Schlagwort-Archive: Landesjagdverband Brandenburg (LJVB)

LJVB empört: “Grüner Minister lässt OJB von der Kette”

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) ist empört – Schonzeitaufhebung für Reh- und Rotwild unter dem Deckmantel der ASP (JAWINA berichtete) widerspricht jeglicher Weidgerechtigkeit, so der Verband

Der Erlass der Obersten Jagdbehörde vom 17. Januar 2020 führt zu erheblichen tierschutzrelevanten Bedenken und Entsetzen der Jägerschaft.

“Vor dem Hintergrund des noch immer drohenden Übergriffs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf Deutschland, hat das MLUK – Referat 35, nun bekanntgegeben die Schonzeit für wiederkäuendes Schalenwild bis zum 31.01.2020 auf Antrag auszusetzen und ruft auf, vermehrt Bewegungsjagden durchzuführen,. Den Abschuss anderen Wildes als des Schwarzwildes, insbesondere des seitens der Landesforst ungeliebten Reh- und Rotwildes  könne man ja dann gleich mit “erledigen”, wenn schon einmal Unruhe im Wald herrsche”, schreibt der LJVB in einer aktuelle Pressemitteilung. Darin heißt es weiter: “Wie bitte ??

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Brandenburg: Projekttag Jagd – Schule im Wald

In wochenlanger akribischer Vorbereitung haben Jägerehepaar Nadja und Jürgen und ihr engagiertes Team (die Jäger: Christian, Sven, Gino, Isi, Lars und die Lehrer: Fr. Schmidt und Fr. Böhlemann) das an Eggersdorf (Landkreis Märkisch Oderland) angrenzende Waldrevier in Zusammenarbeit mit Revierförster Martin Estler in einen wald-jagdpädagogischen Fragenparcours verwandelt. Nach der standesgemäßen Begrüßung am Mühlenfließ und dem „Aufbruch zur Jagd“ pirschten die 56 Kinder der dritten Klassen der Grundschule/Hort Eggersdorf unter der Leitung der drei Rottenführer am vergangenen Freitag gespannt los. Jeder durfte nun Erfahrungen sammeln – sei es zum Beispiel beim Klettern auf einen Hochsitz oder durch den Blick durch ein Fernglas oder das Anlegen einer Kirrung.

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Brandenburg: Worum es beim Streit zwischen Jagdverbänden und Wellershoff geht

In der vergangenen Woche ist die umstrittene Durchführungsverordnung zum Brandenburger Landesjagdgesetz (DVO) in Kraft getreten. Die Verordnung strotzt geradezu vor sachlichen und formalen Fehlgriffen, heftige Kritik gibt es aber auch an der demokratische Spielregeln missachtenden Art und Weise, wie die Oberste Jagdbehörde des Landes (OJB) die Verordnung durchgepeitscht hat (JAWINA berichtete). Außerdem hat die DVO zu einem offenen Zerwürfnis zwischen einigen Brandenburger (Kreis)Jagdverbänden und dem LJVB-Präsidenten Dirk-Henner Wellershoff geführt. Das Misstrauensvotum des JV Brandenburg/Havel brachte eine Eskalation, heftiger Gegenwind weht Wellershoff aus mindestens drei weiteren (K)JV – Frankfurt/oder, Rathenow und Bernau – entgegen. Unstrittig ist, dass die Entscheidung des LJVB, der DVO aus politischen Erwägungen heraus zuzustimmen, einstimmig in einer Sitzung des erweiterten Präsidiums – in dem die Vorsitzenden der (Kreis)Jagdverbände vertreten sind – gefallen ist.

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Brandenburg: Klärendes Gespräch zwischen LJV-Präsident Wellershoff und JV Brandenburg

+++ Schleswig-Holstein: Erstes Wolfsrudel bei Lauenburg? +++

Der JV Brandenburg/Havel hat eine Pressemeldung mit dem Titel: “Unzufriedenheit der Mitgliederbasis mit Präsidenten des Landesjagdverbandes” herausgegeben, in der die Ergebnisse eines klärenden Gesprächs zwischen Wellershoff und dem JV Brandenburg/Havel (JV Bb/H) aus Sicht des JV Bb/H dargestellt werden. Anlass für das Gespräch war ein Brief, in dem der Vorstand des JV Bb/H dem LJV-Präsidenten das Misstrauen aussprach (JAWINA berichtete). Die Pressemitteilung des JV Bb/H. geben wir im Folgenden im Wortlaut unkommentiert wieder:

“Aufgrund des schriftlichen Misstrauensvotums vom 11.06.2019 seitens des Vorstandes des Jagdverbandes Brandenburg/Havel e.V. (JV BRB) gegenüber dem Präsidenten des Landesjagdverbandes Brandenburg e.V. (LJVB), Dirk-Henner Wellershoff, bat dieser zu einem Gespräch. Dieses Gespräch fand am 26.06.2019 beim Vorstand des JV BRB in Reckahn statt.

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Brandenburg: Frontalangriff auf Wellershoff

Jagdverband spricht LJVB-Präsident das Misstrauen aus

Der Jagdverband Brandenburg/Havel hat dem Präsidenten des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB), Dr. Dirk-Henner Wellershoff, in einem auf den 11.06. datierten Schreiben das Misstrauen ausgesprochen. Dies erfolgt dem (der Red. vorliegenden) Schreiben zufolge aufgrund eines einstimmigen Beschlusses des Vorstands vom 05.06., basierend auf einstimmigen Beschlüssen der Mitgliederversammlung vom 22.02, wie es heißt.

In dem Brief wirft der JV Brandenburg/Havel Wellershoff “fehlendes Demokratieverständnis” vor, welches nicht länger hingenommen werden könne. Der Präsident sei laut § 9 der Satzung des LJVB “kein Organ dieses Verbandes, welches nach eigenem Gutdünken handeln könne, sondern […] an die Beschlüsse der Organe gebunden.”

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Verbände starten Initiative „Wolf bleibt Wolf“ in Brandenburg

+++ Brandenburg: Wolf auf der A113 überfahren +++ NRW: “Wolfspufferzone” in der Eifel? +++ Südtirol: Anti-Wolfs-Demo am 6. Juni in Sterzing +++ Niedersachsen: Freundeskreis freilebender Wölfe klagt gegen Abschussgenehmigung für GW717m +++

Die Verbände im ländlichen Raum haben unter Federführung des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB) nunmehr auch ein landesspezifisches Informationsportal zur Initiative „Wolf bleibt Wolf – Verantwortung für Mensch, Tier und Natur!“ freigeschaltet. Anlässlich der heute letzten Sitzung des Agrar- und Umweltausschusses in dieser Legislaturperiode appellieren die Verbände, dass sich der künftige Ausschuss ernsthafter mit dem Thema Wolf auseinandersetzt. „Die vergangenen fünf Jahre waren zwar durch ein Steigen des Problembewusstseins geprägt, jedoch nicht mit einer Zunahme der dringend notwendigen Problemlösungskompetenz im politischen Raum“, sagt Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes und Vorstand im Forum Natur. Dieser Zustand müsse sich in der kommenden Legislaturperiode ändern, wenn man die Akzeptanz für den Wolf in der Brandenburger Bevölkerung erhalten wolle.

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DVO Jagd: LJV ruft zu Boykott von Jagden im Landeswald auf

“Vehement wehrt sich der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) gegen Alleingang der Jagdbehörde”, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Darin heißt es: “Ein Entwurf der Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (DVO Jagd) liegt nach nur zwei Beratungen des Jagdbeirats Mitte und Ende April dem zuständigen Landtagsausschuss zur Kenntnisnahme vor. Die DVO Jagd ist, neben dem Landesjagdgesetz, eine der wichtigsten Grundlagen für die Ausübung der Jagd.

Inhaltlich an vielen Stellen durchaus mit gehörig Diskussionsbedarf und voller Regelungen, welche wildbiologische Erkenntnisse außer Acht lassen – genannt sei nur die Verlängerung der Jagdzeiten für diverse Schalenwildarten – blieb jedoch die Einbeziehung der Jagdausübenden, der Brandenburger Jägerinnen und Jäger qua „Maulkorberlass“ und den zusätzlich hohen zeitlichen Druck faktisch aus.

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LJV Brandenburg startet YouTube-Kanal

Der LJV Brandenburg (LJVB) geht offenbar in die  Social-Media-Offensive und hat einen eigenen YouTube-Kanal gestartet. Den fulminanten Auftakt bildet unter dem Titel “Der LJVB ist dabei!” ein Gespräch zwischen Anja Semmele, der neuen, beim LJVB für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Mitarbeiterin und Alexander Harnisch, der im LJV-Präsidium ehrenamtlich in diesem Bereich tätig ist. Eingerahmt von Jagdhornbläserklängen plaudern die beiden 4 Minuten und 32 Sekunden lang über Sinn und Zweck des neuen YouTube-Kanals. Der LJVB setzt für die Zukunft offenbar auf nutzergenerierte Inhalte: Die Videos sollen von Brandenburger Jägern und LJVB-Mitgliedern geliefert werden. Man darf gespant sein, ob diese Strategie aufgeht. SE

Video: LJVB/YouTube

Fangjagd: Tu es für die Rohrdommel

Vier Kursziele wollte Revieroberjäger Axel Nitschke bei seinem Fangjagd-Seminar erreichen, das am 1.9. von der Landesjagdschule des Landesjagdverbands Brandenburg veranstaltet wurde: Grundkenntnisse der Fallenjagd-Praxis vermitteln, mit den Rechtsgrundlagen bekannt machen, Sinn und Notwendigkeit der Fallenjagd aufzeigen, vor allem aber: “HEISS MACHEN AUF EINE ART DES HANDWERKS JAGD.” Es ist ihm gelungen.

Nitschke, der auch Vorsitzender der Brandenburger Berufsjägerverbands ist, betreut ein Revier in Brandenburg mit Feldanteil. “Wir legen dort sehr großen Wert auf Niederwildhege, obwohl wir kaum jagdbare Niederwildbesätze haben”, sagt er. Und warum? “Ich möchte auch meinem Sohn noch eine Rohrdommel zeigen können. Das ist meine Motivation.” Als Jäger hege er Wildtiere, aber nicht jagdbare, wild lebende Tiere von der Rohrdommel über den Feldhamster bis zur Trauerseeschwalbe befinden sich auch im Blickpunkt der Hege, werden sozusagen mitgehegt, um sie zu erhalten: “Es ist eine Illusion zu glauben, dass man in unserer Agrarsteppe jagdbare Bestände des Rebhuhns hochbringen könnte”, erklärt Nitschke. “Aber es ist schön, wenn es noch da ist. Außerdem: “Wenn wir nur noch an der Kirrung rumsitzen, womöglich noch mit Nachtsichttechnik, geht uns viel verloren. Es ist schade um die Jagd, bei der es doch ums große Ganze gehen sollte.”

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Internetseite des LJV Brandenburg wegen DSGVO offline

Die Internetseite des Landesjagdverbands Brandenburg ist offline. Grund ist nach Auskunft des Verbands die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wie der LJVB auf Anfrage von JAWINA mitteilte, wird die Internetseite des LJV zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten überarbeitet und an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst. Die Seite soll ab nächste Woche wieder online geschaltet werden. red.

Beitragsbild: Momentan nicht erreichbar: Internetseite des LJVB (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser BW für den Hinweis!