Schlagwort-Archive: Lehrrevier Groß Kreutz

Brandenburg: OJB dreht LJVB-Projekt “Artenreiche Flur” den Geldhahn zu

Die personelle und organisatorische Neuausrichtung der Obersten Jagdbehörde Brandenburg (OJB) (JAWINA berichtete) scheint erste Konsequenzen zu zeitigen: Die institutionelle Förderung des Projekts Artenreiche Flur Groß Kreutz wurde gestrichen. Der langjährige Leiter, Wildmeister Klaus Mordhorst, hat aus diesem Anlass einen Protestbrief an Ministerpräsident Dietmar Woidke verfasst.

In Groß Kreutz habe Landesforst, Landesumweltamt, Landesjagdverband, Nabu, die Forschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Eberswalde e. V. und das Gut Groß Kreutz seit 1991 zusammengewirkt. Unzählige Biotopverbesserungsmaßnahmen wurden in Groß Kreutz umgesetzt, Flurholzstreifen, Feldgehölze und Benjeshecken angelegt, Gewässer renaturiert und Lesesteinhaufen erhalten – Maßnahmen, von denen nicht nur jagdbare Arten profitierten.

Weiterlesen

Fangjagd: Tu es für die Rohrdommel

Vier Kursziele wollte Revieroberjäger Axel Nitschke bei seinem Fangjagd-Seminar erreichen, das am 1.9. von der Landesjagdschule des Landesjagdverbands Brandenburg veranstaltet wurde: Grundkenntnisse der Fallenjagd-Praxis vermitteln, mit den Rechtsgrundlagen bekannt machen, Sinn und Notwendigkeit der Fallenjagd aufzeigen, vor allem aber: “HEISS MACHEN AUF EINE ART DES HANDWERKS JAGD.” Es ist ihm gelungen.

Nitschke, der auch Vorsitzender der Brandenburger Berufsjägerverbands ist, betreut ein Revier in Brandenburg mit Feldanteil. “Wir legen dort sehr großen Wert auf Niederwildhege, obwohl wir kaum jagdbare Niederwildbesätze haben”, sagt er. Und warum? “Ich möchte auch meinem Sohn noch eine Rohrdommel zeigen können. Das ist meine Motivation.” Als Jäger hege er Wildtiere, aber nicht jagdbare, wild lebende Tiere von der Rohrdommel über den Feldhamster bis zur Trauerseeschwalbe befinden sich auch im Blickpunkt der Hege, werden sozusagen mitgehegt, um sie zu erhalten: “Es ist eine Illusion zu glauben, dass man in unserer Agrarsteppe jagdbare Bestände des Rebhuhns hochbringen könnte”, erklärt Nitschke. “Aber es ist schön, wenn es noch da ist. Außerdem: “Wenn wir nur noch an der Kirrung rumsitzen, womöglich noch mit Nachtsichttechnik, geht uns viel verloren. Es ist schade um die Jagd, bei der es doch ums große Ganze gehen sollte.”

Weiterlesen