Schlagwort-Archive: Jagdwilderei

Berlin: 80jähriger Fleischer wildert Bache – mit Beil

Von einem interessanten Wilderei-Fall berichtet die Polizei Berlin auf ihrer Facebook-Seite: “Was ein Zeuge letzte Nacht auf einem Supermarkt-Parkplatz in Reinickendorf beobachtet, lässt ihn sofort die 110 rufen. Gegen 22:40 trifft unsere Funkstreife dort auf eine Frau in einem geparkten Auto. “Ich warte auf meinen Mann, der gleich von der Arbeit kommt”, sagt die 75-Jährige. Was sie mit “Arbeit” meint, stellt sich raus, als unsere Streife sich weiter umschaut. Sie finden eine enthauptete Bache, gehäutet und teilweise ausgenommen. Verwertbare Eingeweide und einige größere Stücken Fleisch liegen schon in einer Kiste. Schlachtutensilien liegen daneben, der Tatverdächtige versteckt sich im Gebüsch.

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Thüringen: Lebendes Reh nach Wildunfall im Kofferraum mitgenommen

+++ Wolf reißt Schaf in Hamburg +++

Falsch verhalten hat sich ein 60-jähriger nach einem Wildunfall, meldet die Polizei. Der Mann war mit seinem Pkw am Mittwoch gegen 04:30 Uhr auf der Landstraße zwischen Milbitz und Rottenbach (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) gefahren und war dabei mit dem Reh, das über die Straße rannte, kollidiert. Aus Mitleid lud er das verletzte Reh in seinen Kofferraum und fuhr nach Hause. Das Reh blieb mit einem gebrochenen Vorderlauf am Unfallort liegen. Aus Mitleid habe der Mann das Tier dann in seinen Kofferraum gelegt und war nach Hause gefahren. Als er nicht wusste, wohin er mit dem Tier sollte, informierte er die Polizei. Ein Jagdpächter wurde zudem informiert, der das Reh bei dem 60-Jährigen wieder abholte und von seinem Leid erlöste. Gegen den 60-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Jagdwilderei eingeleitet. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

RLP: Reh mit Armbrust gewildert

Die Polizei ermittelt derzeit in Olsbrücken (Landkreis Kaiserslautern) wegen des Verdachts der Jagdwilderei und benötigt dringend Zeugenhinweise. Ein Jagdpächter verständigte am Mittwochnachmittag die Polizei Kaiserslautern, weil er ein getötetes Reh vorgefunden hat. Das Tier wurde vermutlich mit einer Armbrust erschossen. Anstelle der üblichen Pfeilspitze befand sich ein massiver, kugelförmiger Kopf. Haben Sie im Zeitraum zwischen Dienstag, 14:45 Uhr, und Mittwoch, 14:45 Uhr, etwas Auffälliges in Olsbrücken beobachten können? Dann melden Sie sich bitte bei der Polizei Kaiserslautern unter der Telefonnummer: 0631/ 369-2150.

Beitragsbild: Der Pfeil, mit dem das Reh getötet wurde. Quelle: Polizei

Mecklenburg-Vorpommern: Hirsch nach Wildunfall enthauptet

Am 08.10.2017 ereignete sich gegen 20:30 Uhr auf der Bundesstraße 198 bei Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in Fahrtrichtung Plau am See kurz vor der Einmündung nach Kaeselin, ein Verkehrsunfall zwischen einem Opel und einem Hirsch. Der Hirsch verendete an der Unfallstelle. An dem verunfallten Pkw entstand ein Schaden von ca. 10.000EUR. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde der verendete Hirsch auf die Bankette gezogen, um den fließenden Straßenverkehr nicht weiter zu beeinträchtigten. Als der verständigte Jagdausübungsberechtigte wenig später den Hirsch an sich nehmen wollte, stellt er fest, dass zwischenzeitig unbekannte Täter den Kopf des Hirsches samt Geweihstangen abgeschärft und entwendet hatten. Die Tatzeit kann vom 08.10.2017 zwischen 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr eingegrenzt werden. Die Kriminalkommissariatsaußenstelle Röbel hat die Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen. Das Strafgesetzbuch sieht hierfür Freiheitsstraßen von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, richten diese bitte an die Polizei in Röbel unter 039931- 848 224. PM

Beitragsbild: Begehrte Trophäe – Haupt eines Rothirschs. (Archivbild) Foto: SE

NRW: Wilderer enthauptet Reh – und Hund

In der Nacht auf Sonntag wurden in Dorsten (Kreis Recklinghausen) zwei tote und enthauptete Tiere auf einem Acker im Jagdrevier Wulfen gefunden: Ein Reh und ein Hund. Das berichtet das Internetportal Der Westen. In der Vergangenheit ist es in dieser Gegen wiederholt zu Wildereivorfällen gekommen. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber dem Portal, es handele sich um eine neue Dimension, die Art und Weise sei sehr ungewöhnlich. Üblicherweise seien Wilderer “auf das Fleisch der Tiere scharf” und nähmen deshalb den Wildkörper mit. Auch dass ein Hund getötet und geköpft wird, dürfte glücklicherweise eher selten vorkommen. Der Polizei fehlt bisher ein Ermittlungsansatz. Wer Hinweise zu der Tat oder den Tätern geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Dorsten unter 02361 / 552531 zu melden. SE

