Schlagwort-Archive: Mais

Schleswig-Holstein: Keine “Befriedung” für juristische Personen

Mitwirkungspflicht für Landwirte bei der Wildschadensverhütung eingeführt

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) weist darauf hin, dass im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen am 21. Februar 2018 im Landtag in einem Artikelgesetz­ mit den Stimmen der Jamaika-Koalition auch das Landesjagdgesetz Schleswig-Holstein (LJagdG) geändert wurde. Eine der wichtigsten Änderungen ist, dass die Möglichkeit der sog. “Befriedung” von Flächen aus ethisch-moralischen Gründen für juristische Personen, also zum Beispiel Naturschutzverbände, gestrichen wurde. Außerdem, so der der LJV SH, werde eine Öffnungsklausel zum Schutz des Wildes vor Wildseuchen neu eingeführt. Diese ermögliche es den Jagdbehörden, “Ausnahmen von den Verboten in § 19 Absatz 1 Bundesjagdgesetz und in § 29 Absatz 5 zulassen und abweichend von § 27 Bundesjagdgesetz Anordnungen nach dieser Bestimmung auch zur Vorbeugung und Bekämpfung von Wildseuchen zu erlassen. So können Schonzeiten abgekürzt oder aufgehoben werden oder Jagdschutzberechtigte zur Mithilfe bei der Seuchenbekämpfung verpflichtet werden.

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Nabu: Energiepflanzen-Anbau gefährdet Artenvielfalt

“Deutschland ist Teil des Problems”

Der Anbau von Energiepflanzen befördert den Verlust wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen nicht nur in den Regenwäldern Indonesiens, sondern auch hier in Europa. Dies zeigt das heute vom Nabu-Dachverband BirdLife International und der Umweltorganisation Transport & Environment in Brüssel vorgelegte Schwarzbuch Bioenergie, wie es in einer Pressemitteilung des Nabu heißt. Anhand von acht weltweiten Beispielen, darunter sechs aus Europa, dokumentiert das Buch das enorme Ausmaß der Zerstörung. Beispiele von gerodeten Urwäldern in Finnland oder Kahlschlägen in der Slowakei belegen, dass der Energiepflanzen-Anbau selbst vor Schutzgebieten keinen Halt macht. Auch Deutschland nimmt bei den dargestellten Negativ-Beispielen einen unrühmlichen Platz ein. Im Fokus der Kritik steht der regional dramatische Zuwachs an Maisäckern für die Biogasproduktion. Wie negativ die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland verlaufen ist, zeigen konkrete Beispiele aus Niedersachsen. Das Bundesland ist besonders reich an Mooren, Feuchtwiesen und Grünland. Mittlerweile gibt es dort Landstriche, in denen Jahr für Jahr auf 60 bis 75 Prozent der Ackerfläche Mais in Intensivkultur wächst.

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Nachsuche im Mais: Wie im Dschungel

Hundert Hektar Mais und irgendwo in der grünen Hölle ein krank geschossener und überaus schlecht gelaunter Keiler? Nachsuchen im Mais sind ein Job für Spezialisten. Nachsuchenführer Dirk Thielke verrät, worauf es dabei ankommt.

„Keiner klatscht vor Freude in die Hände, wenn er zur Nachsuche auf einen 100-Kilo-Keiler im Mais gerufen wird“, räumt auch der Brandenburger Nachsuchenführer Dirk Thielke ein. „Denn jeder dieser Einsätze kann zum Drama werden, wenn man Hunde auf die Sauen loslässt, die nicht mit deren Raffinessen vertraut sind.“ Thielke ist schwerpunktmäßig in weitem Umkreis rund um seinen Wohnort im Havelland im Einsatz und hat sich mit seinem Gespann – der neunjährigen BGS-Hündin Ronja vom Rumpelsberg und der fünfjährigen Drahthaar-Hündin Anna von der Peterhofer Heide – auf schwierigen Nachsuchen einen exzellenten Ruf erworben.

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