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Sachsen: LAGJE begrüsst bewilligte Wolfsentnahme

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (LAGJE) Sachsen hat die vom Umweltministerium Sachsen und dem Landratsamt Görlitz genehmigte Entnahme eines Wolfs begrüßt. Der aus einem polnischen Rudel stammende Wolf hat im Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet (JAWINA berichtete). Die LAGJE Sachsen äußerst sich in einer Pressemitteilung lobend über die Entscheidung zur Entnahme des Wolfs: Die geplante Entnahme signalisiere die Handlungsfähigkeit der Politik: Nur so werde es gelingen, eine Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung zu erlangen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Tier verdeutliche die Gefahr, die von Wölfen ausgehe, meint die LAGJE. Die Jagdgenossen kritisieren indes , dass es noch immer keine Regelungen gebe, wie mit Problemwölfen umgegangen werden soll. Im aktuellen Fall müsse auch unter dem Aspekt des Tierschutzes schnell gehandelt werden, um das Tier von seinen Leiden zu erlösen. Der Wolf soll an Räude leiden. SE

Beitragsbild: Munition (Symbolbild) Foto: SE

Getötete Hunde: Es war ein Wolf

Das Tier, dass Ende Dezember 2017 im sächsischen Landkreis Görlitz zwei Hunde getötet hat (JAWINA berichtete), ist “aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert”, wie der Landkreis Görlitz mitteilt. Demnach handelt es sich um einen Wolf, der von einer automatisch auslösenden Wildkamera fotografiert wurde. Das Tier wurde mehrfach in der Nähe von bzw. auf Grundstücken gesichtet. Das zuständige Landratsamt in Görlitz stimmt sich derzeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) über die zu ergreifenden Maßnahmen ab. Um die Umsetzung nicht zu gefährden, können gegenwärtig keine weiteren Details dazu veröffentlicht werden. Parallel wird über die Untersuchung von Genetikproben versucht, die Identität und Rudelzugehörigkeit des Wolfes abschließend zu klären.

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Sachsen: Wolf hetzt Reh durch Dorf und auf Gehöft

Bei Kringelsdorf in der Gemeinde Boxberg (Landkreis Görlitz) soll ein Wolf am Sonntag Morgen gegen 9.30 Uhr ein Reh durch das Dorf gehetzt haben. Der Wolf verfolgte das Reh einem Bericht der Sächsischen Zeitung (SZ) zufolge bis auf den Hof einer Familie. Während sich das Reh durch einen Sprung in den benachbarten Garten rettete, ließ sich der Wolf “erst nach zweimaligem Verscheuchen” dazu bewegen, den Rückzug anzutreten. Die Kringelsdorfer wollten nun wissen, ob es normal sei, dass ein Wolf am hellichten Tag mitten im Dorf ihrer Beute nachjagten und was mit spielenden Kindern sei, so die SZ. Weder beim Landratsamt Görtlitz, noch beim Kontaktbüro Wölfe in Sachsen, noch beim Büro Lupus war der Vorfall bekannt. Es handle sich um eine “eher ungewöhnliche” Sichtung, so die Experten. Und: Der Mensch gehöre nicht ins Beuteschema des Wolfes, weswegen davon auszugehen sei, dass auch Kinder nicht in Gefahr sind, versicherte das Kontaktbüro gegenüber der SZ.

Beitragsbild: Headline des zitierten Artikels in der SZ (Screenshot).

Wegen Abschussfreigabe für “Problemwolf”: Morddrohung gegen Landrat

Anlässlich eines Wolfs-Forums, das am Wochenende im Rahmen der Forstmesse Agra in Leipzig stattfand, berichtete der Landrat des Kreises Bautzen, Michael Harig, von Morddrohungen gegen den Landrat eines “Nachbarkreises”. Dies berichtet die Freie Presse. Anlass für die Bedrohung sei die Abschussbewilligung für den “Problemwolf” Pumpak gewesen, der sich wiederholt Menschen genähert hatte. Auf Nachfrage von JAWINA im Landratsamt Görlitz, bestätigte die Pressestelle den Vorfall: “Als bekannt wurde, dass der Landkreis Görlitz einen Antrag zum Abschuss des Wolfes aus Polen gestellt hat, löste das eine ungeahnte Welle von Meinungsäußerungen per Telefon, Brief, Mail und über facebook aus – pro und contra”, heißt es in der Mail an die JAWINA-Redaktion. Landrat Bernd Lange (CDU) sei auch persönlich massiv angegriffen worden.

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