Schlagwort-Archive: Jagdhund

DJV: Coronavirus – Jagdhund und Reh sind kein Risiko

Haus- und heimische Wildtiere können das Coronavirus (SARS-CoV-2) nicht auf Menschen übertragen, meint der DJV. Ebenso wenig kann der Mensch Tiere anstecken. Experten empfehlen trotzdem regelmäßiges Händewaschen.

Auf Anfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit: Menschen können sich nach aktuellem Wissensstand nicht über Haus- oder Wildtiere mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Jagdhunde stellen also kein Infektionsrisiko dar, ebenso wenig Reh oder Wildschwein. Um ganz sicher zu gehen, untersucht das FLI derzeit, ob Tiere ein Virusreservoir sein könnten. Ergebnisse sollen Ende April 2020 vorliegen.

Mit dem Coronavirus infizierte Menschen können beispielsweise das Fell von Hunden und Katzen mit dem Erreger kontaminieren. Allerdings ist die Virenmenge dann so gering, dass sie für eine Infektion weiterer Menschen nicht ausreicht. Derzeit gibt es laut FLI auch keine Hinweise darauf, dass sich heimische Wild- oder Haustiere bei Menschen mit SARS-CoV-2 infizieren könnten.

[Anm. d. Red.: Eine etwas andere Sicht der Dinge war in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zu lesen: “Nicht der Hund überträgt die Krankheit, aber sein Halsband” – kann nicht schaden, das zur Kenntnis zu nehmen.]

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Wolfsattacke auf Jagdhund: Staatsanwalt erkennt Notstand nicht an

DJV und JGHV sind entsetzt: Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will einen Jäger anklagen, weil er einen Wolf tötete, der unter Zeugen Jagdhunde angegriffen hat (JAWINA berichtete). Aufgrund drohender strafrechtlicher Risiken sollten Jäger keine Hunde mehr in Wolfsgebieten einsetzen. Die Verbände fordern Bund und Länder auf, Rechtssicherheit zu schaffen – Vorbild könnte Schweden sein.

Anfang 2019 hat ein Wolf bei einer Jagd mehrere Jagdhunde angegriffen und schwer verletzt. Ein Jäger hat zuerst in die Hände geklatscht und einen Warnschuss abgegeben. Er tötete den Wolf schließlich, da er nicht von den Hunden abließ. Zeugen haben den Vorgang bestätigt, ein Tierarzt die Bissverletzungen. Nach Angaben des Verteidigers Dr. Heiko Granzin ergibt sich anhand der Aktenlage eine eindeutige Notstandssituation. Der zuständige Staatsanwalt hat nun in einem Telefonat gegenüber dem Verteidiger mitgeteilt, dass der Jäger nach seiner Rechtsauffassung in keinem Fall hätte schießen dürfen – ungeachtet der Notstandslage. Nach Ansicht von Dr. Granzin ist dies „absurd“. Die Staatsanwaltschaft Brandenburg will Anklage erheben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) sind entsetzt. Sollte sich diese Rechtsansicht durchsetzen, sollten Jäger wegen der strafrechtlichen Risiken künftig keine Jagdhunde mehr für Stöberjagden und Nachsuchen in Wolfsgebieten einsetzen. DJV und JGHV fordern Bund und Länder auf, die Rechtsunsicherheit umgehend zu beenden.

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Rheinland-Pfalz: Jagdhund nach Aujeszky-Infektion eingeschläfert

+++ Hessen: Jagdhund bei Drückjagdeinsatz angefahren +++ Bayern: Neue Kandidaten im Kampf um Vocke-Nachfolge +++ NRW: Neue Wolfsnachweise im Bergischen Land +++ Baden-Württemberg: Fuchsräude in Villingen-Schwenningen aufgetreten +++ Schleswig-Holstein: Wolf aus Niedersachsen im Kreis Dithmarschen nachgewiesen +++ Brandenburg: Stahnsdorfer Bürgermeister wiederholt Forderung nach Bogenjagd +++ Sachsen-Anhalt: AfD-Antrag auf Hundesteuerbefreiung für Jagdhunde in Gardelegen erfolgreich +++

Bei einem Jagdhund, der im Kreis Neuwied an  einer Jagd beteiligt war, wurde das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen. Der Hund zeigte einige Tage nach Kontakt mit einem Wildschwein, deutliche Krankheitssymptome der Aujeszkyschen Krankheit und musste letztendlich eingeschläfert werden. Dies teilt das Veterinäramt des Landkreises Neuwied mit.

