Schlagwort-Archive: Landkreis Diepholz

Auch der Nabu kann seine Schafe nicht schützen

Wiederholte Wolfsangriffa auf Nabu-Herde trotz Zwei-Meter-Zäunen und Stacheldraht

Bei jeder Gelegenheit behauptet der Nabu, dass es nur auf korrekten Herdenschutz ankomme, und schon sei die friedliche Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung überhaupt kein Problem. So einfach scheint es dann wohl doch nicht zu sein: Jedenfalls gelingt es dem Nabu nicht, seine eigenen Schafe zuverlässig vor Wolfsattacken zu schützen – und das trotz Einzäunung à la Hochsicherheitstrakt. In einem Moorgebiet bei Aschen (Niedersachsen, Landkreis Diepholz) bewirtschaftet der Nabu eine ca. vier Hektar große Streuobstwiese. Vor zwei Jahren fielen hier bereits einige Schafe einem Wolfsangriff zum Opfer. Daraufhin wurde die Fläche komplett neu eingezäunt. Bis zu zwei Meter hoch ist der Zaun, die Zaunspitze ist zusätzlich mit Stacheldraht gesichert, wie die Oldenburgische Volkszeitung berichtet. Nun wurden bei einem neuerlichen Wolfsangriff wieder mindestens sieben Schafe getötet. Weitere drei Schafe werden vermisst.

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Die Einsamkeit des Öko-Jägers

Johann B. (62) ist der einzige Öko-Jäger – das einzige Mitglied im sogenannten Ökologischen Jagdverband (ÖJV) – im niedersächsischen Landkreis Diepholz. Eine Jagdgelegenheit hat er auch nicht. Wenn man den Bericht über ihn auf kreiszeitung.de gelesen hat, ahnt man auch, warum. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels auf kreiszeitung.de (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Schafhalter fordert: Wolfsfreunde sollen Zaun ziehen – und bezahlen

Vor einiger Zeit hat der Landkreis Diepholz einen Brief an alle landwirtschaftlichen Tierhalter in der Gemeinde geschickt. Darin listet die Verwaltung die Herdenschutzmaßnahmen auf, die Tierhalter ergreifen müssen, wenn sie im Fall eines Wolfsangriffs Anspruch auf eine Entschädigung haben wollen. Da muss dem Ehepaar mit dem passenden Namen Schäfer, das zwei Schafe “als Rasenmäher” hält, wohl der Kragen geplatzt sein, wie die kreiszeitung.de berichtet: Dem Bericht zufolge fordert das Ehepaar “die Vermittlung von Wolfsfreunden, die einen entsprechenden Zaun ziehen und die Kosten dafür übernehmen.” Das sei zwar ironisch gemeint, fügt ihr Mann dazu, ernst meint er es aber offenbar mit einer viel weitgehenderen Forderung:

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