Schlagwort-Archive: LJV Baden-Württemberg

Jagdverbände dringen bei Treffen mit EU-Kommissar auf pragmatisches Wolfsmanagement

“Notwendigkeit der Überarbeitung des Schutzstatus von Wölfen unabdingbar!”

Die dringende Notwendigkeit pragmatischer Ansätze für das Wolfsmanagement sowie die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) standen im Vordergrund des Termins zwischen dem EU-Kommissar Günther Oettinger, Deutschem Jagdverband, LJV Baden-Württemberg und FACE.

Zum Auftakt des Treffens präsentierte DJV- und FACE Vizepräsident Dr. Volker Böhning die klaren politischen Forderungen der deutschen Jäger für ein effizientes Wolfsmanagement. Eine Aktualisierung des strengen Schutzstatus des Wolfs ist bei dessen rasanter Vermehrung und Ausbreitung und der nicht mehr hinnehmbaren Probleme für Landwirte und Tierzüchter dringend notwendig. Er kritisierte sowohl das Bundesumweltministerium als auch das Bundesamt für Naturschutz in Deutschland und forderte sie zu einer realistischeren Beurteilung der Situation des Wolfes in Europa und Deutschland auf. Der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation im Nordosten Deutschlands lasse sich nicht mehr bestreiten und es sei Zeit für ein aktives Wolfsmanagement auf jagdrechtlicher Grundlage. Die oftmals angepriesenen Präventivmaßnahmen für die Weidetierhaltung sind weder praktikabel noch finanzierbar.

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LJV Baden-Württemberg: Wild gegrillt

Bei der gestrigen Wildgrill-Aktion des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg e.V. hat das Feuer mächtig gedampft: Insgesamt rund 800 Wildschweinbratwürste wurden für den guten Zweck gegrillt und verkauft. Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Landwirtschaftsministerium zog selbst die Grillschürze an und brutzelte fast eine Stunde Wildrote, neben ihr reichte Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann Maultaschen als Probierhappen; rund 300 Maultaschen mit wilder Füllung – Rotwild aus dem Schwarzwald.

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Artenschutzprojekt: LJV BW unterstützt Fuchspelz-Marketing

Niederwild, Bodenbrüter und erst recht gefährdete Arten wie Großtrappe oder Auerhuhn haben eins gemeinsam: Ohne Prädatorenkontrolle haben sie kaum eine Chance. Ein wesentlicher Punkt des “Aktionsplans Auerhuhn”, der zum Schutz der Auerwildpopulation im Schwarzwald beschlossen wurde, ist dann auch – neben Biotopvernetzung und Vermeidung von Störungen der scheuen Vögel etwa durch Tourismus – die Intensivierung der Fuchsbejagung. Der Schwarzwald ist die Heimat des größten europäischen Auerwildvorkommens außerhalb des Alpenraums. Die Population ist jedoch im Lauf der letzten hundert Jahre von knapp 4000 auf nur noch etwa 500 Individuen zurückgegangen. Der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) hat im Rahmen seines Auerwildprojekts ein Marketingkonzept entwickelt, das zweierlei leisten soll: Zum einen soll die Akzeptanz von heimischem Fuchspelz in der Bevölkerung erhöht werden, zum anderen sollen “passionierte Raubwildjäger wieder einen Anreiz erhalten reife Bälge zu erbeuten und zu liefern”, wie es auf der LJV-Homepage heißt.

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Baden-Württemberg: DVO zum LJG veröffentlicht

Der LJV Baden-Württemberg informiert auf seiner Internetseite, dass die Duchführungsverordnung (DVO) zum sog. “Jagd-und Wildtiermanagementgesetz” am 2. April von Minister Bonde unterzeichnet und nun den Verbänden zur Verfügung gestellt wurde. Die DVO tritt einen Tag nach Verkündigung im Gesetzblatt in Kraft. Die Veröffentlichung ist für Ende der Woche vorgesehen. Den Text der DVO und die Begründung steht auf der Internetseite des LJV BaWü zum Download bereit. Der LJV stellt fest, “dass die Hauptkritikpunkte, gegen die die Jägerinnen und Jäger am 4. 3. 2015 vor dem Landtag in Stuttgart demonstriert haben, in der DVO alle nachgebessert wurden.”

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LJV Baden-Württemberg erwägt Verfassungsbeschwerde

Der baden-Württembergische Landesjägermeister, Dr. Jörg Friedmann, erwägt eine Verfassungsbeschwerde gegen das geplante neue Landesjagdgesetz. Wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet, stützt Friedmann sich bei seinen Überlegungen auf das Rechtsgutachten des Jenaer Staatsrechtlers Prof. Dr. Michael Brenner. Sollte der Gesetzentwurf nicht in wesentlichen Punkten nachgebessert werden, sei eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe denkbar, wird Friedemann im Internetauftritt der SWR-Fernsehsendung “Landesschau aktuell” wiedergegeben.

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BaWue: Jäger lehnen Diktat des Naturschutzes ab

Landesjagdverband Baden-Württemberg kritisiert Bevormundung.

Der jetzt öffentlich gewordene Entwurf zum neuen Jagd- und Wildtiermanagement-Gesetz enthält viele Bestimmungen, die bei den Jägerinnen und Jägern auf scharfe Kritik stoßen. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann betont, dass der Landesjagdverband im vorausgegangenen Beteiligungsverfahren konstruktiv mitgearbeitet und sinnvollen Regelungen zugestimmt habe. Doch was jetzt veröffentlicht worden ist, sei an vielen Stellen inakzeptabel: „Wir sind geprüfte und anerkannte Naturschützer. Dazu sind wir die Praktiker, die seit langer Zeit beispielhaft vorleben, wie Wild und Natur im Einklang nachhaltig und verantwortungsvoll genutzt werden können.“ Ein Gesetz für bloße „Öko-Waldjäger“ lehnt der Landesjagdverband ab: „Für eine der Jagd und dem Wild unwürdige bloße Schalenwildbekämpfung unter der bevormundenden Anordnung des Naturschutzes stehen wir nicht zur Verfügung.“

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