Schlagwort-Archive: Klimawandel

Botswana erwägt Aufhebung des Jagdverbots für Elefanten

Nur vier Jahre nach dem Inkrafttreten erwägt die Regierung Botswanas die Wiederaufhebung des Jagdverbots für Elefanten. Grund sind die zunehmenden Konflikte durch die wachsende Elefantenpopulation.

Kurz nach seiner Amtsübernahme im April 2018 hat Präsident Mokgweetsi Masisi die Minister aufgefordert, das von seinem Vorgänger Ian Khama 2014 Jagdverbot für Elefanten zu überprüfen. Die auf 130.000 Tiere geschätzte Elefantenpopulation gilt als die größte der Welt. Monatelang wurde der Plan in öffentlichen Sitzungen und Konsulationen erörtert, berichtet die BBC, Organisationen, Gemeinden und Einzelpersonen wurden um Stellungnahme gebeten. In dem jetzt vorliegenden Abschlussbericht wird empfohlen, das Jagdverbot aufzuheben und die Elefantenpopulation in ihrem historischen Streifgebiet zu “managen”. Wanderrouten der Wildtiere, die den Naturschutzbemühungen des Landes nicht zuträglich sind (“not beneficial to the country’s conservation efforts”) sollen geschlossen werden, Jagdfarmen als Pufferzonen zwischen Gemeinde- und Wildnisgebieten dienen. “Regelmäßiges aber begrenztes Culling von Elefanten” – also die Keulung überzähliger Tiere – solle eingeführt werden. Der Ministerrat empfahl überdies, Verarbeitungskapazitäten für die Konservenherstellung aufzubauen, um das anfallende Elefantenfleisch zu Haustierfutter zu verarbeiten.

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Kanada: Wut über Jagdeinschränkungen nach tödlicher Eisbär-Attacke

+++ Wolfsabschuss in Dänemark: Anklage fordert Gefängnisstrafe ohne Bewährung +++ Rheinland-Pfalz: Jäger fordern Erhöhung der Abschussprämie für Schwarzwild +++

Im Nunavut-Territorium im Norden Kanadas ist ein Mann von einem Eisbären getötet worden. Die aus drei Inuit bestehende Jagdgesellschaft war am Dienstag, dem 21. August von Naujaat aufgebrochen, um Narwale und Karibus zu jagen. Als die Männer am Donnerstag nicht wie angekündigt zurückgekehrt waren, machten sich Rettungstrupps auf die Suche nach den Männern. Treibeis behinderte die Rettungsboote, so dass erst der Hubschrauber eines von der Küstenwache eingesetzten Eisbrechers die Überlebenden ca. 100 Kilometer von der Küste entfernt im Lyon Inlet aufspürte. Drei Tage lang hatten sie dicht zusammengedrängt in ihrem Boot überlebt, den Leichnam ihres getöteten Freundes bewachend, während vier weitere Bären das Boot umkreisten. Packeis und mechanische Probleme mit dem Bootsmotorhatten ihre Rückkehr verhindert. Die kanadische Polizei teilte mit, dass die Eisbärin und ihr Jungtier in Folge des Vorfalls erschossen wurden. Es blieb offen, ob die angegriffenen Jäger, die Rettungsmannschaften oder die Polizei die Abschüsse getätigt haben. Drei weitere Eisbären, die, vom Blutgeruch angelockt, in der Umgebung auftauchten, wurden in den folgenden Tagen ebenfalls erschossen.

