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Bewirtschaftungsplan für Großraubtiere auf EU-Ebene gefordert

+++ Bento böse: Netto verkauft Zebrasteaks +++ Umfrage: Jeder vierte Landbewohner fürchtet den Wolf – Angst geht mit steigender Besiedlungsdichte zurück +++ NRW: Jägerin fotografiert Wolf im Kreis Wesel +++ Nepal: Leopard tötet zwei Kinder +++ Hannover: CDU fordert Verzicht auf Gebühren für Trichinenuntersuchung +++ Niedersachsen: Umweltminister Lies prüft Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Osterholz gefilmt +++ Schleswig-Holstein: Demo gegen Wölfe in Kiel +++ Hessen: Fuchsräude im Kreis Bergstraße +++

Am Mittwoch, den 28. November 2018, fand Europäischen Parlament die Konferenz “Die Jagd im Europäischen Jahr des Kulturerbes: die Herausforderungen von Heute und Morgen“ statt. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Dachverband der europäischen Jagdverbände, FACE in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Fraktion “Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) MdEP Giancarlo Scottà, MdEP Jacques Colombier, MdEP Georg Mayer sowie MdEP Franz Obermayr.

Die Konferenz, die von FACE-Generalsekretär Ludwig Willnegger moderiert wurde, hob die bedeutende Rolle der Jäger in unserer Gesellschaft bei der Generierung wissenschaftlicher Daten und der Überwachung von Wildtieren hervor und beleuchtete den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wert der Jagd in Europa.

Der erste, von MdEP Scottà eröffnete Konferenzteil, widmete sich den verantwortlichen Triebkräften für den Rückgang von Wildtierbeständen und koppelte dies an die europäische Gesetzgebung und eine Fallstudie zur Überwachung von Wildvögeln. Scottà betonte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) negative Auswirkungen sowohl für die Umwelt und Biodiversität als auch den Status vieler jagdbarer sowie nicht-jagdbarer Arten hat.

Andrea Favaretto, italienischer Experte der Beringungszentrale am Monte Pizzoc in Italien, stellte das Projekt ISPRA vor, welches mehr als 80 Vogelarten überwacht. Favaretto hob hervor, dass der größte Rückgang bei den in landwirtschaftlichen Gebieten vorkommenden Arten zu verzeichnen ist und führte als Gründe hierfür den Verlust an Lebensräumen sowie nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken und den Klimawandel an.

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Konferenz gegen illegalen Wildtierhandel verabschiedet Massnahmenpaket

BMU sieht Fortschritte beim Kampf gegen den illegalen Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen

Auf einer internationalen Konferenz “Illegal Wildlife Trade Conference: London 2018” haben sich die Teilnehmer auf gemeinsame Maßnahmen gegen den illegalen Wildtierhandel geeinigt. Das teilt das Bundesumweltministerium (BMU) mit. Die Konferenz war die vierte ihrer Art und fand vom 11. bis 12. Oktober 2018 auf Einladung der britischen Regierung und des Königshauses statt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Ich freue mich, dass in London weitere konkrete Verabredungen getroffen wurden, die dem illegalen Wildtierhandel den Kampf ansagen. Dass sich jetzt auch Banken, Tourismus- und Transportunternehmen engagieren zeigt: Der illegale Artenhandel ist klein Blümchenthema, hier geht es um organisierte Kriminalität, die ganze Länder destabilisiert. Die Bundesregierung wird ihr hohes Engagement beibehalten. Wir zählen international zu den größten Geldgebern und unterstützen entsprechende Projekte mit etwa 200 Millionen Euro.“

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Konferenz Koexistenz mit Grossraubtieren: “Immer größere Herausforderungen”

Am 17. Oktober fand im Europäischen Parlament in Brüssel die Konferenz “Koexistenz mit Großraubtieren: Herausforderungen und Lösungen” statt. Zentrale Aussage: Es bedarf viel wirksamerer Maßnahmen zur Abschwächung der zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Großraubtieren in Europa. Die Konferenz stand unter der Schirmherrschaft von MdEP Karl-Heinz Florenz von der EVP-Fraktion und Vorsitzender der Intergruppe „Biodiversität, Jagd, Ländliche Aktivitäten“ des Europäischen Parlaments und wurde von FACE, dem Zusammenschluss der Verbände für die Jagd und Wildtiererhaltung in der EU, organisiert. Die aktuellen Managementprogramme und Schadensregelungen müssen geeignete Lösungen für die Koexistenzangesichts der Zunahme vieler Großraubtierpopulationen in Europas dicht besiedelten und multifunktionalen Landschaften bieten.

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FACE: Die Jagd in Europa ist 16 Milliarden Euro wert

Neben  dem  direkten  wirtschaftlichen Beitrag trägt auch die freiwillige  Arbeit  von  Jägern zum Schutz und Management  unserer  Tierarten  und Lebensräume zur   Entwicklung der ländlichen   Räume Europas durch Schaffung alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten, Stärkung des Sozialgefüges ländlicher Gemeinschaften und Vermittlung von kultureller Identität und Traditionen bei.

Auf der von FACE veranstalteten Konferenz “Wirtschaftliche Bedeutung der Jagd in der EU“, die  am Dienstag im Europäischen Parlament stattfand, bezifferte FACE den Wert der Jagd für die europäische Wirtschaft auf 16 Milliarden Euro. Die sieben Millionen europäischen Jäger geben diesen Betrag  jährlich für  Lizenzen,  Pachten,  Feuerwaffen  und  Munition,  aber  auch  Ausrüstung  und Reisen  aus. Ihr Beitrag  erstreckt sich aber  auch  auf  die  Gesellschaft  und  die  Erhaltung  der  Natur  und drückt  sich  in  den  zahllosen  Aktionen  zur  Bewirtschaftung  von  65  %  der  Landflächen  der  EU  und Aktivitäten  zur  Stärkung  unserer  Lebensräume,  der  Eindämmung  von Schäden   sowie   Maßnahmen   zur   Überwachung   aus,   welche   alle   zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen.

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