Schlagwort-Archive: Jagdunfall

Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Jagdunfall bei Nittenau: Tödliche Kugel war kein Querschläger

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Artikel aktualisiert

Im Fall des tödlichen Jagdunfall, bei dem ein Geschoss aus einer Jagdwaffe die Beifahrerscheibe eines auf der B16 bei Nittenau fahrenden PKW durchschlagen und den Insassen getötet hatte (JAWINA berichtete), gibt es neue Erkenntnisse. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber JAWINA bestätigte, hat das ballistische Gutachten ergeben, dass es sich bei dem Projektil entgegen bisheriger Annahmen nicht um einen Querschläger handelt. Der Zustand des Projektils deute nicht darauf hin, dass es von einem harten Gegenstand abgeprallt sei. Nach dem Ermittlungsergebnis hat die Kugel ein weiches Gewebe durchschlagen, aber keine wesentliche Ablenkung dadurch erhalten, so die Staatsanwaltschaft. Und weiter: Bei dem Geschoss handelt es sich um ein H-Mantelgeschoss des Fabrikates RUAG/RWS, Kal. .30-06. Das bejagte Maisfeld lag parallel zur Bundesstraße; Schutzvorrichtungen waren nicht vorhanden; das Projektil durchschlug die Seitenscheibe eines fahrenden Autos und traf den Beifahrer im Brustkorbbereich. Es wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den schussabgebenden Jäger, der zugleich auch Jagdleiter war, erhoben. SE

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Jagdunfall bei Allstedt – Ermittlungen abgeschlossen

Zwei Monate nach einem Jagdunfall bei Allstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz), bei dem ein 67-jähriger Jäger vermutlich von einem Querschläger getroffen wurde, hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen und den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das Opfer kam bei dem Vorfall glücklicherweise mit einem Hämatom und dem Schreck davon. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ). Die Polizei hatte ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen einen 48 Jahre alten Jagdscheininhaber eingeleitet, aus dessen Waffe das Projektil vermutlich stammte. red.

Beitragsbild: Deformierte Projektile (Archivbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Jäger erschießt versehentlich seine 19-jährige Tochter

Ein tragischer Unglücksfall hat sich am Donnerstagabend ereignet. Ein 56-jähriger Mann hat nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei versehentlich seine 19-jährige Tochter erschossen. Das teilen die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Der Jäger wollte gerade zur Jagd aufbrechen, als sich aus der geladenen Bockbüchsflinte aus noch ungeklärter Ursache ein Schuss in der Wohnung löste. Die junge Frau wurde getroffen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie kurz darauf verstarb. Der 56-Jährige war legal im Besitz der Langwaffe. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung dauern an. PM

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – zwei Tatverdächtige ermittelt

+++ Bayern: Toter Wolf an Bahnstrecke gefunden +++ Polen: Tierschützer protestieren gegen geplanten Wildschwein-Abschuss wegen ASP +++ Hessen: Waffenverbotszonen – eine Gefahr für Jäger? +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls, der sich im November 2017 bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) ereignete (JAWINA berichtete), hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Bei der Jagd war ein 81 Jahre alter Jäger mit einer tödlichen Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. An der Jagd hatten ca. 100 Jäger und Treiber teilgenommen, die Polizei hatte 60 Jagdwaffen sichergestellt, um mit Hilfe ballistischer Gutachten zu ermitteln, aus welcher Waffe der tödliche Schuss abgegeben wurde. Diese sehr aufwändigen Untersuchungen haben nun offenbar einen Anfangsverdacht gegen zwei Personen ergeben: Wie die Helmstedter Nachrichten berichten, wird den zwei Teilnehmern an der Privatjagd momentan die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Mehr lasse sich im Moment nicht sagen, so die Zeitung. red.

Beitragsbild: Geschosse und Splitter (Symbolbild). Foto: SE

 

Russland: Mit Elch verwechselt – Jäger erschiesst Sohn

Ein Jäger hat am vergangenen Donnerstag im Autonomen Bezirk Chanty-Mansijsk ca. 3000 Kilometer östlich von Moskau seinen Sohn erschossen, weil er ihn mit einem Elch verwechselte. Wie die Moscow Times berichtet, werfen Ermittlungsbehörden dem Mann vor, bei schlechten Sichtverhältnissen auf ein sich bewegendes Objekt geschossen zu haben. Das Opfer starb dem Bericht zufolge an einer einzelnen Schussverletzung.Als der Jäger an das vermeintlich erlegte Stück herantrat, sah er, dass er seinen 18 Jahre alten Sohn tödlich verwundet hatte. Den Vater erwartet ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung. red.