Beitragsbild: Mahlzeit. Foto: RSI

Zappenduster: Schwan kollidiert mit Stromleitung

Beim Dorf Radewege am Beetzsee (Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist ein Schwan in eine Mittelspannungsleitung geflogen, wie die MAZ berichtet. Einem Augenzeugen zufolge gab es einen lauten Knall und einen Feuerball von vier Meter Durchmesser. Dann versank das Dorf für 20 Minuten in Dunkelheit: Der Schwan hatte einen Kurzschluss ausgelöst, der die Stromversorgung in Radewege lahmlegte. Schon zwanzig Minuten später hatten Techniker des örtlichen Versorgungsunternehmens den Schaden repariert. Den toten Schwan nahmen sie dem MAZ-Bericht zufolge mit: “Ein klarer Fall von Jagdwilderei”, merkt JAWINA-Leser LS an, der uns (Dankeschön!) auf diese kuriose Geschichte aufmerksam gemacht hat. SE

Beitragsbild: Schwanenplatte – ob sich das Radeweger Exemplar noch verwerten ließ, ist fraglich. Foto: MM

Wiederauferstehung des Kofferraumrehs

Am Freitagspätnachmittag befuhr ein 58jähriger Autofahrer die Laupheimer Straße aus Richtung Weihertal nach Baustetten (Baden-Württemberg, Landkreis Biberach), meldet die Polizei: Hierbei erkannte der Fahrer, dass am Fahrbahnrand ein totes Rehkitz lag. Der Fahrer wendete und kehrte zur Fundstelle zurück. Er lud das tote Reh ein. Ein Passant wies den Fahrzeugführer darauf hin, dass das Wild dem Jagdpächter gehören würde. Der Fahrer erwiderte, dass er das Tier dem Pächter persönlich bringen würde. Der Passant schenkte den Angaben keinen Glauben und verständigte die Polizei. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der VW-Fahrer das Wild nicht dem Jagdpächter übergab. Der Mann gab an, dass das Kitz an dem Wohnhaus des Pächters beim Öffnen des Kofferraums wieder zu Bewusstsein kam und davon gesprungen sei. [Kleiner Tipp der Red.: Mal in der Tiefkühltruhe gucken!] Die Ermittlungen wegen Jagdwilderei führt das Polizeirevier Laupheim. PM Polizei

Beitragsbild: Reh – in diesem Fall erscheint die Wiederauferstehung unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, aber wer weiß… Foto: SE

Lecker Roadkill – Motorradfahrer kollidiert mit Reh und isst es auf

“Mehr geht bald nicht” – überschreit die Polizei Weimar eine Pressemeldung zu einem eigentlich alltäglich Wildunfall, der allerdings wirklich in einer bemerkenswerten Häufung von Delikten kulminierte: Am 18.05.2015 wurde die Polizei Weimar informiert, dass es am 17.05.2016 gegen 23:00 Uhr zu einem Wildunfall zwischen der Ortslage Blankenhain und dem Abzweig Keßlar kam. Der Fahrer (40) eines Krad „Kawasaki“ kollidierte auf der o.g. Ortsverbindungsstraße mit einem Reh stürzte und verletzte sich. Statt aber die  zuständigen Behörden zu informieren, bestellte er telefonisch eine Familienangehörige zum Unfallort. Das Reh wurde verladen nach Hause gebracht und als vermutlich leckere Mahlzeit zerlegt.

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Hessen: Reh gewildert und verbrannt

Einen gruseligen Fund machten Passanten gestern Morgen (12.04.2016) auf der Junostraße, der alten Bundesstraße in Richtung Herborn-Seelbach im hessischen Lahn-Dill-Kreis. Dort hat ein Unbekannter ein Reh verbrannt. Die alte Bundesstraße verbindet die Ortsteile Burg und Herborn und ist im letzten Abschnitt ein Fahrradweg. Mitten auf der Fahrbahn stand ein kleiner Ölofentank und unter einer verbrannten Kunststoffplane, direkt neben dem Tank, entdeckten Polizisten die Reste eines Rehs. Offensichtlich war das Reh trächtig, da neben dem Kadaver ein ungeborenes Kitz lag. Derzeit gehen sie davon aus, dass der Täter das trächtige Reh erlegte, ausweidete und anschließend Rücken und Keulen vom Körper trennte. In der Nacht von Montag (11.04.2016) auf Dienstag (12.04.2016) transportierte er die Reste des Tieres und das Kitz in der Plane zum Fundort, übergoss alles mit Heizöl und legte Feuer.

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Gut so: Jäger schießt zahmes Wildschwein

“Ende einer Haustier-Liebe” titelt die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), um sich im Fortgang des Artikels noch ungehemmter in widerwärtig süßlich-sentimentaler (und durch und durch verlogener – wie viele Hausschweine werden in Niedersachsen nochmal pro Stunde geschlachtet?) Gefühligkeit zu sühlen: Vom “tragischen Ende” der “ungewöhnlichen Haustier-Liebe” ist die Rede, und selbstverständlich kommt auch ausgiebig die “todtraurige” Besitzerin” – bezeichnenderweise Tierheilpraktikerin – zu Wort, die die dreijährige Bache Lexa “genauso liebgehabt” habe, “wie alle anderen Tiere”, die sie hat. Zirka 60 sind es laut NOZ, die die Frau auf ihrem kleinen Hof hält. Jetzt eines weniger, denn ein Jäger hat die zahme Bache bei einem nächtlichen Freigang im Wald fachgerecht erlegt. Gut so! Seien wir ihm dankbar, dass er diese potenzielle Gefahr für die Allgemeinheit eliminiert hat, bevor etwas passiert ist.

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