Bei dem Erreger handelt es sich um einen Herpesvirus, Wildschweine fungieren als Virusträger des Krankheitserregers. Bei Hausschweinen in Deutschland wurde die Erkrankung seit vielen Jahren nicht mehr nachgewiesen. Das Vorkommen des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in der Wildschweine-Population in Rheinland-Pfalz ist bekannt. Die letzten Nachweise des Virus der Aujeszkyschen Krankheit in Rheinland-Pfalz erfolgten ebenfalls bei jagdlich geführten Hunden im November 2015 und Dezember 2017 im Kreis Bernkastel-Wittlich und im Kreis Kusel. Die Krankheit ist bei Hunden und Wildschweinen weder melde- noch anzeigepflichtig, so dass keine behördlichen Maßnahmen ergriffen werden.

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Niedersachsen: Jagdhund auf Nachsuche überfahren – Fahrer begeht Unfallflucht

Das Verhalten dieses Autofahrers dürfte jedem Hundeführer die Zornesröte ins Gesicht treiben: Am Montag Abend informiert die Polizei den Jäger Heinrich R. über einen Wildunfall auf der Neuenkirchener Straße bei Voltlage (Landkreis Osnabrück). Der Unfallfahrer stand noch mit eingeschaltetem Warnblinker an der Unfallstelle. Nachdem R. und der hilfsbereite Fahrer eines Lieferfahrzeugs hinzu gekommen sind, stehen also insgesamt drei Fahrzeuge mit Warnblinker an der Unfallstelle. Da das angefahrene Reh flüchtig abgegangen ist, beginnt R. mit seinem Jagdhund Lasse eine Nachsuche. In der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), die zuerst über den Vorfall berichtete (hinter Paywall), wird die Rasse des Hundes nicht erwähnt, es dürfte sich den Foto nach um einen Kleinen oder Großen Münsterländer handeln. Als der Hund auf der Fährte die Fahrbahn überquert, fährt ein Auto mit hoher Geschwindigkeit an der Unfallstelle vorbei. Es erfasst den Hund und schleift ihn ca. 25 Meter weit mit.

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Wolfsabschuss: DJV und LJV fordern gesetzliche Regelung

Am Wochenende hat ein Wolf in Brandenburg Jagdhunde attackiert (JAWINA berichtete). Ein Jäger hat den Wolf daraufhin getötet. Es wäre bereits der zweite Vorfall dieser Art in Deutschland. DJV und LJV fordern eine lückenlose Aufklärung des Falls und Rechtssicherheit für Jäger.

Vergangenen Samstag soll ein Wolf Jagdhunde während der Jagd attackiert haben. Medienberichten zufolge hat ein Jäger diesen deshalb getötet. Es wäre bundesweit bereits der zweite Fall – erneut in Brandenburg. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Brandenburg (LJV) nehmen den Vorfall sehr ernst und fordern eine schnelle, lückenlose Aufklärung.

„Der Gesetzgeber muss endlich handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Vorbildlich sei Schweden: Dort könnten Jäger einen Wolf bereits töten, wenn er im Begriff sei, Hunde oder Nutztiere zu attackieren. Zuvor müsse allerdings versucht werden, den Wolf durch Rufen und Warnschüsse in den Boden zu vertreiben.

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Schleswig-Holstein: Polizei warnt Hundehalter vor möglichen Giftködern

+++ Bayern: Jäger erlegt 170-Kilo-Keiler bei Germering +++

Am Montag, den 16. September 2019 rettete ein Tierarzt einen Jagdhund nach dem Verzehr eines mutmaßlich vergifteten Fleischstückes, wie die Polizeidirektion Bad Segeberg meldet. Der 55-jährige Hundehalter aus Schenefeld war mit seinem Münsterländer Rüden morgens zwischen 6:45 Uhr und 7:15 Uhr im Bereich des Meisenweges und des Sandstückenweges spazieren. Unmittelbar nach dem Spaziergang zeigte der Hund erste Vergiftungssymptome. Der Hundehalter fuhr sofort zu einem Tierarzt. Nachdem dieser ein Brechmittel verabreichte, erbrach der Hund ein unverdautes, sauber geschnittenes Stück Fleisch. Die Ermittler der Polizei Schenefeld gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass das Stück Fleisch vergiftet und möglicherweise gezielt als Köder ausgelegt wurde. Die Polizei appelliert an alle Hundehalter, ihre Tiere angeleint zu führen und darauf zu achten, dass die Tiere am Wegesrand nichts Unbekanntes fressen. Weiterlesen