Beitragsbild: Erlegter Elch (Archivbild) Foto: SE

USA: Labrador löst Schuss aus – Jäger muss Bein amputiert werden

+++ Thüringen: Jäger findet Leiche +++ Sachsen: Jäger findet Leiche +++ Schleswig-Holstein: Nabu “nicht grundsätzlich” gegen Wolfsentnahme +++ Bayern: Von Jäger erschossener Hund war Jagdhund +++ Baden-Württemberg: Jungjäger werden Zeugen von Jagdwilderei +++ Schweiz: Referendum gegen EU-Waffenrecht +++ Brandenburg: Wolf streift durch Joachimsthal +++ Liechtenstein: Wolf durch Fotofalle nachgewiesen +++ Niedersachsen: Fünf Wolfsangriff in elf Tagen +++

Bei einer Entenjagd am Eagle Lake im US-Bundesstaat Mississippi hat sich ein folgenschwerer Jagdunfall ereignet: Einem Bericht des Clarion Ledger zufolge hatte sich eine Gruppe von Schützen am 28. Dezember zur Entenjagd an dem See verabredet. Morgens gegen 9.40 Uhr standen die Jäger um das Jagdfahrzeug, ein geländegängiges Quad, herum und schmiedeten einen Jagdplan. Dieser sah vor, zunächst ein Sumpfloch in der Nähe in Gruppen zu bejagen und sich danach wieder zu treffen. Einer der Jäger, Matt Branch, ein ehemaliger American-Football-Spieler, legte seine Flinte auf die Ladefläche des Quads und ging auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs zur Kabine, um noch einige Jagdutensilien einzuladen. Als ein weiterer Jagdgefährte, der Labrador-Retriever Tito sah, dass das Fahrzeug beladen wurde, sprang er auf die Ladefläche des Quads. Er suchte nach einem freien Platz, um sich abzulegen. Dabei trat er so unglücklich auf die Flinte, dass er die Sicherung löste und den Abzug betätigte.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Jäger muss Jagdschein und WBK abgeben

Ein Jäger, der im Jui 2017 einen Jogger angeschossen hat, soll nach dem Willen der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Schaumburg seine waffenrechtlichen Erlaubnisse verlieren. Die Entscheidung der UJB ist noch nicht rechtskräftig. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge hat der Jäger beim Hantieren mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss ausgelöst, der den 31-jährigen joggenden Familienvater am Hinterkopf traf. Im Beisein seiner Kinder – der vier Jahre alte Sohn fuhr auf dem Fahrrad mit, zwei kleinere schob der Jogger in einem speziellen Kinderwagen – brach der Mann getroffen zusammen. Er wusste zunächst nicht, was ihn getroffen hatte, vermutete einen Angriff eines aggressiven Greifvogels, bis Ärzte bei der Untersuchung eine Schussverletzung diagnostizierten. Aus einem Bericht der Schaumburger Nachrichten geht hervor, dass sich der Schuss beim Entladen der Waffe gelöst hat. Der Unglücksschütze hat sich nach Aussage des verletzten Joggers damit zu entschuldigen versucht, dass “Entladungsfehler bei der Polizei andauernd passierten”.

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Österreich: Treiber durch Geschosssplitter verletzt

Bei einer Drückjagd auf Schwarzwild ist am Samstag im niederösterreichischen Bezirk Korneuburg ein Treiber bei einem Jagdunfall verletzt worden. Wie NÖN.at berichtet, hatte ein Jäger einen Schuss auf eine Sau abgegeben. Dabei ist vermutlich ein Geschosssplitter vom Boden abgeprallt. Der Treiber wurde durch den Splitter am Oberarm verletzt. Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde er ins Krankenhaus gebracht und der Splitter entfernt. red.

Beitragsbild: Geschosse mit Geschosssplittern. Foto: SE

Hessen: “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” – 81-jähriger erschiesst Jagdhund

Bei einer Gesellschaftsjagd im Revier Wanfried (Werra-Meißner-Kreis) hat ein 81 Jahre alter Jagdgast aus Belgien einen Jagdhund erschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Der zuständige Forstamtsleiter bestätigte den Vorfall gegenüber der Werra-Rundschau. Zeugenaussagen zufolge soll eine “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” bei dem belgischen Jäger vorgelegen haben. Empört äußerte sich der aus Thüringen stammende Besitzer der Deutschen Bracke gegenüber der Zeitung: Der bunt gefärbte Hund trug zwei Signalhalsbänder und sei mit Wild nicht zu verwechseln gewesen. Das Forstamt hat den Unglücksschützen und den Hundeführer zusammengebracht und versucht, “tröstend zu vermitteln”, wie die Werra-Rundschau schreibt. Die Jagdhaftpflichtversicherung des Belgiers wird hoffentlich den materiellen Schaden ersetzen. Bei der Unteren Jagdbehörde wurde der Vorfall angezeigt, den Jäger erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem sei er vom Forstamt auf eine Schwarze Liste gesetzt worden. red.

