Schlagwort-Archive: Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz

Wolfstag in Dohna

Seit über 15 Jahren ist der Wolf in Sachsen wieder heimisch. Auch in der Sächsischen Schweiz ist er zurück. Im Bereich um den Hohwald gibt es seit 2012 ein Wolfsterritorium, aktuell ist dort eine sesshafte Wölfin nachgewiesen.
Zum ersten Mal organisiert das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ den Wolfstag zusammen mit dem Sächsisch-Böhmischen Bauernmarkt in Dohna.
Die Besucher des Wolfstages erwartet ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt mit Film- und Theater-vorführungen, sowie Fachvorträgen und Informationsständen.

Am Wolfstag erhalten Sie unter anderem Antworten auf diese spannenden Fragen:
Wie funktioniert das Zusammenleben mit dem Wolf in der Kulturlandschaft?
Wie lebt er, wie lernt er? Wovon ernährt er sich?

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Monitoring: Neue Wolfsrudel in Sachsen

Das Kontaktbüro “Wolfsregion Lausitz” hat eine aktuelle Pressemeldung zu den Wolfsvorkommen in Sachsen herausgegeben. Darin heißt es: “Im letzten Monitoringjahr 2014/2015 konnten in Deutschland 31 Wolfsrudel, 8 Paare und 6 territoriale Einzeltiere in sechs Bundesländern nachgewiesen werden. Davon leben zehn Wolfsrudel und ein territorialer Wolf in Sachsen. Neun Wolfsterritorien liegen ganz im Freistaat Sachsen. Darüber hinaus sind zwei Territorien grenzübergreifend: Eines zu Brandenburg und ein weiteres zur Tschechischen Republik (siehe Beitragsbild). Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.

Mögliche Neuetablierung(en) in Sachsen:

Die genetische Untersuchung des im Juni 2015 tot aufgefundenen 7 Wochen alten Welpen (Todesursache Magen-Darm-Erkrankung) im Bereich der Königshainer Berge (Landkreis Görlitz) ergab, dass das Tier kein Nachkomme des Nieskyer Wolfspaares ist. Die Tatsache, dass der Welpe keinem bekannten Rudel zugeordnet werden kann, lässt darauf schließen, dass sich ein neues Rudel etabliert hat. Westlich von Löbau bei Cunewalde (Landkreis Bautzen) gibt es ebenfalls Hinweise auf Welpen. Ob diese beiden Bereiche, Cunewalde und Königshain, zu einem oder zwei getrennten Territorien gehören, ist noch unklar.

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Landkreis Bautzen: Übergriffe auf Schafe – Schutzmaßnahmen wirkungslos

In den letzten vier Wochen gab es im Raum Königswartha, Puschwitz und Wittichenau (Landkreis Bautzen) 16 gemeldete Übergriffe von Wölfen auf Schafe, wie das “Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz” meldet. Die Übergriffe fanden im Territorium des Rosenthaler Rudels statt. Es handelte sich dabei sowohl um nicht oder unzureichend geschützte Schafe, als auch um Schafe die nach den geforderten Mindestschutzstandards gesichert waren, wie das Kontaktbüro einräumt. In einigen dieser Fälle wird davon ausgegangen, dass der oder die Wölfe den Elektrozaun übersprungen haben.

Im Territorium des Rosenthaler Rudels (siehe Karte) sei es daher nun erforderlich Elektrozäune durch die Anbringung eines „Flatterbandes“ (Breitbandlitze), welches ca. 20 – 30 cm über den Zaun gespannt wird, zusätzlich zu sichern. Diese zusätzliche Schutzmaßnahme ist, so das Kontaktbüro, “voraussichtlich für die Dauer eines Jahres notwendig.” Das benötigte Material (Breitbandlitze, Weidepfähle) kann kostenfrei bei der Biosphärenreservatsverwaltung ausgeliehen werden. Kontakt: Herr Klingenberger, Tel. 035932/36531, E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de

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Sachsen: Großer Wurf im Daubaner Rudel

In diesem Jahr konnte im Daubaner Rudel bereits Ende Juli der Nachweis von Welpen erbracht werden. Aufnahmen einer automatischen Wildkamera (Fotofalle) zeigten sechs Welpen. In der vergangenen Woche gelang es einem Jäger und Hoppyfotografen nun im Revier des Daubaner Rudels 13 Welpen gleichzeitig zu filmen. Für Wölfe in freier Wildbahn ist dies ein ungewöhnlich großer Wurf, bisher sind in Sachsen meist 4 bis 8 Welpen je Wurf nachgewiesen worden. Aus anderen Ländern sind jedoch auch Wurfgrößen von 10 Welpen bekannt.

