Schlagwort-Archive: Jagdgegner

NRW: Mehr als 60 jagdliche Einrichtungen professionell zerstört

+++ Seit 2015 haben Wölfe in Norddeutschland ca. 1300 Nutztiere gerissen +++ NRW: Wolf reißt erneut Schafe in Holte-Stukenbrock +++ Bayern: Jäger an Hasenpest erkrankt +++ Sachsen-Anhalt: Wölfe reißen Damschaufler im Mehmker Forst +++

Seit Jahresbeginn sind in den Kreisen Wesel und Kleve mehr als 60 Hochsitze, Kanzeln und Erdsitze von bislang unbekannten Tätern zerstört worden. Die Westfälische Rundschau (WR) zitiert einen Revierinhaber aus Kamp-Lintfort mit dem Satz: “Bei mir steht keine einzige Kanzel mehr.” Der oder die Täter rücken vermutlich nachts mit Fahrzeugen an, sie sind mit Profi-Werkzeugen wie Akku-Sägen und Trennschleifern ausgestattet. So werden die Hochsitze z.T. nicht nur angezündet oder umgesägt, sondern teilweise sogar komplett zersägt. Selbst Metallrohre seien kleingeschnitten worden, klagt Alfred Nimphius, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, gegenüber RPonline. Mitunter werden bis zu acht Hochsitze in einer Nacht zerstört, der Schaden beläuft sich mittlerweile auf über 30.000 Euro. Bei manchen Sabotageakten geht es nicht nur um Sachbeschädigung, die Täter nehmen offenbar billigend in Kauf, dass Menschen durch angesägte Kanzeln zu Schaden kommen. Die WR berichtet von einem Fall, in dem ein Jagdaufseher erst auf einer der obersten Sprossen der Leiter bemerkte, dass der ganze Hochsitz schwankte: Die Telefonmasten waren durchgesägt, der Sitz aber nicht umgestoßen worden. Dass auch spielende Kinder solchen feigen und hinterlistigen Attentaten zum Opfer fallen könnten, nehmen die fanatisierten Täter offenbar billigend in Kauf.

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Tierrechtsdemo bei Prädatorensymposium: Schrille Emotionen

„Schande, Schande, Mörderbande“ oder „Tiere haben Rechte – Jagd ist Mord“ schrie ein fanatischer Tierrechtler geifernd ins Megaphon, und etwa 80 Demonstrant*Innen kreischten vor der Grünberger Gallushalle lautstark mit. Eine möglicherweise der Gießener Tierrechtsszene zuzuordnende rabiate Demonstrantin zielte – hinter einem großen Transparent versteckt – in infantiler Weise mit einem Spielzeuggewehr in Richtung Grünröcke.

Der Unterhaltungs- und Belustigungsfaktor dieses Aufzugs war groß für die über 400 Jäger, Jagdgenossen und waschbär-geschädigten Bürger, die Ende August im Bürgerhaus an der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Artenschutz und Prädatoren“ der Jägervereinigung Oberhessen teilnahmen. Auch die Grünberger Polizei, die diesen seltsamen Aufzug souverän begleitete, kam auf ihre Kosten. Wann bekommt man schon einmal in der Gallusstadt solche Comedy-acts live zu Gesicht?

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NRW: Jagdgegnerin geht auf Kehle

JAWINA-Leser NN schickt uns die Schilderung eines bemerkenswerten Vorfalls:

“Ich bin seit Mai diesen Jahres Jungjäger im Revier X in Z. Einer unserer Ansitze befindet sich in den Feldern am Ende einer Baumreihe an der Straße S. Wenn ich richtig informiert bin, ist es uns Jägern gestattet, im Rahmen der befugten Jagdausübung Wege für Land- und Forstwirtschaft zu befahren, den Anwohnern und Besuchern jedoch nicht. Ebensowenig darf die Straße S zwischen dem Kreisverkehr Landstraße  und der Siedlung M von anderen Autofahrern als Abkürzung vom und zum Kreuz N benutzt werden.

In der letzten Zeit kommt es immer wieder vor, dass die Straße zwischen dem Kreisverkehr Landstraße und der Siedlung auch von solchen Autofahrern benutzt wird, die – sobald eines unserer mit „Jagdbetrieb” oder „Jagdschutz” gekennzeichneten oder sonstwie als Jagdfahrzeug erkennbaren Fahrzeuge entdeckt wird – als offensichtlich vorsätzliche Jagdstörung dauerhupend die Straße befahren, wenden, erneut dauerhupend in entgegengesetzter Richtung fahren, und wieder wenden um nochmals dauerhupend weiter zu fahren.

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Schweiz: Breites Bündnis gegen Jagdverbot im Kanton Zürich

Am 23. September stimmen die Wahlbürger des Schweizer Kantons Zürich über die von Tierschützern und Jagdgegner lancierte Initiative “Wildhüter statt Jäger” ab. Die Initiative verfolgt das Ziel, das bestehende Jagdsystem der sogenannten Milizjagd abzuschaffen, bei dem lokale Jagdgesellschaften für die Hege und Pflege der Wildbestände zuständig sind. Nach dem Wunsch der Initianten sollen nach dem Vorbild des Kantons Genf stattdessen vom Staat bezahlte Wildhüter das Wildtiermanagement übernehmen. Diesem Ansinnen stellt sich ein breites Bündnis aus Jägern und Landwirten und Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum entgegen. Regierungsrat und Kantonsrat lehnen das Begehren ab, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, “und zwar einstimmig.” Auch der Schweizer Naturschutzverband Pro Natura lehnt die Initiative ab.

