Schlagwort-Archive: Landesjagdverband Brandenburg (LJVB)

Verbände starten Initiative „Wolf bleibt Wolf“ in Brandenburg

+++ Brandenburg: Wolf auf der A113 überfahren +++ NRW: “Wolfspufferzone” in der Eifel? +++ Südtirol: Anti-Wolfs-Demo am 6. Juni in Sterzing +++ Niedersachsen: Freundeskreis freilebender Wölfe klagt gegen Abschussgenehmigung für GW717m +++

Die Verbände im ländlichen Raum haben unter Federführung des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB) nunmehr auch ein landesspezifisches Informationsportal zur Initiative „Wolf bleibt Wolf – Verantwortung für Mensch, Tier und Natur!“ freigeschaltet. Anlässlich der heute letzten Sitzung des Agrar- und Umweltausschusses in dieser Legislaturperiode appellieren die Verbände, dass sich der künftige Ausschuss ernsthafter mit dem Thema Wolf auseinandersetzt. „Die vergangenen fünf Jahre waren zwar durch ein Steigen des Problembewusstseins geprägt, jedoch nicht mit einer Zunahme der dringend notwendigen Problemlösungskompetenz im politischen Raum“, sagt Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes und Vorstand im Forum Natur. Dieser Zustand müsse sich in der kommenden Legislaturperiode ändern, wenn man die Akzeptanz für den Wolf in der Brandenburger Bevölkerung erhalten wolle.

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DVO Jagd: LJV ruft zu Boykott von Jagden im Landeswald auf

“Vehement wehrt sich der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) gegen Alleingang der Jagdbehörde”, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Darin heißt es: “Ein Entwurf der Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (DVO Jagd) liegt nach nur zwei Beratungen des Jagdbeirats Mitte und Ende April dem zuständigen Landtagsausschuss zur Kenntnisnahme vor. Die DVO Jagd ist, neben dem Landesjagdgesetz, eine der wichtigsten Grundlagen für die Ausübung der Jagd.

Inhaltlich an vielen Stellen durchaus mit gehörig Diskussionsbedarf und voller Regelungen, welche wildbiologische Erkenntnisse außer Acht lassen – genannt sei nur die Verlängerung der Jagdzeiten für diverse Schalenwildarten – blieb jedoch die Einbeziehung der Jagdausübenden, der Brandenburger Jägerinnen und Jäger qua „Maulkorberlass“ und den zusätzlich hohen zeitlichen Druck faktisch aus.

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LJV Brandenburg startet YouTube-Kanal

Der LJV Brandenburg (LJVB) geht offenbar in die  Social-Media-Offensive und hat einen eigenen YouTube-Kanal gestartet. Den fulminanten Auftakt bildet unter dem Titel “Der LJVB ist dabei!” ein Gespräch zwischen Anja Semmele, der neuen, beim LJVB für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Mitarbeiterin und Alexander Harnisch, der im LJV-Präsidium ehrenamtlich in diesem Bereich tätig ist. Eingerahmt von Jagdhornbläserklängen plaudern die beiden 4 Minuten und 32 Sekunden lang über Sinn und Zweck des neuen YouTube-Kanals. Der LJVB setzt für die Zukunft offenbar auf nutzergenerierte Inhalte: Die Videos sollen von Brandenburger Jägern und LJVB-Mitgliedern geliefert werden. Man darf gespant sein, ob diese Strategie aufgeht. SE

Video: LJVB/YouTube

Fangjagd: Tu es für die Rohrdommel

Vier Kursziele wollte Revieroberjäger Axel Nitschke bei seinem Fangjagd-Seminar erreichen, das am 1.9. von der Landesjagdschule des Landesjagdverbands Brandenburg veranstaltet wurde: Grundkenntnisse der Fallenjagd-Praxis vermitteln, mit den Rechtsgrundlagen bekannt machen, Sinn und Notwendigkeit der Fallenjagd aufzeigen, vor allem aber: “HEISS MACHEN AUF EINE ART DES HANDWERKS JAGD.” Es ist ihm gelungen.

Nitschke, der auch Vorsitzender der Brandenburger Berufsjägerverbands ist, betreut ein Revier in Brandenburg mit Feldanteil. “Wir legen dort sehr großen Wert auf Niederwildhege, obwohl wir kaum jagdbare Niederwildbesätze haben”, sagt er. Und warum? “Ich möchte auch meinem Sohn noch eine Rohrdommel zeigen können. Das ist meine Motivation.” Als Jäger hege er Wildtiere, aber nicht jagdbare, wild lebende Tiere von der Rohrdommel über den Feldhamster bis zur Trauerseeschwalbe befinden sich auch im Blickpunkt der Hege, werden sozusagen mitgehegt, um sie zu erhalten: “Es ist eine Illusion zu glauben, dass man in unserer Agrarsteppe jagdbare Bestände des Rebhuhns hochbringen könnte”, erklärt Nitschke. “Aber es ist schön, wenn es noch da ist. Außerdem: “Wenn wir nur noch an der Kirrung rumsitzen, womöglich noch mit Nachtsichttechnik, geht uns viel verloren. Es ist schade um die Jagd, bei der es doch ums große Ganze gehen sollte.”

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Internetseite des LJV Brandenburg wegen DSGVO offline

Die Internetseite des Landesjagdverbands Brandenburg ist offline. Grund ist nach Auskunft des Verbands die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wie der LJVB auf Anfrage von JAWINA mitteilte, wird die Internetseite des LJV zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten überarbeitet und an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst. Die Seite soll ab nächste Woche wieder online geschaltet werden. red.

Beitragsbild: Momentan nicht erreichbar: Internetseite des LJVB (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser BW für den Hinweis!

