgesprochen, die Gemeinnützigkeit von radikalen Tierschutzorganisationen wie Peta “im Zweifel” zu überprüfen. Otte-Kinast reagierte damit auf die jüngsten Einbrüche in Ställe, um dort angebliche oder tatsächliche Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen zu dokumentieren. “Einbruch ist Einbruch” erklärte Otte-Kinast gegenüber der NOZ, und setzte sich für eine konsequente Strafverfolgung ein. Es verunsichere Landwirte, wenn auf dem Hof herumgeschlichen und heimlich gefilmt werde, so Otte-Kinast laut NOZ. Die Ministerin kritisierte auch den Umgang mit den Aufnahmen durch die Tierschutzorganisationen: Die Tierrechtler würden mitunter Monate verstreichen lassen, bis sie die Aufnahmen veröffentlichten, Aufsichtsbehörden würden nicht informiert. Was sei das für ein Tierschutz, wenn man die Schweine, Rinder oder Hähnchen weiter leiden lasse, fragte Otte-Kinast. Dies sei “Stimmungsmache” und “Eintreiben von Spendengeldern”. Es sei zu fragen, ob “Peta und Co” zu Recht als gemeinnützig eingestuft seien. Im Zweifelsfall müsse die Gemeinnützigkeit aberkannt werden.

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Sachsen: Nabu kritisiert genehmigten Wolfsabschuss

Drohungen gegen “Entnahme-Beauftragte”

Der Nabu Sachsen kritisiert scharf den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss (JAWINA berichtete) eines Wolfes. In den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Rosenthaler Rudels immer wieder von Wölfen sämtliche Herdenschutzmaßnahmen überwunden und zahlreiche Nutztiere gerissen. Der Abschuss darf nur bei der Annäherung eines Wolfs an Nutztiere erfolgen und soll der Erzeugung erlernter Scheu dienen. Die Entscheidung sei “fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar”, befindet hingegen der Nabu Sachsen auf seiner Internetseite. Der Verband prüfe “zeitnah eine Klage” gegen die Abschussgenehmigung.

Derweil ist unklar, wer die geplante Wolfs-Entnahme überhaupt durchführen soll. Nachdem die örtliche Jägerschaft erklärt hat, dass sie sich an Wolfsabschüssen wegen der Drohungen militanter Tierfreunde nicht mitwirken wolle, muss die zuständige Verwaltung des Landkreises Bautzen nun Verantwortliche benennen.

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