Schlagwort-Archive: Lausitz

Niedersachsende: Säugende Wolfsfähe überfahren

+++ Sachsen: Lausitz-Wölfe fressen Biber +++ Sachsen: Wolf bei Hoyerswerda überfahren +++ Österreich: Wolf im Burgenland gesichtet +++ Brandenburg: Gefressen ja, gerissen nein: Kälber im Spreewald nicht von Wolf getötet

Im niedersächsischen Heidekreis ist eine säugende Wolfsfähe überfahren worden. Aus dem Gesäuge des Tiers sei noch Milch geflossen, wie der NDR berichtet. Aus welchem Rudel das Tier stammt ist demnach noch unbekannt. Es spreche aber viel dafür, dass es sich um eine junge Wölfin aus dem Munsteraner Rudel handelt.

Auf bis zu sieben bis neun Prozent beläuft sich der Anteil von Bibern an der Nahrung der Lausitz-Wölfe. Insbesondere in der Umgebung der Königsbrücker Heide sei dieses Phänomen zu beobachten, wie die Lausitzer Rundschau berichtet. Dort gebe es gesättigte Biberpopulationen. Die Jungtiere würden auf der Suche nach eigenen Revieren abwandern und dabei leichte Beute von Wölfen werden. SE

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Wolfsabschuss: WWF setzt Belohnung von 25.000 Euro aus

“Deutschland hat ein Wilderei-Problem”

Die Naturschutzorganisation WWF hat eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro ausgesetzt für ” sachdienliche Hinweise, die im aktuellen Fall zur Ergreifung des Täters führen.” Der WWF verurteilte die Tat aufs Schärfste und forderte von den Ermittlungsbehörden eine „intensive“ Strafverfolgung. „Deutschland hat ein Wilderei-Problem. Immer wieder werden bedrohte und geschützte Tiere  illegal getötet. Im seltensten Fall wird ein solches Verbrechen jedoch aufgeklärt. Das ist eines modernen Rechtsstaats unwürdig“, erklärte Moritz Klose, Wildtierreferent beim WWF Deutschland in einer Stellungnahme. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass das Nachstellen geschützter Arten ein Kavaliersdelikt sei.

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Sachsen: Erneut illegaler Wolfsabschuss in der Lausitz

Am Samstag, den 9. Juli 2016, wurde im Landkreis Görlitz, im Waldgebiet Biehain, ein toter Wolf gefunden. Das teilt das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) in einer Presseerklärung mit. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier erschossen worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen, sie dauern gegenwärtig noch an. Es ist der sechste Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung in Sachsen seit 2011, welcher kriminalpolizeilich untersucht wird. Sollte ein Beschuldigter ermittelt werden, droht diesem eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. PM LKA

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Bei Marburg überfahrener Wolf stammt aus der Lausitz

Der Anfang Mai an einer Landstraße bei Marburg tot aufgefundene Wolf ist aus der Lausitz nach Hessen eingewandert. Das haben genetische Untersuchungen des Kadavers der hessischen Wolfsbeauftragten Susanne Jokisch zufolge ergeben. Die Elterntiere des überfahrenen Wolfs sollen sich demnach nicht genau bestimmen lassen, es stehe aber fest, dass das Tier aus der Lausitzer Population stamme. SE

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Spurenexkursion im Wolfsgebiet – neue Wolfsrisse in McPom

Am 13.03.15 lädt das Kontaktbüro “Wolfsregion Lausitz” interessierte Bürger zu einem Wolfsvortrag mit anschließender Spurenexkursion ein. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr an der Wolfsscheune im Erlichthof Rietschen. Dort werden in einem reich bebilderten Vortrag Informationen über das Tier Wolf, sowie über dessen Verbreitung und die neusten Informationen dazu vermittelt.Im Anschluss begeben sich die Teilnehmer auf eine ca. 3-stündige geführte Spurenexkursion ins Wolfsgebiet. Die Teilnahme an Vortrag und Exkursion ist kostenlos. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung erforderlich: Tel. 035772 40235 oder Mail: kontaktbuero@wolfsregion-lausitz.de

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Sachsen: Streunender Hund sorgt für Aufregung im Wolfsgebiet

