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Wegen Feinstaub: Vegane Gesellschaft fordert Musterklagen für gerichtliche Fleischverbote

+++ Thüringen: Aggro-Fuchs attackiert Mann und Mädchen +++ Schleswig-Holstein: Wolf reißt 16 Schafe und verletzt 25 weitere im Kreis Dithmarschen +++ Brandenburg: Mann bei Wildunfall schwer verletzt +++ Belgien: Jugendlager fallen wegen ASP aus +++ Hessen: Luchs reißt zwei Schafe im Werra-Meißner-Kreis +++ Mecklenburg-Vorpommern: Nach Wolfsriss an Schafen genommene DNA-Proben verschwinden auf dem Weg ins Labor +++ Brandenburg: Anstieg von Nutztierrissen durch Wölfe um 70 Prozent in zwei Jahren +++

Feinstaub aus der Massentierhaltung ist anscheinend das agesagte Killer-Umweltproblem: Die Vegane Gesellschaft Deutschland e.V. begrüßt daher Musterklagen, “die die Verursacher-Betriebe dicht machen und den Beginn von Fleischverboten” bedeuten würden, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Der meiste Feinstaub stamme aus der Massentierhaltung, daher wäre “alles andere angesichts der Diesel-Fahrverbote  ja geradezu unehrlich und inkonsequent«, sagt der Vorsitzende der Veganen Gesellschaft Deutschland, Christian Vagedes. Die Vegane Gesellschaft beruft sich dabei auf eine bislang (aus vermutlich guten Gründen) unveröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz, in der eine extrem hohe Feinstaubbelastung in Deutschland behauptet wird, die für 120.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich sein soll. Die angeblich so zahlreichen Todesfälle durch Feinstaub oder Stickoxide führen Experten indes auf falsche Berechnungsmethoden oder fragwürdige, politisch motivierte Interpretation von Studienergebnissen zurück.

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Die Sau als Sündenbock

Zunehmend regt sich Kritik an der beabsichtigten Dezimierung der Wildschweine zwecks Eindämmung der ASP-Gefahr – und an den fragwürdigen Methoden, die dabei zur Anwendung kommen sollen.

Wenn es ans Eingemachte – also ums Geld – geht, scheinen bei manchen Zeitgenossen alle Hemmungen zu fallen. Um der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vorzubeugen werden Forderungen laut, die in ihrer Gesamtheit nur Entsetzen hervorrufen können. Es ist sicherlich geboten und sinnvoll, die ohnehin überhöhte Wildschweindichte abzusenken – nicht nur wegen der ASP, sondern auch wegen der Wildschäden und den ökologischen Auswirkungen, die die gewaltige Vermehrung der Schwarzkittel hat. Abschussprämien für Wildschweine, wie sie in Brandenburg gezahlt werden, oder die Reduzierung der Gebühr für Trichinenuntersuchungen stellen sinn- und wirkungsvolle Unterstützungsmaßnahmen und Gesten der Anerkennung für die Bemühungen der Jäger dar, insbesondere angesichts zunehmender Schwierigkeiten bei der Vermarktung des Wildschweinfleischs. Die Forderung des Bauernverbands, 70 Prozent der Wildschweinpopulation abzuschießen, lässt einen mittelgradigen Realitätsverlust bei den Bauernfunktionären befürchten – und im Gegenzug die Forderung laut werden, die durch industrielle Massentierhaltung verursachten Probleme doch vielleicht lieber direkt an der Quelle – bei den Massentierhaltern selbst – zu bekämpfen.

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