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Umfrage: Mehrheit nach Jagdunfällen gegen “Hobbyjagd”

Hessen: Kreis, Ministerium und Sparkasse unterstützen Jagdhundesolidaritätskasse +++ Schweiz: Acht Hochsitze zerstört +++ Bayern: Wilderei in Postmünster – Zeugen gesucht +++ Österreich: Immer mehr Goldschakale +++ Thüringen: Nabu fordert Fortsetzung der Jagd auf Wolfshybriden +++

Nach der Häufung von Jagdunfällen in den letzten Wochen (tödliche Jagdunfälle in NRW und Thüringen, ein angeschossenes und schwer verletztes Mädchen in Thüringen, JAWINA berichtete) hat sich eine knappe Mehrheit in einer Umfrage gegen die sog. “Hobbyjagd” ausgesprochen. Die Umfrage wurde von dem Meinungsinstitut forsa im Auftrag der Tierschutzorganisation Peta durchgeführt.

1.064 Menschen hat Forsa Peta zufolge zwischen dem 3. und 5. Juli danach gefragt, wer die Berechtigung zur Jagd haben sollte: “Dabei kristallisierte sich heraus, dass sich eine knappe Mehrheit der Deutschen gegen die Hobbyjagd ausspricht: 49 Prozent sind der Meinung, nur Berufsjäger sollten jagen dürfen. 45 Prozent hingegen sind der Ansicht, dass die Jagd auch als Hobby erlaubt sein sollte.

Frauen, Befragte aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern und Anhänger der Linkspartei lehnen die Hobbyjagd laut der Umfrage häufiger ab als der Durchschnitt und vertreten die Meinung, dass nur Berufsjäger die Erlaubnis zur Jagd haben sollten. Hobbyjäger werden überdurchschnittlich häufig von Männern, Personen aus Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sowie Anhängern der Union, der FDP und der AfD befürwortet.”

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Konflikte mit Jagdgegnern: “Der Konfrontation besser aus dem Weg gehen”

Regelmäßig schaffen es Konflikte zwischen Jägern und Jagdgegnern oder Jagdstörern in die Presse. Verfolgungsjagden, Vandalismus, verbale oder tätliche Auseinandersetzungen sind keine Seltenheit. Für Jäger steht dabei viel mehr auf dem Spiel, als für ihre Kontrahenten. Wir haben mit dem Anwalt und Justiziar des LJV Brandenburg, Jens Ole Sendke, über das richtige Verhalten im Konfliktfall gesprochen.

JAWINA: Aktuell berichtet die Lokalpresse über die Auseinandersetzung zwischen einem Jagdstörer bei Delitzsch, der nachts mit einer Taschenlampe herumgeleuchtet hat, um so das Wild zu vertreiben. Jetzt behauptet er, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein. Was steht für den Weidmann auf dem Spiel?

Jens Ole Sendke: Eine Menge. Als Legalwaffenbesitzer geht man bei solchen Auseinandersetzungen ein weitaus höherer Risiko ein, als ein Jagdgegner, der vielleicht schon viermal vorbestraft ist. Es kann durchaus passieren, dass noch am selben Abend die Polizei vor der Haustür steht und “zur Gefahrenabwehr” die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Jägers einzieht und auch seine Jagdwaffen gleich mitnimmt. Zumindest für die Dauer des Ermittlungsverfahrens, das sich einige Zeit hinziehen kann, ist es dann erst einmal nichts mehr mit Jagd. Kommt es zu einer Verurteilung oder auch einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen, können Jagdschein und WBK für mehrere Jahre futsch sein.

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Polen: “Unakzeptable und fundamental falsche Änderungen des Jagdrechts”

Es ist wie ein Alptraum: Keine Strafen für Jagdstörer, Jagdverbot für alle unter 18, regelmäßige Jägerprüfungen, Ernennung von Jagdfunktionären durch den Umweltminister – das polnische Jagdgesetz wird offenbar nach den Vorgaben totalitärer Jagdgegner umgestaltet.

Äußerst besorgt zeigt sich FACE, die Dachorganisation der europäischen Jagdverbände, über die Änderungen des polnischen Jagdgesetzes, denen der polnische Senat bereits zugestimmt hat. Diese bedeuteten “buchstäblich den Tod lange bestehender jagdlicher Tradition, Kultur und Methoden. Insbesondere die folgenden Neuregelungen, so FACE, hätten gravierende Auswirkungen auf Jagd und Jäger in Polen:

1 Das Verbot, Wildtiere ohne ausdrückliche jagdliche Zwecke zu stören. Dies würde FACE zufolge bedeuten, dass Jäger ihre Hunde und Falkner ihre Greifvögel nicht mehr effektiv trainieren könnten. FACE weist darauf hin, dass Falknerei und die Ausbildung von Greifvögeln von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt sind.