Beitragsbild: Deutsche Bracke (li.), (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Islandpferd nicht an Schussverletzung verendet

Ein Mitte November auf einer Weide bei Nostorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) entdecktes totes Pferd (JAWINA berichtete) ist entgegen erster Annahmen der Ermittlungsbeamten nicht an einer Schussverletzung verendet. Das teilt die Polizei mit. Nach einem Zwischenergebnis der Obduktion starb das Tier vermutlich an einer Erkrankung. Die an dem Kadaver entdeckte Verletzung, die augenscheinlich einer Schussverletzung ähnelt, wurde vermutlich von Vögeln verursacht. Gleichfalls haben die Ermittlungen ergeben, dass eine durch Zeugenaussagen beschriebene Drückjagd zum fraglichen Zeitpunkt nicht in dem Bereich stattgefunden hat. Die Polizei war zunächst aufgrund der Gesamtumstände vom Verdacht einer Straftat ausgegangen und hat entsprechende Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Nunmehr liegen nach derzeitigem Ermittlungsstand keine Hinweise auf eine Straftat vor. Die Ermittlungen dauern bis zum endgültigen Ergebnis der Obduktion noch an. PM Pol. Präs. Rostock

Beitragspferd: Islandpferd im Rennmodus. Foto: SE

Österreich: Treiber angeschossen

+++ Bayern: Leitersprosse angesägt – Jäger bei Sturz von Hochsitz “mittelschwer” verletzt +++ Nabu: Kiebitz seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen +++ Schleswig-Holstein: Mindestens zwei Wölfe angesiedelt +++ Birgit von Bambi Rescue meint: Mehr Wild für den Wolf lassen +++ Schweiz: Wölfe breiten sich im Kanton St. Gallen aus +++ Schweiz: Alkoholisierter Jäger soll Waffe auf Mountainbiker gerichtet haben +++ Schleswig-Holstein: Nabu klagt erfolgreich gegen Weiterbau der A20 +++

Am 27. Nov. 2018, gegen 07.20 Uhr, gab ein 60-jähriger Jäger in Weissenbach/Triesting, Bezirk Baden, einen Schuss auf einen Rothirsch ab. Nachdem der angeschossene Hirsch flüchtete, nahm der Schütze eine Bewegung in einem Gebüsch wahr und nahm an, dass es sich dabei um den angeschossenen Hirschen handeln würde. Deshalb gab er einen weiteren Schuss in diese Richtung ab. Tatsächlich traf er aber einen 59-jährigen Treiber, der schwere Verletzungen an der rechten Hand (Zertrümmerung des rechten Ellbogens sowie der rechten Speiche) erlitt. Er wurde in das UKH Meidling eingeliefert.

Ein an dem Jäger durchgeführter Alkotest verlief negativ, er wird an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. PM

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

Brandenburg: Jäger durch Geschosssplitter verletzt

+++ Hessen: Demo gegen Drückjagd +++

Am Samstag ist auf einer Drückjagd bei Leuenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Höhenland im Landkreis Märkisch Oderland ein Jäger durch einen Geschosssplitter verletzt worden. Das meldet die Polizei. Demnach hat ein anderer Jäger ein Tier beschossen, ein Splitter traf den Geschädigten am Oberarm. Der Verletzte wurde noch am Samstag Abend im Krankenhaus operiert. Der Verletzte war nach Angaben der Polizei ein Mitglied der Jagdgesellschaft. Zum Zeitpunkt der Schussabgabe befand er sich auf einem Sitz. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen noch. red.

Beitragsbild: Deformierte Geschosse und Splitter. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser GU für den Hinweis!

Österreich: Geschoss schlägt in Fitnessraum ein

+++ Brandenburg: Kreisstadt Rathenow will wolfsfreie Zone werden +++ Schweiz:  Wolf überspringt 1,50 Meter hohen Zaun und reißt Schafe in Wohngebiet +++ Schleswig-Holstein: Grünes Umweltministerium weist Vorschlag für wolfsfreie Zonen zurück +++

Im niederösterreichischen Mannersdorf (Gemeinde Neustift-Innermanzing) ist ein auf einer Jagd abgefeuertes Geschoss in einen Spiegel eines privaten Fitnessraums eingeschlagen. Zuvor hatte das Projektil bereits das Kellerfenster zertrümmert. Der Schuss war nach Ermittlungen der Polizei auf einer Schwarzwildjagd abgefeuert worden, die mehrere hundert Meter entfernt von zwei Jagdgesellschaften abgehalten wurde. Nach dem Bericht des Internetportals meinbezirk.at, lagen ein Bach und eine Bundesstraße zwischen dem Jagdgebiet und dem Einschlagsort der Kugel. Die Polizei ermittelt, die Jagdwaffen der an der Jagd beteiligten Schützen wurden sichergestellt. Durch ein ballistisches Gutachten soll das gefundene Projektil einer der Waffen zugeordnet werden. Ob es sich um einen Fehlschuss, einen Abpraller oder Querschläger handelt, steht also noch nicht fest. red.

Beitragsbild: Verformte Projektile (Archivbild). Foto: SE

Jagdunfall bei Dalberg: Obduktionsergebnis liegt vor

Gestern wurde die Leiche der bei dem Jagdunfall in Dalberg getöteten 86-jährigen Frau im rechtsmedizinischen Institut in Mainz untersucht. Todesursächlich war die erlittene Schussverletzung des Opfers, so das eindeutige Ergebnis der Obduktion. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. PM Polizei RLP

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Totes Pferd auf Weide entdeckt

“Augenscheinlich Schussverletzung” – Polizei prüft Zusammenhang mit Drückjagd

Auf einer Weide der Gemeinde Nostorf (bei Boizenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Sonntag ein totes Pferd entdeckt worden. Augenscheinlich ist das Islandpony an einer Schussverletzung verendet. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ereignete sich der Vorfall wahrscheinlich schon mehreren Tagen, blieb jedoch bis zum Sonntagnachmittag unentdeckt. Die anderen 17 Pferde auf der betreffenden Weide blieben unbeschadet. Eine Sektion des Tieres soll nun die genauen Todesumstände klären. Zudem prüft die Polizei, ob der Vorfall in Zusammenhang mit einer Drückjagd stehen könnte, die Zeugenaussagen zufolge vor mehreren Tagen in dem betreffenden Bereich stattgefunden haben soll. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zu diesem Vorfall nimmt die Polizei in Boizenburg (Tel. 038847/ 6060) entgegen. PM

Beitragsbild: Islandpferde – Stute mit Fohlen auf der Weide. Foto: SE

Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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Erntejagd: Statt Wildschwein Traktorist getroffen – Jäger verurteilt

+++ Thüringen: Drei Wolfshybriden weiterhin auf freiem Fuß +++ Sachsen-Anhalt: Elch bleibt seiner Kuhherde treu +++ Brandenburg: Wölfe reißen fünf Stück Damwild im Gatter +++ Schweiz: Jagdhund hetzt Fuchs in Straßenschacht – Jäger muss Tierrettung nicht bezahlen +++ WWF: Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht Sibirischen Tiger +++ Hessen: Toten Fuchs an Autobahnbrücke gehängt +++ Kenntnisfrei, aber selbstbewusst: Tierschützer hetzen gegen Bejagung invasiver Arten +++ NRW: Vier Jäger klagen erfolgreich gegen Jagdabgabe +++

Ein 70-jähriger Jäger, der bei einer Erntejagd im Kreischaer Ortsteil Bärenklause (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) einen Traktoristen angeschossen hatte, ist vom Amtsgericht Dippoldiswalde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verurteilt worden. Jagdschein, WBK und die Jagdwaffe waren bereits nach der Tat eingezogen worden. Die Waffe, ein Drilling im Wert von 4500 Euro, bleibt als Tatmittel eingezogen, wie die Sächsische Zeitung (SZ) berichtet. Außerdem muss der Jäger die Gerichtskosten tragen. Der Jäger hatte beim Maishäckseln ein Wildschwein beschossen, dieses aber verfehlt. Das Projektil durchschlug mehrere Bahnen Mais, traf den Traktor und verletzte den Fahrer der Erntemaschine am Fuß. Während der Verurteilte beteuerte, nicht in Richtung der Fahrzeuge geschossen zu haben, kam das Gericht zu der Auffassung, dass der Jäger den Traktor von seinem Sitz aus gar nicht sehen konnte, weil der hoch stehende Mais diesen verdeckte. Zudem habe das ansteigende Maisfeld keinen ausreichenden Kugelfang abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd (Archivbild)

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Jagdunfall: Siebenjähriger schiesst sich in den Rücken

