Schlagwort-Archive: Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

“Wald und Wild gehören zusammen”

Eigenverantwortung und Solidarität: Fünf Verbände unterzeichnen gemeinsames Positionspapier

Waldbauern und Jäger in Nordrhein-Westfalen sind nach außergewöhnlichen Sturmereignissen und Trockenjahren in gemeinsamer Sorge um die Zukunft des Waldes, heißt es in einer Pressemitteilung des LJV NRW: „Es besteht kein Zweifel, dass angesichts der anstehenden Wiederaufforstungsarbeiten der Wildbestand in diesen Bereichen reduziert und dazu auch finanzielle Hilfe durch das Land, etwa beim Einsatz jagdlicher Einrichtungen, geleistet werden muss“, heißt es in einem gemeinsamen Papier des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, des Waldbauernverbands NRW, der Familienbetriebe Land und Forst Nordrhein-Westfalen, des Rheinischen Verbands der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften und des Verbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe. Die Vorsitzenden Ralph Müller-Schallenberg, Dr. Philipp Freiherr Heereman von Zuydtwyck, Max Freiherr von Elverfeldt, Dr. Arno Becker und Clemens Freiherr von Oer haben das Papier vereinbart.

Darin erkennen die Verbände an, dass die Landesregierung die großen Herausforderungen im Blick und tatkräftige Unterstützung zugesagt hat. Die Verbände stellen folgende gemeinsame Positionen „in gelebter Eigenverantwortung und Solidarität“ fest:

Weiterlesen

NRW-Umweltministerium: UJBen sollen Schonzeiten für Überläufer aufheben

Mit dem Erlass zur Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vom heutigen Tag, bittet das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MUNLV) die unteren Jagdbehörden in ihrem Zuständigkeitsbereich die Schonzeit für Überläufer gemäß § 24 Absatz 2 LJG-NRW mit sofortiger Wirkung bis zum 31.03.2018 aufzuheben. Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW wird gebeten, auf die Erhebung von Entgelten für die Bejagung von Frischlingen und Überläufern zu verzichten. Der Landesjagdverband NRW wird sich zusätzlich dafür einsetzen, dass die Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge landesweit gesenkt oder aufgehoben werden. PM

Beitragsbild: Erlass des Umweltministeriums NRW zur Schonzeitaufhebung für Überläufer wegen ASP-Gefahr. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

LJV NRW: Koalitionsvertrag “gute Grundlage einer Politik für den ländlichen Raum”

NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg zum NRW-Koalitionsvertrag – Landesjagdgesetz soll rasch korrigiert werden

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen sieht im NRW-Koalitionsvertrag die gute Grundlage einer Politik für den ländlichen Raum mit den Betroffenen und nicht länger gegen sie. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg wies auf die Absicht der künftigen Regierung hin, das Landesjagdgesetz weitreichend zu überarbeiten und die Fehler der letzten Novellierung rasch zu korrigieren, wie es in der Vereinbarung von CDU und FDP heißt. Nach der Wahl des Ministerpräsidenten und der Ernennung des Kabinetts werde der Landesjagdverband unverzüglich den Kontakt mit dem zuständigen Ministerium aufnehmen, um gemeinsam einen Zeitplan für eine baldige Umsetzung der Gesetzesnovellen zu erarbeiten und so die Sache zügig voranzubringen. PM

Beitragsbild: Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des LJV NRW. Quelle: LJV NRW

NRW: Jagdfunktionär wegen illegaler Falle verurteilt

Ein Präsidiumsmitiglied des LJV NRW ist wegen eines illegalen Habichtfangkorbs vom Amtsgericht Ahlen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. “Tierschützer” gaben vor, die illegale Falle in der Nähe des Wohnhauses des Jagdfunktionärs in unmittelbarer Nähe zu Hühnerställen und einer Fasanerie entdeckt zu haben. Der Verurteilte bestritt, die Falle dort aufgestellt zu haben und äußerte die Vermutung, diese sei ihm “untergejubelt” worden. Das Gericht glaubte dies nicht und verurteilte den 61jährigen wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu einer Geldstrafe in Höhe von 50 Tagessätzen zu 70 Euro (3500 Euro). Damit blieb es bewusst unter der Grenze von 60 Tagessätzen, ab der die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in der Regel als verwirkt gilt. Dies sei bei einem Ersttäter nicht angemessen, begründete das Gericht, da der Verurteilte mit Waffen und Munition handele und der Verlust der Zuverlässigkeit somit ein Berufsverbot bedeutet hätte. Der Verteidiger des Jagdfunktionärs kündigte noch im Gerichtssaal an, das Urteil nicht hinnehmen und in Berufung gehen zu wollen.

Weiterlesen