Schlagwort-Archive: Jagdunfall

Schweiz: Tödlicher Jagdunfall – Jäger erschiesst Jäger

Bei einem tödlichen Jagdunfall in der Gemeinde Chiasso im Tessin ist am Samstag ein Jäger von einem anderen Weidmann erschossen worden. Das Opfer ist 51, der Schütze 50 Jahre alt. Der Getroffene erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Die Behörden haben eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Täter uns Opfer sind beide einheimische Jäger. red.

Beitragsbild: Gebirgsjagd (Symbolbild). Foto: SE

Explodierte Waffe: Keine wiedergeladene Munition verwendet

Die Polizei hat auf Anfrage von JAWINA bestätigt, dass es sich bei dem bei einer Erntejagd nahe Saarlouis explodierten Gewehr um eine Selbstladebüchse im Kaliber .30-06 handelte. Entsprechende Gerüchte kursieren seit gestern im Internet. Zum Hersteller und der Marke der verwandten Munition wollte der Polizeisprecher zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen. “Die Unfallursache ist im Moment noch völlig offen”, hieß es weiter. Ausgeschlossen werden könne, dass ein Selbstlaborat verwendet wurde – es kam also Fabrikmunition zum Einsatz – und der Lauf irgendwelche Verstopfungen aufgezeigt hat.” Die genaue Ursache wird durch eine  Untersuchung bei einer dafür kompetenten Stelle festgestellt. red.

Beitragsbild: Munition (Symbolbild)

 

Baden-Württemberg: Traktorfahrer bei Erntejagd durch Schuss schwer verletzt

+++ Wildunfall: Taxifahrer hält Wildschwein für “großen Hamster” +++

Bei einem Jagdunfall, der sich vergangenen Freitag gegen 14.30 Uhr im Bereich der Steinbachhofstraße in Gündelbach ereignete, wurde ein 25-jähriger Traktor-Lenker durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt, wie es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeipräsidium Ludwigsburg heißt. Der junge Mann befand sich mit seinem Traktor auf einem Feldweg neben dem Maisfeld, das zu einem großen Teil schon abgeerntet war. Mit in dem Gefährt saß eine 18 Jahre alte Erntehelferin. Um das Feld herum waren mehrere Jäger postiert, die während der Erntemaßnahmen Schwarzwild bejagten. Als ein aufgescheuchtes Wildschwein das Maisfeld verließ, gaben ein 59-jähriger und ein 71 Jahre alter Jäger jeweils mehrere Schüsse ab. Vermutlich trat eines dieser Geschosse durch die Glasscheibe in die Kabine des Traktors ein und verletzte den 25-Jährigen. Herumwirbelnde Glassplitter verletzten die 18-jährige Beifahrerin leicht. Der Fahrer wurde durch einen Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Beifahrerin kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Die zum Tatzeitpunkt durch die beiden Tatverdächtigen benutzten Waffen wurden sichergestellt. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung führt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. PM

Beitragsbild: Erntejagd (Symbolbild). Foto: SE

Saarland: Waffe explodiert – Jäger schwer verletzt

Bei einer Erntejagd in der Nähe von Überherrn (Kreis Saarlouis) ist ein 55 Jahre alter Jäger gegen 14.20 Uhr am gestrigen Donnerstag schwer an Händen, Gesicht und Oberkörper verletzt worden. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge explodierte die Waffe in der Hand des Jägers. Die Saarbrücker Zeitung hingegen schreibt, dass sich ein Schuss gelöst habe, durch den der Mann an der Hand verletzt worden sei, die Schwere der Verletzungen sei unklar. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Krankenhaus.

Update: Nach Informationen von JAWINA ist der Unfall auf eine Explosion der Waffe zurückzuführen. Derzeit sind Einsatzkräfte der Polizei noch damit beschäftigt, weitere Trümmerteile von Waffe und Munition mittels Metallsuchgerät zu suchen und zu bergen.

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Baden-Württemberg: Tochter erschossen, Jäger verurteilt

Gegen den Ettlinger Jäger, der im Januar versehentlich seine 19 Jahre alte Tochter erschossen hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Karlsruhe wegen fahrlässiger Tötung ein Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen erlassen worden. Der Strafbefehl sei vom zuständigen Amtsrichter unterschrieben worden und ist, da der Angeklagte wohl keine Rechtsmittel einzulegen gedenkt, rechtskräftig. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten. Eine Gerichtsverhandlung wird es in dem Fall folglich nicht geben. Dem Zeitungsbericht zufolge ist von der Staatsanwaltschaft ein Waffengutachten in Auftrag gegeben worden, um abzuklären, ob möglicherweise ein technischer Defekt an der Bockbüchsflinte vorlag. Dies habe aber keine neuen Erkenntnisse geliefert. red.