Österreich: Treuer Hund ist schon vermittelt

Der treue Jagdhund, der vier Tage ohne Wasser und Futter neben seinem verstorbenen Herrn ausharrte (JAWINA berichtete), ist vermittelt, wie JAWINA-Leser Anko in einem Kommentar zum verlinkten Beitrag mitteilt. Wie die Kronen-Zeitung berichtet, ist die Bracke schon am Freitag an einen “alleinstehenden, wanderfreudigen Pensionisten” vermittelt worden. Einserseits schön, andererseits schade, die treue Senta wäre sicherlich auch mit ihrem neuen Herrn liebend gern wieder auf die Jagd gegangen… In ihrem neuen Zuhause fremdelt die Hündin noch, soll aber “alle Zeit der Welt” haben, um sich einzugewöhnen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung. (Screenshot)

Treue Jagdhelfer auf der Haut

JAWINA-Leser TB hat sich langlebige Erinnerungen an seine langjährigen Jagdbegleiter stechen lassen: Auf dem linken Arm prangt ein Bild seines 62er Sauer-Drillings mit Dural-Basküle: Seine erste Jagdwaffe.

Das war das Vorbild für den Tätowierer:

Der Drilling – bald 50 Jahre im Jagdgebrauch und top in Schuss. Fotos: TB

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Rheinland-Pfalz: Jagdhund an Auto gebunden und losgefahren

+++ Niedersachsen: Fünf Hochsitze im Landkreis Celle zerstört +++ Mecklenburg-Vorpommern: 1,80-Zaun mit Stromlitze überwunden – Wölfe reißen Gatterwild +++ NRW: Wisente im Rothaar-Gebirge werden eingezäunt +++

Polizei sucht Zeugen

Am Dienstag, den 26.03.2019, ging um 14:04 Uhr bei der Polizeiinspektion Grünstadt (Landkreis Bad Dürkheim) eine telefonische Mitteilung ein, dass soeben ein weißer Pkw mit DÜW-Kennzeichen die Straße Verladeplatz in Grünstadt befahren würde und an der Anhängerkupplung des Pkws ein Jagdhund angebunden sei. Der Pkw sei in Richtung des nahegelegenen Bahnhofs gefahren. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte der Pkw nicht mehr festgestellt werden. Da es sich hierbei um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handeln könnte, werden Zeugen des Vorfalls gebeten sich bei der Polizeiinspektion Grünstadt zu melden. PM

Beitragsbild: Jagdhund im Auto (Archivbild): Foto: SE

Schweden: Wolf tötet Jagdhund bei Hundeprüfung

Östlich von Molkom in der schwedischen Provinz Värmland ist am Dienstag früh ein Jagdhund der Rasse Drever während einer Hundeprüfung von einem Wolf getötet worden. Das berichtet die schwedische Jagdzeitung SvenskJakt. Nach Aussage der Richter besteht kein Zweifel daran, dass der Hund von einem Wolf getötet wurde, so SvenskJakt. Demnach arbeitete der Hund laut eine Fährte, verstummte aber plötzlich nach 450 Metern. Der Hund bewegte sich dann nur noch eine kurze Strecke weiter. Richter und Hundebesitzer gingen dann zu der Stelle, wo sie den Hund zuletzt gehört hatten. Dabei stießen sie bereits auf frische Wolfsfährten. Der Hund wurde tot aufgefunden, er wies die für Wolfsrisse typischen Verletzungen an der Kehle auf. Am Ort des Risses gab es Spuren von mindestens einem Wolf, der den Hund noch etwa 30 Meter fortgeschleift hat. Die Bezirksverwaltung ist SvenskJakt zufolge auf dem Weg in das Prüfungsgebiet, in dem bislang kein Rudel offiziell bestätigt war.

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