Schlagwort-Archive: Kinder

Niedersachsen: Aus Angst vor Wolf – Eltern zäunen Kindergarten ein

+++ Sachsen-Anhalt: Regionalexpress überfährt sechs Wildschweine +++

Im niedersächsischen Landkreis Nienburg wurden bis zu 300 Kilogramm schwere Rinder vom Wölfen gerissen, in unmittelbarer Nähe zu einem Waldkindergarten in der Gemeinde Steimbke fiel ein Alpaka dem Wolf zum Opfer. Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder haben die Eltern der in dem Waldkindergarten untergebrachten Kinder jetzt Konsequenzen gezogen – und den Kindergarten eingezäunt. Als der Zaunbau noch erwogen, aber nicht umgesetzt worden war, hatte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, bereits kritisiert: “Kinder hinter Zäune, damit der Wolf frei leben kann – dies ist den Menschen in Niedersachsen nicht mehr vermittelbar.” (JAWINA berichtete). Außerdem werden die Kinder mit Trillerpfeifen ausgestattet, damit sie auf sich aufmerksam machen können, wenn sie etwas Verdächtiges sehen, berichtet der NDR. Die Maßnahmen dienten dazu, das “subjektive Sicherheitsgefühl” von Eltern und Kindern zu erhöhen, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde gegenüber dem Sender.

Beitragsbild: Erhöht das subjektive Sicherheitsempfinden – Trillerpfeife. Foto: SE

Senat erwartet Wölfe in Berlin

Zwei Kinder in Armenien von Wölfen getötet

Der Berliner Senat erwartet, dass Wölfe eines Tages durch die Hauptstadt ziehen. Dies ergibt sich aus der Antwort von Umweltstaatssekretär Stefan Tidow auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark. Darin heißt es: “Seit einigen Jahren befinden sich Wolfsrudel im Berliner Umland, ohne dass bisher ein Nachweis dieser Tierart in Berlin gelang. Hierbei spielt vermutlich die hohe Zahl der Störungen im Randbereich der Stadt eine Rolle, die auf diese Tierart sicherlich abschreckend wirken. Auch der Autobahnring stellt eine deutliche Barriere dar. Mit der steigenden Zahl abwandernder vorjähriger Wölfe kann aber auch in Berlin mit einzelnen durchwandernden Tieren gerechnet werden. Von der Ansiedlung eines Rudels in der Stadt ist aufgrund des Raumbedarfes und des Ruhebedürfnisses der Tiere nicht auszugehen.” Offenbar gehen die Berliner Behörden immer noch davon aus, dass es so etwas wie eine “natürliche Scheu” gebe und unsere Wölfe sich ganz anders verhalten als z.B. die in Rumänien, die erfolgreich größere Städte besiedelt haben.

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Polen: Wolf soll zwei Kinder gebissen haben

Im Dorf Strzebowiska in den Bieszczady-Bergen (Woiwodschaft Karpatenvorland (województwo podkarpackie)) soll ein Wolf am Dienstag Abend zwei Kinder, ein acht Jahre altes Mädchen und einen zehn Jahre alten Jungen, gebissen haben. Polnischen Medienberichten zufolge sollen die Kinder bei dem Angriff Bisswunden erlitten haben. Sie befinden sich nicht in Lebensgefahr, wurden jedoch in ein Krankenhaus in Lesko eingeliefert. Nach Rücksprache mit dem Umweltministerium habe die Regionaldirektion das Tier zum Abschuss freigegeben. Ein Forstbediensteter führte mit Unterstützung der Polizei eine Jagd auf das Tier durch, der Wolf wurde dabei erschossen. Bereits Mitte Juni soll es in der Region  in einem privaten Resort in Wetlin einen Beißvorfall mit einem Wolf auf einem Zeltplatz gegeben haben, bei dem eine Touristin gebissen wurde. Der Fernsehsender tvn24 berichtet ebenfalls über den Vorfall, bezieht sich bei seiner Berichterstattung aber auf den Bericht des Radiosender rmf24 (Beitragsbild). Zunächst gab es keine weitere Bestätigungen für den Vorfall, mittlerweile haben aber diverse andere polnische Medien das Thema aufgegriffen. tvn24.pl zufolge hat ein Sprecher der Landespolizeizentrale in Rzeszów den Vorfall gegenüber der Chefredaktion von tvnmeteo.pl bestätigt. Der erlegte Wolf soll auf mögliche Krankheiten wie Tollwut untersucht werden.

Update: Nach einem Bericht von wiadomosci.wp.pl soll der Vorfall sich in Przysłup ereignet haben, wenige hundert Meter von Strzebowiska entfernt. Die Kinder hätten bei dem Angriff leichte Verletzungen an den Beinen davongetragen. Es seien Zweifel geäußert worden, ob es sich bei dem Tier um einen Wolf oder einen Hund handle. red.