Jagdliche Frühprägung, wie in Amerika möglich und üblich, ist ja eine tolle Sache, aber mit Risiken und einem hohen Maß an Verantwortung für den Betreuer verbunden: In Kentucky hat sich ein sieben Jahre alter Junge mit seinem Jagdgewehr in den Rücken geschossen, wie der Fernsehsender WKYT berichtet. Der Junge weidwerkte mit seinem Großvater auf Weißwedel-Hirsche im McCreary County im US-Bundesstaat Kentucky. Wie die Polizei mitteilte, waren die beiden dabei, das Jagdgebiet zu verlassen. Der Junge wollte sein Gewehr abnehmen, das er über der Schulter trug. Dabei löste sich ein Schuss und traf ihn in den Rücken. Der Großvater fuhr ihn in das nächstgelegene Krankenhaus, von wo aus er mit dem Hubschrauber in eine andere Klinik verlegt wurde. Glücklicherweise erlitt der Junge bei dem Unfall keine lebensgefährlichen Verletzungen, über seinen Zustand machte die Polizei keine weiteren Angaben. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, eine Verurteilung sei jedoch nicht erwarten, da der Vorfall als Jagdunfall gewertet werde. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf WKYT (Screenshot).

Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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Tödlicher Jagdunfall bei Nittenau: Polizei dementiert Gerüchte

+++ Italien: Jäger in Tirol tödlich abgestürzt +++ Schweiz: Abschussverfügung für zwei Wölfe abgelaufen +++ Thüringen: Nabu erstattet Anzeige wegen geschossenem Fischotter +++

Bei einem Jagdunfall ist am Sonntagvormittag, den 12.08.2018, in Zusammenhang mit einer Jagd, der Beifahrer eines unbeteiligten PKW bei Nittenau (Landkreis Schwandorf) von einem Projektil getroffen und tödlich verletzt worden (JAWINA berichtete). Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es kursieren haltlose Gerüchte über die Person des vermeintlichen Täters, die von der Polizei nun dementiert wurden. In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz heißt es dazu: “In den letzten Wochen halten sich in der betroffenen Region hartnäckige Gerüchte über die Person des ermittelten Tatverdächtigen und dessen Suizid. Dabei wird offensichtlich fortlaufend ein Arzt aus Nittenau benannt.

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Baden-Württemberg: Sau gefehlt, Fenster getroffen

Wegen möglichen Verstoßes gegen die Jagd-Unfallverhütungsvorschriften ermittelt derzeit die Polizei gegen einen 30-jährigen Jäger. Dieser hatte Montag Nacht gegen 22.20 Uhr bei Oberteuringen im Gewann Fuchstobel / Bitzenhofen (Bodenseekreis) auf ein Wildschwein geschossen. Der Schuss verfehlte das Schwein und schlug in ein Fenster eines Wohngebäudes ein, wie die Polizei mitteilt. Glücklicherweise sei hierbei niemand verletzt worden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro. PM

Beitragsbild: Sau schwer zu treffen. Foto: SE

Frankreich: Jäger erschiesst Treiber

Bei Mauvages (Département Meuse, Region Grand Est) im Osten Frankreich hat ein Jäger einen Mitjäger erschossen, der zum Zeitpunkt des Unglücks als Treiber fungierte. Bei der Schussabgabe befand sich das Opfer in dichtem Gestrüpp. Französischen Medienberichten zufolge ist es bislang unklar, ob der Verstorbene von einem Büchsen- oder Flintenlaufgeschoss, einem Abpraller oder einer Schrotgarbe getroffen wurde. Die sterblichen Überreste des Mannes werden im rechtsmedizinischen Institut in Nancy untersucht. Der Unglücksschütze hat sich nach der Tat selbst den bald darauf eintreffenden Gendarmen überstellt. Er wurde festgenommen und erhält wegen des erlittenen Schocks medizinische Behandlung. Erst vor gut einer Woche ist in Frankreich ein Mountainbiker von einem Jäger erschossen worden (JAWINA berichtete). red.

Beitragsbild: Gestrüpp (Foto: SE)

RLP: Jäger wegen Schuss auf Treiber verurteilt

Ein 78 Jahre alter Jäger aus dem Kreis Kaiserslautern ist vom Amtsgericht Zweibrücken wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Verurteilte hatte bei einer Drückjagd im August 2017 auf ein Wildschwein in einem Maisfeld geschossen und einen Treiber unterhalb des linken Knies getroffen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Jäger vor, den Schuss abgegeben zu haben, obwohl er nicht habe sehen können, wer oder was sich in dem Maisschlag aufhielt. Der 56jährige Treiber ist seitdem arbeitsunfähig und geht auf Krücken. Während der dreijährigen Bewährungsfrist muss der Jäger dem Opfer monatlich ein Schmerzensgeld in Höhe von 300 Euro zahlen sowie die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Der Anwalt des Jägers hat die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Der Mann hat seine Waffen seinem Sohn übereignet und Jagdschein und WBK abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd – eine riskante Angelegenheit. Foto: SE

