Schlagwort-Archive: Kanton Wallis

Schweiz: Abschuss von zwei Wölfen angeordnet

Jacques Melly, Staatsrat im Schweizer Kanton Wallis, hat den Abschuss von zwei Wölfen in den Regionen Goms und Val d’Anniviers angeordnet. In diesen Regionen wurden im Verlaufe des Sommers mindestens 34 Schafe auf geschützten Alpen und 87 auf nicht schützbaren oder ungeschützten Alpen gerissen. Die Bewilligungen für je einen Wolfsabschuss in den beiden Regionen stützen sich auf die Bestimmungen der eidgenössischen Jagdgesetzgebung und deren Verordnung.

In der Region Goms haben die Rissereignisse ab Mitte August 2018 bis zum vergangenen Wochenende stark zugenommen. Dabei wurden auf geschützten Alpen mindestens 23 Schafe getötet und zehn verletzt. Da bereits im Vorjahr Schäden zu verzeichnen waren und auf den geschützten Alpen Bellwald (Richinen), Rappental und Geren-Längis mehr als 15 Schafe gerissen wurden, sind gemäss Art. 9bis der eidgenössischen Jagdverordnung (JSV) die Voraussetzungen für den Einzelabschuss eines Wolfes im Goms in den Schadenperimetern erfüllt. Der Departementsvorsteher hat deshalb, gestützt auf diese Feststellungen, auf den Alpen Richinen, Rappental, Geren-Längis und deren Umgebung, einen Wolfsabschuss angeordnet.

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Wolf: Kanton Wallis will Wolfshybriden abschießen lassen

Das Parlament des Schweizer Kantons Wallis hat am 15. Mai zwei Postulate gutgeheißen, die sich mit Wolfshybriden beschäftigen: In dem Postulat “Werden die Wolfshybriden entnommen?” geht es um  genetische Untersuchungen der Wolfspopulation in Frankreich: Bei Medienkonferenz am 22. November 2017 in Grenoble präsentierte die französische Landwirtschaftskammer demnach die Resultate von DNA-Analysen, die das deutsche Institut für forensische Genetik und Rechtsmedizin ForGen durchgeführt hatte. Von den entnommenen Proben konnten 60% ausgewertet werden. Es seien bei den verwertbaren Resultaten ausschliesslich Wolfs-Hunde-Mischlinge festgestellt worden, so der Text des Postulats.

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Schweiz: Jäger schiesst Wolf – aus Versehen

+++ Hessen: Wolf bei Marburg gesichtet +++ Baden-Württemberg: Wolfsnachweis im Enzkreis +++ Hessen: Wölfe kurzzeitig aus Tierpark ausgebrochen +++ Schweiz: Wolf trabt an Haustür vorbei +++

In Goms, einem Bezirk im Schweizer Kanton Wallis, hat ein Jäger in der Samstagnacht eine Wölfin erlegt – weil er diese mit einem Fuchs verwechselt hat. Der Vorfall ereignete sich bei einer Fuchspassjagd, bei der Füchse an Luderplätzen angelockt werden. Wie der Kanton mitteilt, wurde die Wildhut durch eine unverzügliche Selbstanzeige informiert. DNA-Analysen zur Feststellung der Abstammung des Tieres wurden angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Die Fuchspassjagd ist im Goms bis Ende Februar offen. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) benachrichtigte die Staatsanwaltschaft, welche für den vorliegenden Jagdvorfall zuständig ist. Diese hat zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Ein Sprecher der DJFW erklärte gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), “normalerweise solle das natürlich nicht passieren. Doch je nach Umständen, etwa bei tiefem Schnee oder Mulden könne es womöglich zu einer Verwechslung kommen.”

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Schweiz Kanton Wallis will Wölfe “regulieren”

Abschuss von Jungtier(en) geplant – Bauern in Brandenburg beklagen zunehmende Schäden durch Wölfe

Der Schweizer Kanton Wallis will den Abschuss eines Jungtiers aus dem Walliser Wolfsrudel beim Bund beantragen. Die Voraussetzungen für eine Regulierung seien erfüllt, heißt es in einer Medienmitteilung des Kantons: “Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat für die Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2016 eine Schadensbilanz der Wolfpräsenz im Wallis erstellt. Im besagten Zeitraum wurden im Kanton neun Wölfe, darunter mindestens drei Jungtiere gezählt. Gleichzeitig wurden 187 Nutztiere gerissen. Der Schaden beläuft sich auf 83.680 Franken. In der Augstbordregion ist die Präsenz eines Rudels bestätigt.  Dort sind gemäss Einschätzungen der kantonalen Behörden die Voraussetzungen für eine Regulierung erfüllt. Der Kanton wird deshalb beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Regulationsantrag stellen. Die ergriffenen Herdenschutzmassnahmen auf den Heim- und Sömmerungsbetrieben haben zu einem verbesserten Schutz der Herdentiere beigetragen.

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Schweiz: Abschussverfügung für Wolf abgelaufen

Zunehmend kritische Töne in der Berichterstattung über den Wolf

Die im Schweizer Kanton Wallis verhängte Abschussverfügung für den Wolf M59, der innerhalb weniger Monate mehr als 50 Schafe gerissen hat, ist erfolglos verstrichen. Der Wolfsrüde konnte in der Frist von 60 Tagen nicht erlegt werden. Es ist die dritte erfolglose Abschussverfügung für einen Wolf im Kanton Wallis innerhalb eines Jahres. Sieben Wölfe sind im Wallis in den 21 Jahren seit der Rückkehr des Wolfs legal geschossen worden, wie 1815.ch berichtet, zwei weitere wurden gewildert.

Derweil mehren sich auch in Deutschland die kritischen Stimmen zur ungebremsten Ausbreitung des Wolfs: Ein kritischer Kommentar in der Boulevardzeitung B.Z. fragt: “Warum haben wir mit dem Wolf mehr Mitleid als mit dem Schaf?“, die Welt schreibt über “Die riskante Rückkehr des Wolfs nach Deutschland” und die Freie Presse berichtet über ein wolfskritisches Maislabyrinth. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter. Foto: SE