Schlagwort-Archive: Jagdwaffe

Niedersachsen: Mit 1,8 Promille und geladenem Revolver in Bar – Jäger verurteilt

Ein 42 Jahre alter Jäger aus Damme (Landkreis Vechta) war nach einem Barbesuch von der Polizei kontrolliert worden, wobei nicht nur eine Alkoholkonzentration von 1,8 Promille in seinem Blut festgestellt, sondern auch ein geladener Revolver entdeckt wurde. Das Oldenburger Landgericht als Berufungsinstanz hat nun ein Urteil des Amtsgerichts Vechta bestätigt und den Mann wegen unerlaubten Führens einer Schusswaffe zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt. Der Jäger hatte sich einem Bericht von nwzonline zufolge mit der Behauptung zu verteidigen versucht, dass er keinen Alkohol getrunken habe, sondern ihm K.O.-Tropfen verabreicht worden seien. Das Gericht hielt diese Aussage für eine Schutzbehauptung, durch die sich am Tatbestand des unerlaubten Führens einer Schusswaffe auch nichts ändern würde. Ob das Urteil bereits rechtskräftig ist, geht aus dem Beitrag nicht hervor. Für die waffenrechtliche Zuverlässigkeit des Jägers dürfte es jedenfalls nicht so gut aussehen.  red.

Beitragsbild: Jagd und Alkohol – keine gute Kombination. (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Politiker vergisst Püster im Porsche

Der Tiroler SPÖ-Vorsitzende Georg Dornauer hat sein Jagdgewehr in seinem Porsche vergessen, den er im Parkhaus des Flughafens Innsbruck abgestellt hatte, um zum SPÖ-Parteitag im Burgenland zu fliegen. Die Waffe ließ er auf dem Rücksitz liegen, ein Fenster des Wagens war geöffnet. Die Polizei beschlagnahmte die Waffe.

Dornauer hat sich auf Twitter zu seinem “Fehler” geäußert:

“Liebe Freundinnen, liebe Freunde”, schreibt Dornauer. Und weiter:

“Wie ihr wisst, bin ich auch Jäger und Jagdleiter in meiner Heimatgemeinde Sellrain. Am Wochenende ist mir ein Fehler unterlaufen, über den ich euch informieren möchte bevor ihr es von anderen oder über die Medien erfahrt.

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Saarland: Waffe explodiert – Jäger schwer verletzt

Bei einer Erntejagd in der Nähe von Überherrn (Kreis Saarlouis) ist ein 55 Jahre alter Jäger gegen 14.20 Uhr am gestrigen Donnerstag schwer an Händen, Gesicht und Oberkörper verletzt worden. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge explodierte die Waffe in der Hand des Jägers. Die Saarbrücker Zeitung hingegen schreibt, dass sich ein Schuss gelöst habe, durch den der Mann an der Hand verletzt worden sei, die Schwere der Verletzungen sei unklar. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Krankenhaus.

Update: Nach Informationen von JAWINA ist der Unfall auf eine Explosion der Waffe zurückzuführen. Derzeit sind Einsatzkräfte der Polizei noch damit beschäftigt, weitere Trümmerteile von Waffe und Munition mittels Metallsuchgerät zu suchen und zu bergen.

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Russland erlaubt Bogenjagd

Das russische Parlament hat einen Gesetzesentwurf angenommen, der die Bogenjagd in Russland legalisiert. Dazu sollen Pfeil und Bogen in die Liste erlaubter Jagdwaffen aufgenommen werden. Bislang war dies in Russland verboten, die Verwendung von Armbrüsten bleibt weiterhin illegal, wie rt.com berichtet.

Abgeordnete der Duma wiesen laut rt.com darauf hin, dass die Bogenjagd in 20 europäischen Ländern, den USA, Kanada, Australien und Weißrussland erlaubt sei. Die Freigabe des Bogens als Jagdwaffe werde sich positiv auf die russische Jagdwirtschaft auswirken und Russlands Image als einer “großartigen Jagdnation” förderlich sein, hoffen die Parlamentarier.

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Treue Jagdhelfer auf der Haut

JAWINA-Leser TB hat sich langlebige Erinnerungen an seine langjährigen Jagdbegleiter stechen lassen: Auf dem linken Arm prangt ein Bild seines 62er Sauer-Drillings mit Dural-Basküle: Seine erste Jagdwaffe.