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

NRW: 76-jähriger durch versehentliche Schussabgabe schwer verletzt

Beim einem Jagdunfall in einem Waldgebiet bei Schleiden (Kreis Euskirchen) ist am Freitag Abend ein 76 Jahre alter Jäger schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, kam es zu dem Unfall, als der 82 Jahre alte Begleiter des Jagdpächters bei einem Hochsitz sein Gewehr entlud. Dabei löste sich ein Schuss und traf den 76-jährigen auf Höhe des Knies ins Bein. Der Jäger wurde schwer verletzt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Wie die Pressestelle auf Nachfrage von JAWINA mitteilte, ist nicht bekannt, um welchen Waffentyp (Bauart, Hersteller, Kaliber) es sich bei der Waffe handelt. PM/red.

Beitragsbild: Jagdwaffe (Symbolbild). Foto: SE

Jagdunfall Dalberg: Zwei Schuss in Richtung Rentnerin?

+++ NRW: Wolfssichtung in Mettmann? +++

Bei einer Tatortbegehung im Rahmen des Prozesses um den tödlichen Jagdunfall von Dalberg (JAWINA berichtete) am gestrigen Mittwoch, erklärte ein Gutachter der Bild-Zeitung zufolge, dass der Unglücksschütze zwei Schüsse in Richtung des Opfers abgefeuert haben soll. Dies stünde im Widerspruch zu den Aussagen des Jägers, der den Vorfall als Jagdunfall geschildert hatte. Demnach sei er gestürzt und habe sich dabei um die eigene Achse gedreht, wobei sich der verhängnisvolle Schuss hangabwärts aus seinem Halbautomaten gelöst habe. Der Gutachter habe jedoch zwei Beschädigungen an einem Kirschlorbeer gefunden, weshalb er davon ausgehe, dass mindestens zwei Schüsse in Richtung der Verstorbenen abgefeuert wurden.

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Verteidiger im Prozess um Jagdunfall Dalberg: “Es war ein Unfall”

+++ Bayern: Fuchs beißt Achtjährigen durch Zeltwand in Gesicht und Hand +++

Anwalt plädiert auf Freispruch

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg, bei dem eine 86-jährige in ihrem Garten erschossen wurde, hat der Verteidiger des Unglücksschützen im derzeit stattfindenden Gerichtsprozess (JAWINA berichtete) auf Freispruch plädiert. Medienberichten zufolge führte der Anwalt aus, dass sein Mandant nicht bewusst oder fahrlässig – und entgegen der Anweisung des Jagdleiters – hangabwärts geschossen habe. Vielmehr habe der erfahrene 61 Jahre alte Jäger (Jugendjagdschein mit 16, Teilnahme an 15 bis 20 Drückjagden im Jahr, zwei bis drei Mal pro Woche auf Ansitz) hangaufwärts geschossen und sei dabei ausgerutscht. Im Sturz habe er sich um die eigene Achse gedreht, wobei sich der verhängnisvolle Schuss aus dem Halbautomaten gelöst habe. Die Seniorin wurde aus einer Entfernung von 25 Metern getroffen. Eine Hinterbliebene warf dem Schützen dem SWR zufolge vor, sich bei der Jagd auf dem Grundstück der Getöteten aufgehalten zu haben. Das Opfer hinterlässt sieben Kinder, die in dem Prozess als Nebenkläger auftreten. red.

Beitragsbild: Jagdgeschoss (Symboldbild). Foto: SE

Rheinland-Pfalz: Prozessauftakt im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg

Mindestens sechs Schuss aus dem Halbautomaten abgefeuert

Seit heute muss sich ein 61 Jahre alter Jäger aus Bingen in Bad Kreuznach vor Gericht für den tödlichen Jagdunfall bei Dalberg verantworten, bei dem im November 2018 eine 86-jährige Frau in ihrem Garten erschossen wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jäger fahrlässige Tötung vor. Nach den Ermittlungen der Polizei hat der Unglücksschütze bei der Jagd “mindestens sechs Schuss aus seinem Halbautomaten” auf ein Wildschwein abgegeben, berichtet der SWR. Er habe entgegen der Anweisung des Jagdleiters hangabwärts durch blickdichtes Gebüsch geschossen. Anders als ursprünglich vermutet, habe es sich bei dem tödlichen Geschoss nicht um einen Querschläger gehandelt. red.