2 Die Ernennung des Präsidenten des polnischen Jagdverbands durch den Umweltminister und die Möglichkeit, diese Person durch den Minister zu entlassen, wenn ein Beratungsgremium dem zustimmt. Dies würde die Selbstverwaltung der Jägerschaft eliminieren und stelle einen unmittelbaren Angriff auf demokratische Grundprinzipien dar, so FACE.

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NRW: Jagdgegner demolieren Auto

Vandalismus auch bei Peine (Niedersachsen) und Moschheim (RLP)

Jagdgegner haben am Samstag das Auto einer Treiberin demoliert, die bei Hünxe (Kreis Wesel) an einer Schwarzwild-Drückjagd zur Eindämmung der ASP-Gefahr teilgenommen hatte. Ein Unbekannter soll der NRZ zufolge dabei beobachtet worden sein, wie er mit einem Holzklotz die Frontscheibe des PKW einschlug, sowie Seitenspiegel und Motorhaube demolierte. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Die Drückjagd war Medienberichten zufolge im Vorfeld Landwirten, der Polizei und Anwohnern angekündigt worden. Daraufhin wurde der Jagdpächter, der CDU-Ratsherr Michael Helmich bedroht: Man habe angekündigt, die Fenster seines Hauses einzuschlagen, so RP online. Helmich, der auch Nabu-Mitglied und Wolfspate ist, erklärte gegenüber RP online, dass er “gerne das Gespräch mit den Jagdgegnern gesucht und dabei auch erklärt hätte, warum derzeit gejagt werden muss und warum der Abschuss von Wildschweinen so wichtig ist.” Aber das sei mit solchen Personen wohl nicht möglich.”

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Österreich: Jagdstörer von Polizei des Waldes verwiesen

Bei Gattendorf im österreichischen Bundesland Burgenland haben Tierrechts-Aktivisten eine Treibjagd gestört. Die drei “Tierschutz-Apostel”, wie die Kronen-Zeitung schreibt, drangen in den abgesperrten Bereich ein, “tobten sich an den Absperrungen der Jägerschaft aus” und rissen Warnhinweise ab. Auch sollen an der Jagd beteiligte Treiber von den Aktivisten gestört worden sein. Um die potenziell gefährliche Situation zu bereinigen, wurde die Polizei verständigt. Nach einer intensiven Suche entdeckten die Beamten den Hauptverdächtigen und seine Komplizen. Sie wurden aus dem Jagdgebiet eskortiert und erhielten einen Platzverweis. Die Jagd konnte danach erfolgreich fortgesetzt werden. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung (Screenshot).

NRW: Nabu fordert Beschränkung der Jagdzeit auf September bis Dezember

+++ “Zahlenpfusch” beim Hamburger Nabu +++ Österreich: Vorarlberg behält Rotwildfütterung bei +++ Mecklenburg-Vorpommern: “Überall Gliedmaßen” – Jagdreste unsachgemäß entsorgt +++ Saarland: Brutplatz von Rotmilan zerstört +++ Bayern: “Blut und Eingeweide” – Aufregung um Aufbruch +++

Gäbe es noch Zweifel an der ideologischen Verbohrtheit und prinzipiellen Jagdfeindlichkeit des Nabu – mit den Statements des Nabu NRW zur geplanten Überarbeitung des nordrhein-westfälischen Landesjagdgesetzes wären sie ausgeräumt. Die angekündigte Novellierung des umstrittenen und in Teilen verfassungswidrigen Gesetzes dürfe “ökologische Standards nicht aufweichen”, fordert der Nabu. “Die aktuelle Jagdstrecke belege eindrücklich, dass trotz gestiegener Jagdstrecken bei Schalenwild und Wildschweinen die Überpopulationen mit den herkömmlichen Jagdmethoden nicht in den Griff zu bekommen seien”, so der Nabu. Der Nabu plädiere schon seit langem dafür die Jagdzeiten auf die Wintermonate September bis Dezember zu beschränken und in diesem Zeitraum auf die effektivere Drückjagd umzusteigen, so der Nabu-NRW-Vorsitzende Josef Tumbrinck.

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Schleswig-Holstein: Jagdgegner bedroht Jäger mit Pistole

Ein 46 Jahre alter Jagdgegner hat eine Gruppe von Jägern bei Uetersen (Kreis Pinneberg) mit einer Pistole bedroht. Der Vorfall ereignete sich bereits am 24. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Offensichtlich habe der Mann “etwas gegen die Ausübung der Jagd im Grenzbereich von Uetersen und Groß Nordende” gehabt, stellt die shz fest. Der Jagdgegner scheint seine Pistole vor den Augen der Jäger durchgeladen zu haben. Die Jäger, die legal Fasanen in dem Gebiet jagten, zogen sich daraufhin zurück und verständigten die Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) rückte an und überwältigte den Jagdgegner in seiner Wohnung. Der polizeilich bislang unbescholtene Mann wurde vorläufig festgenommen, die Pistole entpuppte sich als Schreckschusswaffe. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der shz, dass “das Ganze für den Uetersener Pistolenmann auch tragisch hätte ausgehen können:” Schließlich seien die Jäger bewaffnet gewesen – hätten sie sich in einer vermeintlichen oder tatsächlichen Notwehrsituation mit ihren Jagdflinten verteidigt, wäre dies dem Pistolenmann wohl nicht gut bekommen. red.