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Neues von den Wölfen aus Sachsen und Südbrandenburg

In Sachsen sind aktuell zwölf Wolfsrudel oder –paare bestätigt, von denen zehn ihre Territorien ganz (Daubitz, Nochten, Niesky, Dauban, Kollm, Milkel, Seenland, Königsbrück, Rosenthal, Laußnitzer Heide) und 2 überwiegend im Freistaat haben. Von letzteren ist das Spremberger Rudel grenzübergreifend mit Brandenburg und das Hohwald Rudel mit der Tschechischen Republik. In der Annaburger Heide, die hauptsächlich in Sachsen-Anhalt liegt, aber nach Brandenburg und Sachsen hineinreicht, lebt ebenfalls ein Wolfsrudel (siehe Karte). Durch Genetikproben aus dem Biehainer Forst östlich von Niesky ist bekannt, dass das polnische Ruszow Rudel sein Territorium zum Teil auch auf sächsischer Seite hat (nicht auf der Karte dargestellt).

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Tod im Rapsfeld: Erneut illegaler Wolfsabschuss

Am Sonntagmorgen, den 13.07.2014, wurde an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau (Landkreis Bautzen) ein ca. einjähriger, weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Fundort liegt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, im Bereich des Daubaner Wolfsterritoriums. Bei der Begutachtung vor Ort wurde eine Verletzung festgestellt, die durch eine Schusswaffe verursacht worden sein könnte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht, wo sich der Anfangsverdacht bestätigte. Noch ist unklar aus welchem Rudel die junge Wölfin stammt, dies muss die genetische Untersuchung am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen klären.

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Sachsen: Illegal geschossener Wolf gefunden

Am Freitagvormittag, den 28.03.2014, wurde bei Weißkeißel, Landkreis Görlitz, bei Forstarbeiten ein männlicher Wolf tot aufgefunden. Es handelt sich dabei um den Rüden (Vaterwolf) des Daubitzer Rudels. Bei der Begutachtung vor Ort wurden Verletzungen festgestellt, die den Verdacht auf einen illegalen Abschuss nahe legten. Daraufhin wurde die Kriminalpolizei verständigt. Nach der Aufnahme des Vorgangs durch die Polizei wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht und dort noch am Freitag untersucht. Der vorläufige Untersuchungsbefund bestätigte den Verdacht eines illegalen Abschusses. Das Tier ist an den Folgen eines Bauchschusses verendet.

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Lausitzwölfe breiten sich aus, neues Rudel gegründet

Aktuell senden noch zwei, im Rahmen des Projektes „Wanderwolf“ besenderte, Wölfinnen (FT8 und FT9) Daten zu ihrer Raumnutzung. Bei diesen beiden Wölfen handelt es sich jeweils um die Fähe eines Wolfsrudels. Sie liefern wichtige Informationen zur Reviergröße und -nutzung ihrer Rudel. Eine dritte Wölfin (FT7) verlor Anfang November 2013 vorzeitig ihren Halsbandsender.

FT8 („Greta“), die Fähe des Nieskyer Rudels, wurde am 09.05.2013 gefangen und besendert. Das Nieskyer Rudel nutzte bisher schwerpunktmäßig die Flächen nördlich von Niesky. Dort hat es 2013 mindestens vier Welpen aufgezogen. Das gesamte Territorium erstreckt sich von der Südkante des Truppenübungsplatzes Oberlausitz 29 km bis nach Görlitz im Süden. Auch die Krebaer Heide, die ursprünglich zum Nochtener Territorium gehörte, wird von den Nieskyer Wölfen inzwischen intensiv genutzt. Der Biehainer Forst östlich von Niesky gehört allerdings nicht zum Revier der Nieskyer Wölfe, sondern zum Territorium des polnischen Ruszow-Rudels. Insgesamt nutzte die Fähe seit ihrer Besenderung ein Territorium von 415 km² MCP100* bzw. 268 km² MCP95**.

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Standorttreu: Besenderte Lausitz-Wölfe wandern bisher nicht

Karte 1: Streifgebiete von FT7 (rot) und MT5 (grün) seit ihrer Besenderung. Zur Veranschaulichung sind die Territorien des Milkeler (MI), Nochtener (NO) und Daubaner (DN) Rudels schematisch dargestellt (blau). Copyright: Wildbiologisches Büro LUPUS.

Die besenderte junge Wölfin „Marie“ (FT7) aus dem Milkeler Wolfsrudel hält sich weiterhin überwiegend im Territorium ihrer Eltern auf. Wie Fotofallenaufnahmen aus dem Februar zeigen, hält die mittlerweile 22 Monate alte Wölfin immer noch engen Kontakt zu ihrem Geburtsrudel. Die automatischen Kameras haben nacheinander „Marie“, ihre Mutter, ihr Stiefvater und vier Welpen fotografiert.

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