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Schweden: 12,4 Millionen Entschädigung für Raubtierschäden in 2017

Im Jahr 2017 fielen in Schweden 44 Hunde Großraubtieren zum Opfer

Der schwedische Staat zahlte im Jahr 2017 für Entschädigungen an die betroffenen Eigentümer und Notfallmaßnahmen 12,4 Millionen Schwedische Kronen (SEK, ca. 1,2 Mio. Euro). Das berichtet die schwedische Jagdseite SvenskJakt. Demnach wurden in 2017 44 Hunde von großen Raubtieren getötet oder verletzt, wobei nur die Hunde gezählt werden, die nicht zur Jagd auf die Prädatoren eingesetzt wurden: 29 Hunde wurden von Wölfen getötet, 12 von Luchsen, zwei von Bären, in einem Fall ist der Verursacher unbekannt.

Die meisten Angriffe durch Raubtiere auf Hunde ereigneten sich in der schwedischen Provinz Värmland, dort wurden zehn Hunde attackiert, neun davon von Wölfen. 2017 wurden an Entschädigungen für von geschützten Raubtieren gerissene Hunde 354.000 SEK und weitere 516.000 SEK für Präventivmaßnahmen bezahlt. Die Zahl der gerissenen und getöteten Hunde schwankt in Schweden von 1997 bis 2017 zwischen 0 und 70 Stück. SE

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Schweiz: Region will Herdenschutzhunde verbieten

Gemeindepräsident: “Wir haben jetzt zwei Probleme: den Wolf und die Hunde.”

In der Region Andermatt im Schweizer Kanton Uri ist eine Initiative gestartet worden, die ein Totalverbot von Herdenschutzhunden in der Gemeinde anstrebt. Anlass sind Konflikte mit Wanderern und Mountainbikern, die nach Angaben des Talammanns (Gemeindepräsidenten) Hans Regli von den Hunden verängstigt, zur Umkehr gezwungen und mitunter auch gebissen worden seien. Gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erklärte Regli: “Solange hier Touristen nicht sicher wandern können, sondern von Herdenschutzhunden angegriffen werden, können wir nicht ruhig schlafen.”

Die Interessengemeinschaft “Keine Herdenschutzhunde” fordert ein Verbot der Herdenschutzhunde im Urserental, laut NZZ eine Fläche von 175 Quadratkilometern. Der Präsident der IG, Columban Russi, beklagte in der NZZ, dass die Hunde die Touristen von den Wegen vertreiben, die mit viel Geld unterhalten werden. Sie richteten mehr Schaden an, als sie nützten. Ein Herdenschutzexperte bestritt laut NZZ, dass es die Probleme im geschilderten Ausmaß gebe, räumte jedoch ein, dass in anderen Kantonen wegen der Herdenschutzhunde bereits Wanderwege gesperrt oder verlegt werden mussten. In Andermatt wird jetzt über Alternativen zu einem Totalverbot beraten. SE

Beitragsbild: Herdenschutzhunde. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JE für den Hinweis!