Beitragsbild: Schreckschusswaffen (Revolver). Foto: SE

England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach “Get off my horse!” (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube

Rheinland-Pfalz: Feiger Anschlag – Hochsitz angesägt

In dem Zeitraum zwischen Sa. 04.11.2017 und So. 05.11.2017 wurde im Jagdbezirk Sinzig Bad Bodendorf (Landkreis Ahrweiler) ein ca. fünf Meter hoher Hochstand einer Jagdgemeinschaft angesägt. Wie die Polizei mitteilt, sägten unbekannte Täter eine Hauptstütze des Hochstandes bis zur Hälfte schräg an. Glücklicherweise wurde diese Beschädigung durch einen Jäger entdeckt, bevor er auf den Hochsitz aufstieg. Die Beschädigung war nach Auffassung der Ermittler geeignet den Hochsitz beim Besteigen zum Einsturz zu bringen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Hinweise zu dem Täter bitte an die Polizeiinspektion Remagen Tel.: 02642/93820. PM

Beitragsbild: Angesägte Kanzel (Archivbild). Foto: SE

Afrikaner kritisieren deutsche Naturschützer

Die unreflektierte neokolonialistische Attitüde deutscher Naturschützer ruft in Afrika immer schärfere Kritik hervor. In der Allgemeinen Zeitung Namibia (AZ) bringt Redakteur Frank Steffen den Unmut vieler Opfer hiesiger Besserwisserei auf den Punkt: “Ob sich manche Naturschützer wirklich Gedanken zur praktischen Ausführung des nachhaltigen Naturschutzes machen?” fragt sich Steffen in seinem Kommentar “Namibia braucht die Jagd” (Registrierung erforderlich) und regt an, “einfach mal versuchen, Vorstellungen und Überzeugungen mit der Realität in Verbindung zu bringen.”

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Seinen Jagdinstinkt zu leugnen, kann psychisch krank machen

Der amerikanische Autor James A. Swan hat sich auf der NRA-Seite American Hunter unter dem Titel “An Accurate Psychology Of Hunting” mit der Psychologie von Jägern und Jagdgegnern beschäftigt (mehr dazu hier). Swan geht von dem Sachverhalt aus, dass zwar 79 Prozent der Amerikaner eine ethische, nachhaltige Jagd befürworteten, es aber dennoch in Amerika heute nur so viele Jäger gäbe wie vor 50 Jahren, als das Land nur halb so viele Einwohner hatte. Warum jagen so wenige Leute, fragt er, zumal es doch reichlich Wild gebe. Studien hätten darauf in der letzten Zeit verschiedene Antworten geliefert: Zum einen führen die Befragten als Gründe für ihre Jagd-Abstinenz zu wenig Freizeit bei zunehmenden familiären und beruflichen Verpflichtungen an, und auch, dass sie keinen Zugang zur Jagd fänden.

Aber es gibt noch einen anderen Grund: 56 Prozent der von dem Psychologen Simon Bronner Befragten führten an, dass sie mit Anti-Jagd-Einstellungen und Jagdgegnern konfrontiert worden sein. Die schlechte Nachricht ist also, dass die Anti-Jagd-Propaganda bei einigen Leuten funktioniert: Sie kommen nicht auf die Idee, einen Jagdschein zu machen oder verkneifen sich den Wunsch, weil sie fürchten, von militanten Jagdgegnern zu unmoralischen oder psychisch gestörten Personen (Sadisten, Lustmördern, man kennt das…) erklärt zu werden. Wollen wir doch mal sehen, wer hier psychisch krank ist, mag sich James A. Swan gedacht haben – und ist der Psychologie von Jagd und Jagdgegnern vor dem Hintergrund “seiner Erfahrung als pensionierter Professor für Psychologie und Umwelttechnik an vier Universitäten” nachgegangen – mit interessanten- und für Jagdgegner eher unerfreulichen – Ergebnissen.

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NRW: Remmel nimmt Anti-Jagd-Petition entgegen

Remmel droht: Jagdgesetz 2018 wieder Thema

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat auf einer Veranstaltung, die eigentlich als Werbeveranstaltung für den Wolf gedacht war, eine Anti-Jagd-Petition entgegen genommen: Eine Remscheiderin namens Brita Günther überreichte eine Petition gegen die Bejagung des Rotfuchses, die 62.000 Bürger unterzeichnet haben sollen, wie der Remscheider General-Anzeiger (rga) berichtete. Die Petition soll dem rga zufolge von dem Rheinisch-Bergischen Naturschutzverein RBN “und dessen Schwesterverband Nabu” unterstützt worden sein, womit die sogenannten Naturschutzvereine wieder einmal beweisen, dass ihnen der Schutz zahlreicher Rote-Liste-Arten von Feldhase bis Kiebitz vor opportunistischen Allerwelts-Prädatoren wie dem Rotfuchs egal ist, wenn es gegen die Jäger geht und dem Spendenaufkommen dient. Remmel musste die engagierte Remscheiderin, was die “baldige Umsetzung in eine Gesetzesvorlage” (rga) angeht, jedoch vertrösten: Frühestens 2018 laufe “der vereinbarte Kompromiss im neuen Jagdgesetz aus”, sagte der Minister dem rga zufolge. SE

