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Neues vom räudigen Fuchs

Alexander Schwab: Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0 – über die Tierrechtsbewegung und die Jagd

Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0 (WWW 2.0) – Untertitel: Meditationen über den räudigen Fuchs – von Alexander Schwab ist die Fortsetzung des 2011 erschienenen WWW 1.0, das die Auseinandersetzung mit den Ideen der Tierrechtsbewegung aus dem Blickwinkel der Jagd unter folgender Ausgangslage begonnen hatte:

  1. Die Jagd ist in den deutschsprachigen Ländern juristisch gesicherter denn je und dennoch war sie nie so gefährdet wie heute.
  2. Nicht die Jäger allein entscheiden über die Zukunft der Jagd, sondern der gesellschaftliche Konsens über die Rolle des Menschen in der Natur und sein Verhältnis zu den Tieren.
  3. Jagdkritische und jagdfeindliche Kräfte haben in den letzten 50 Jahren in den entscheidenden Bereichen Natur, Umwelt und Ethik die Deutungshoheit erlangt.
  4. Es ist ein schwerwiegender Irrtum, zu glauben, dass von radikalen Gruppen oder Einzelpersonen keine Gefahr ausgeht.
  5. Jäger, Angler und andere Natur- und Tiernutzer sitzen im gleichen Boot. (aus: WWW 2.0, S. 11)

Von dieser grundsätzlichen Einschätzung der Sachlage aus, der viele Jäger zustimmen dürften, unternimmt es Alexander Schwab, sich mit den philosophischen Konzepten der Tierrechtsbewegung auseinanderzusetzen. Den Auftakt liefert ein Gedankenspiel zum Abschuss eines räudigen Fuchses: Ist dieser Tötungsakt statthaft? Hat der Jäger das Recht, sich über das Lebensrecht des Fuchses hinwegzusetzen? Ist er gar dazu verpflichtet, um weiteres Leid durch Ausbreitung der Räude zu verhindern? Oder hat er der Natur unbefugt ins Handwerk gepfuscht? Wie sieht es mit dem Abschuss eines gesunden Fuchses aus? Was zählt die jahrelange Freude des Jägers an der Fuchsdecke gegenüber dem Auslöschen – so schnell und schmerzlos es auch erfolgt sein mag – einer tierischen Existenz?

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