In den vergangenen Tagen gingen beim Wolfsmanagement aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen wiederholt Sichtungsmeldungen eines „Wolfes“ auf Straßen oder in Ortschaften ein. Viele Beobachter konnten Bilder des Tieres machen, sodass die Meldungen überprüft werden konnten. Auf diesen Bildern ist zu erkennen, dass es sich um ein und denselben wolfsähnlichen Hund handelt – und nicht um einen Wolf. Der Hund ist bereits seit 2 Wochen unterwegs und wurde mehrmals zwischen Halbendorf/Schleife (LK Görlitz), Niederseifersdorf (LK Görlitz), Löbau (LK Görlitz), Weißenberg (LK Bautzen), sowie Panschwitz-Kuckau und Kamenz (jeweils LK Bautzen) gesehen und fotografiert.

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Sachsen: Großer Wurf im Daubaner Rudel

In diesem Jahr konnte im Daubaner Rudel bereits Ende Juli der Nachweis von Welpen erbracht werden. Aufnahmen einer automatischen Wildkamera (Fotofalle) zeigten sechs Welpen. In der vergangenen Woche gelang es einem Jäger und Hoppyfotografen nun im Revier des Daubaner Rudels 13 Welpen gleichzeitig zu filmen. Für Wölfe in freier Wildbahn ist dies ein ungewöhnlich großer Wurf, bisher sind in Sachsen meist 4 bis 8 Welpen je Wurf nachgewiesen worden. Aus anderen Ländern sind jedoch auch Wurfgrößen von 10 Welpen bekannt.

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Dübener Heide: Erster Wolfsnachweis in Nordsachsen

Eine automatische Wildkamera („Fotofalle“) hat den ersten Nachweis eines Wolfes in der Dübener Heide (Landkreis Nordsachsen) geliefert. Das Bild entstand bereits Ende Mai, wie die Auswertung der Kameradaten nun ergab. Noch ist unklar, ob sich das Tier dort dauerhaft niederlassen wird oder das Gebiet nur durchwandert hat. Im Rahmen des Monitorings soll dieser Frage nun nachgegangen werden, in dem nach Spuren, Losungen und Rissen gesucht wird. In der Dahlener Heide wurden bereits im Jahr 2010 eine Zeit lang mehrere Hinweise auf einen einzelnen Wolf gemeldet. Seitdem gab es jedoch keine Nachweise aus dem Landkreis Nordsachsen.

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SENSATION! Erste Fotos der geschmuggelten Wölfe auf Jawina!!

Die Hamburger Jagdzeitschrift “Jäger” wusste es zuerst: An der Grenze zwischen Polen und Deutschland ist ein Transporter von der Bundespolizei gestoppt worden, der eine brisante Fracht enthielt: Illegal erworbene Wölfe und Luchse, zur Auswilderung auf deutschen Truppenübungsplätzen bestimmt, wie das magazin in der Februar-Ausgabe, äh, kolportiert. Sofort wurden Zweifel an der glänzend recherchierten Geschichte laut, doch Jawina präsentiert Beweise: Die ersten Fotos der geschmuggelten Wölfe.

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Lausitzwölfe breiten sich aus, neues Rudel gegründet

Aktuell senden noch zwei, im Rahmen des Projektes „Wanderwolf“ besenderte, Wölfinnen (FT8 und FT9) Daten zu ihrer Raumnutzung. Bei diesen beiden Wölfen handelt es sich jeweils um die Fähe eines Wolfsrudels. Sie liefern wichtige Informationen zur Reviergröße und -nutzung ihrer Rudel. Eine dritte Wölfin (FT7) verlor Anfang November 2013 vorzeitig ihren Halsbandsender.

