Schlagwort-Archive: Landesjagdverband Hessen (LJVH)

LJV Hessen: Zwei Vorstandsmitglieder zurückgetreten

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Thomas Schäfer und Helmut Nickel sind mit sofortiger Wirkung von ihren Posten als Vorstandsmitglieder des Landesjagdverbands Hessen (LJV H) zurückgetreten. In ihren Rücktrittsschreiben (die der Red. vorliegen) kritisierten Nickel und Schäfer u.a. die Personalpolitik des Verbands: Mitarbeiter seien ohne Kenntnis oder Zustimmung des Vorstands eingestellt worden. Nickel und Schäfer kritisierten übereinstimmend, dass der Vorstand in einem Fall der Einstellung zustimmen sollte, ohne den Namen, die Qualifikation oder das vereinbarte Gehalt des Bewerbers zu kennen, in einem anderen Fall sei der Arbeitsvertrag unterschrieben worden, ohne dass der Vorstand zuvor über eine Anstellung informiert worden war. Er frage sich, “ob die geplante Steigerung der Personalkosten von knapp 260.000 Euro im Jahr 2017 auf 403.000 Euro im Jahr 2019 gerechtfertigt und problemlos zu finanzieren ist – zumal auf eine institutionelle Förderung des LJV Hessen aus Mitteln der Jagdabgabe „großzügig“ verzichtet wurde”, schreibt Helmut Nickel.

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Hessen: Waschbär darf ab 1. August wieder bejagt werden

LJV: “Hausbesitzer und der Artenschutz können aufatmen”

In den vergangenen knapp 10 Jahren hat sich die bundesweite Jagdstrecke der Waschbären nahezu vervierfacht. Zudem ist der Waschbär seit 2016 als gebietsfremde und invasive Art auf der EU-Liste aufgeführt. Laut Vorgabe der EU sollen invasive Arten, auch die, die sich bereits etabliert haben, an der weiteren Ausbreitung gehindert oder diese verlangsamt werden. „Umso unverständlicher ist es, dass es gerade in Hessen – im Bundesland mit einem der höchsten Waschbärvorkommen – eine Schonzeit für den Kleinbären gibt“, so Prof. Dr. Jürgen Ellenberger, Präsident des Landesjagdverbandes Hessen.

Der LJV fordert ein Umdenken von der Landespolitik und erwartet von den Parteien eine klare Position vor den Landtagswahlen im Oktober. Die Zahlen sind eindeutig und zeigen die rasche Verbreitung der Kleinbären in ganz Deutschland. Hier steht insbesondere Hessen in der Pflicht, die EU-Verordnung umzusetzen. Jedoch wird durch den kürzlich veröffentlichten Managementplan die Aufhebung von Schonzeiten als regionale Artenschutzmaßnahme deutlich erschwert: Denn künftig müssen Artenschutzprojekte zur Populationskontrolle wie in der Wetterau oder der Rhön durch ein aufwendiges Monitoring verpflichtend begleitet und evaluiert werden.

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