Beitragsbild: Erlegte Füchse. Foto: SE

Wegen Beleidigung von Jäger: Präsident der Tierschutzpartei verurteilt

Der Präsident der Europäischen Tierschutzpartei, Enrico Rizzi (27), ist von einem Gericht in Trient (Südtirol) zu einer Haftstrafe von zwei Monaten auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Jäger in verleumderischer Weise beleidigte. Rizzi hatte wenige Minuten, nachdem der Tod des Regionalpräsidenten Diego Moltrer bekannt geworden war, auf Facebook seiner Freude über das Dahinscheiden des Jägers Ausdruck verliehen. Moltrer starb 2014 im Alter von 48 Jahren auf einem Jagdausflug an einem Herzinfarkt, er hinterließ seine Frau und drei Kinder. Er wünsche sich, dass alle Jäger das gleiche Ende nehmen wie Moltrer, hatte Tierfreund Rizzi auf Facebook gepostet. Nun wisse er, was es heiße, zu sterben. Seine Ausfälle hatte er dem Onlineportal Trentino zufolge mit etlichen Glücks-Emoticons garniert. In einem Radio-Interview hatte Rizzi zudem bekräftigt, wie “glücklich über den Tod” des “berüchtigten, feigen Mörders” er sei. Für diese Äußerungen hat das Gericht ihn nun zu der Bewährungsstrafe und zu Schadensersatzzahlungen von jeweils 6000 Euro an jedes von Moltrers drei Kindern und seine Ehefrau, sowie jeweils 5000 Euro an dessen Schwester und Mutter verurteilt. SE

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Jäger in der Defensive

Eine Jagdgesellschaft, die kurz vor dem Jahreswechsel eine Niederwildstreife bei Neuötting (Bayern, Landkreis Altötting) durchführte, erlebte bei der Rückkehr zu ihren Fahrzeugen eine unliebsame Überraschung: Jagdgegner hatten bei fünf der Fahrzeuge die Luft aus den Reifen abgelassen. Die Jäger werten den Vorfall einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge als Beleg dafür, dass die Aggressivität ihnen gegenüber zunehme. Man habe sich ja schon daran gewöhnt, dass man “draußen mal blöd angeredet wird”, zitiert das Blatt einen der betroffenen Jäger, aber es werde immer schlimmer: “Umgeworfene Jagdkanzeln, mutwillige Beschädigungen, Beschimpfungen. Er kenne Jäger, die sich draußen “fast schon verstecken.” Er wolle sich jedoch weder noch schämen.

Mit einer anderen Form der Gegnerschaft müssen sich Jäger bei Hückeswagen (NRW, Oberbergischer Kreis) auseinandersetzen:

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Jagdgegner-Anwalt fühlt sich gemobbt

Dominik S., der Rechtsanwalt, der die Aufhebung der sogenannten Zwangsbejagung in Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstritt, fühlt sich gemobbt. Und zwar “nicht von Jägern oder der IHK”, sondern von seinen ehemaligen Verbündeten, wie S. auf seiner Internetseite schreibt. Wie das sein könne, barmt S., habe man doch “riesige Erfolge zusammen gefeiert”, und er habe sich doch “über viele Jahre für ein Appel und Ei für die Jagdgegner” eingesetzt, “ohne dabei zwischen Werk- und Feiertagen zu unterscheiden.” S. beklagt, dass er ausgerechnet von Jagdgegnern “schwer gemobbt” und von “entsprechenden Mandanten strukturell gestalkt” werde, so dass er gezwungen gewesen sei, “etliche Mandate in diesem Bereich niederzulegen.” Dies habe mit einer “Glaubensgemeinschaft” zu tun, für die er im Bereich “Jagdzwang” tätig gewesen sei. S. hatte Medienberichten zufolge bei seinen Klagen eng mit einer jagdfeindlichen Sekte zusammen gearbeitet. Eines Tages habe er zufällig erfahren, “welche Motive bzw. Seilschaften tatsächlich hinter dieser „Glaubensgemeinschaft“ stecken” und die Zusammenarbeit beendet, so S.

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Jetzt auch in Österreich: Zwangsbejagung vor Gericht

Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) wird sich mit der Zwangsbejagung von Grundstücken befassen müssen, wie die Kleine Zeitung berichtet. Bislang hat ein Waldbesitzer in Österreich keine Chance, die Bejagung seiner Liegenschaften zu verhindern. Im Sinn einer im Allgemeininteresse liegenden, flächendeckenden, praktikablen Bejagung, einer effizienten Kontrolle des Wildbestands und der Vermeidung von ausufernden Wildschäden sah das österreichische Jagdgesetz keine Ausnahmen vor. Ein Waldbesitzer aus Kärnten will das jetzt ändern. Im Oktober 2014 hatte der Oberkärntner bei der Bezirkshauptmannschaft in Spittal einen Antrag gestellt, sein 6,5 Hektar großes Waldstück jagdfrei stellen zu lassen.