FT8 („Greta“), die Fähe des Nieskyer Rudels, wurde am 09.05.2013 gefangen und besendert. Das Nieskyer Rudel nutzte bisher schwerpunktmäßig die Flächen nördlich von Niesky. Dort hat es 2013 mindestens vier Welpen aufgezogen. Das gesamte Territorium erstreckt sich von der Südkante des Truppenübungsplatzes Oberlausitz 29 km bis nach Görlitz im Süden. Auch die Krebaer Heide, die ursprünglich zum Nochtener Territorium gehörte, wird von den Nieskyer Wölfen inzwischen intensiv genutzt. Der Biehainer Forst östlich von Niesky gehört allerdings nicht zum Revier der Nieskyer Wölfe, sondern zum Territorium des polnischen Ruszow-Rudels. Insgesamt nutzte die Fähe seit ihrer Besenderung ein Territorium von 415 km² MCP100* bzw. 268 km² MCP95**.

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Sachsen: Wolfswelpe illegal geschossen

Am Freitagmorgen, den 13.12.2013, wurde bei Hermsdorf, Landkreis Bautzen im Territorium des Milkeler Rudels ein männlicher Wolfswelpe auf einer Wiese tot aufgefunden. Bei der Begutachtung vor Ort konnten am Kadaver kleine Löcher unter anderem im Bereich des Rückens und Nackens festgestellt werden. Der Kadaver des Tieres wurde zur Klärung der Todesursache an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht. Die Untersuchung im Computertomographen ergab, dass das Tier durch Beschuss mit Schrotkugeln zu Tode gekommen ist. Bei der anschließenden Sektion konnten 31 Schrotkugeln aus dem Tierkörper sichergestellt werden.

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Mode-Special: Schöne Pullover in Berlin…

Und: Brandenburger Top-Models präsentieren die aktuelle Hutmode für die Drückjagdsaison.

In einem Berliner Drogeriemarkt (vor dem Heiltee-Regal) erspähten die Jawina-Fashion-Scouts dieses trendige Ensemble im angesagten Partnerlook. Uns Jägern sollten die Modetrends der Metropole zu denken geben: Nutzen wir das Potenzial, das die Rückkehr des Wolfs uns bietet?  Geführte Wanderungen durchs zertifizierte Wolfsrevier? Andere machen das doch auch, gerade hat ein Bekannter so eine Tour zu einem Firmenjubiläum geschenkt bekommen. “Ihr seht da doch niemals einen Wolf” unkte – typisch! – der einzige Jäger unter den Mitarbeitern, “Wenn die Kollegen schwatzend und kichernd durchs Unterholz brechen!” – Na und? Vorher ein paar Wolfstatzen mit dem Spezial-Fährtenschuh in den märkischen Sand getreten, das reicht für das “unheimlich intensive Naturerlebnis” und bei manch einem vielleicht gar für ein wohliges Gruseln – und die Kasse klingelt.

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Standorttreu: Besenderte Lausitz-Wölfe wandern bisher nicht

Karte 1: Streifgebiete von FT7 (rot) und MT5 (grün) seit ihrer Besenderung. Zur Veranschaulichung sind die Territorien des Milkeler (MI), Nochtener (NO) und Daubaner (DN) Rudels schematisch dargestellt (blau). Copyright: Wildbiologisches Büro LUPUS.

Die besenderte junge Wölfin „Marie“ (FT7) aus dem Milkeler Wolfsrudel hält sich weiterhin überwiegend im Territorium ihrer Eltern auf. Wie Fotofallenaufnahmen aus dem Februar zeigen, hält die mittlerweile 22 Monate alte Wölfin immer noch engen Kontakt zu ihrem Geburtsrudel. Die automatischen Kameras haben nacheinander „Marie“, ihre Mutter, ihr Stiefvater und vier Welpen fotografiert.

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Deutschlands älteste frei lebende Wölfin tot

Am Morgen des 19.03.2013 wurde bei Mücka, Landkreis Görlitz, ein toter Wolf gefunden. Bei dem Tier handelt es sich um die alte Wölfin des Nochtener Rudels, genannt „Einauge“, wie das Kontaktbüro “Wolfsregion Lausitz” in einer aktuellen Pressemitteilung berichtet. Sie wurde noch am selben Tag zur Untersuchung an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin gebracht. Dort stellte sich heraus, dass die Wölfin in Folge zahlreicher, massiver Bissverletzungen gestorben war.

Wölfin Einauge im Jahr 2005. copyright koerner/www.lupovision.de

Wölfin Einauge im Jahr 2005.
copyright koerner/www.lupovision.de

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