Schlagwort-Archive: Lügen

Märchenstunde über Löwenschutz

DJV kritisiert Aussagen des Umweltministeriums zum Tag des Artenschutzes

Afrika ohne Löwen? Das Bundesumweltministerium verbreitet anlässlich des Weltartenschutztages ein Schreckensszenario. Eine stärkere Regulierung der legalen Trophäenjagd soll’s richten.

Zum diesjährigen Weltartenschutztag hat das Bundesumweltministerium in einer Presseerklärung das Schreckensszenario eines Afrikas ohne Löwen gezeichnet. Schuld an ihrem Rückgang seien Lebensraumzerstörung, Wilderei, Mensch-Wildtier-Konflikte sowie nicht nachhaltige Jagd. Das Ministerium feiert sich anschließend für seine Erfolge bei der stärkeren Regulierung und Kontrolle der Trophäenjagd auf Löwen. Dafür werde das Ministerium weiter kämpfen. Indem das Umweltministerium seinen Kampf gegen die nachhaltige Jagd  als seinen wichtigsten Beitrag zum Löwenschutz hervorhebt, verschleiert es nur seine eigene Ideenlosigkeit und seine ideologische Orientierung in Sachen Auslandsjagd. Dass dieses jagdpolitische Signal kurz vor der Regierungsbildung gesetzt wird, ist sicher kein Zufall, sondern erscheint wie eine Positionsbestimmung für die nächsten vier Jahre. Nach der gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung ist das Landwirtschaftsministerium an Entscheidungen zu beteiligen. Eigentlich. Dies ist in der Vergangenheit oft nicht geschehen.

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Südtiroler: Jäger kritisieren Falschbehauptungen von Wolfsforschern

+++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen 31 Schafe in der Woltersdorfer Heide +++ Finnland: Widerstand gegen EU-Waffenrechtsverschärfung +++ Niedersachsen: Umweltminister Wenzel (Grüne) hält an hohem Schutzstatus für Wölfe fest – keine Aufnahme ins Jagdrecht +++

Der Südtiroler Jagdverband kritisiert Behauptungen des zu 59 Prozent staatlich finanzierten Forschungszentrums EURAC zur Gefährlichkeit von Wölfen. In der von EURAC herausgegebenen Publikation “Der Wolf in Südtirol” heißt es unter der Frage “Sind Wölfe aggressiv?“: “Nein, im Gegenteil: Wölfe sind scheue Tiere, die für den Menschen im Wesentlichen ungefährlich sind. In den letzten 150 Jahren konnte in Italien kein Angriff auf Menschen vermeldet werden.” Dies sei nachweislich falsch, erklärt Benedikt Terzer, Jurist und Direktionsassistent des Südtiroler Jagdverbands gegenüber stol.it: Die Botschaft, dass es in Italien seit mehr als 150 Jahren keinen Wolfsangriff auf Menschen gegeben habe, kursiere zwar “leider auf allen möglichen Kanälen”, sei aber falsch: Allein im Jahr 2017 habe es in Italien (Piemont) zwei wissenschaftlich nachgewiesene Wolfsangriffe auf Menschen gegeben. Über einen dieser Angriffe habe die Online-Ausgabe der Zeitung „La Repubblica“ berichtet.

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