Schlagwort-Archive: Jagdunfälle

Ein paar Gedanken zur Jagdunfallsaison

Zwei vergleichsweise glimpflich verlaufene Fälle jagdlichen Fehlverhaltens erregen zur Zeit die Gemüter in der Schweiz: In Chur im Kanton Graubünden hat ein Jäger vom Gehweg aus auf Rehe in einem Weinberg geschossen, in Viscoprano im selben Kanton schoss ein Jäger auf ein Tier, das zwischen ihm und einem Fußballplatz vorbeizog – auf dem gerade eine Kinder-Mannschaft trainierte. Als besonderen Erweis seiner jagdlichen Qualifikation verfehlte der wackere Weidmann das Stück… Nicht glimpflich, sondern tragisch verlief ein Jagdunfall, bei dem ein Jäger im Tessin seinen besten Freund erschoss.

Wir haben, wie auch andere Jagdnationen, wahrlich keinen Grund, mit dem Finger auf die Schweizer Jäger zu zeigen: Ist nicht gerade im Prozess um den tödlichen Schuss eines Jägers auf eine 86-jährige Rentnerin das Urteil gesprochen worden? In NRW schießt sich ein Jäger in den Fuß, in Mecklenburg verletzt ein Jäger seinen Jagdfreund schwer, in Italien erschießt ein Jäger seinen Vater bei der Wildschweinjagd, in Baden-Württemberg ein Jäger seine 19-jährige Tochter.

Weiterlesen

Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

Weiterlesen

Umfrage: Mehrheit nach Jagdunfällen gegen “Hobbyjagd”

Hessen: Kreis, Ministerium und Sparkasse unterstützen Jagdhundesolidaritätskasse +++ Schweiz: Acht Hochsitze zerstört +++ Bayern: Wilderei in Postmünster – Zeugen gesucht +++ Österreich: Immer mehr Goldschakale +++ Thüringen: Nabu fordert Fortsetzung der Jagd auf Wolfshybriden +++

Nach der Häufung von Jagdunfällen in den letzten Wochen (tödliche Jagdunfälle in NRW und Thüringen, ein angeschossenes und schwer verletztes Mädchen in Thüringen, JAWINA berichtete) hat sich eine knappe Mehrheit in einer Umfrage gegen die sog. “Hobbyjagd” ausgesprochen. Die Umfrage wurde von dem Meinungsinstitut forsa im Auftrag der Tierschutzorganisation Peta durchgeführt.

1.064 Menschen hat Forsa Peta zufolge zwischen dem 3. und 5. Juli danach gefragt, wer die Berechtigung zur Jagd haben sollte: “Dabei kristallisierte sich heraus, dass sich eine knappe Mehrheit der Deutschen gegen die Hobbyjagd ausspricht: 49 Prozent sind der Meinung, nur Berufsjäger sollten jagen dürfen. 45 Prozent hingegen sind der Ansicht, dass die Jagd auch als Hobby erlaubt sein sollte.

Frauen, Befragte aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern und Anhänger der Linkspartei lehnen die Hobbyjagd laut der Umfrage häufiger ab als der Durchschnitt und vertreten die Meinung, dass nur Berufsjäger die Erlaubnis zur Jagd haben sollten. Hobbyjäger werden überdurchschnittlich häufig von Männern, Personen aus Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sowie Anhängern der Union, der FDP und der AfD befürwortet.”

Weiterlesen

Es ist wieder Jagdunfall-Saison…

Gleich drei aktuelle Jagdunfälle gibt es heute zu vermelden und zu beklagen, Jagdgegner können sich die Hände reiben, dass die Jäger ihnen so viel Munition gegen die Jagd liefern: Bei Elztal im Neckar-Odenwald-Kreis hat es einen 12jährigen Jungen erwischt, der als Beifahrer auf dem Häcksler mitfuhr, den sein Vater steuerte. Das Kind wurde von einem Querschläger am Bein getroffen und schwer verletzt. Den Schuss hatte eine Jägerin auf einen Fuchs abgegeben. Der Junge konnte inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Im Lübecker Stadtteil St. Jürgen hat ein Jäger, der an der Wakenitz Enten schießen wollte, eine Radfahrerin vom Rad geholt. Die 37jährige überquerte gerade eine Brücke über das Flüsschen, als sie eine vermutlich abgelenkte Schrotkugel am Oberschenkel traf. Sie stürzte vom Rad und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Weiterlesen

Auftakt zur Jagdunfallsaison

Auf den Feldern laufen die Erntearbeiten auf Hochtouren – und schon sind erste Jagdunfälle bei Erntejagden zu vermelden: So wurde am Freitag eine 51-jährige Jägerin bei einer Schwarzwildjagd in der Wetterau (Hessen) von einem Geschoss schwer, aber nicht lebensgefährlich an der Hüfte verletzt, wie die Frankfurter Rundschau meldet. Den Schuss hatte ein 52-jähriger Mitjäger abgegeben. Unklar ist, ob die Frau von dem Geschoss auf direktem Weg getroffen wurde, oder ob es sich um einen Abpraller oder Geschosssplitter handelt.

Weiterlesen