Beitragsbild: Halbautomat (Symbolbild). Foto: SE

Jagdunfall Nittenau: Anklage und Verteidigung verzichten auf Rechtsmittel – Strafe ist rechtskräftig

+++ Rheinland-Pfalz: Rätsel um tote Rehe bei Sülm +++

Auf den Verurteilten kommen weitere massive finanzielle Forderungen zu

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Nittenau, bei dem der Beifahrer eines PKW auf der Bundesstraße 16 von einem verirrten Geschoss aus der Büchse eines Jägers getroffen wurde (JAWINA berichtete), verzichten Anklage und Verteidigung auf Rechtsmittel. Damit wird das Urteil rechtskräftig. Der Unglücksschütze ist wegen fahrlässiger Tötung zu einer auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss er als Bewährungsauflage jeweils 10.000 Euro an den Vater und die Mutter des Verstorbenen sowie an die gemeinnützige Einrichtung Hospizverein Schwandorf bezahlen. Mit diesen insgesamt 30.000 Euro dürfte die Sache für den Verurteilten jedoch nicht ausgestanden sein.

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Jagdunfall bei Nittenau: Geschoss war kein Abpraller

Im Gerichtsverfahren um den tödlichen Jagdunfall bei Nittenau hat der ballistische Gutachter ausgesagt. Demnach stammt das tödliche Geschoss aus der Selbstladebüchse des 47-jährigen Angeklagten. Den Untersuchungen des Ballistikexperten Axel Manthei vom Landeskriminalamt Bayern zufolge hat das Geschoss auf seiner Flugbahn einen weichen Gegenstand berührt oder durchschlagen, wodurch es um zwei Grad von seiner ursprünglichen Flugbahn abwich. Nach Ansicht des Ballistikers ist es am wahrscheinlichsten, dass die Kugel ein Wildschwein durchschlagen habe. Einem Bericht des Lokalmediums Onetz.de zufolge hielt der Gutachter es für unwahrscheinlich, dass das Geschoss mit dem Ackerboden, dem Schutzzaun an der Bundesstraße 16 oder dem Bewuchs auf der Böschung der Straße in Berührung gekommen sei.

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Jagdunfall Nittenau: Jäger entschuldigt sich, will nie mehr jagen

Der erste Verhandlungstag des Prozesses um den tödlichen Jagdunfall von Nittenau ist ein großes Thema in der Lokalberichterstattung. Der angeklagte Jäger hat demnach unter Tränen sein Bedauern über das Geschehene ausgesprochen. Der 46-jährige Angeklagte habe seine Waffen abgegeben, seinen Jagdschein nicht verlängert und wolle nie mehr zur Jagd gehen, berichtet BR24. Der Unglücksschütze ist erfahrener Jäger, Jagdscheininhaber seit 1995, bereits sein Vater ging zur Jagd. Er sei in die Jagd hineingewachsen, habe sie nicht nur als Hobby, sondern als willkommene Pflicht betrachtet, erklärte er laut nordbayern.de. An dem Tag des Unglücks war er offenbar auch Jagdleiter. Die spontan anberaumte Drückjagd mit elf Jägern fand statt, weil der Landwirt massive Wildschäden durch Wildschweine in dem Maisfeld beklagt hatte. Zeugen bestätigten, dass der Jagdleiter sie ausführlich über die Sicherheit belehrt und insbesondere auf die Gefahr durch die nahe Bundesstraße hingewiesen habe. Sicherheitshalber sei ein Feldweg gesperrt worden. In diesem Zusammenhang habe der Angeklagte einem Zeuge zufolge gesagt: “Keiner schießt auf die Straße, weil keine Wildsau ist es wert, dass ein Menschenleben gefährdet wird”, berichtet die Passauer Neue Presse.

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Peta instrumentalisiert tödlichen Jagdunfall für Anti-Jagd-Propaganda

Im August 2018 starb der Beifahrer eines Kia auf der B16 bei Nittenau vermutlich durch eine verirrte Kugel, die ein Jäger bei einer Erntejagd in der Nähe abgegeben hatte (JAWINA berichtete). Heute beginnt vor dem Landgericht Amberg der Prozess, die Staatsanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Unglücksschützen fahrlässige Tötung vor. Die Tierrechtsorganisation Peta nutzt den Prozessauftakt, um Anti-Jagd-Propaganda zu betreiben. Bei der “Hobbyjagd” würden “immer wieder Menschen verletzt oder getötet”, behauptet Peta in einer aktuellen Pressemitteilung, und “für die massenhaften Tiertötungen gebe es keinen vernünftigen Grund” – ja, nee, is klar, Landwirtschaft und Waldbau sind total unvernünftig… Anlässlich des Prozessbeginns erneuert Peta die Forderung, “zumindest die Hobbyjagd endlich gesetzlich zu verbieten.” Eine außerordentlich geschmacklose Instrumentalisierung eines tragischen tödlichen Unglückfalls, die wieder einmal zeigt, wie gleichgültig den vermeintlichen Tierfreunden menschliche Schicksale sind – schäm dich, Peta! SE