Nach tödlichem Jagdunfall: Italien will Jagd an Sonntagen verbieten

+++ Brandenburg: 2018 bereits 10 Schafe, 21 Ziegen, 52, Kälber, 57 Stück Gatterwild und ein Pferd vom Wolf gerissen +++ Baden-Württemberg: Wolf GW852m riss Schafe in Gernsbach-Reichenbach +++

Nach dem Tod eines 19jährigen, der von einem Jäger bei einer Wildschweinjagd in Ligurien erschossen wurde (JAWINA berichtete), will die italienische Regierung die Jagd an Sonntagen verbieten. Der Jagdunfall hat in Italien Empörung hervorgerufen, wie stol.it berichtet. Umweltminister Sergio Costa fordert von den für die Festlegung der Jagdzeiten zuständigen Regionen die Aussetzung der Sonntagsjagd bereits ab dem nächsten Wochenende. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt dem Parlament bereits vor. Der Zeitung zufolge wurden in diesem Jahr in Italien bereits 22 Menschen bei Jagdunfällen getötet und 77 verletzt. In den vergangenen zehn Jahren seien 218 Menschen getötet und 807 verletzt worden. Dabei sei die Zahl der Jäger seit 2000 von 801.000 auf 570.000 gesunken, was vor allem an den immer teureren Jagdlizenzen liege. SE

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Alaska: Jäger lebensgefährlich verletzt, weil geschossener Bär auf ihn fällt

Der 28 Jahre alte William McCormick ist lebensgefährlich durch einen von ihm zuvor geschossenen Bär verletzt worden. McCormick (28) war in Begleitung eines Freundes, dem 19 Jahre alten Zachary Tennyson, auf Bärenjagd in der Umgebung des Carter Lake, etwa 100 Meilen südlich von Anchorgae. Nach Informationen der Alaska State Troopers schoss McCormick auf einen Bären, der sich oberhalb von ihm auf einem Felsrücken befand. Beim Fallen riss der Bär mehrere Felsbrocken los, McCormick wurde von  einem herabfallenden Stein und dem toten Bären getroffen. Mc Cormick wurde erst in eine nahe gelegene Ambulanz gebracht und dann in ein Krankenhaus nach Anchorage geflogen. Er erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen. McCormick und Tennyson sind Soldaten der US Army und beim 4th Brigade Combat Team, 25th Infantry Division in Anchorage stationiert. red.

Beitragsbild: Grizzly im herbstlichen Denali-Nationalpark in Alaska, Copyright: Jean-Pierre Lavoie, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License

Italien: Jäger erschiesst Wanderer bei Wildschweinjagd

Bei Apricale in der italienischen Region Ligurien hat ein 29 Jahre alter Jäger einen Wanderer erschossen. Der Jäger hatte den 19jährigen Nathan Labolani, der mit seinem Hund spazieren ging, für ein Wildschwein gehalten. Der junge Mann wurde von einem Geschoss aus der .300 Winchester Magnum in den Rücken getroffen und erlitt schwere Verletzungen am Bauch und einem Arm. Der Jäger ist erst seit zwei Jahren im Besitz eines Jagdscheins. Obwohl Polizei, Bergrettung und Feuerwehr sofort alarmiert wurden und ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kam, dauerte es aufgrund des unzugänglichen Geländes in der Bergregion lange, bis die Helfer das Opfer erreichten. Zwei Stunden, nachdem das Geschoss ihn getroffen hatte, erlag Labolani seinen Verletzungen. Der Jäger muss sich wegen Totschlags verantworten. Der Vorfall hat eine Diskussion über die Jagdzeit ausgelöst, da der Aufgang der Wildschweinjagd mit der Pilzsaison zusammenfällt.

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BJV zum tödlichen Jagdunfall: “Betroffenheit ist gross”

Der Bayerische Jagdverband äußert sich tief betroffen über den tödlichen Jagdunfall in Nittenau, bei dem der Beifahrer eines Autos von einem Projektil aus einer Jagdwaffe getroffen wurde (JAWINA berichtete).

Prof. Dr. Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), erfuhr im Urlaub vom tragischen Ausgang der Erntejagd bei Nittenau (Landkreis Regensburg)und zeigt sich entsetzt: „Der Unfall macht uns alle tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Opfers.” Der BJV unterstützt die vorbehaltlose Aufklärung des Unglücks und bietet dabei seine Hilfe an.

Selbst bei Anwendung größter Sorgfalt in der Vorbereitung und Durchführung von Jagden, kommt es dennoch, wenn auch in sehr seltenen Fällen zu Unfällen mit tödlichem Ausgang. “Besonders erschreckend ist es, wenn völlig Unbeteiligte durch unvorhersehbare Folgen der Jagdausübung verletzt werden,” so Vocke.