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Studie: Klimaerwärmung ist Ursache für Rückgang der Braunbären in Europa

Die Klimaerwärmung ist verantwortlich dafür, dass der Bestand der Braunbären in Europa seit dem Ende der letzten Eiszeit dramatisch geschrumpft ist. Steigende Wintertemperaturen während der letzten 12.000 Jahre haben die Fortpflanzungsrate der Braunbären verringert und zu deren Verschwinden beigetragen, berichtet eine internationale Forschergruppe, darunter ein Senckenberg-Wissenschaftler, im Fachblatt „Scientific Reports“. Die Klimaerwärmung hat dem Braunbären zudem indirekt geschadet: größere Flächen wurden für den Ackerbau nutzbar, was den Lebensraum der Tiere zusätzlich verkleinerte. Einen besonders rasanten Rückgang der Braunbären in Europa verzeichnen die Forscher in den letzten 2.000 Jahren.

Am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren war der Braunbär (Ursus arctos) noch überall in Europa anzutreffen. Im Gegensatz zu vielen anderen seiner damaligen Zeitgenossen hat der Braunbär bis heute überlebt. Jedoch gibt es nur noch vereinzelte Populationen, die in en Pyrenäen, Nordskandinavien und Osteuropa leben. Dass das Verschwinden der Braunbären mit dem Menschen und seiner Landnutzung zusammenhängt, ist schon länger bekannt.

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Klimawandel: Große Bereiche des Great-Barrier-Riffs sind tot

Das Great Barrier Reef (Großes Barriereriff) ist eines der größten Naturwunder der Erde. Noch. Denn das mehr als 2300 Kilometer lange Korallenriff vor der Nordostküste Australiens, UNESCO Weltnaturerbe seit 1981, dessen Struktur noch auf Satellitenfotos zu erkennen ist, ist massiv bedroht. Die Erwärmung der Ozeane infolge des Klimawandels und die Übersäuerung des Meerwassers führt seit den 1980iger Jahren zu einer Folge von Korallenbleichen. Das Ausbleichen der Korallen ist eine Reaktion der Korallen auf den Hitzestress im erwärmten Meerwasser und geht dem Absterben des Korallenstocks voraus. Eine Gruppe von Wissenschaftlern um Terry P. Hughes, der das ARC Center für Korallenriffstudien an der James Cook University in Australien leitet, hat eine Bestandsaufnahme des Riffs durchgeführt und die Ergebnisse im Wissenschafts-Journal nature publiziert. “Im Norden sah ich hunderte von Riffen – buchstäblich zwei Drittel der Riffs – sterben, die jetzt tot sind”, berichtet Hughes in einem lesenswerten Artikel in der New York Times.

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UN-Report: Wälder und Holzprodukte schützen das Klima

Nicht die Waldflächenstilllegung, sondern Forstwirtschaft gilt als Schlüssel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft

Ein aktuell von den Vereinten Nationen vorgelegter Bericht betont die Bedeutung von Wäldern und nachhaltig erzeugten Holzprodukten für den Klimaschutz. Darsuf weist ThüringenForst in einer Pressemitteilung hin. So sind Wälder einerseits langfristiger Kohlenstoffspeicher und jährliche Senke von CO2-Emissionen, andererseits bewirkt die vielseitige Verwendung von Holzprodukten eine zusätzliche temporäre Kohlenstoffbindung und damit Klimaentlastung. Weiterer positiver Effekt: Holzprodukte verdrängen energieintensive und damit treibhausgasbelastete Produkte wie etwa Stahl, Aluminium, Kunststoff oder auch Beton. Holz kann außerdem gut recycelt werden und ersetzt klimaschädliche Energieträger wie Kohle, Gas und Öl. Der nachhaltigen Forstwirtschaft wird daher im Bericht eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einer CO2-armen Wirtschaft zugeordnet, zu der sich die Weltgemeinschaft anlässlich der Pariser Klimakonferenz bekannt hat.