Der Kläger argumentierte, er lehne die Jagd aus ethischen Gründen ab, was er durch seine “beinahe vegane” Lebensweise dokumentiere. Außerdem seien die Wildbestände infolge der Ausrottung von Wolf, Luchs und Bär viel zu hoch. Es sei infolgedessen unmöglich, einen Jungwald hochzuziehen. Die Wildbestände sollen nach der Vorstellung des Kärntner Klägers aber nicht durch Jagd, sondern durch Wiederansiedlung der genannten Prädatoren und “Unterlassen von Fütterung” reguliert werden. Die Bezirkshauptmannschaft lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass eine Befreiung aus ethischen Gründen im Landesjagdgesetz nicht vorgesehen sei. Der VfGH wird nun die Verfassungsmäßigkeit des Jagdgesetzes überprüfen, ein entsprechender Prüfungsbeschluss ist am 10. Dezember 2015 ergangen.

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Bayern: Proteste gegen Drückjagden der Staatsforsten

“Immer lauter und mehrstimmiger” werden einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge die Proteste gegen Drückjagden auf Rehwild, die in Staatswäldern im oberbayerischen Landkreis Altötting betrieben werden. Am vergangenen Freitag haben sich ca. 30 Drückjagd-Gegner zu einer “Mahnwache” an einer Straße eingefunden. Auf Transparenten waren Parolen wie “Drückjagd ist Massenmord” zu lesen. Die Jagdgegner behaupten, dass bei den Drückjagden “Tiere gehetzt” und unsauber geschossen würden. Die örtliche Jägerschaft ließ sich dem Zeitungsbericht zufolge nicht die Gelegenheit entgehen, die Aussagekraft des Vegetationsgutachtens anzuzweifeln, auf dessen Grundlage die Abschusszahlen festgelegt werden. Zugleich wurde aber betont, dass gegen die Jagdmethode grundsätzlich nichts einzuwenden sei, wenn “sauber gearbeitet” werde.

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Streitigkeiten zwischen Jagdgegnern und Jägern eskalieren

Die juristischen und mitunter handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen militanten Jagdgegnern und -störern und Jägern steuern vielerorts auf eine neue Eskalationsstufe zu. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn (Niederösterreich, Bezirk Mistelbach) soll ein Jäger auf einen Jagdgegner angelegt haben, wie das Nachrichtenportal NÖN.at berichtet. Auf dem angeblichen Beweisfoto ist aber eher zu erkennen, dass der Jäger nicht genau in Richtung des Fotografen zielt.

Bei einer Fasanenjagd im Burgenland soll eine Jagdgegnerin angeblich von Maskierten “mit einer ätzenden und brennbaren Flüssigkeit” überschüttet worden sein. Der Polizei ist, einem Bericht von Heute.at zufolge, von dem angeblichen “Säureattentat” jedoch nichts bekannt. Just der Vertreter des militanten Jagdgegner-Vereins gegen Tierfabriken (VgT), Martin Balluch, der behauptet, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein (s.o.), forderte in Heute.at, dass die Polizei aufhören solle, “die Privat-Security von Mensdorff-Pouilly  [des Jagdveranstalters] zu spielen.” Dies wäre freilich sofort möglich, wenn der VgT von seinen rechtswidrigen Jagdstörungen Abstand nähme und sich auf Protest im Rahmen der demokratischen Rechtsordnung beschränkte…

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Dummheit setzt sich ein Denkmal

Für Aufregung sorgt derzeit ein Foto, das ein Mitglied der Facebook-“Gruppe der waldfreundlichen Jäger” auf den Seiten des sozialen Netzwerks gepostet hat, wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet. Darauf ist ein erlegter Rehbock zu sehen, dem anstelle des Bruchs eine “Zigarette danach”, wie der Erleger witzelt, in den Äser gesteckt wurde. Ein bezeichnendes Gehabe der Öko-Jäger-Fraktion, der es oft genug nicht reicht, anderer Meinung zu sein als die Traditions-Jäger und entsprechend anders zu jagen, sondern die im Hochgefühl ihrer vermeintlichen ideologischen Überlegenheit und Zeitgeistkompatibilität ein Riesenvergnügen daran finden, die verlachte und verachtete Lodenjockel-Fraktion zu verhöhnen und zu provozieren. Das besorgt auf dem peinlichen und zu Recht als anstößig kritisierten Foto nicht nur die Kippe, sondern auch die Sturmgewehr-ähnliche Knarre, die nicht nur den Traditionsjägern, sondern auch der kosnternierten Öffentlichkeit unmissverständlich klarmacht, worum es der Öko-Fraktion zu gehen scheint: Um einen mit aller Rücksichtslosigkeit zu führenden Krieg gegen die bösen Waldschädlinge und Knospenfresser.

