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DJV/CIC: Jagd auf Schraubenziege ist Erfolg für Artenschutz

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Ein amerikanischer Jäger hat legal eine seltene Schraubenziege in Pakistan erlegt. Der Aufschrei von Tierrechtlern war groß. CIC und DJV fordern mehr Sachlichkeit: Dank Jagd haben die Bestände um das 70-fache in 30 Jahren zugenommen. Von Einnahmen aus Jagdlizenzen profitieren weitere seltene Arten wie Schneeleopard und die Bevölkerung.

Ein US-Amerikanischer Jäger hat kürzlich in Pakistan anlässlich einer kontrollierten Jagd eine seltene Schraubenziege (Markhor) für 100.000 Dollar erlegt. Der Aufschrei in den Medien war groß, Tierrechtler bezeichneten die Erlegung als „Schande“. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) fordern eine sachliche Bewertung der Situation: Die Einnahmen aus der streng reglementierten nachhaltigen Jagd auf die Schraubenziege haben überhaupt erst deren Wiederansiedlung in weiten Teilen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes ermöglicht. Lag der Bestand des Markhor Mitte der 1980er-Jahre bedingt durch massive Wilderei noch bei unter 100 Tieren, leben heute dank der Einnahmen aus der Jagd weit über 7.000 Schraubenziegen in Pakistan, so ein IUCN- Spezialist. Diese Entwicklung führte dazu, dass der Markhor in der Roten Liste der IUCN seit 2015 nicht mehr als „bedrohte Art“ geführt wird.

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Auf Markhor in Tadschikistan: Vom Segen der Trophäenjagd

Oder: Warum es eine gute und nutzbringende Sache sein kann, sogar exotische Rote-Liste-Arten wegen ihrer Trophäe zu erlegen.

Um halb vier Uhr früh sind die knorrigen Äste und Holzstücke in dem aus ein paar Blechen und Winkeln zusammengeschweißten Ofen längst heruntergebrannt. Es ist ziemlich frisch in dem Zimmer der Schutzhütte, fröstelnd ziehe ich Jacke und Schuhe an. Draußen zeichnen sich die Gipfel des Pamirgebirges, karg, schroff, eher einschüchternd und bedrohlich als einfach nur schön, gegen den Sternenhimmel ab. Im Tal, nur einen Steinwurf entfernt, rauscht der Pjandsch, der Grenzfluss zu Afghanistan. Jürgen wartet schon, der lange Lauf der 8x68S ragt über seinem Rücken hervor. Reifen knirschen, Lichtkegel tanzen, das Fahrzeug, das uns ins Jagdgebiet bringen wird, quält sich den steilen Schotterweg empor. Nach einer etwa halbstündigen Fahrt auf dem Pamir Highway sind wir da. Am Vorabend haben die tadschikischen Guides bei unserer abendlichen Pirschfahrt hier einen guten Markhor ausgemacht.

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