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Bayern: Obduktion bestätigt: Beifahrer starb an Geschoss aus Jagdgewehr

Am Sonntagvormittag, 12.08.2018 starb der Beifahrer eines Pkws auf der Bundesstraße 16 (JAWINA berichtete). Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab nun, dass das Projektil eines Jagdgewehrs den 47-Jährigen tödlich verletzte. Die Kriminalpolizei Amberg arbeitet nach wie vor zusammen mit der Staatsanwaltschaft Amberg mit Hochdruck an den Todesfallermittlungen.

Obwohl der 61-jährige Fahrzeuglenker unmittelbar nachdem sein Beifahrer zusammengesackt war Erste-Hilfe leistete und den Rettungsdienst verständigte, konnte der eintreffende Notarzt nur noch den Tod des 47-jährigen Beifahrers feststellen. Die Kriminalpolizei Amberg hat daraufhin in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg die Ermittlungen übernommen und einen Schusssachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts hinzugezogen.

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Bayern: Verirrte Kugel? Beifahrer stirbt an Schussverletzung

Am Sonntagvormittag, 12.08.2018 zerbarst an einem Kia, der auf der Bundesstraße 16 von Regensburg in Richtung Nittenau fuhr, die Scheibe der Beifahrertüre und der Beifahrer sackte zusammen. Derzeit gehen die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Amberg davon aus, dass der Mann von einem Projektil getroffen wurde. Der Beifahrer ist verstorben.

Gegen 10:10 Uhr befuhr ein 61-jähriger Mann aus Regensburg mit einem 47-jährigen Beifahrer, ebenfalls aus Regensburg, mit seinem Pkw die B 16 von Regensburg aus kommend in Richtung Nittenau. Kurz vor Nittenau zerbarst plötzlich die Scheibe der Beifahrertüre und der Beifahrer sackte zusammen. Der 61-jährige Fahrer fuhr bei der nächsten Gelegenheit an der Anschlussstelle Nittenau ab und kümmerte sich um den Beifahrer. Trotz einer umgehenden Information des Rettungsdienstes verstarb der 47-Jährige an der Anhaltestelle im Ortsteil Bergham.

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Thüringen: Ermittlungen gegen vier Beschuldigte wegen tödlicher Jagdunfälle

Im Juli haben sich in Thüringen zwei schwere Jagdunfälle ereignet, bei denen ein 56 Jahre alter Jäger getötet und ein sechs Jahre altes Mädchen schwer verletzt wurde. Einem Bericht des MDR zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen insgesamt vier Beschuldigte: Das Projektil, das die Sechsjährige traf, konnte demnach der Waffe eines 31jährigen Jungjägers zugeordnet werden, auf den erst seit 2016 eine Waffenbesitzkarte (WBK) ausgestellt ist. Der Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen. Ermittelt wird in diesem Fall auch gegen den Ansteller und den Jagdpächter.

Der mutmaßliche Schütze im Fall des tödlichen Jagdunfalls im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist seit 2013 im Besitz eines Jagdscheins. Die Staatsanwaltschaft bestätigte eine Vermutung der Polizei, wonach das Opfer seinen Stand verlassen hat und so in den Schussbereich des Unglücksschützen geriet. Noch sind nicht alle ballistischen Untersuchungen abgeschlossen. Mit einer Anklageerhebung ist erst im Herbst zu rechnen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im MDR (Screenshot).

Umfrage: Mehrheit nach Jagdunfällen gegen “Hobbyjagd”

Hessen: Kreis, Ministerium und Sparkasse unterstützen Jagdhundesolidaritätskasse +++ Schweiz: Acht Hochsitze zerstört +++ Bayern: Wilderei in Postmünster – Zeugen gesucht +++ Österreich: Immer mehr Goldschakale +++ Thüringen: Nabu fordert Fortsetzung der Jagd auf Wolfshybriden +++

Nach der Häufung von Jagdunfällen in den letzten Wochen (tödliche Jagdunfälle in NRW und Thüringen, ein angeschossenes und schwer verletztes Mädchen in Thüringen, JAWINA berichtete) hat sich eine knappe Mehrheit in einer Umfrage gegen die sog. “Hobbyjagd” ausgesprochen. Die Umfrage wurde von dem Meinungsinstitut forsa im Auftrag der Tierschutzorganisation Peta durchgeführt.

1.064 Menschen hat Forsa Peta zufolge zwischen dem 3. und 5. Juli danach gefragt, wer die Berechtigung zur Jagd haben sollte: “Dabei kristallisierte sich heraus, dass sich eine knappe Mehrheit der Deutschen gegen die Hobbyjagd ausspricht: 49 Prozent sind der Meinung, nur Berufsjäger sollten jagen dürfen. 45 Prozent hingegen sind der Ansicht, dass die Jagd auch als Hobby erlaubt sein sollte.

