Schlagwort-Archive: Kanada

Yukon: Grizzly tötet Mutter und 10 Monate altes Baby

+++ Österreich: Zu wenig Rehe geschossen – Gemeinde kündigt Jagdpachtvertrag +++ Bayern: Radioaktives Cäsium und Perfluoroctansäure (PFOA) – Abschussprämie für unverkäufliche Wildschweine im Landkreis Altötting +++ Bayern: Damwild aus Gatter bei Mainburg (Landkreis Kelheim) ausgebrochen +++

Als Gjermund Roesholt am Montag gegen 15 Uhr Ortszeit von einer Überprüfung seiner Fallen im Yukon-Territorium zu seiner Blockhütte in der Wildnis östlich von Anchorage zurückkehrte, griff ihn ein aggressiver Grizzly-Bär an. Roesholt erschoss den Bären, keine 100 Meter vor seiner Behausung. Als er seine Hütte erreichte, fand er seine 37 Jahre alte Frau Valérie Théorêt und die gemeinsame zehn Monate alte Tochter tot auf. Die beiden waren in der Hütte geblieben, während er die Fallen kontrollierte und hatten offenbar einen Spaziergang unternommen, als sie von dem Grizzly überrascht und getötet wurden. So rekonstruierten Gerichtsmediziner den Vorfall. Die in Quebec geborene Valérie Théorêt arbeitete als Grundschullehrerin für Französisch in Whitehorse, sie nutzte die Elternzeit, um mit ihrem Partner so viel Zeit wie möglich in der Wildnis zu verbringen. Gjermund Roesholt ist als Guide für Jäger und Angler tätig. Das Paar galt als äußerst Outdoor-erfahren, es war nicht Mangel an Erfahrung, der zu dem Unglück führte, erklärte ein befreundeter Trapper gegenüber dem kanadischen Sender CBC. red.

Beitragsbild: Beileidsbekundungen für Roesholt auf Instagram. (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JG für den Hinweis!

Kanada: Wut über Jagdeinschränkungen nach tödlicher Eisbär-Attacke

+++ Wolfsabschuss in Dänemark: Anklage fordert Gefängnisstrafe ohne Bewährung +++ Rheinland-Pfalz: Jäger fordern Erhöhung der Abschussprämie für Schwarzwild +++

Im Nunavut-Territorium im Norden Kanadas ist ein Mann von einem Eisbären getötet worden. Die aus drei Inuit bestehende Jagdgesellschaft war am Dienstag, dem 21. August von Naujaat aufgebrochen, um Narwale und Karibus zu jagen. Als die Männer am Donnerstag nicht wie angekündigt zurückgekehrt waren, machten sich Rettungstrupps auf die Suche nach den Männern. Treibeis behinderte die Rettungsboote, so dass erst der Hubschrauber eines von der Küstenwache eingesetzten Eisbrechers die Überlebenden ca. 100 Kilometer von der Küste entfernt im Lyon Inlet aufspürte. Drei Tage lang hatten sie dicht zusammengedrängt in ihrem Boot überlebt, den Leichnam ihres getöteten Freundes bewachend, während vier weitere Bären das Boot umkreisten. Packeis und mechanische Probleme mit dem Bootsmotorhatten ihre Rückkehr verhindert. Die kanadische Polizei teilte mit, dass die Eisbärin und ihr Jungtier in Folge des Vorfalls erschossen wurden. Es blieb offen, ob die angegriffenen Jäger, die Rettungsmannschaften oder die Polizei die Abschüsse getätigt haben. Drei weitere Eisbären, die, vom Blutgeruch angelockt, in der Umgebung auftauchten, wurden in den folgenden Tagen ebenfalls erschossen.

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Kanada: Ab zwölf – Provinz Neufundland und Labrador senkt Mindestalter für Jagd

Jagdteilnahme für Behinderte erleichtert

Die kanadische Provinz Neufundland und Labrador hat das Mindestalter für Jungjäger abgesenkt: Wer Kleinwild, Kojoten und andere “felltragende Tiere” jagen möchte, kann das jetzt ab einem Alter von nur zwölf Jahren (vorher 16) tun. Für die Jagd auf größeres Wild wie Schalenwild wurde das Mindestalter von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Voraussetzung ist, dass ein qualifizierter erwachsener Jäger die Jung- und Ganz-Jung-Jäger bei der Jagdausübung begleitet. Die Gesetzesinitiative dient dazu, mehr junge Leute “raus zum Jagen” zu bringen, wie CBCnews berichtet. Ähnliche Regelungen gibt es bereits in anderen Provinzen Kanadas, in Neufundland und Labrador tritt die Neuregelung sofort in Kraft. “Jungen Menschen Zugang zum Naturerbe Kanadas und Teilhabe an unserer Jagdtradition zu ermöglichen, das ist etwas, dessen sich andere Provinzen schon länger erfreuen,” sagte Gerry Bryne, Minister für Fischerei und ländliche Ressourcen gegenüber CBCnews. Entsprechende Regelungen hätten sich nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch ihre Eltern gewünscht.