Beitragsbild: Pressemitteilung zum Prozessauftakt auf der Peta-Internetseite (Screenshot)

Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – 21-jährige unter Verdacht

+++ Wissenschaft: Polarfuchs wandert 3500 Kilometer in 76 Tagen +++

Im Fall des im November 2017 auf einer Drückjagd getöteten 81-jährigen Jägers (JAWINA berichtete), steht eine Jägerin unter Verdacht, die zum Tatzeitpunkt erst 20 Jahre alt war. Die Staatsanwaltschaft Quedlinburg hat Anklage gegen die mittlerweile 21 Jahre alte Frau erhoben, berichtet die Volksstimme. Nach dem Tod des Jägers waren zunächst die Jagdwaffen aller 60 Jagdteilnehmer sichergestellt worden, um Aufschlüsse darüber zu gewinnen, aus welcher der tödliche Schuss abgegeben worden war (JAWINA berichtete). Da das Projektil, das den Mann getroffen hatte, nicht gefunden wurde, erbrachte dies jedoch kein Ergebnis. Dem Bericht der Volksstimme zufolge ermöglichte hingegen das “sehr aufwendige ballistische Gutachten des Landeskriminalamtes”, sehr genau die Richtung zu ermitteln, aus der das Projektil abgeschossen wurde. Da bekannt war, auf welchen Ständen die Jagdgäste während der Jagd angestellt waren, fiel der Verdacht auf die 21-jährige. Diese soll der Anklage zufolge während der Jagd einen Hirsch beschossen haben, der sich auf einem Kamm im Wald befand.

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Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Jagdunfall bei Nittenau: Tödliche Kugel war kein Querschläger

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Artikel aktualisiert

Im Fall des tödlichen Jagdunfall, bei dem ein Geschoss aus einer Jagdwaffe die Beifahrerscheibe eines auf der B16 bei Nittenau fahrenden PKW durchschlagen und den Insassen getötet hatte (JAWINA berichtete), gibt es neue Erkenntnisse. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber JAWINA bestätigte, hat das ballistische Gutachten ergeben, dass es sich bei dem Projektil entgegen bisheriger Annahmen nicht um einen Querschläger handelt. Der Zustand des Projektils deute nicht darauf hin, dass es von einem harten Gegenstand abgeprallt sei. Nach dem Ermittlungsergebnis hat die Kugel ein weiches Gewebe durchschlagen, aber keine wesentliche Ablenkung dadurch erhalten, so die Staatsanwaltschaft. Und weiter: Bei dem Geschoss handelt es sich um ein H-Mantelgeschoss des Fabrikates RUAG/RWS, Kal. .30-06. Das bejagte Maisfeld lag parallel zur Bundesstraße; Schutzvorrichtungen waren nicht vorhanden; das Projektil durchschlug die Seitenscheibe eines fahrenden Autos und traf den Beifahrer im Brustkorbbereich. Es wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den schussabgebenden Jäger, der zugleich auch Jagdleiter war, erhoben. SE

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen-Anhalt: Jagdunfall bei Allstedt – Ermittlungen abgeschlossen

Zwei Monate nach einem Jagdunfall bei Allstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz), bei dem ein 67-jähriger Jäger vermutlich von einem Querschläger getroffen wurde, hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen und den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Das Opfer kam bei dem Vorfall glücklicherweise mit einem Hämatom und dem Schreck davon. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (MZ). Die Polizei hatte ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen einen 48 Jahre alten Jagdscheininhaber eingeleitet, aus dessen Waffe das Projektil vermutlich stammte. red.

