Schlagwort-Archive: Jagdhunde

Getötete Schwangere – Jägern zweifeln an Beteiligung von Jagdhunden

Im Fall der durch Hundebisse getöteten schwangeren 29-jährigen (JAWINA berichtete), haben beteiligte Jäger Zweifel daran geäußert, dass die Hunde der eingesetzten Meute für den Tod der Frau verantwortlich sein sollen. Die Verstorbene hatte vor ihrem Tod eine Nachricht an ihren Lebensgefährten gesendet, in dem sie von einem Problem mit mehreren aggressiven Hunden berichtete. Dabei sei es jedoch auch um einen Konflikt mit dem Besitzer eines Malinois, eines belgischen Schäferhundes gegangen. Die Frau selbst besaß einen oder mehrere (Die Medienberichte widersprechen sich in diesem Punkt) American Staffordshire Terrier, eine Kampfhundrasse. Der Lebensgefährte der Verstorbenen gab an, etwa 45 Minuten nach ihrem letzten Anruf in dem Waldgebiet eingetroffen zu sein. Einem Bericht des Figaro zufolge gab der Mann an, erst Jagdhunden und dann einem Reiter begegnet zu sein. Dann seien etwa dreißig Jagdhunde aus der Schlucht gekommen, in der sich der Leichnam der Frau fand. Es könnten nur die Jagdhunde gewesen sein, folgerte er.

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Frankreich: Jagdhunde töten schwangere Frau

+++ Niedersachsen: Wildschwein verletzt Jägerin schwer +++ Rheinland-Pfalz: Jäger bei Bergung von Unfallwild überfahren – tot +++ Schleswig-Holstein: Jäger erlegen kranken Damhirsch an der A215 +++ Polen: Neue ASP-Fälle bei Wildschweinen nahe deutscher Grenze +++

In einem Waldgebiet bei Villers-Cotterêts im Département Aisne ist eine 29-jährige Schwangere von Jagdhunden getötet worden. Die Frau war mit ihren fünf Hunden in dem Jagdgebiet unterwegs. Eine Autopsie ergab, dass die Frau infolge mehrerer Hundebisse verblutete. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen am Kopf und anderen Körperteilen, wie südtirolNEWS berichtet. Auch nach dem Tod der Frau ließen die Hunde nicht von ihrem Opfer ab. Kurz vor ihrem Tod hatte die Frau noch ihren Lebensgefährten angerufen und von bedrohlichen Hunden berichtet. Die Polizei hat DNA-Proben von den ca. 90 Hunden genommen, die an der Jagd beteiligt waren und hat Anzeige wegen Totschlags gegen die noch zu ermittelnden Tierhalter erstattet.

Beitragsbild: Normalerweise freundlich und dem Menschen zugewandt – Jagdhunde (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

Österreich: Jagdhund von Keiler getötet

Weiterer Jagdhund schwer verletzt – Wolf für erhöhte Aggressivität verantwortlich?

Bei einer Drückjagd bei Rossatz im niederösterreichischen Bezirk Krems sind zwei Jagdhunde von einem Keiler attackiert worden, einer erlag seinen schweren Verletzungen. Ein Hund sei von dem Keiler aufgeschlitzt worden, ein anderer habe Stiche in die Lunge davongetragen. Der überlebende Hund konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der Jagdleiter führte den Vorfall gegenüber nön.at auf mehrere Faktoren zurück: Zum einen sei ein Mastjahr, die Sauen seien größer und stärker und somit wehrhafter als sonst. Vor allem aber sei eine Verhaltensänderung des Schwarzwilds zu beobachten, seit der Wolf in dem Gebiet nachgewiesen wurde: Die Wildschweine würden sich zu größeren Rotten zusammen schließen und seien deutlich aggressiver als früher. red.