LJVB: “Der Wolf darf nicht das „goldene Kalb“ sein”

Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) geht mit klaren Forderungen in die Fachgespräche zum Wolfsmanagement.

Der Landtagsausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft hat für den morgigen Mittwoch zu einem Fachgespräch „Wolfsmanagement“ eingeladen. Auch der LJVB ist als ein Anzuhörender dazu geladen. Der Geschäftsführer des LJVB, Matthias Schannwell, wird den Standpunkt der Jägerinnen und Jäger Brandenburgs vertreten. „Brandenburg ist flächendeckend Wolfsland. Der Süden ist komplett von Wölfen besiedelt und über die Kyritz-Ruppiner Heide breitet sich Canis lupus weiter unbegrenzt Richtung Norden und Nordwesten aus. Schätzungen besagen, dass sich die Wolfspopulation alle drei Jahre verdoppelt.“, so Schannwell. Die damit verbundenen Probleme drohen unbeherrschbar zu werden. Der Wolfsbestand muss reguliert werden. Dies kann aus Sicht des LJVB nur über die ordnungsgemäße Jagd erfolgen. Das heißt: Senkung des Schutzstatus, Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und Festlegung einer Jagdzeit. Ziel muss es sein, dass die Wölfe wieder eine natürliche Scheu gegenüber dem Menschen und seinen Einrichtungen entwickeln, die dann an die nächste Generation weitergegeben wird. Eine relativ schnell umsetzbare Alternative wären Schutzjagden nach dem skandinavischen Beispiel. Das würde die Tierhalter kurzfristig entlasten.

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Brandenburg: LJV-Präsident nimmt Geschäftsführer in Schutz

Nach dem Rücktritt von LJVB-Präsidiumsmitglied Udo Appenzeller (JAWINA berichtete) und dem daraufhin verfassten Brandbrief der AG Junge Jäger im Landesjagdverband Brandenburg (LJVB), hat LJVB-Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff in einem Schreiben an das erweiterte Präsidium des Verbandes scharfe Kritik an der nicht nur verbandsintern geführten Diskussion geübt. Er sei “tief erschüttert über die gewählte Form der Diskussion, Probleme in öffentlichen E-Mails und über Online-Foren zu führen.” Dies sei  verbandsschädigendes Verhalten und “keineswegs die von den Beteiligten so vehement geforderte offene Kommunikation in einem konstruktiven Dialog.” Der Inhalt der E-Mails sei persönlich beleidigend und diffamierend. Die AG Junge Jäger habe in den letzten Monaten keinen Versuch unternommen, mit dem Präsidenten oder dem Geschäftsführer zu sprechen, auch habe diese sich nicht “zum Antrittsbesuch bei dem Geschäftsführer einmal persönlich vorgestellt.” hätte. Da sei “ein offener Brandbrief sicher nicht der richtige Weg, Gehör zu finden.”

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Junge Jäger üben massive Kritik an LJVB-Geschäftsführer

Die Arbeitsgemeinschaft Junge Jäger (AG) des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) hat einen “Brandbrief” an das Präsidium des Verbandes aus Anlass des Rücktritts von LJVB-Vorstandsmitglied Udo Appenzeller (JAWINA berichtete) verfasst. Darin äußern die Jungen Jäger Verständnis für Appenzellers Rücktritt – und üben massive Kritik an LJVB-Geschäftsführer Matthias Schannwell. In dem von der AG-Sprecherin Katja Gottwald und ihrem Stellvertreter Claus Zidek unterzeichneten Schreiben, das der Red. vorliegt, heißt es: “Mit Erschrecken und großem Bedauern haben wir Udos Entscheidung zur Kenntnis genommen und so fühlen wir uns zu einer Stellungnahme verpflichtet. Nicht aus Anstand, sondern weil auch wir als AG Junge Jäger des LJV Brandenburg, viele seiner Punkte teilen.” Die AG bedankt sich für die “großartige Arbeit von Udo”, sein Engagement für den LJV Brandenburg habe “uns als Verband geprägt und auch dazu gemacht, was wir heute sind.” Das hohe Maß an Engagement, das Appenzeller “nicht nur auf Veranstaltungen sondern auch privat weit darüber hinaus zeigte”, sei “maßgebend für die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes gewesen”. Appenzeller sei eines “der wenigen Präsidiumsmitglieder, welches sich zusammen mit uns AG Junge Jäger auf Messen und Veranstaltungen wie der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) in Paaren-Glien oder Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin präsentierte”, er sei “nicht nur ein ideelles, sondern auch fachliches Vorbild, der mit Engagement und Herzblut viel mehr als „Dienst nach Vorschrift“ in der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit leistete.”

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Brandenburg: LJV-Vorstandsmitglied tritt zurück

Udo Appenzeller, seit fünf Jahren im Vorstand des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandsposten zurückgetreten. In seiner Abschiedsmail erhebt Appenzeller schwere Vorwürfe gegen den LJVB-Präsidenten Dirk-Henner Wellershoff und den erst seit kurzem amtierenden LJVB-Geschäftsführer Matthias Schannwell. Früher habe es “im Präsidium einen stets vorwärts gerichteten Teamgeist” gegeben, schreibt Appenzeller, alle Mitglieder hätten gleichberechtigt und erfolgsorientiert an einem Strang gezogen: “Der Präsident war einer von uns und für uns da.” Die Arbeit habe allen Spaß gemacht. “Nunmehr”, so Appenzeller weiter “stehen  wir vor einem Scherbenhaufen, das Präsidium ist gespalten, einige Mitglieder des Präsidiums hatten
schon vor Monaten mit dem Gedanken gespielt, “hinzuschmeißen”.

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