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Tierquäler vor Gericht

Trächtige Ricke absichtlich überfahren – Polizei ermittelt verdächtige Motorradfahrer

Zwei besonders widerwärtige Fälle von Tierquälerei, begangen gegen Wildtiere, haben in den letzten Wochen für Abscheu und Empörung bei Jägern und Nichtjägern gesorgt: Zum einen der Landwirt, der vergangenen Oktober mit seinem Geländewagen auf einem Feld bei Böttstein im Schweizer Kanton Aargau eine Bache und ihre drei Frischlinge überfahren hatte. Während die drei Frischlinge sofort verendeten, blieb die Bache mit gebrochenem Rückgrat die ganze Nacht auf dem Feld liegen, bis ein Jäger sie am nächsten Morgen erlöste. An den vom Geländewagen hinterlassenen Reifenspuren war zu sehen, dass der Fahrer drei Mal gewendet hatte, um die Tiere zu erwischen. Der Landwirt hatte die Tat lange geleugnet, war jedoch durch Bewegungsprofile überführt worden, die von jedem Benutzer von Mobiltelefonen auch nachträglich erstellt werden können.

Jetzt ist der Täter vom Bezirksgericht Zurzach zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bedingt auf zwei Jahre – das entspricht der deutschen Bewährungsstrafe – und einer Geldbuße von 4000 Franken verurteilt worden. Außerdem muss er Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von 10.000 Franken tragen. Vor Gericht hatte sich der Mann mit den durch die Wildschweine verursachten Schäden zu rechtfertigen versucht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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