Beitragsbild: Erlegter Keiler (Archivbild). Foto: SE

Österreich: Jägerin schiesst auf Wildschwein – zwei Jagdhunde tot, einer verletzt

+++ Nach ASP-Fall in WestpolenLandestierarzt warnt vor ASP in Brandenburg +++ NRW: Wisent bei Wildunfall im Sauerland getötet +++ AfD-Vorschlag: Jäger sollen von Wölfen verletzte Weidetiere erlösen +++

Bei einer Drückjagd auf Schwarzwild, die am vergangenen Samstag bei Kroatisch Minihof im Burgenland stattfand, hat eine Jägerin ein Wildschwein beschossen, das sie jedoch verfehlte. Stattdessen traf die Kugel einen Jagdhund der Rasse Deutscher Jagdterrier, der sofort verstarb. Zwei weitere Hunde wurden durch Geschosssplitter verletzt. Einer von diesen musste aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden, der andere Hund soll nach einer tierärztlichen Behandlung wieder wohlauf sein. Der Vorfall wird dem ORF zufolge vom Landesjagdverband und der Bezirkshauptmannschaft untersucht. Wenn der Schützin ein Fehlverhalten nachgewiesen wird, kann ihr die Jagderlaubnis entzogen werden, heißt es.

Beitragsbild: Jagdterrier (li.) und Wildschwein in einem Saugatter. (Archivbild). Foto: SE

Hessen: Aujeszkysche Krankheit (AK) bei Wildschwein im Werra-Meissner-Kreis nachgewiesen

+++ Italien: Wildwasserpaddler retten Reh +++ NRW: LANUV bestätigt Wolfsnachweis im Rhein-Sieg-Kreis +++ NRW: Prüm, Gerolstein und Adenau zu Wolfspräventionsgebieten erklärt +++

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurde am 4. September 2019 bei der routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Waldkappel durch das Hessische Landeslabor in Gießen Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) amtlich nachgewiesen. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Alle Schweinehalter sollten daher die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern und den unmittelbaren Kontakt von Jagdhunden mit Wildschweinen zu minimieren. Zum Schutz vor einer Infektion mit dem Erreger der Aujeszkyschen Krankheit sollten Hunde und Katzen, bei denen die Infektion grundsätzlich tödlich verläuft, nur mit vollständig durchgekochtem Fleisch von Haus- und Wildschweinen gefüttert werden.

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Jagdhundeeinsatz auf Stöberjagden: Welche Rasse hat welche Jagdstrategie?

Sarah Isaak hat ihre Bachelorarbeit in Forstwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen über die “Klassifizierung von Jagdhunderassen anhand des spezifischen Jagdverhaltens auf Bewegungsjagden” geschrieben. Im Interview mit JAWINA spricht sie über ihre Ergebnisse.

JAWINA: Du hast Deine Bachelorarbeit in Forstwirtschaft über den Einsatz von Jagdhunden auf Drückjagden geschrieben – wie bist Du auf die Idee gekommen?

Sarah Isaak: Nachdem ich das erste Mal den Tracker benutzte und den Track meines eigenen Hundes auslas, überlegte ich, ob dieses Bewegungsmuster eigentlich typisch für die Rasse meines Hundes ist. Ich sprach mit anderen Hundeführern, die ebenfalls ihre Hunde orten und es schien, als würden die verschiedenen Jagdhunderassen unterschiedliches Jagdverhalten und Bewegungsmuster zeigen.

Was genau war das Thema, wie lautete die Aufgabenstellung?

In meiner Abschlussarbeit versuchte ich Jagdhunderassen anhand des spezifischen Jagdverhaltens und Bewegungsmuster zu klassifizieren, sprich: Wie jagen und suchen die unterschiedlichen Hunde und kann ich anhand dessen die Rasse bestimmen? Oder anders ausgedrückt: Welche Rasse hat welche Jagdstrategie?

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Österreich: Jäger stirbt im Wald – Hund weicht tagelang nicht von seiner Seite

In der Steiermark ist ein Jäger bei der Jagd an Herzversagen gestorben – vier Tage lang harrte seine Bracke an der Seite des Verstorbenen aus, bei großer Hitze, ohne Futter und Wasser. Da der 68-jährige Jäger allein und zurückgezogen lebte, fiel es zunächst keinem weiter auf, dass er von seinem Pirschgang nicht zurückgekehrt war, schreibt die Kronen-Zeitung. Vier Tage nach dem Ableben des Mannes entdeckte ein Mauer bei Mäharbeiten die sterblichen Überreste des Mannes. Sein Hund lag an seiner Seite, die Spurenlage im Gras zeigte, dass er sich nicht von seinem verstorbenen Herrn wegbewegt hatte. Auch verteidigte die Hündin ihren verstorbenen Herrn gegen die anrückenden Helfer und wollte sie nicht zu dem Leichnam lassen. Mit viel Geduld gelang es Helfern eines Tierschutzvereins schließlich, den Hund einzufangen. Im Tierheim trauere die Bracke nun offensichtlich, heißt in dem Zeitungsbericht: Er fresse nicht, liege nur in seinem Korb und lasse sich kaum ins Freie bringen. Das weitere Schicksal des treuen Tiers ist ungewiss, zumal bislang niemand nach der Bracke gefragt habe.