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Wildschweine profitieren von milden Temperaturen

DJV veröffentlicht WILD-Jahresbericht 2014

Wildschweine haben sich mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet und werden aktuellen Daten zufolge selbst in den Bereichen der Nordseeküste und alpinen Gebieten erlegt. Das zeigen die neuen Streckenzahlen der Jäger, die der Deutsche Jagdverband (DJV) heute im WILD-Jahresbericht veröffentlicht. WILD, das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands, erfasst neben Streckenstatistiken der Bundesländer auch Informationen über Populationsentwicklungen ausgewählter Arten, Wildkrankheiten und Wildunfälle. Der Fokus des neuen Berichtes liegt auf Schalenwildarten, wie Rotwild, Wildschwein und Reh, deren Streckenzahlen seit Jahren kontinuierlich steigen.

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Wissenschaftlich erwiesen: Klimawandel für Populationsanstieg von Wildschweinen verantwortlich

Wildschweine auf dem Vormarsch – Klimaerwärmung fördert Populationswachstum

Die Wildschweinpopulation in Europa wächst. Warum das so ist, war bisher unklar. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna hat nun herausgefunden, dass die Klimaerwärmung dabei eine wichtige Rolle spielt. Nach milden Wintern wächst die Zahl der Wildschweine besonders stark. Auch die verfügbare Nahrung ist ausschlaggebend. Nach Jahren mit besonders hohen Bucheckernerträgen gibt es auch mehr Wildschweine. Die Forschungsergebnisse sind im Journal Plos One nachzulesen.

Seit den 1980er Jahren wächst die Wildschweinpopulation in Europa stetig. Das wird immer häufiger zum Problem für die Landwirtschaft, wenn die Tiere auf der Suche nach Nahrung die Felder plündern. „Wie viele Wildschweine es tatsächlich in Europa gibt, ist gar nicht so leicht zu erheben“, meint der Wildtierbiologe und Erstautor der Studie, Sebastian Vetter. „Deshalb haben wir Jagd- und Verkehrsunfallstatistiken ausgewertet und konnten so das Wachstum der Wildschweinpopulation nachvollziehen.

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Kommentar: Ökodiktatorischer Wahnsinn

Ein Kommentar von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, ursprünglich erschienen als Antwort auf diesen Beitrag in Jawina bzw. diesen in der FAZ.

Es ist verdienstvoll, den ökodiktatorischen Wahnsinn dieser Art von “Energiewende” mal in griffige Zahlen gefasst zu haben. Damit muss auch dem letzten Menschen, der nicht gerade stumpfen Sinnes ist, wie anscheinend viele unserer “Volksvertreter”, nun endlich klar werden, wie absurd und zerstörerisch diese Art von “Energiewende” ist. Zerstörerisch übrigens in doppeltem Sinne. Einmal wird dem privaten Stromverbraucher das Geld in unvorstellbarer Menge aus den Taschen gezogen, was den sozialen Frieden in unserem Lande sicher bald gefährden wird, und andererseits wird das Geld in die Taschen weniger gestopft. Als Betreiber eines Windrades kann man gar nichts dagegen tun, man wird im Verlauf von zwei Jahrzehnten automatisch zum Millionär. Und so ganz nebenbei wird die Biodiversität im ländlichen Raum, die ohnehin unter der intensivierten Landwirtschaft extrem leidet, weiter zerstört. Die Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung, wonach das Artensterben bis 2020 gestoppt werden soll, wird aufgehen – wenn auch nicht in der ursprünglich beabsichtigten Weise: Sondern einfach deshalb, weil bis dahin alles ausgestorben ist, was diesen Wahnsinn nicht verträgt.

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Unbedingt lesen: Björn Lomborg über “Deutschlands gescheiterte Klimapolitik” in der FAZ

Wer glaubt oder im Zweifel darüber ist, dass bzw. ob Windräder im Wald und Solarkollektoren auf deutschen Äcker doch eine gute Sache sind, sollte diesen Artikel lesen. Und alle anderen auch.

