Schlagwort-Archive: Luxemburg

Luxemburg: Petition fordert Verbot von Bewegungsjagden

Innerhalb von nur zwei Tagen hat eine Petition, die ein Verbot von Bewegungsjagden in Luxemburg fordert, das erforderliche Quorum von 4500 Unterschriften nicht nur erreicht, sondern übertroffen: 5700 Petenten haben unterschrieben. Jetzt ist das Parlament verpflichtet, sich mit dem Verbot von Treib- oder Drückjagden auseinander zu setzen. Die Petition ist einem Bericht des Tageblatts zufolge von dem Luxemburger Mike Clemens gestartet worden, der Treibjagden für eine “antiquiierte” und “nicht mit dem Tierschutzgesetz in Einklang zu bringende” Jagdmethode hält. Tiere für die Bejagung durch Wälder zu treiben setze diese besonderem Stress aus und führe zu unnötigem Leid. Tiere seien keine Objekte, sondern sollten mit Respekt behandelt werden, so Bürger Mike Clemens.

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Wolf in Luxemburg

Der Wolf dehnt seinen Lebensraum weiter aus: Am vergangenen Mittwoch hat es im Raum Leudelingen-Bettemburg im Süden Luxemburgs einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfs gegeben. Das teilt das luxemburgische Umweltministerium mit. Ein Landwirt hatte gegen 23.45 Uhr von seinem Traktor aus ein wolfsähnliches Tier gesehen und im Scheinwerferlicht auch fotografiert. Nach eingehender Überprüfung aller wichtigen Kriterien bestätigten die Experten der Naturverwaltung, dass auf Basis des Fotos der Wolf nicht ausgeschlossen werden kann.

Als 100%er Nachweis kann die Beobachtung jedoch nicht eingestuft werden, weil auf dem Foto auf Grund der großen Entfernung nicht alle Kriterien eindeutig erkennbar sind, die für einen „eindeutigen Nachweis“ benötigt werden. Die Naturverwaltung geht aber momentan mit großer Wahrscheinlicht von der Präsenz eines Wolfes aus. Da Wölfe viel wandern, kann das beobachtete Tier mittlerweile in einer ganz anderen Gegend unterwegs sein. Alle Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen sollten umgehend der Naturverwaltung gemeldet werden (email: wolf@anf.etat.lu).

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Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten “mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit” überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen “Säureattentat” jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, “die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.” Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

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