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Anwalt des Wolfsschützen veröffentlicht Presseerklärung

+++ Sachsen-Anhalt: Wolf streift durch Magdeburger Wohngebiet +++

Der Anwalt des Holländers, der auf einer Jagd In Brandenburg einen Wolf geschossen hat, weil er Jagdhunde attackierte (JAWINA berichtete), hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er den Vorfall aus der Sicht seines Mandanten schildert. Die Darstellung deckt sich weitgehend mit dem Schilderung des Vorfalls durch den Jagdleiter gegenüber JAWINA. Teilweise werden aber weitere Details genannt, auch die Aussage des Augenzeugen wird wiedergegeben. Wir stellen die PM des Anwalts zum Download bereit.

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Brandenburg: Notwehr – Holländischer Jagdgast erschiesst Wolf

Kein Fake: Ein holländischer Jagdgast hat am Freitag (18.01.) gegen 14 Uhr bei Rädigke (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Wolf geschossen. Der Wolf hatte Jagdhunde attackiert und ließ sich nicht vertreiben.

Wie der Jagdleiter gegenüber JAWINA bestätigte, fand an dem Tag eine Drückjagd statt. Nach den Schilderungen des Jagdleiters hat sich der Vorfall wie folgt zugetragen: Schon kurz nach Beginn der Jagd gingen Meldungen über Wölfe im Treiben ein. Ein Wolf zog auf zehn Meter an einem holländischen Jagdgast vorbei. Selbstverständlich schoss der Jäger in dieser Situation nicht. Zuvor waren drei bis vier Stück Rehwild etwas weiter entfernt angewechselt. Rehwild war jedoch nicht freigegeben, weshalb kein Schuss auf die Rehe abgegeben wurde. Der Wolf zog weiter und drehte kurz darauf einen kleinen Bogen, vermutlich hatte er Witterung von dem Rehwild bekommen. Kurz darauf kamen Stöberhunde an, die die Rehwildfährte arbeiteten. Der Wolf machte sofort kehrt und griff die Jagdhunde an. Der Jäger versuchte den Wolf durch lautes Pfeifen und Schreien zu vertreiben, gab schließlich einen Warnschuss ab. Auch von diesem ließ sich der Wolf nicht beeindrucken – ein Verhalten, das auch auf anderen Jagden in Brandenburg beobachtet und geschildert worden ist.

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Meldung über von Wölfen im Schlaubetal getötete Hunde höchstwahrscheinlich Fake

Bei der seit gestern auf Whatsapp kursierenden Meldung, derzufolge mehrere Hunde bei einer Jagd im Schlaubetal von Wölfen getötet worden sein sollen, handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen höchstwahrscheinlich um ein Fake.

Denn:

1) Das geschilderte Szenario ist für sich genommen schon äußerst unwahrscheinlich. Auf JAWINA sind diverse Fälle von Wolfsangriffen auf Jagdhunde (z.B. auch in Schweden, wo Wolfsangriffe bekanntlich noch vor dem Straßenverkehr unnatürliche Todesursache Nr. 1 bei Jagdhunden sind) dokumentiert worden. In allen diesen Fällen ist jeweils nur ein Hund getötet worden. Dass hier eine ganze Meute massakriert worden sein soll, erscheint kaum glaubwürdig, z.B., weil die Hunde – anders als eingepferchte Schafe – fliehen könnten.

2) Zu bedenken ist auch, dass das Szenario mit einer Geräuschkulisse verbunden wäre, die auf einer Drückjagd mit den üblichen Abständen zwischen den Ständen keinesfalls unbemerkt bleiben würde. Folglich würden Hundeführer versuchen, ihren Hunden zu Hilfe zu kommen und die Wölfe zu verscheuchen. Und es wäre bei dieser Zahl von toten Hunden mit ziemlicher Sicherheit auch der eine oder andere Wolf auf der Strecke geblieben…

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