Frauen, Befragte aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern und Anhänger der Linkspartei lehnen die Hobbyjagd laut der Umfrage häufiger ab als der Durchschnitt und vertreten die Meinung, dass nur Berufsjäger die Erlaubnis zur Jagd haben sollten. Hobbyjäger werden überdurchschnittlich häufig von Männern, Personen aus Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sowie Anhängern der Union, der FDP und der AfD befürwortet.”

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Tödlicher Jagdunfall in Thüringen: Projektil gefunden

+++ Bayern: Wilderei – Polizei sucht Zeugen +++ Sachsen: Skelettierte Leiche auf Hochsitz +++ Thüringer: Niemand zuständig – totgefahrener Hirsch liegt seit Tagen am Straßenrand +++ Teneriffa: Verunglückter Jäger mit Hubschrauber geborgen +++ NRW: Noch nicht aufgestellt, schon zerstört – Vandalen zerstören zwischengelagerten Hochsitz +++ Sachsen: Streit um den Wolf +++ Schweiz: Älpler wollen “den Wolf tot sehen” +++

Agrargenossenschaft zieht Konsequenzen

Nach dem tödlichen Jagdunfall, der sich am Mittwochabend bei Unterwellenborn ereignete (JAWINA berichtete), hat die Kripo Saalfeld die weiteren Ermittlungen zu den Todesumständen fortgeführt. Seit Mittwochabend wurden am Ereignisort Spuren gesichert. Die Waffen der an der Jagd beteiligten Personen wurden zur weiteren Untersuchung sichergestellt. Absuche und Untersuchung des Ereignisortes wurden am Donnerstag abgeschlossen. Im Rahmen der rechtsmedizinischen Untersuchung des verstorbenen 56-jährigen Jägers konnten Teile eines Projektils sichergestellt werden. Die Suche am Ereignisort durch Kräfte der Thüringer Bereitschaftspolizei mit Metalldetektoren führte nicht zum Auffinden von Projektilen. Die Absperrung am Ereignisort wurde nach Abschluss der Suchmaßnahmen von der Polizei aufgehoben und das Feld konnte wieder freigegeben werden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung dauern weiterhin an und werden durch die Ermittler der Kripo Saalfeld fortgeführt.

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Thüringen/NRW: Zwei tödliche Jagdunfälle an einem Tag

In Thüringen und Nordrhein-Westfalen ist es am Mittwoch Abend zu Jagdunfällen mit tödlichem Ausgang gekommen. In der Nähe von Birkigt bei Unterwellenborn im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist ein 56 Jahre alter Jäger bei der Erntejagd von einem Geschoss aus der Jagdwaffe eines Mitjägers getroffen worden. Als der Schuss fiel, brach der Jäger zusammen. Der Notruf ging um 18.25 Uhr bei der Polizei ein, gegen 19.15 Uhr verstarb der Mann an seinen schweren Verletzungen “noch am Ereignisort”, wie die Polizei mitteilt. Warum der Schuss fiel und wieso der Jäger getroffen wurde, ist der Polizei zufolge noch unklar. Die Jagdwaffen wurden sichergestellt, die Ermittlungen dauern an.

Ebenfalls am Mittwoch Abend hatten sich fünf Jäger an einer Teichanlage zwischen Ochtrup und Wettringen (Kreis Steinfurt, NRW) getroffen, um Gänse zu jagen. Sie nahmen verschiedene Stände ein, auf denen sie sich gegenseitig nicht sehen konnten. Nach der Jagd erschienen nur vier der fünf Jäger an dem vereinbarten Treffpunkt. Die verbliebenen vier begaben sich daraufhin auf die Suche nach dem fünften Mann. Sie fanden ihn am Rand eines Maisfelds mit einer Schussverletzung. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

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Bayern: Jäger schießt sich in den Fuss

Fehler bei der Waffenhandhabung können nicht nur bei der Jägerprüfung unangenehme Folgen haben: Am Mittwochabend kam es bei Stockenweiler (Landkreis Lindau / Bodensee) zu einem schweren Unfall. Nachdem ein Jäger ein Tier erlegt hatte, wollte er mit seinem Gewehr vom Hochsitz absteigen. Beim Abstieg vom Hochsitz löste sich plötzlich ein Schuss und verletzte den Jäger am Mittelfuß schwer. Der 36-Jährige wurde umgehend vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Wangen gefahren. PM

Beitragsbild: Spannschieber an einer Jagdwaffe: Waffe gespannt bzw. gesichert? Geladen oder entladen? Waffenhandhabung muss auch im Adrenalintaumel sitzen. Foto: SE