Beitragsbild: Deformierte Projektile (Archivbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Jäger erschießt versehentlich seine 19-jährige Tochter

Ein tragischer Unglücksfall hat sich am Donnerstagabend ereignet. Ein 56-jähriger Mann hat nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei versehentlich seine 19-jährige Tochter erschossen. Das teilen die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Der Jäger wollte gerade zur Jagd aufbrechen, als sich aus der geladenen Bockbüchsflinte aus noch ungeklärter Ursache ein Schuss in der Wohnung löste. Die junge Frau wurde getroffen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie kurz darauf verstarb. Der 56-Jährige war legal im Besitz der Langwaffe. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung dauern an. PM

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – zwei Tatverdächtige ermittelt

+++ Bayern: Toter Wolf an Bahnstrecke gefunden +++ Polen: Tierschützer protestieren gegen geplanten Wildschwein-Abschuss wegen ASP +++ Hessen: Waffenverbotszonen – eine Gefahr für Jäger? +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls, der sich im November 2017 bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) ereignete (JAWINA berichtete), hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Bei der Jagd war ein 81 Jahre alter Jäger mit einer tödlichen Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. An der Jagd hatten ca. 100 Jäger und Treiber teilgenommen, die Polizei hatte 60 Jagdwaffen sichergestellt, um mit Hilfe ballistischer Gutachten zu ermitteln, aus welcher Waffe der tödliche Schuss abgegeben wurde. Diese sehr aufwändigen Untersuchungen haben nun offenbar einen Anfangsverdacht gegen zwei Personen ergeben: Wie die Helmstedter Nachrichten berichten, wird den zwei Teilnehmern an der Privatjagd momentan die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Mehr lasse sich im Moment nicht sagen, so die Zeitung. red.

Beitragsbild: Geschosse und Splitter (Symbolbild). Foto: SE

 

Russland: Mit Elch verwechselt – Jäger erschiesst Sohn

Ein Jäger hat am vergangenen Donnerstag im Autonomen Bezirk Chanty-Mansijsk ca. 3000 Kilometer östlich von Moskau seinen Sohn erschossen, weil er ihn mit einem Elch verwechselte. Wie die Moscow Times berichtet, werfen Ermittlungsbehörden dem Mann vor, bei schlechten Sichtverhältnissen auf ein sich bewegendes Objekt geschossen zu haben. Das Opfer starb dem Bericht zufolge an einer einzelnen Schussverletzung.Als der Jäger an das vermeintlich erlegte Stück herantrat, sah er, dass er seinen 18 Jahre alten Sohn tödlich verwundet hatte. Den Vater erwartet ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung. red.

Beitragsbild: Erlegter Elch (Archivbild) Foto: SE

USA: Labrador löst Schuss aus – Jäger muss Bein amputiert werden

+++ Thüringen: Jäger findet Leiche +++ Sachsen: Jäger findet Leiche +++ Schleswig-Holstein: Nabu “nicht grundsätzlich” gegen Wolfsentnahme +++ Bayern: Von Jäger erschossener Hund war Jagdhund +++ Baden-Württemberg: Jungjäger werden Zeugen von Jagdwilderei +++ Schweiz: Referendum gegen EU-Waffenrecht +++ Brandenburg: Wolf streift durch Joachimsthal +++ Liechtenstein: Wolf durch Fotofalle nachgewiesen +++ Niedersachsen: Fünf Wolfsangriff in elf Tagen +++

Bei einer Entenjagd am Eagle Lake im US-Bundesstaat Mississippi hat sich ein folgenschwerer Jagdunfall ereignet: Einem Bericht des Clarion Ledger zufolge hatte sich eine Gruppe von Schützen am 28. Dezember zur Entenjagd an dem See verabredet. Morgens gegen 9.40 Uhr standen die Jäger um das Jagdfahrzeug, ein geländegängiges Quad, herum und schmiedeten einen Jagdplan. Dieser sah vor, zunächst ein Sumpfloch in der Nähe in Gruppen zu bejagen und sich danach wieder zu treffen. Einer der Jäger, Matt Branch, ein ehemaliger American-Football-Spieler, legte seine Flinte auf die Ladefläche des Quads und ging auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs zur Kabine, um noch einige Jagdutensilien einzuladen. Als ein weiterer Jagdgefährte, der Labrador-Retriever Tito sah, dass das Fahrzeug beladen wurde, sprang er auf die Ladefläche des Quads. Er suchte nach einem freien Platz, um sich abzulegen. Dabei trat er so unglücklich auf die Flinte, dass er die Sicherung löste und den Abzug betätigte.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Jäger muss Jagdschein und WBK abgeben