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Um Elche zu jagen: Trump-Sohn schüttelt Personenschützer ab

Donald Trump Jr., der älteste Sohn von Donald Trump, bekanntlich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hat sich der Personenschützer vom Secret Service entledigt, um im kanadischen Yukon Territory Elche zu jagen. Schon bei der Anreise wurde er auf dem Flughafen von Whitehorse erkannt – ausgerechnet von einer Freundin des New York Times-Reporters Luke Dittrich, der ebenfalls auf dem Weg nach Yukon war, wo er (seufz!) ein Apartment besitzt. Trump Jr. reiste mit einem normalen Linienflug an, Economy Class, sein Gepäck bestand aus einem auffallenden Koffer für einen Jagdbogen und einem Seesack, seine Begleiter waren ein älterer Mann, vermutlich ein Mitjäger sowie ein Jugendlicher, geschätzt Anfang 20 – beide sahen so gar nicht nach Secret Service aus. Luke Dittrich schreibt, dass es leicht für ihn gewesen wärem Trump Jr.’s Aufenthaltsort zu recherchieren: Der Yukon sei riesig und winzig – die Landmasse von Frankreich und eine Bevölkerung von 33.897, die allermeisten davon in Whitehorse, man kennt sich in der Outfitter-Szene.

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Die menschliche Seite der Robbenjagd

Hakapik – ein eindrucksvolles Porträt der Robbenjäger Kanadas von dem schweizerisch-kanadischen Fotografen Yoanis Menge

Als Yoanis Menge in Paris auf einen Zug wartete, sah er das Plakat einer Kampagne gegen die Robbenjagd: Auf der Photoshop-Montage war eine ausgewachsene Robbe zu sehen, die einen Knüppel hielt und im Begriff war, einem menschlichen Baby, das auf dem Eis lag, den Schädel zu zertrümmern. Das Plakat schockierte ihn, wie die Washington Post berichtet. Denn der in der Schweiz geborene und in Kanada aufgewachsene Menge kennt – im Gegensatz zur Mehrzahl der Spendensammel-Organisationen und ihren Unterstützern, die gegen die Robbenjagd agitieren – die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe der Robbenjagd in Kanada und Neufundland aus eigener Anschauung. In diesen Teilen der Welt entwickle sich die Wirtschaft um die Robbe herum, um ihr Fleisch und ihren Pelz, sagt Menge. Das Importverbot der EU für Robbenprodukte aus Kanada hat insbesondere die Ureinwohners Kanadas getroffen und wütend gemacht. Menge wollte die Klischees überwinden, die blutrünstige Anti-Robbenjagd-Kampagnen begründet haben und die Menschen zeigen, die von der Robbenjagd (über)leben – in Gegenden, in denen Fischen und Jagden deren einzige Option darstellen.

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Kanada: Jäger filmt Schwarzbär-Attacke

Bogenjäger Richard Wesley war auf einer Frühlingsjagd am Fire River in der kanadischen Provinz Ontario, als ein stattlicher Schwarzbär in Anblick kommt. Als das Tier sich nähert, springt Wesley auf und schreit: “Normalerweise machen Schwarzbären eine Rolle rückwärts, wenn sie einen Menschen auch nur wittern”, berichtet Wesley, “Aber der Typ hier hat mich ziemlich gründlich durch die Mangel gedreht.” Glücklicherweise gelang es Wesley, dem Bär seinen Bogen ins Maul zu rammen und so den Angriff abzuwehren: Außer einem angeschrammten Ellebogen und einem ebensolchen Ego habe er keine weiteren Schäden davongetragen, schreibt Wesley auf YouTube.

Video: Richard Wesley/YouTube

Legendärer Jäger und Tracker: Larry Benoit ist tot

Über Bier, Wollsocken und Oberschenkelmuskulatur – auch der deutsche Jäger kann von Larry Benoit noch was lernen…

Mindestens 200 der stärksten Weißwedelhirsche, die jemals geschossen wurden, hat ein einzelner Mann erlegt: Der legendäre amerikanische Jäger und Fährtenleser Lanyard Everett – genannt Larry – Benoit. Im Alter von 89 Jahren ist er am 8. Oktober in Duxbury, Vermont, verstorben. Die New York Times nannte ihn einen der “meistverehrten Jäger Amerikas” und verglich ihn mit einer anderen amerikanischen Legende: Dem Baseball-Spieler Babe Ruth, was Benoits ikonenhaften Status verdeutlicht.

Benoit jagte in den Neuengland-Staaten Nordamerikas und im Süden Kanadas. Auch wenn etliche der von ihm gestreckten Hirsche in den Trophäenbüchern verzeichnet sind, maß er den Jagderfolg nach dem Gewicht der Beute, denn Larry Benoit lernte jagen, um seine arme Familie mit Fleisch zu versorgen.

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Ottawa: Drohnen gegen Gänse

In der kanadischen Bundeshauptstadt Ottawa hat die Stadtverwaltung einen Drohnenpiloten angeheuert, um der Gänseplage an einem beliebten Badestrand Herr zu werden. Zuvor waren etliche Versuche gescheitert, die Vögel mit Krach, Hunden oder Stinkbomben zu vertreiben. Auch das Bepflanzen der Ufer mit hohem Gestrüpp, in dem Gänse nicht gern brüten, und das Einsammeln der Eier brachte keine durchschlagenden Erfolge. Die Drohnen hingegen müssten nur einmal am Morgen eingesetzt werden, um die Gänse den ganzen Tag über fern zu halten, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung.

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