Weder über die Intelligenz, noch über den Charakter von Jägern (auf beiden Seiten), die so viel Freude dabei empfinden, Öl ins Feuer einer letztlich läppischen Auseinandersetzung zu gießen und das Zerwürfnis der Jägerschaft wie einen langwierigen, verbissenen Nachbarschaftsstreit am köcheln zu halten, möchte ich mich hier äußern – eine angemessene Würdigung ohne strafrechtlich relevante Wortwahl erscheint kaum möglich. Noch dem dümmsten Legalwaffenbesitzer und Jagdscheininhaber müsste doch klar sein, dass die mit Inbrunst zelebrierte Zerstrittenheit der Jägerschaft der Sache der Jagd insgesamt schadet und unseren Gegnern in die Hände spielt. Bilder wie das von jenem “waldfreundlichen Jäger” gepostete, die jede Achtung vor der Kreatur vermissen lassen, sind ein gefundenes Fressen für Jagdgegner. Muss man wirklich daran erinnern: Wir Jäger sind eine kleine, privilegierte, von der Öffentlichkeit zunehmend argwöhnisch beäugte Minderheit – und die Mehrheit entscheidet darüber wie und ob wir in Zukunft noch jagen. SE

Beitragsbild: Der verlinkte Artikel in der Passauer Neuen Presse, Copyright: PNP

Stürmischer Jagdgegner

“War heute früh im Revier: Banane und Friedhofskanzel sind von Felix, dem Jagdgegner umgemöllert worden”, meldet Holgi per Whatsapp: “Was ein Glück, dass keiner von uns aufgebaumt hatte: Die Balken im waren im Boden nur noch Schwämme.” Auf Nachfrage, ob Holger den Jagdgegner Felix persönlich kenne und man mal ein, äh, persönliches Gespräch anberaumen müsse, gibt es folgende Aufklärung: Das gleichnamige “olle Sturmtief” war gemeint. Ach sooo.

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Land Rover reagiert auf Vorwürfe

Land Rover Deutschland hat auf Vorwürfe reagiert, das Unternehmen unterstütze Jagdgegner. In einer Stellungnahme des Unternehmens heißt es dazu: “Land Rover hat sich zu einem globalen, nachhaltigen Umweltschutz verpflichtet, der viele Projekte und Ansätze auf der ganzen Welt umfasst. Wir haben eine lange Tradition in diesem Bereich und werden auch weiterhin aktiv ein umfassendes Programm für den Tier- und Naturschutz sowie die Bekämpfung der Wilderei und der Wildtiererhaltung unterstützen.

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Umfrage: 60 Prozent der Städter lehnen Jagd ab

Das Linzer Marktforschungsinstitut “market” hat eine Studie unter dem Titel “Weckruf an die Jäger: Jäger im Visier der urbanen Gesellschaft” veröffentlicht. Auf der Internetseite des Unternehmens werden die Ergebnisse zusammen gefasst: “Die Entfremdung zwischen Jägern und urbaner Gesellschaft ist unübersehbar.”, heißt es dort. Der moderne Städter habe “so seine Zweifel an der Jagd und besonders mit den Jägern.” Die Haltung: „Die Natur regelt sich selbst“ nehme zu und werde “zum Warnruf an die Jagd.” Auf der anderen Seite gelinge es den Jägern immer weniger, ihr Tun glaubwürdig zu erklären.

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DJV verurteilt Kirchenschändung

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat auf der Facebook-Seite des Verbandes einen Link auf den gestrigen Jawina-Bericht über eine Kirchenschändung militanter Jagdgegner gepostet. Vor einer Hubertusmesse war die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende St. Peter und Paul Kirche mit Parolen und Farben beschmiert sowie das Türschloss beschädigt worden. Der DJV verurteilt “diese neue Stufe des Extremismus” und ruft Kritiker der Jagd zu einer sachlichen und vernünftigen Diskussion auf. Ideologisch motivierte Beschädigung von jahrhundertealten Kulturschätzen könne nicht hingenommen werden, so der DJV auf Facebook.

Berlin: Jagdgegner schänden Welterbe-Kirche

Unmittelbar vor einer ökumenischen Hubertusmesse zum Hubertustag am 3. November haben militante Jagdgegner die evangelische St. Peter und Paul Kirche auf Nikolskoe in Berlin Wannsee mit Farbe und Parolen beschmiert und das Türschloss mit Silikon verklebt. Die Kirche gehört mit der Potsdamer Schlösser- und Parklandschaft seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im Vorfeld der Hubertusmesse hatten mehrere militante Jagdgegner- und Tierschutzgruppierungen im Internet zu Aktionen aufgerufen. Wegen des zugeklebten Türschlosses und der auf der Schwelle des Gebäudes ausgekippten roten Farbe mussten die Besucher der Hubertusmesse die Kirche durch einen Nebeneingang betreten.

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NRW: LJV nimmt zu Forderung nach Jagdverbot Stellung

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mahnt, in der aktuellen Diskussion um die Novellierung des Landesjagdgesetzes bei den Tatsachen zu bleiben. Anlass sind Forderungen diverser Verbände, die praktisch auf ein Verbot der Jagd in dem Bundesland hinauslaufen. Der LJV NRW fordert “Expertenwissen gegen Ideologie und Pharisäertum, Öffentlichkeit ehrlich informieren, nicht irreführen!” „Mit der aktuell vorgestellten Resolution katapultieren sich die unterzeichnenden Verbände selbst aus dem Kreis der seriösen Gesprächspartner bei der Diskussion um ein neues Jagdrecht in NRW“, sagt Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

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Verbände starten Kampagne gegen Jagd

