Schlagwort-Archive: Landkreis Bautzen

Sachsen: Landrat kritisiert “Wolfsversteher”

+++ Brandenburg: Acht tote Wildschweine in der Prignitz gefunden – keine ASP +++

Der Landrat des sächsischen Landkreises Bautzen, Michael Harig, hat auf der Internetseite des Kreises eine “Reaktion zum Vorfall in Förstgen” veröffentlicht. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

“Nun war es eine „staatliche Herde”, die getroffen wurde. Am Leid der Tiere ändert das freilich nichts, wohl aber – und das bleibt zu hoffen – am Erkenntnisprozess derer, die da meinen, es sei alles in Ordnung. Auch die Verantwortlichen des Biosphärenreservats gingen auftragsgemäß in Schulen und diverse Veranstaltungen, um am eigenen Beispiel zu erläutern, dass ein Leben mit dem Wolf möglich und völlig normal sei. Und nun?

Die bisherige Argumentation der „Wolfsversteher”, die Schäfer seien zu bequem und einfältig, um einen wirksamen Herdenschutz zu betreiben, und dass die Behauptungen der Jäger über die Verhaltensänderungen des Wildes wissenschaftlich nicht belegt seien, zerbröselt mit jedem Rissereignis. In gleicher Weise betrifft diese Auflösungserscheinung leider auch die kleine Schar der Menschen, die unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch bereit ist, sich der Mühe einer artgerechten Tierhaltung zu unterwerfen.

Weiterlesen

Sachsen: Mit Betongewicht beschwert – illegal geschossener Wolf gefunden

Am 10.06.2018 wurde von Spaziergängern am Tagebausee Mortka (Landkreis Bautzen) ein an der Wasseroberfläche treibender Kadaver eines Wolfes in Ufernähe entdeckt. Das teilt das “Kontaktbüro Wölfe in Sachsen” mit. Bei der Bergung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Brustraum des Wolfes Löcher aufwies und um den Bauch des toten Wolfes ein Strick gebunden war. Am anderen Ende des Strickes war ein Betongewicht befestigt, mit dem der Kadaver im Tagebausee versenkt wurde. Auf Grund des Verdachts auf eine illegale Tötung wurde die Polizei bei der Bergung hinzugezogen.

Eine am 12.06.2018 im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin durchgeführte Untersuchung des Kadavers ergab, dass es sich um eine einjährige Wölfin handelt, die durch Beschuss getötet wurde.

Weiterlesen

Sachsen: Nabu kritisiert genehmigten Wolfsabschuss

Drohungen gegen “Entnahme-Beauftragte”

Der Nabu Sachsen kritisiert scharf den vom sächsischen Umweltministerium genehmigten Abschuss (JAWINA berichtete) eines Wolfes. In den vergangenen Wochen wurden im Bereich des Rosenthaler Rudels immer wieder von Wölfen sämtliche Herdenschutzmaßnahmen überwunden und zahlreiche Nutztiere gerissen. Der Abschuss darf nur bei der Annäherung eines Wolfs an Nutztiere erfolgen und soll der Erzeugung erlernter Scheu dienen. Die Entscheidung sei “fachlich unbegründet sowie rechtlich nicht haltbar”, befindet hingegen der Nabu Sachsen auf seiner Internetseite. Der Verband prüfe “zeitnah eine Klage” gegen die Abschussgenehmigung.

Derweil ist unklar, wer die geplante Wolfs-Entnahme überhaupt durchführen soll. Nachdem die örtliche Jägerschaft erklärt hat, dass sie sich an Wolfsabschüssen wegen der Drohungen militanter Tierfreunde nicht mitwirken wolle, muss die zuständige Verwaltung des Landkreises Bautzen nun Verantwortliche benennen.

Weiterlesen

Sachsen: Wölfe klauen Forsthelm

Einen eher amüsanten Vorfall haben Jäger im sächsischen Lohsa (Landkreis Bautzen) auf Video dokumentiert: Bei Revierarbeiten tauchten unmittelbar vor ihnen Wölfe auf. Einer der Wölfe schnappte sich den Forsthelm eines Jägers und machte sich damit aus dem Staub. Dem Nachrichtenportal Tag24 zufolge handelt es sich um zwei Wolfswelpen. SE

Video: YouTube / Tag24 / privat

Bautzen: Landrat beantragt Wolfsabschuss

Ministerium muss noch Einvernehmen erklären

Der Landrat der sächsischen Kreisstatdt Bautzen, Michael Harig, hat am Freitag den Abschuss von problematischen Wölfen des Rosenthaler Rudels beantragt. Der entsprechende Antrag sei am 8. September an das Sächsische Umweltministerium gesendet worden, teilt das Landratsamt mit. Der Antrag enthält demnach neben dem naturschutzrechtlichen Einvernehmen der Unteren Naturschutzbehörde auch die Genehmigung zum Abschuss durch die Untere Jagdbehörde. Bevor der Wolf tatsächlich entnommen werden kann, muss das Ministerium jedoch sein Einvernehmen erklären.

Weiterlesen

Sachsen: Wolf im Landkreis Bautzen überfahren

Wölfin soll zuvor mit Schrot beschossen worden sein

Am frühen Morgen des 05.07.2017 wurde auf der B156 zwischen Bluno und Sabrodt (Landkreis Bautzen) eine junge Wölfin (Jährlingsfähe) überfahren. Der Unfallort liegt im Territorium des Seenland Rudels. Ob es sich bei dem ca. einjährigen Tier um einen weiblichen Nachwuchs dieses Rudels handelt wird mittels der genetischen Untersuchung abgeklärt.

Weiterlesen

Sachsen: Schäfer verliert bei drei Wolfsangriffen 32 Schafe

Am 06.11.2016 wurden in Cunnewitz (Landkreis Bautzen), im Territorium des Rosenthaler Rudels, sieben Schafe getötet und ein Schaf verletzt, meldet das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz. Der betroffene Schafhalter hatte bereits am 05.10. und 06.10.2016 insgesamt 32 Schafe bei Wolfsübergriffen verloren. In den beiden vorhergehen Fällen überwand der Wolf ca. 1,40 m hohe Festzäune, im aktuellen Fall wurde ein 1,35-1,50 m hoher Festzaun aus Knotengeflecht überwunden. Über diesen war an einer Seite des Zaunes, auf dem obersten Draht aufliegend, eine Breitbandlitze gespannt. Unklar ist, auf welcher Seite der Zaun überwunden worden ist.

Weiterlesen

Landkreis Bautzen: Übergriffe auf Schafe – Schutzmaßnahmen wirkungslos

In den letzten vier Wochen gab es im Raum Königswartha, Puschwitz und Wittichenau (Landkreis Bautzen) 16 gemeldete Übergriffe von Wölfen auf Schafe, wie das “Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz” meldet. Die Übergriffe fanden im Territorium des Rosenthaler Rudels statt. Es handelte sich dabei sowohl um nicht oder unzureichend geschützte Schafe, als auch um Schafe die nach den geforderten Mindestschutzstandards gesichert waren, wie das Kontaktbüro einräumt. In einigen dieser Fälle wird davon ausgegangen, dass der oder die Wölfe den Elektrozaun übersprungen haben.

Im Territorium des Rosenthaler Rudels (siehe Karte) sei es daher nun erforderlich Elektrozäune durch die Anbringung eines „Flatterbandes“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, zusätzlich zu sichern. Diese zusätzliche Schutzmaßnahme ist, so das Kontaktbüro, “voraussichtlich für die Dauer eines Jahres notwendig.” Das benötigte Material (Breitbandlitze, Weidepfähle) kann kostenfrei bei der Biosphärenreservatsverwaltung ausgeliehen werden. Kontakt: Herr Klingenberger, Tel. 035932/36531, E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de

Weiterlesen