Schlagwort-Archive: Jagdhundeausbildung

Fred Weg II/2: Gegen Verleitungen

Schweiß auch ohne Kanin – das reicht selbst dem kleinen Fred nun, sich ohne den Schleppwildduft nur am Schweiß weiter voran zu arbeiten. Um so größer seine Freude, dass er am Ende der Spur natürlich wieder das abgelegte Kaninchen findet, das er nun mit erkennbar größerem Stolz aufmerksamkeitsheischend aufnimmt und Anne entgegenstreckt: “Sieh’ her, was ich für Dich gefunden habe!” “Mit der Kombination aus Futter, Schweiß und Schleppenwild schaffst Du eine gleichzeitige Prägung des Hundes auf mehrere Düfte, durch Wegnehmen einzelner begreift er, dass schon ein einziger der Schlüssel zum Suchenglück ist”, erklärt Markus: “Da kannst Du beinahe beliebig kombinieren und variieren, auch immer längere Fährten legen, in die Du irgendwann auch Haken einbaust. Hauptsache Du achtest drauf, dass der Hund verstanden hat, Duft in Verbindung dem Kommando Such heißt Nase runter und voran, so lange sich auch nur einer der Düfte weiter durchzieht.” Die Irritation, die entsteht, wenn einer der Düfte plötzlich fehlt, festige die Hunde nur darin, sich ein Element zur Not neu zu suchen und eben dies weiter zu verfolgen. Eine Unterscheidungsfähigkeit, die für die spätere sichere Nachsuchenarbeit ohne Verleitung bereits einen ersten Grundstein legt.

Weiterlesen

Irma und die Bobbycar-Sau

Schon bei ihrem Antrittsbesuch hat Foxterrier-Hündin Irma alle um den Finger gewickelt – sogar die mittlerweile hochbetagte Redaktions-Kurzhaar-Dame Hannah. Entnervte Leser riefen an und fragten: Weißt du eigentlich, was du da anrichtest? Meine Frau will jetzt auch so einen…”

Foto: privat

Wir können nicht garantieren, dass sich dieses Problem nicht noch verschärft, denn Irma ist wirklich ein Herzensbrecher…

Weiterlesen

Sachsen: Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald eröffnet

Jagdhundeführer können ab dem 1. April 2016 das Schwarzwildgatter „Seelitz“ im Rahmen der Jagdhundehausbildung nutzen

Im September 2015 hat Sachsenforst sein neu errichtetes Schwarzwildgatter im Wermsdorfer Wald bei Leipzig an den Landesjagdverband Sachsen übergeben. Er ist Betreiber des Schwarzwildgatters „Seelitz“ und gewährleistet zukünftig den reibungslosen und tierschutzgerechten Ablauf der Jagdhundeausbildung an den Schwarzkitteln. Rund 120.000 Euro hat Sachsenforst in das Schwarzwildgatter „Seelitz“ investiert, wie SachsenForst in einer Pressemitteilung erklärt.

Seit Jahren werden Jahr für Jahr zwischen 25.000 und 30.000 Wildschweine in Sachsen gestreckt. Trotz dieser hohen Abschusszahlen ist es den Jägern nicht gelungen, die Schwarzwildbestände nachhaltig zu reduzieren. Offenbar übertrifft der jährliche Zuwachs an Jungtieren noch immer die Verluste durch Krankheiten, Straßenverkehr oder Jagd. Leider müssen Landwirte, aber auch Waldbesitzer immer wieder Schäden hinnehmen, die durch Wildschweine verursacht werden. „Das Schwarzwildgatter ist ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Professionalität. Es liegt in unserem Interesse, die Schwarzwildbestände deutlich abzusenken. Nur so können die Schäden an der Wald- und Feldflur auf ein Minimum reduziert werden“, so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun.

Weiterlesen

OLG Celle: Befahren landwirtschaftlicher Flächen zur Jagdhundeausbildung ist rechtens

Fahrten von Jägern im Rahmen der Jagdausübung sind “landwirtschaftlicher Verkehr” – das hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle in einem aktuellen Urteil entschieden. Im konkreten Fall hatte eine Gruppe von Jägern mit ihren Autos einen Weg befahren, der für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrt war (Verkehrszeichen 250), jedoch mit dem Zusatzzeichen 1026-36 für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben war. Die Jäger wollten in der Achimer Marsch in der Nähe der Stadt Verden (Niedersachsen) eine Jagdhundeübungseinheit abhalten. Das Übungsgelände ist nur über die für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegebenen Wege zu erreichen. Der Landkreis Verden hatte gegen die Jäger ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro pro Person festgesetzt, “wegen fahrlässigen Führens eines Kraftfahrzeugs in einem Verkehrsbereich, der durch das Verkehrszeichen 250 gesperrt und für den lediglich durch das Zusatzzeichen 1026-36 („landwirtschaftlicher Verkehr frei“) ein Befahren mit Kraftfahrzeugen erlaubt war, §§ 24 StVG, 41 Abs. 1 i.V.m. Anlage 2, 49 StVO, 141.3 BKat.

Weiterlesen