 

Meldung zum angeblichen Bissvorfall auf tvn24.pl (Screenshot)

Beitragsbild: Bericht über Bissvorfall auf rmf24.pl

Niedersachsen: Wolf knurrt Kinder an

Manchmal hat man ja den Eindruck, dass die hiesigen Wölfe die von Valerius Geist beschriebene Eskalationsskala getreulich abarbeiten: Bei Bannetze (Landkreis Celle) soll ein Wolf zwei kleine angeknurrt haben. Die Kinder sollen auf dem Weg zu ihrem Großvater gewesen sein, wie die Cellesche Zeitung berichtet (hinter Paywall). Mehreren Erwachsenen sei es gelungen, das Tier zu vertreiben. In der Umgebung häufen sich Meldungen von Wolfssichtungen: So spazierte ein Tier durch Walsrode, eine weitere Begegnung ereignete sich vor einem Kindergarten. In Bannetze soll dem NDR zufolge jetzt mit den Einwohnern der Nachbargemeinde Meißendorf, in der der Wolf ebefalls umherspaziert, eine Bürgerversammlung abgehalten werden. Es solle darüber beraten werden, wie mit dem Wolf umzugehen sei. Der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Raoul Reding, rief im NDR “Eltern und Schulen dazu auf, die Kinder über das richtige Verhalten bei einer Wolfssichtung aufzuklären:  Bei Wolfsbegegnungen “sollten sich die betroffenen Personen durch Klatschen bemerkbar machen und langsam zurückziehen.” SE

Headline des verlinkten Beitrags in der Celleschen Zeitung (Screenshot).

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern JS und EF für den Hinweis!

Israel: Wölfe attackieren Kinder

Auf Campingplätzen und in Gemeinden in der Judäischen Wüste ist es innerhalb von vier Monaten zu zehn Angriffen von Wölfen auf Kinder gekommen. Die seriöse israelische Tageszeitung Haaretz schildert einige dieser Vorfälle. So campten im Mai mehrere Leute, die zusammen zehn Zelte aufgestellt hatten, in der Nähe von Masada. Eine Frau hielt sich mit ihren anderthalb und drei Jahre alten Töchtern in einem Zelt auf, als ein Wolf in das Zelt schlich. Sie schrie und trat nach ihm, was den Wolf jedoch nicht zur Flucht veranlasste. Erst als auf ihr Geschrei hin mehrere andere Leute zusammenliefen, gelang es, den Wolf zu verscheuchen. Doch zwei Stunden später war er wieder da: Die Mutter hörte ihre Tochter, die fünf Schritte draußen vor dem Zelt spielte, schreien und rannte hinaus. Da sah sie ihr Kind am Boden liegen, der Wolf stand über dem Mädchen, beschnüffelte es. Sie schrie und rannte und packte ihre Tochter, die Bisswunden am Rücken davon trug: Der Wolf habe das Mädchen nicht angegriffen, er habe es packen und fortzerren wollen, um es zu fressen, sagt der Vater. Der Wolf habe sich die Kinder angesehen und sich das kleinste ausgesucht.

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Schweiz: Fuchs beisst schlafende Kinder

In Pfäffikon im Schweizer Kanton Zürich hat ein Fuchs zwei zwölf und 14 Jahre alte Kinder gebissen, die auf der Terrasse eines Wohnhauses schliefen. Der Fuchs war schon mehrfach im Garten des Hauses beobachtet worden, wie das Onlineportal 20minuten berichtet. Der Vater der Kinder vermutet, dass der Fuchs an der Hand des älteren Kindes geschnüffelt habe, woraufhin dieses beim Aufwachen zusammenzuckte. Der Fuchs habe sich erschreckt und zugebissen. Nach dem Biss in die Hand des älteren Kindes, biss er auch noch dem jüngeren Jungen in die Hand und beide Schultern. Dem älteren Bruder gelang es dann, den Fuchs zu vertreiben. Die Bissverletzungen waren nicht tief und wurden vom Vater verarztet. Die Kinder erhielten eine Tetanus-Impfung. SE

Beitragsbild: Fuchsstrecke. Foto: SE

Wien: Keiler randaliert auf Kinderspielplatz

Update: Petition fordert “Justiz” für getötetes Wildschwein…

Petition “Justiz für Wildschwein” auf Change.org. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

