Schlagwort-Archive: Landesjagdverband Sachsen (LJV-SN)

Sachsen: LJV-Präsidium kündigt Gründung eines “Vereins freier Jäger in Sachsen” an

+++ Niedersachsen: Dauerbrenner – Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m wird nochmals erneuert +++

Der Vizepräsident des Landesjagdverbands Sachsen (LJV SN), Thomas Markert, hat auf der Internetseite des Verbandes seinem Frust freien Lauf gelassen – und die Gründung eines Vereins “freier Jäger in Sachsen” durch das LJV-Präsidium angekündigt. Hintergrund ist offenbar der sich beschleunigt fortsetzende Zerfall des LJV SN. In dem Beitrag Markerts heißt es dazu: “Im vergangenen Jahr haben uns drei Jägerschaften den Rücken gekehrt und sind nach Beratung ausgetreten. […] Nunmehr hat eine weitere Jägerschaft ihren Austritt erklärt, eine weitere wird darüber demnächst befinden.” Der im Oktober neu zu gründende Verein soll, wie Markert auf Nachfrage gegenüber der JAWINA-Redaktion bestätigte, den Mitgliedern der ausgetretenen Jägerschaften eine Mitgliedschaft im LJV SN ermöglichen: “Wir möchten einfach den Jägerinnen und Jägern eine Heimstatt geben, die für den Fortbestand eines starken Landesjagdverbandes sind und sich nicht von ihrer Jägerschaft vertreten sehen”, heißt es dazu auf der Internetseite des LJV SN. red.

Beitragsbild: Frust im LJV SN (Screenshot von der Internetseite des LJV SN)

Die Red. dankt für den Hinweis!

Sachsen: LJV wählt neue Präsidiumsmitglieder

Nachdem am 23. September 2018 ein außerordentlicher Landesjägertag mit notwendigen Neuwahlen stattgefunden hat, trafen sich am 18.05.2019 die Delegierten der im Landesjagdverband Sachsen e. V. organisierten sächsischen Jäger zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Die diesjährige Versammlung stand unter dem Motto „Zukunft der Jagd in Sachsen“, wie der LJV SN in einer Pressemitteilung zum 30. Landesjägertag verkündet: Aus fast allen regionalen Jägerschaften waren Delegierte anwesend und berieten über die weitere strategische Ausrichtung des Vereines. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen unter anderem Nachwahlen von Präsidiumsmitgliedern sowie die Beschlussfassungen zu verschiedenen Anträgen einzelner Jägerschaften und des Präsidiums.

Da im Februar dieses Jahres überraschend der im September gewählte Schatzmeister zurückgetreten war, musste dieses Amt neu besetzt werden. Herr Sören Sabisch, gewähltes Präsidiumsmitglied, hatte sich dankenswerter Weise bereit erklärt, das Amt des Schatzmeisters bis zur Wahl interimsweise zu übernehmen und sich auch zur Wahl für dieses Amt aufstellen zu lassen. Die überwiegende Mehrheit der Delegierten wählte Herrn Sabisch zum neuen Schatzmeister des LJV SN.

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Sachsen: Schatzmeister des LJV tritt zurück

+++ Baden-Württemberg: Jagdgenossen spenden für Defibrillator +++ Thüringen: Wilderer erschießt zwei Rehe +++ Österreich: Jäger findet menschliches Skelett +++ Österreich: Bisonjagd mit Schneemobil +++ Wissenschaftler und Naturschützer kritisieren Jagdpraxis im Sachsenforst +++ Thüringen: Forstliches Gutachten in Schleiz +++

Der Schatzmeister des LJV Sachsen, Klaus-Dieter Jakob, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. In seinem (der Red. vorliegenden) Rücktrittsschreiben erhebt Jakob Vorwürfe gegen Präsidium und Geschäftsführung des LJV, die von diesen zurückgewiesen werden. red.

Beitragsbild: Beginn des Rücktrittsschreibens von Klaus-Dieter Jakob (Screenshot).

LJV Sachsen: Bewerber um Präsidiumsposten mit Peta-Vergangenheit sorgt für Irritationen

Bei den anstehenden Wahlen zum Präsidium des LJV Sachsen tritt ein Bewerber an, der mit seiner angeblichen “Peta-Vergangenheit” für Irritationen sorgt. Im Internet werden Gerüchte gestreut und die Angst vor Unterwanderung, Trojanischen Pferden und U-Booten geschürt. JAWINA hat mit dem Kandidaten gesprochen. Man ist nicht “bei Peta”, erklärt Enrico Holz, man trage sich in irgendwelche Listen ein zum Thema Tierschutz oder Massentierhaltung. Das habe er getan, um sich für Fragen zu engagieren, die ihm wichtig erschienen. Wann das war? Lange her, vor 15, 17 Jahren, meint Holz, “da war ich noch jung.” Heute hat Holz ein Unternehmen, das neben Forstdienstleistungen auch professionellen Stöberhundeeinsatz (Bracken und Terrier) und Nachsuchenservice anbietet. Den Jagdschein hat er seit 2014. Alles Aktivitäten, die Peta wohl keinesfalls gutheißen würde.

JAWINA: Herr Holz, wie lange und wann haben Sie sich in welcher Form für Peta engagiert?

Mein Engagement bei PETA betraf den Eintrag in das „Aktivistennetzwerk“. Ich habe mich für die Arbeit von PETA interessiert, was ich auch weiterhin tun werde, da sie für meine Arbeit als Waldpädagoge aber auch als Jäger wichtig und teilweise von Nöten ist, um ganz einfach vorbereitet zu sein.

Sofern der pure Eintrag in das sog. „Aktivistennetzwerk“ von PETA, um den Newsletter zu erhalten, als engagiert angesehen wird, dann läuft dieses „Engagement“ seit 2001 fortlaufend weiter. Der Newsletter steht jedem Interessierten, egal ob pro oder contra PETA, zur Verfügung.
Für mich stand von Anfang an im Fokus, über die in meinen Augen übertriebene Massentierhaltung aufzuklären. Und in dieser Form unterstütze ich auch Tierschutzorganisationen weiter. Auch für die Jägerschaft ist das ein ernst zunehmendes und wichtiges Thema.

Eine aktive Mitarbeit bei PETA lag nie vor und war auch nie beabsichtigt.

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Landesjagdverband Sachsen zerfällt

Nach dem Rücktritt von Präsidiumsmitgliedern im Februar (JAWINA berichtete) setzt sich der Zerfall des LJV Sachsen fort: Auf einem “außerordentlichen Kreisjägertag” am 15.8. hat der Kreisjagdverband (KJV) Meißen den Austritt des KJV aus dem LJV zum 31.12.2018 “mit überwältigender Mehrheit” beschlossen. Dem Entschluss sei eine Vielzahl von Ereignissen vorausgegangen, die die Jägerinnen und Jäger nicht mehr länger bereit waren mitzutragen”, heißt es dazu auf der Internetseite des KJV: “Bereits seit mehreren Jahren häuften sich die Probleme beim Landesjagdverband Sachsen. Ständige Streitereien und vor allem das Auftreten einzelner Präsidiumsmitglieder und Kreisvorsitzenden brachten den Landesjagdverband Sachsen in eine immer schlimmere Situation. Die Verbandsarbeit funktionierte nicht mehr richtig, Vertreter der Politik, die mit uns zusammenarbeiten wollten, zogen sich verärgert zurück und Personen spielten sich in unwürdiger Weise gegeneinander aus.” Außer dem KJV Meißen haben auch die KJV Riesa und Döbeln ihre Mitgliedschaft im LJV zum 31.12. gekündigt.

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Sachsen: LJV-Präsidium tritt teilweise zurück

Die Selbstzerlegung des LJV Sachsen schreitet voran: Gestern Abend sind der Präsident des Landesjagdverbands Sachsen (LJV-SN), Frank Conrad, Vizepräsident Norman Härtner und Schatzmeister Kurt Reichel von ihren Ämtern zurückgetreten. Nach Informationen von JAWINA führten Streitereien um Grundsatzpositionen zum Wolf zu dem Zerwürfnis. Einen letzten Anstoß lieferte demnach die Verabschiedung der Bautzener Erklärung (JAWINA berichtete), die nicht von allen Vorstandsmitgliedern mitgetragen worden sei. Auf der nächsten erweiterten Präsidiumssitzung des LJV-SN soll nun über das weitere satzungskonforme Vorgehen beraten werden. Es werde angestrebt, die vakanten Präsidiumsposten durch Neuwahlen nachzubesetzen. Bis dahin werden die Ämter wahrscheinlich kommissarisch geführt. Das bisherige Präsidium war 2016 gewählt worden, planmäßige Neuwahlen stünden erst 2020 wieder an. SE

Beitragsbild: Präsidium des LJV Sachsen auf der Internetseite des Verbands (Screenshot, Ausschnitt).

Die Red. dankt JAWINA-Leser HL für den Hinweis!