“Die einfache unbequeme Wahrheit lautet”, schreibt Björn Lomborg in der FAZ online, “dass Solar- und Windenergie noch nicht ausgereift sind: Sie sind zu teuer und benötigen teure Reserven, wenn der Wind nicht bläst oder die Sonne nicht scheint. Solange wir es nicht schaffen, Kosten und Effizienz erneuerbarer Technologien dramatisch zu verbessern, bleibt es bei selbstgefälliger Schönfärberei für westliche Gutmenschen.”

Die Subventionen für erneuerbare Energien in Deutschland erreichten dieses Jahr “sagenhafte 21,8 Milliarden Euro oder 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.”, so Lomborg: “Allein für Solaranlagen habe Deutschland insgesamt Förderzusagen von mehr als 100 Milliarden Euro gemacht. Das habe zum “schwindelerregenden Anstieg der deutschen Strompreise geführt. Den Daten der OECD und der Internationalen Energieagentur zufolge sind die Strompreise für deutsche Haushalte zwischen 2000 und 2013 inflationsbereinigt um 80 Prozent gestiegen.”

Doch: “Für all diese Milliarden erreicht Deutschland sehr wenig Nutzen für das Klima. Die veranschlagten 100 Milliarden Euro für Solaranlagen sollen in den kommenden 20 Jahren die CO2-Emissionen jährlich um schätzungsweise 12,8 Megatonnen (Mt) senken. Wird diese Rechnung in einem Standard-Klimamodell durchgeführt, ist das Ergebnis eine verschwindend geringe Temperatursenkung von weniger als 0,0001 Grad Celsius bis zum Jahr 2100. Anders gesagt: Die 100 Milliarden Euro, die Deutschland in Subventionen für Solaranlagen steckt, werden die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts um 37 Stunden verzögern.”

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Klimawandel: 35.000 Walrosse auf Strand in Alaska

Auf einem Strandabschnitt in Alaska drängen sich 35.000 pazifische Walrosse. Wegen des starken Rückgangs der sommerlichen Packeisfelder vor Alaska – eine Folge des Klimawandels – können die Tier nicht, wie gewohnt, auf Eisschollen rasten. Stattdessen ziehen sie sich auf das Festland zurück. Die NASA ermittelte, dass die Ausdehnung des Packeises den sechtsniedrigsten Wert seit 1978 erreicht hat. Das US-amerikanische Geologische Institut (U.S. Geological Survey) hat die Walrossansammlung bei Zählflügen über dem Areal erstmals am 27. September entdeckt. Vier Tage zuvor waren nur 1500 Walrosse auf dem Strandabschnitt gezählt worden.

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Schönen Gruß vom Murmeltier


Reporter, Fotografen und Kameramänner und -frauen wissen: Es gibt zwei unterschiedliche Typen von Zeitgenossen, die ein ebenso unterschiedliches Reaktionsmuster zeigen, wenn eine Kamera auf sie gerichtet wird. Die einen versuchen, sich der Aufnahme durch Wegdrehen, Abducken, Hände oder Jacken vor das Gesicht reißen zu entziehen, die anderen drängen ins Bild, posen, schneiden Grimassen. Das Murmeltier, das in ein Zeitraffer-Video von Greenpeace America zum Thema Klimawandel grätschte, ist eindeutig dem letzteren Typus zuzuordnen.

Schalenwild als Klimaschädling

Schalenwild ist als Schädling einzustufen, weil es den ganzen Wald auffrisst, wovon sich jeder leicht überzeugen kann, wenn er mal einen Blick aus dem Fenster wirft: Überall Häuser und Straßen, kein Wald. Noch nicht hinreichend gewürdigt wurde allerdings der Beitrag des Schalenwilds zum Klimawandel durch Freisetzung klimaschädlicher Emissionen. Ein wissenschaftliches Video von einem Weißwedeltier, aufgenommen beim Verbeißen unendlich wertvollen, nun unwiederbringlich im Äser verschwundenen  Blattwerks (das Video wurde zur Schadensdokumentation aufgenommen), beweist: Es ist noch viel schlimmer, als wir dachten.