Ein Jäger, der im Jui 2017 einen Jogger angeschossen hat, soll nach dem Willen der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Schaumburg seine waffenrechtlichen Erlaubnisse verlieren. Die Entscheidung der UJB ist noch nicht rechtskräftig. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge hat der Jäger beim Hantieren mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss ausgelöst, der den 31-jährigen joggenden Familienvater am Hinterkopf traf. Im Beisein seiner Kinder – der vier Jahre alte Sohn fuhr auf dem Fahrrad mit, zwei kleinere schob der Jogger in einem speziellen Kinderwagen – brach der Mann getroffen zusammen. Er wusste zunächst nicht, was ihn getroffen hatte, vermutete einen Angriff eines aggressiven Greifvogels, bis Ärzte bei der Untersuchung eine Schussverletzung diagnostizierten. Aus einem Bericht der Schaumburger Nachrichten geht hervor, dass sich der Schuss beim Entladen der Waffe gelöst hat. Der Unglücksschütze hat sich nach Aussage des verletzten Joggers damit zu entschuldigen versucht, dass “Entladungsfehler bei der Polizei andauernd passierten”.

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Österreich: Treiber durch Geschosssplitter verletzt

Bei einer Drückjagd auf Schwarzwild ist am Samstag im niederösterreichischen Bezirk Korneuburg ein Treiber bei einem Jagdunfall verletzt worden. Wie NÖN.at berichtet, hatte ein Jäger einen Schuss auf eine Sau abgegeben. Dabei ist vermutlich ein Geschosssplitter vom Boden abgeprallt. Der Treiber wurde durch den Splitter am Oberarm verletzt. Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde er ins Krankenhaus gebracht und der Splitter entfernt. red.

Beitragsbild: Geschosse mit Geschosssplittern. Foto: SE

Hessen: “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” – 81-jähriger erschiesst Jagdhund

Bei einer Gesellschaftsjagd im Revier Wanfried (Werra-Meißner-Kreis) hat ein 81 Jahre alter Jagdgast aus Belgien einen Jagdhund erschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Der zuständige Forstamtsleiter bestätigte den Vorfall gegenüber der Werra-Rundschau. Zeugenaussagen zufolge soll eine “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” bei dem belgischen Jäger vorgelegen haben. Empört äußerte sich der aus Thüringen stammende Besitzer der Deutschen Bracke gegenüber der Zeitung: Der bunt gefärbte Hund trug zwei Signalhalsbänder und sei mit Wild nicht zu verwechseln gewesen. Das Forstamt hat den Unglücksschützen und den Hundeführer zusammengebracht und versucht, “tröstend zu vermitteln”, wie die Werra-Rundschau schreibt. Die Jagdhaftpflichtversicherung des Belgiers wird hoffentlich den materiellen Schaden ersetzen. Bei der Unteren Jagdbehörde wurde der Vorfall angezeigt, den Jäger erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem sei er vom Forstamt auf eine Schwarze Liste gesetzt worden. red.

Beitragsbild: Deutsche Bracke (li.), (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Mecklenburg-Vorpommern: Islandpferd nicht an Schussverletzung verendet

Ein Mitte November auf einer Weide bei Nostorf (Landkreis Ludwigslust-Parchim) entdecktes totes Pferd (JAWINA berichtete) ist entgegen erster Annahmen der Ermittlungsbeamten nicht an einer Schussverletzung verendet. Das teilt die Polizei mit. Nach einem Zwischenergebnis der Obduktion starb das Tier vermutlich an einer Erkrankung. Die an dem Kadaver entdeckte Verletzung, die augenscheinlich einer Schussverletzung ähnelt, wurde vermutlich von Vögeln verursacht. Gleichfalls haben die Ermittlungen ergeben, dass eine durch Zeugenaussagen beschriebene Drückjagd zum fraglichen Zeitpunkt nicht in dem Bereich stattgefunden hat. Die Polizei war zunächst aufgrund der Gesamtumstände vom Verdacht einer Straftat ausgegangen und hat entsprechende Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Nunmehr liegen nach derzeitigem Ermittlungsstand keine Hinweise auf eine Straftat vor. Die Ermittlungen dauern bis zum endgültigen Ergebnis der Obduktion noch an. PM Pol. Präs. Rostock

Beitragspferd: Islandpferd im Rennmodus. Foto: SE

Österreich: Treiber angeschossen

+++ Bayern: Leitersprosse angesägt – Jäger bei Sturz von Hochsitz “mittelschwer” verletzt +++ Nabu: Kiebitz seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen +++ Schleswig-Holstein: Mindestens zwei Wölfe angesiedelt +++ Birgit von Bambi Rescue meint: Mehr Wild für den Wolf lassen +++ Schweiz: Wölfe breiten sich im Kanton St. Gallen aus +++ Schweiz: Alkoholisierter Jäger soll Waffe auf Mountainbiker gerichtet haben +++ Schleswig-Holstein: Nabu klagt erfolgreich gegen Weiterbau der A20 +++