Diverse Verbände in Nordrhein-Westfalen, darunter Nabu, Bund, Peta, der deutsche Tierschutzbund und das “Komitee gegen den Vogelmord” haben im Vorfeld des Bundesjägertages eine Kampagne gegen die Jagd gestartet. Die Forderungen nach einer “Reform” des Jagdrechts laufen auf ein Verbot der Jagd mit Ausnahme einer stark eingeschränkten und reglementierten Schadwildbekämpfung hinaus. Nach dem Willen der Kampagnen-Betreiber sollen u.a. Fallenjagd, Fütterung, Beizjagd, Haustierabschuss und die Ausbildung von Jagdhunden an lebendem Wild verboten werden. Außerdem wird eine drastische Kürzung des Katalogs jagdbarer Arten gefordert. Nach Informationen der Bild-Zeitung blieben nur sechs jagdbare Arten – allesamt Schalenwildarten – erhalten. Außerdem wird eine Verkürzung der Jagdzeiten und das generelle Ende der Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft gefordert.

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Jägerin darf Tierheim-Hunde nicht ausführen

“Tierfeunde” mobben junge Jägerin.

Sie hatte es nur gut gemeint: Eine 20jährige Jägerin aus Menden im Sauerland (NRW, Märkischer Kreis) hat dem Tierheim Iserlohn angeboten, Tierheimhunde auszuführen und Gehorsamsübungen mit ihnen zu machen. Das Tierheim lehnte ab. Die Jägerin vermutete, dass dies geschah, weil sie Jagdscheininhaberin ist, wie die WAZ berichtete. Das Tierheim bestreitet indes, ein Problem mit Jägern zu haben. Man habe aber ein Problem, wenn diese die Hunde “falsch erziehen” würden – was das Tierheim bei Jägern offenbar voraussetzt.

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Brandenburg: Hochsitz angesägt – 74jähriger Jäger abgestürzt

Der 74jährige Peter Hupfer aus Oranienburg wollte in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai auf Wildschweine jagen. Um 0.30 Uhr bestieg er seinen Hochsitz , doch beim Erklimmen der Leiter brach plötzlich eine Sprosse. Der Jäger stürzte aus knapp zwei Metern Höhe rückwärts auf den Kopf. „Ich hätte tot sein können“, sagte Hupfer. „Der Holm wurde von unten so angesägt, dass ich das gar nicht sehen konnte.“ Doch er hatte Glück im Unglück. Nachdem er eine Weile benommen am Boden liegen geblieben war, konnte er noch selbstständig in die Notaufnahme fahren. Dort stellte man eine schwere Stauchung der Halswirbelsäule fest, „Ich kann meinen Kopf nicht bewegen und mir ist oft schwindelig“, beschreibt Hupfer seine Beschwerden. „Gebrochen ist glücklicherweise nichts.“

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Braunschweig: Kanzelsäger als Bürgermeister?

Von unserem Gastautor Frank Martini, www.wildhygiene.de

Einen üblen Spaß haben Unbekannte mit dem CDU-Kandidaten für Wahl des Braunschweiger Oberbürgermeisters getrieben. Unter dem Namen Hennig Brandes erschien im Februar in einem linken Internetportal das vermeintliche Selbstbekenntnis des Politikers, er habe im örtlichen Querumer Forst “sechs Hochsitze auf den Boden gelegt”, damit seine “ehemaligen Jagdkollegen ihre rückwärtsegwandte Praxis so nicht weiter fortsetzen” könnten. Die “Jagd in unserer schönen Stadt” sei nicht weiter tragbar. Außerdem habe er “auch Lücken in einem Gehegezaun geschaffen”, damit “die Tiere sich freier bewegen können und bessere Chancen haben, bei Bedarf zu flüchten”.

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Selbsternannte Vogelschützer stören Gänsejagd

Bei einer Gänsejagd am Galenbecker See in Mecklenburg-Vorpommern haben selbsternannte Vogelschützer vom “Komitee gegen den Vogelmord” die Jagdausübung gestört. Die beteiligten Jäger haben jetzt Anzeige gegen die Aktivisten wegen Jagdstörung erstattet. Zuvor hatten die Jagdgegner massive Vorwürfe gegen die Jäger erhoben, die diese entschieden zurückwiesen. Nach Darstellung der Jäger im Nordkurier sah sich der Jagdleiter genötigt, die Jagd abzubrechen, weil Jäger von Jagdgegnern massiv bedrängt und beleidigt worden seien.

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“Tausende” Enten ausgesetzt? “Komitee gegen Vogelmord” erstattet Anzeige

Die Jagdgegner vom “Komitee gegen den Vogelmord e.V.” beschuldigen Revierpächter im Kreis Kleve (NRW), “tausende” von Hochbrutflugenten in Gewässern am Niederrhein und im Münsterland ausgesetzt zu haben. Die Vogelschützer haben alle betroffenen Revierpächter wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz sowie gegen Bestimmungen des Landesjagdgesetzes angezeigt. Die Pressesprecherin des Kreises Kleve bestätigte den Eingang der Anzeigen bei Unteren Jagdbehörde. Das Komitee gegen den Vogelmord hat auf seiner Internetseite eine “Dokumentation” veröffentlicht, auf der nicht nur von Enten überbevölkerte Gewässer, sondern auch massive Fütterungen zu sehen sind.

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