Schlagwort-Archive: Jagdsabotage

Bayern: Hochsitz-Saboteure hinterlassen Drohbrief

Im Vorfeld einer Drückjagd, die am 19.10.20119 in einem Gemeinschaftsjagdrevier bei Untersteinach (Landkreis Kulmbach) stattfinden sollte, wurde von Jagdteilnehmern gemeldet, dass eine Reihe von Hochsitzen umgesägt wurden.Auf dem Zuweg zu einer der Hochstände, befand sich an einem Absperrband ein Brief in einer Kunststofftüte. Der Verfasser und Jagdgegner schrieb “an alle Jäger der Jagdreviere”, dass das Jagen und Töten von Tieren zu unterlassen sei. Ein Bekenntnis zur Beschädigung der Hochstände war der Polizei zufolge aber nicht enthalten. Der Sachschaden an den Hochständen wird auf mindestens 500,- Euro geschätzt. Die Polizei meint dazu: “Das dieses keine gute Tat an der Natur, sondern einer Straftat darstellt, darüber sollte sich der Täter bewusst sein. Auch, dass der Jäger die Pflicht zur Hege und Pflege des Waldes hat. Inbegriffen auch, den Bestand an Tieren und Pflanzen zu regulieren.” Hinweise auf einen Täter gibt es noch nicht, welcher sich in der Zeit vom Freitag, den 18.10.2019, gegen 16:00 Uhr bis zum Samstag, den 19.10.2019, gegen 08:30 Uhr, an den Hochständen zu schaffen gemacht hatte. Hinweise nimmt die Polizei Stadtsteinach unter der Telefonnummer 09225/96300-0 entgegen. PM/red.

Beitragsbild: Umgesägter Hochsitz (Archivbild). Foto: SE

 

Schleswig-Holstein: Für den Artenschutz unentbehrliche Betonrohrfallen zerstört

Einzige Lachseeschwalben-Kolonie Deutschlands akut gefährdet

1980 gab es in Niedersachsen und Schleswig-Holstein laut Wikipedia noch 150 Kolonien der Lachseeschwalbe, inzwischen gibt es nur noch eine letzte Kolonie im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer mit nur 31 Brutpaaren. Diese Kolonie ist nun akut gefährdet, weil fünf Betonrohrfallen, die dem Schutz der seltenen Vögel vor Prädatoren dienen sollten, zerstört wurden. Die Fallen gewährleisten im Zusammenwirken mit anderen Schutzmaßnahmen wie Elektrozäunen und jagdlichen Maßnahmen das Überleben der Lachseeschwalben-Kolonie, die sonst dem Prädatorendruck zum Opfer fallen würde. Eine Falle wurde zerschlagen, bei jeweils zwei weiteren wurden die Eingänge mit Bauschaum verschlossen bzw. die Fangvorrichtungen entwendet. Die Fallen sind an abgelegenen Orten aufgestellt und gut getarnt. Wie ein Mitarbeiter des Nationalparks gegenüber JAWINA erklärte, wird die Kolonie zudem durch Ranger und Kameras überwacht. Trotzdem wurden die Täter nicht beobachtet, weshalb ein Ranger gegenüber Boyens Medien den Verdacht äußert, das hier Insider am Werk waren.

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England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach “Get off my horse!” (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube