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Mecklenburg-Vorpommern: “Wildwirkungsmonitoring aus Grundlage von Tatsachen, Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen”

Streit um Rotwildbejagung setzt sich fort – Zoff zwischen SPD-Politikern Backhaus und Heydorn

Nachdem sich der Mecklenburger SPD-Landtagsabgeordnete Jörg Heydorn, der auch Verwaltungsratsmitglied ist, auf die Seite der Öko-Förster geschlagen hat und seinen Parteikollegen, den Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus öffentlich attackierte, sieht sich das Landwirtschaftsministerium veranlasst, eine Stellungnahme zu veröffentlichen. Bei dem Streit geht es um die Wildbewirtschaftung im MV-Landeswald, insbesondere um die Rotwildbestände in der Hegegemeinschaft Schuenhagen-Franzburg (HG). Das Forstamt Schuenhagen hatte wegen angeblich überhöhter Rotwildbestände und untragbarer Wildschäden zusätzlich Abschüsse in der Schonzeit beantragt. Bei einer Ortsbegehung der vorgeblich geschädigten Wälder ließ sich dann jedoch keine Schädigung belegen (JAWINA berichtete). Dennoch warnt der SPD-Abgeordnete Heydorn in einem Brief vor Waldschäden. “Immer mehr Rotwild in Forstamtsbereichen wie Schuenhagen-Franzburg oder in der Nossentiner Heide mache dem Forst durch Verbiss und durch das Abfressen von Baum-Rinde – sogenanntes Schälen – zu schaffen, so Heydorn einem NDR-Beitrag zufolge. Heydorn kritisiert, dass Backhaus die bereits erteilte Abschussgenehmigung kassiert hat. Es sei ihm schleierhaft, welche Gründe dazu geführt haben. Dass die behaupteten Wildschäden nicht nachzuweisen waren und die Genehmigung folglich aufgrund falscher Tatsachenbehauptungen erteilt wurde, ficht den SPD-Abgeordneten, der selbst Jäger ist, offenbar nicht an.

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