Update: Wenige Stunden nach dem Abschuss eines Wildschweins in Wien, das kurz zuvor Kinder auf einem Spielplatz in die Flucht geschlagen hatte (s.u.), regt sich Protest: Eine Michelle Missbauer hat auf Change.org eine Petition gestartet, die sich an die Staatsanwaltschaft Wien richtet und Gerechtigkeit für den erlegten Keiler fordert. “Das Veterinäramt hat den Abschuss freigegeben!”, erregt sich die Petentin: “Laut den Aussagen der Leute, die vor Ort waren, sei das Wildschwein jedoch in keinster Weise aggressiv” gewesen! Die Zeitung habe bei der Berichterstattung “nicht die Wahrheit verfasst, weil die Kommentare der Leute eine andere Sprache sprechen!” Und natürlich: “Die Behörden haben versagt!” Eine Strafe sei das Mindeste, was nun gefordert wird, für dieses sinnlose Töten, meint Missbauer. Schon 108 Unterstützer haben die Petition gezeichnet, seit diese vor 16 Stunden (Stand 29.05. 11:05 Uhr) gestartet wurde.

Ein angeblich 250 Kilogramm schwerer Keiler hat am Samstag Abend Kinder auf einem Spielplatz im Gemeindbezirk Donaustadt im Norden Wiens attackiert. Das berichtet das Onlineportal Nachrichten.at. Der Keiler sei “wie aus dem Nichts” gegen 20.45 auf dem Spielplatz erschienen und auf die Kinder losgestürmt. Die Kinder rannten weg, der Keiler schob sich in einem Gebüsch im Innenhof eines Gemeindebaus ein. Nach missglückten Versuchen, den angriffslustigen Keiler lebend zu fangen, wurde er mit Polizeihunden aus seinem Versteck gescheucht und von einem Mitglied der österreichischen SEK-Einheit Cobra vom Dach eines Polizeibusses aus erschossen. Zuvor sei die Wohnanlage wegen Gefahr im Verzug weiträumig abgesperrt und Polizeibeamte in den Treppenhäusern postiert worden, um sicherzustellen, dass kein Anwohner das Haus verlasse. Ein Polizeisprecher vermutete im Gespräch mit Nachrichten.at, dass der Keiler aus der Lobau, einem Donau-Auengebiet nordöstlich von Wien eingewandert sei.

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Kinder auf Wolfssuche lösen Großeinsatz aus

Zwei Mädchen, fünf und sieben Jahre alt, aus Zehdenick im Brandenburger Landkreis Oberhavel haben ihren ursprünglichen Plan, sich auf einem nahe der elterlichen Wohnungen gelegenen Spielplatz zu treffen, nachträglich abgeändert. Wölfe wollten sie suchen gehen, erklärten die Freundinnen, nachdem die Polizei in einem Großeinsatz stundenlang nach den Kindern gesucht hatte. um 12.30 waren sie von zuhause aufgebrochen, um 16.30 wurden sie als vermisst gemeldet, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Polizeihubschrauber und eine Rettungshundestaffel suchten vergeblich nach den Abenteurerinnen. Eine Frau, die durch die Lautsprecherdurchsagen der Polizei von der Suche nach den Mädchen erfahren hatte, entdeckte die beiden, durchnässt und fröstelnd, aber wohlauf, um Viertel nach sechs auf dem Gelände eines Baumarkts. SE

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Ernährungsminister warnt: Vegane Ernährung schadet Kindern

Bundesernährungsminister Christian Schmidt warnt in einem Gespräch mit der Bild-Zeitung davor, Kinder vegan zu ernähren. Das berichtet die FAZ. Veganes Essen könne zu gefährlichen Mangelerscheinungen führen, gerade bei Kindern, so der Minister. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät dem Bericht zufolge davon ab, Kinder vegan zu verköstigen. Insbesondere bei der Versorgung mit dem Vitamin B12, das in der Natur nur in tierischem Eiweiß vorkomme, könne es zu Mangelerscheinungen kommen. Es drohten verzögertes Wachstum und neurologische Symptome, so die FAZ. SE

Beitragsbild: Lecker Wildbret – voll öko und reich an wertvollem Vitamin B12. Copyright: MF

Luftifux-Naturpädagogik ist da!

JAWINA-Autorin Nathalie Bunke präsentiert ein neues Weiterbildungsangebot für “ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und EhrenamtlerInnen”, die mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Natur- und Umweltbildung arbeiten: Luftifux Naturpädagogik für pädagogisches Fachpersonal von Kindertagesstätten, Schulen, Horten und sonstigen Einrichtungen.
Luftifux Naturpädagogik bietet praxisorientierte Weiterbildungen für die Arbeit in der Natur- und Umweltbildung mit Kindern und Jugendlichen, in Zusammenarbeit mit der Naturschutzstation Marienfelde im Süden Berlins.

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