Am 27. Nov. 2018, gegen 07.20 Uhr, gab ein 60-jähriger Jäger in Weissenbach/Triesting, Bezirk Baden, einen Schuss auf einen Rothirsch ab. Nachdem der angeschossene Hirsch flüchtete, nahm der Schütze eine Bewegung in einem Gebüsch wahr und nahm an, dass es sich dabei um den angeschossenen Hirschen handeln würde. Deshalb gab er einen weiteren Schuss in diese Richtung ab. Tatsächlich traf er aber einen 59-jährigen Treiber, der schwere Verletzungen an der rechten Hand (Zertrümmerung des rechten Ellbogens sowie der rechten Speiche) erlitt. Er wurde in das UKH Meidling eingeliefert.

Ein an dem Jäger durchgeführter Alkotest verlief negativ, er wird an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. PM

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

Brandenburg: Jäger durch Geschosssplitter verletzt

+++ Hessen: Demo gegen Drückjagd +++

Am Samstag ist auf einer Drückjagd bei Leuenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Höhenland im Landkreis Märkisch Oderland ein Jäger durch einen Geschosssplitter verletzt worden. Das meldet die Polizei. Demnach hat ein anderer Jäger ein Tier beschossen, ein Splitter traf den Geschädigten am Oberarm. Der Verletzte wurde noch am Samstag Abend im Krankenhaus operiert. Der Verletzte war nach Angaben der Polizei ein Mitglied der Jagdgesellschaft. Zum Zeitpunkt der Schussabgabe befand er sich auf einem Sitz. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen noch. red.

Beitragsbild: Deformierte Geschosse und Splitter. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser GU für den Hinweis!

Österreich: Geschoss schlägt in Fitnessraum ein

+++ Brandenburg: Kreisstadt Rathenow will wolfsfreie Zone werden +++ Schweiz:  Wolf überspringt 1,50 Meter hohen Zaun und reißt Schafe in Wohngebiet +++ Schleswig-Holstein: Grünes Umweltministerium weist Vorschlag für wolfsfreie Zonen zurück +++

Im niederösterreichischen Mannersdorf (Gemeinde Neustift-Innermanzing) ist ein auf einer Jagd abgefeuertes Geschoss in einen Spiegel eines privaten Fitnessraums eingeschlagen. Zuvor hatte das Projektil bereits das Kellerfenster zertrümmert. Der Schuss war nach Ermittlungen der Polizei auf einer Schwarzwildjagd abgefeuert worden, die mehrere hundert Meter entfernt von zwei Jagdgesellschaften abgehalten wurde. Nach dem Bericht des Internetportals meinbezirk.at, lagen ein Bach und eine Bundesstraße zwischen dem Jagdgebiet und dem Einschlagsort der Kugel. Die Polizei ermittelt, die Jagdwaffen der an der Jagd beteiligten Schützen wurden sichergestellt. Durch ein ballistisches Gutachten soll das gefundene Projektil einer der Waffen zugeordnet werden. Ob es sich um einen Fehlschuss, einen Abpraller oder Querschläger handelt, steht also noch nicht fest. red.

Beitragsbild: Verformte Projektile (Archivbild). Foto: SE

Jagdunfall bei Dalberg: Obduktionsergebnis liegt vor

Gestern wurde die Leiche der bei dem Jagdunfall in Dalberg getöteten 86-jährigen Frau im rechtsmedizinischen Institut in Mainz untersucht. Todesursächlich war die erlittene Schussverletzung des Opfers, so das eindeutige Ergebnis der Obduktion. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. PM Polizei RLP

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Totes Pferd auf Weide entdeckt

“Augenscheinlich Schussverletzung” – Polizei prüft Zusammenhang mit Drückjagd

Auf einer Weide der Gemeinde Nostorf (bei Boizenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Sonntag ein totes Pferd entdeckt worden. Augenscheinlich ist das Islandpony an einer Schussverletzung verendet. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ereignete sich der Vorfall wahrscheinlich schon mehreren Tagen, blieb jedoch bis zum Sonntagnachmittag unentdeckt. Die anderen 17 Pferde auf der betreffenden Weide blieben unbeschadet. Eine Sektion des Tieres soll nun die genauen Todesumstände klären. Zudem prüft die Polizei, ob der Vorfall in Zusammenhang mit einer Drückjagd stehen könnte, die Zeugenaussagen zufolge vor mehreren Tagen in dem betreffenden Bereich stattgefunden haben soll. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zu diesem Vorfall nimmt die Polizei in Boizenburg (Tel. 038847/ 6060) entgegen. PM