Das war das Vorbild für den Tätowierer:

Der Drilling – bald 50 Jahre im Jagdgebrauch und top in Schuss. Fotos: TB

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IWA 2019: Integrierte Schalldämpferwaffe Steyr Breeze

“Herausragende Schalldämpfung mit optimierter Knallcharakteristik gepaart mit idealer Gewichtsverteilung für maximale Führigkeit” – das verspricht Steyr für die Breeze, eine integrierte Schalldämpferwaffe auf Basis der SM12/CLII bzw. der SM12/CL II Carbon mit einem 407mm Stainless Lauf. Die Breeze wiegt ca. 3,4kg, die Breeze Carbon 3,05kg. Die Gesamtlänge der Steyr Breeze beträgt 1170 mm und der Steyr Breeze Carbon 1150mm. Die durchschnittliche Dämpfleistung: beläuft sich auf Hersteller auf 24,5 dB (A). Die Steyr Breeze ist im Kaliber .308 Win und 6,5 Creedmoor erhältlich. Ladenrichtpreis ab 3.990 Euro. red./PM

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IWA 2019: Savage 110 High Country

Die Savage 110 High Country ist eine interessante Neuvorstellung des amerikanischen Herstellers auf der IWA 2019: Der gründlich überarbeitete Schaft in neuem Design ist jetzt in Höhe und Länge anpassbar (Accufit), die “3D-Bettung” (Accustock) sorgt für gleichbleibende Präzision. Neu ist auch die Korrosionsschutz auf höchstem Niveau versprechende Beschichtung und die Kannelierung der Läufe. Die Gewindeschutzmutter für das Schalldämpfergewinde schließt jetzt bündig mit dem Lauf ab. Die UVP für die Savage 110 High Country in .308 Win. beträgt 1599 Euro.

Beitragsbild: Savage 110 High Country. Foto: SE

Bayern: Jäger schiesst Waffe ein – Frau erleidet Knalltrauma

Am Montag gegen 18 Uhr hat ein Jäger auf einem Wiesengrundstück bei Heimhof (Landkreis Tirschenreuth) seine Waffe eingeschossen. Zwei Frauen gingen mit ihrem Hund zur selben Zeit dort spazieren. Bei der Schussabgabe hätten sich “sowohl die beiden Frauen, als auch der Hund” erschrocken, wie die Polizei allen Ernstes mitteilt. Eine Frau will bei dem Vorfall nicht nur ein Knalltrauma, sondern gar einen Schock erlitten haben, weshalb sie sich in ärztliche Behandlung begab. Den Jäger erwarte nun eine Anzeige wegen Körperverletzung, so die Polizei. red.

Beitragsbild: Spart Ärger – Waffen auf dem Schießstand einschießen. Foto: privat

Bayern: Jäger zu Bewährungsstrafe verurteilt

“Paar auffe Fresse” keine Option für Legalwaffenbesitzer

Ein Musterbeispiel jagdlicher Kameradschaft wurde vor dem Schöffengericht Altötting verhandelt: Es begann damit, dass ein 30 Jahre alter Jäger und Revierpächter seine Jagdwaffe dem Vater seiner Freundin in die Hand gedrückt hatte, der allerdings kein Jagdscheininhaber und damit nicht berechtigt ist, eine Schusswaffe zu führen – auch nicht kurz. Dummerweise wurde die Handreichung von der Wildkamera eines Mitjägers aufgezeichnet, der, einer alten deutschen Tradition folgend, auch gleich Anzeige gegen den Jäger erstattete und das Beweismaterial mitlieferte. Bei der daraufhin anberaumten Hausdurchsuchung fand die Polizei bei dem Jäger eine Signalpistole, Kriegswaffenmunition, Übungshandgranaten und ein verbotenes Butterfly-Messer, wie der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtet. Der Jagdschein des Mannes wurde bei der Gelegenheit gleich beschlagnahmt. Für so viel Ungemach revanchierte sich der Angezeigte, indem er bei einer Jagdversammlung dem Anzeiger einen Faustschlag verpasste. Rückblickend wohl keine gute Idee:

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