Schlagwort-Archive: Jungwölfe

Schweiz: Jungwölfe zum Abschuss freigegeben

+++ Schweiz: Alp bleibt nach Wolfsangriff unbeweidet +++

Zu viele Nutztiere gerissen – Kanton lässt zur Reduzierung der Rudelgröße vier Jungwölfe aus dem Beveriner Rudel abschießen

Diesen Sommer ereigneten sich am Heinzenberg und im Safiental im Streifgebiet des Beverinrudels mindestens 15 Risse aus Ziegenherden, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren. Damit wurde ein Grenzwert überschritten, welcher das Verhalten dieses Wolfsrudels als problematisch klassifiziert. Aufgrund der gesetzlichen Grundlage hat der Kanton Graubünden Schritte zur Regulierung des entsprechenden Wolfsrudels eingeleitet, teilt der Kanton mit.

Die DNA-Proben haben das männliche Elterntier M92 als Verursacher identifiziert. Bereits im letzten Jahr ist das Tier negativ aufgefallen, als es auf der Stutzalp oberhalb Splügen eine grosse Anzahl Schafe gerissen hat. Nun hat dieser Wolf damit begonnen, Tiere in geschützten Herden zu reissen und dieses Verhalten an seine Nachkommen weiterzugeben.

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Bayern: Nachweis von Jungwölfen im Veldensteiner Forst

Im Landkreis Bayreuth wurden zwei Jungwölfe am 02.08.2018 von einer automatischen Kamera abgelichtet. Dies ergab die aktuelle Auswertung einer Fotofalle im Veldensteiner Forst. Es handelt sich in diesem Jahr um den ersten Nachweis von Wolfswelpen in Bayern. Die Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern vor Ort wurden informiert. Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen. In der Regel sind es durchziehende Jungtiere, die entweder aus der Alpenpopulation oder der mitteleuropäischen Flachlandpopulation stammen. Standorttreue Wolfspaare gibt es seit Anfang 2018 im Veldensteiner Forst und seit Ende 2016 je eines auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und grenzüberschreitend im Bayerischen Wald.

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Niedersachsen: Wolfsberater empfiehlt Abschuss von fünf Jungwölfen

+++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen acht Schafe bei Burg +++ Italien: Region Toskana will 26 Wölfe entnehmen lassen +++ Sachsen-Anhalt: Gutachter bestätigen: 39 bei Wittenberg gerissene Schafe sind Wolfsopfer – Landesumweltamt: Schäfer haben Mitschuld +++

Der Wolfsberater Hermann Kück hat den Abschuss von fünf Jungwölfen im Kreis Cuxhaven empfohlen. Die Elterntiere der im Mai 2016 geborenen Welpen seien frühzeitig gestorben, so dass die Jungtiere nie gelernt hätten, Wild zu erbeuten. Stattdessen hätten sie gelernt, wie einfach es sei, Nutztiere zu reißen. In wenigen Monaten würden die Wölfe geschlechtsreif werden und ihr Wissen an ihre Jungtiere weitergeben, warnt Kück. Es bliebe nicht viel Zeit zum Handeln. Der Abschuss der Tiere sei zumindest zu diskutieren, so Kück. red.

Beitragsbild: Leichte Beute – gerissenes Schaf. (Archivbild) Foto: SE