Beitragsbild: Islandpferde – Stute mit Fohlen auf der Weide. Foto: SE

Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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Erntejagd: Statt Wildschwein Traktorist getroffen – Jäger verurteilt

+++ Thüringen: Drei Wolfshybriden weiterhin auf freiem Fuß +++ Sachsen-Anhalt: Elch bleibt seiner Kuhherde treu +++ Brandenburg: Wölfe reißen fünf Stück Damwild im Gatter +++ Schweiz: Jagdhund hetzt Fuchs in Straßenschacht – Jäger muss Tierrettung nicht bezahlen +++ WWF: Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht Sibirischen Tiger +++ Hessen: Toten Fuchs an Autobahnbrücke gehängt +++ Kenntnisfrei, aber selbstbewusst: Tierschützer hetzen gegen Bejagung invasiver Arten +++ NRW: Vier Jäger klagen erfolgreich gegen Jagdabgabe +++

Ein 70-jähriger Jäger, der bei einer Erntejagd im Kreischaer Ortsteil Bärenklause (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) einen Traktoristen angeschossen hatte, ist vom Amtsgericht Dippoldiswalde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verurteilt worden. Jagdschein, WBK und die Jagdwaffe waren bereits nach der Tat eingezogen worden. Die Waffe, ein Drilling im Wert von 4500 Euro, bleibt als Tatmittel eingezogen, wie die Sächsische Zeitung (SZ) berichtet. Außerdem muss der Jäger die Gerichtskosten tragen. Der Jäger hatte beim Maishäckseln ein Wildschwein beschossen, dieses aber verfehlt. Das Projektil durchschlug mehrere Bahnen Mais, traf den Traktor und verletzte den Fahrer der Erntemaschine am Fuß. Während der Verurteilte beteuerte, nicht in Richtung der Fahrzeuge geschossen zu haben, kam das Gericht zu der Auffassung, dass der Jäger den Traktor von seinem Sitz aus gar nicht sehen konnte, weil der hoch stehende Mais diesen verdeckte. Zudem habe das ansteigende Maisfeld keinen ausreichenden Kugelfang abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd (Archivbild)

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Jagdunfall: Siebenjähriger schiesst sich in den Rücken

Jagdliche Frühprägung, wie in Amerika möglich und üblich, ist ja eine tolle Sache, aber mit Risiken und einem hohen Maß an Verantwortung für den Betreuer verbunden: In Kentucky hat sich ein sieben Jahre alter Junge mit seinem Jagdgewehr in den Rücken geschossen, wie der Fernsehsender WKYT berichtet. Der Junge weidwerkte mit seinem Großvater auf Weißwedel-Hirsche im McCreary County im US-Bundesstaat Kentucky. Wie die Polizei mitteilte, waren die beiden dabei, das Jagdgebiet zu verlassen. Der Junge wollte sein Gewehr abnehmen, das er über der Schulter trug. Dabei löste sich ein Schuss und traf ihn in den Rücken. Der Großvater fuhr ihn in das nächstgelegene Krankenhaus, von wo aus er mit dem Hubschrauber in eine andere Klinik verlegt wurde. Glücklicherweise erlitt der Junge bei dem Unfall keine lebensgefährlichen Verletzungen, über seinen Zustand machte die Polizei keine weiteren Angaben. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, eine Verurteilung sei jedoch nicht erwarten, da der Vorfall als Jagdunfall gewertet werde. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf WKYT (Screenshot).

Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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Tödlicher Jagdunfall bei Nittenau: Polizei dementiert Gerüchte

+++ Italien: Jäger in Tirol tödlich abgestürzt +++ Schweiz: Abschussverfügung für zwei Wölfe abgelaufen +++ Thüringen: Nabu erstattet Anzeige wegen geschossenem Fischotter +++

Bei einem Jagdunfall ist am Sonntagvormittag, den 12.08.2018, in Zusammenhang mit einer Jagd, der Beifahrer eines unbeteiligten PKW bei Nittenau (Landkreis Schwandorf) von einem Projektil getroffen und tödlich verletzt worden (JAWINA berichtete). Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es kursieren haltlose Gerüchte über die Person des vermeintlichen Täters, die von der Polizei nun dementiert wurden. In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz heißt es dazu: “In den letzten Wochen halten sich in der betroffenen Region hartnäckige Gerüchte über die Person des ermittelten Tatverdächtigen und dessen Suizid. Dabei wird offensichtlich fortlaufend ein Arzt aus Nittenau benannt.

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