Schlagwort-Archive: Jogger

Sachsen: Joggerin soll bei Bautzen von Wolf angegriffen worden sein

Bei Großpostwitz in der Nähe von Bautzen soll eine Joggerin von einem Wolf angegriffen worden sein. Das berichtet Radio Lausitz. Der Vorfall hat sich demnach schon vor zwei Wochen am 28. April zugetragen. Die Joggerin habe ein lautes Knacken im Unterholz gehört und zunächst an eine Wildschweinrotte geglaubt. Dann sei ein Wolf auf die joggende Ärztin zugerannt “und ihr zwischen die Beine gegangen.” Auf das Schreien der Frau hin floh der Wolf wieder in den Wald. Der Vater der Frau wandte sich dem Bericht zufolge an den Landrat des Landkreies Bautzen, Michael Harig. Mittlerweile hat sich der Landrat mit der Frau in Verbindung gesetzt und eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Ob diese zwei Wochen danach noch belastbare Ergebnisse bringt, darf bezweifelt werden. Der Vater der Joggerin, ein Jäger, vermutet, dass der Wolf ein frisch gerissenes Stück im Gebüsch neben dem Wanderweg verteidigen wollte. Der Wolfsrüde soll einen Peilsender getragen haben. Demnach müsste immerhin nachvollziehbar sein, ob sich ein besenderter Wolf zum fraglichen Zeitpunkt an diesem Ort aufgehalten hat. Auf der Internetseite des Radiosenders sind Interviews mit dem Vater der Joggerin und dem Landrat als Podcast zum Nachhören veröffentlicht. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf der Internetseite von Radio Lausitz (Screenshot).

Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Schweden: Norwegischer Jäger schiesst mit Wärmebild-ZF auf Jogger

Am 29. November 2018 wurde der 76 Jahre alte Rentner Olle Rosdahl beim frühmorgendlichen Joggen in Klippan (Provinz Skåne län) von einem Geschoss aus einer Jagdwaffe an der Hüfte getroffen. Nun muss sich ein 48 Jahre alter Jäger aus Norwegen wegen versuchten Mordes für die Tat verantworten.

Nach dem Schuss bricht der Rentner mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zusammen und schreit: “Warum schießt du?” Er habe Angst gehabt, dass der Schütze herantritt und ihm den Gnadenschuss setzt, berichtet Rosdahl in der schwedischen Zeitung svt Nyheter. Der norwegische Jagdgast versteckt sich nach der Tat im Unterholz, wird erst Stunden später nach einer groß angelegten Suchaktion mit Spezialeinheiten und einem Hubschrauber gefunden. Der Rentner wurde derweil in ein Krankenhaus nach Helsingborg geflogen, wo seine Schussverletzung versorgt wurde. Der Schütze gab dem Zeitungsbericht zufolge erst an, dass er glaubte, auf einen Fuchs geschossen zu haben. Später revidierte er seine Aussage und erklärte, den Jogger für ein Reh gehalten zu haben. Die auf svt Nyheter veröffentlichten Aufnahmen des Wärmebild-ZFs zeigen jedoch ziemlich deutlich eine aufrecht gehende zweibeinige Gestalt.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Verwaltungsgericht bestätigt Entziehung von WBK und Jagdschein

Baden-Württemberg: Wolf im Neckar-Odenwald-Kreis nachgewiesen +++ Brandenburg: Wolf reißt Schafe neben Seniorenheim – “Angst macht sich breit” +++ Russland: Mehr als 1000 Rentiere in Sibirien gewildert +++

Gericht lehnt Eilantrag des Jägers gegen Ungültigkeitserklärung und Einziehung seines Jagdscheins ab

Mit einem heute (18.02.) den Beteiligten zugestellten Beschluss hat die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz eines Jägers abgelehnt, aus dessen Waffe sich unstreitig im letzten Juli in der freien Landschaft bei Lauenhagen ein Schuss gelöst und einen in ca. 400 Meter Entfernung in Begleitung seiner drei Kinder joggenden Mann am Kopf gestreift hatte. Der Landkreis Schaumburg als zuständige Jagdbehörde hatte nach umfangreichen eigenen und polizeilichen Ermittlungen mit Verfügung vom 17.12.2018 mit sofortiger Wirkung den Jagdschein des Jägers für ungültig erklärt und dessen Einziehung verfügt. Zur Begründung hat er darauf verwiesen, dass dem Jäger die gemäß § 5 Abs. 2 des Waffengesetzes und damit zugleich nach § 17 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes erforderliche waffen- bzw. jagdrechtliche Zuverlässigkeit fehle. Nach dem ermittelten Sachverhalt sei davon auszugehen, dass er mit der Waffe nicht hinreichend angemessen vorsichtig und sachgemäß umgegangen sei.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Jäger muss Jagdschein und WBK abgeben

Ein Jäger, der im Jui 2017 einen Jogger angeschossen hat, soll nach dem Willen der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Schaumburg seine waffenrechtlichen Erlaubnisse verlieren. Die Entscheidung der UJB ist noch nicht rechtskräftig. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge hat der Jäger beim Hantieren mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss ausgelöst, der den 31-jährigen joggenden Familienvater am Hinterkopf traf. Im Beisein seiner Kinder – der vier Jahre alte Sohn fuhr auf dem Fahrrad mit, zwei kleinere schob der Jogger in einem speziellen Kinderwagen – brach der Mann getroffen zusammen. Er wusste zunächst nicht, was ihn getroffen hatte, vermutete einen Angriff eines aggressiven Greifvogels, bis Ärzte bei der Untersuchung eine Schussverletzung diagnostizierten. Aus einem Bericht der Schaumburger Nachrichten geht hervor, dass sich der Schuss beim Entladen der Waffe gelöst hat. Der Unglücksschütze hat sich nach Aussage des verletzten Joggers damit zu entschuldigen versucht, dass “Entladungsfehler bei der Polizei andauernd passierten”.

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Bei Gartow: Wölfe sollen Jogger “angeknabbert” haben

Bei Gartow im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg sollen Wölfe einen Jogger “angeknabbert” haben. Das berichtet die Lüneburger Landeszeitung (LZ). Der Vorfall soll sich bereits am ersten Weihnachtsfeiertag ereignet haben, wie der NDR unter Berufung auf die LZ berichtet. Demnach habe der Jogger Kopfhörer getragen und die Annäherung der Wölfe nicht bemerkt. Zwei Jungwölfe sollen sich dem Jogger genähert und ihn leicht am Daumen verletzt haben. Er habe die Tiere dann mit Tritten, lautem Schreien und Ästen verscheuchen können. Dem Bericht zufolge bestätigte der zuständige Wolfsbeauftragte Peter Burckhardt, dass der Vorfall offiziell gemeldet worden sei. Der Wolfsbeauftragte befürwortete eine Tötung der auffälligen Jungwölfe.

Beitragsbild: Hinweis auf den Beitrag auf der Facebook-Seite der LZ.

 

Bayern: Wildschwein greift Jogger an

Ein Wildschwein, vermutlich ein ca. 70 Kilogramm schwerer Überläuferkeiler, hat in der Nähe von Bad Brückenau in Unterfranken einen Jogger angegriffen. Die Polizei sammelte den 45 Jahre alten Mann mit einer blutenden Wunde am Oberschenkel auf einer Brücke ein und brachte ihn in die Notaufnahme. Der Jogger war durch offenes Gelände gelaufen, als der Keiler in angriff.

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