Schlagwort-Archive: Jagdstörer

Konflikte mit Jagdgegnern: “Der Konfrontation besser aus dem Weg gehen”

Regelmäßig schaffen es Konflikte zwischen Jägern und Jagdgegnern oder Jagdstörern in die Presse. Verfolgungsjagden, Vandalismus, verbale oder tätliche Auseinandersetzungen sind keine Seltenheit. Für Jäger steht dabei viel mehr auf dem Spiel, als für ihre Kontrahenten. Wir haben mit dem Anwalt und Justiziar des LJV Brandenburg, Jens Ole Sendke, über das richtige Verhalten im Konfliktfall gesprochen.

JAWINA: Aktuell berichtet die Lokalpresse über die Auseinandersetzung zwischen einem Jagdstörer bei Delitzsch, der nachts mit einer Taschenlampe herumgeleuchtet hat, um so das Wild zu vertreiben. Jetzt behauptet er, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein. Was steht für den Weidmann auf dem Spiel?

Jens Ole Sendke: Eine Menge. Als Legalwaffenbesitzer geht man bei solchen Auseinandersetzungen ein weitaus höherer Risiko ein, als ein Jagdgegner, der vielleicht schon viermal vorbestraft ist. Es kann durchaus passieren, dass noch am selben Abend die Polizei vor der Haustür steht und “zur Gefahrenabwehr” die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Jägers einzieht und auch seine Jagdwaffen gleich mitnimmt. Zumindest für die Dauer des Ermittlungsverfahrens, das sich einige Zeit hinziehen kann, ist es dann erst einmal nichts mehr mit Jagd. Kommt es zu einer Verurteilung oder auch einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen, können Jagdschein und WBK für mehrere Jahre futsch sein.

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Österreich: Jagdstörer von Polizei des Waldes verwiesen

Bei Gattendorf im österreichischen Bundesland Burgenland haben Tierrechts-Aktivisten eine Treibjagd gestört. Die drei “Tierschutz-Apostel”, wie die Kronen-Zeitung schreibt, drangen in den abgesperrten Bereich ein, “tobten sich an den Absperrungen der Jägerschaft aus” und rissen Warnhinweise ab. Auch sollen an der Jagd beteiligte Treiber von den Aktivisten gestört worden sein. Um die potenziell gefährliche Situation zu bereinigen, wurde die Polizei verständigt. Nach einer intensiven Suche entdeckten die Beamten den Hauptverdächtigen und seine Komplizen. Sie wurden aus dem Jagdgebiet eskortiert und erhielten einen Platzverweis. Die Jagd konnte danach erfolgreich fortgesetzt werden. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung (Screenshot).

England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach “Get off my horse!” (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube