Schlagwort-Archive: Jagdausübungsberechtigte

Gesetzesentwurf zum Umgang mit invasiven Arten – massive Eingriffe ins Jagdrecht geplant

“Dritte” sollen invasive Arten in den Jagdrevieren bekämpfen

Ein von der Bundesregierung vorgelegter Gesetzesentwurf (Deutscher Bundestag, Drucksache 18/11942) “zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten” birgt erhebliche Sprengkraft für Jagd und Jäger:  Das Gesetz “zielt auf die Prävention, Minimierung und Abschwächung der nachteiligen Auswirkungen der vorsätzlichen wie der nicht vorsätzlichen Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten auf die Biodiversität in der Union”, heißt es in Abschnitt A. Erreicht werden soll dies durch mit Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz und im Bundesjagdgesetz, die weitgehende Zuständigkeits- und Eingriffsregelungen enthalten.

Die für Jäger gewichtigsten Punkte sind in Artikel 3, “Änderung des Bundesjagdgesetzes” (S. 15 des verlinkten Gesetzesentwurfs) enthalten.

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Geflügelpest-Monitoring: Neuer Job für Jäger

Auf Bundes- und Landesebene piesackt der Gesetzgeber die Jäger, nimmt sie aber weiterhin gern als Gratis-Dienstleister in die Pflicht: Entsorgung von Fall- und Unfallwild, Nachsuchen von verletzten Wildtieren nach Verkehrsunfällen, Mitwirkung an statistischen Untersuchungen und am Wolfs-Monitoring, Probensammeln für die Überwachung des Gesundheitszustands von Wildtieren – all das gilt vielerorts als selbstverständlich – ist es aber nicht.

Jetzt hat sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen neuen Job für Jäger ausgedacht: In der “Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Geflügelpest bei Wildvögeln (Wildvogel-Geflügelpest-Monitoring-Verordnung, WvGeflpestMonV)” vom 8. März 2016 wird festgelegt, dass die Länder “jährlich in den Monaten September bis Januar des Folgejahres ein Monitoring zur Untersuchung von Wildvögeln, insbesondere von Arten aus der Ordnung Gänsevögel, auf die in § 1 Absatz 1 Nummer 1 und 3 der Geflügelpest-Verordnung bezeichneten Viren” durchführen. Dafür sollen “mittels kombiniertem Rachen- und Kloakentupfer Proben von den Wildvogelarten im Sinne des Absatzes 1 Satz 1, für die Jagdzeiten festgesetzt sind,” gesammelt werden. Alternativ können “frische Proben von beobachtet abgesetztem Kot von den übrigen Wildvogelarten im Sinne des Absatzes 1 Satz 1,” gewonnen werden.

Und wer das machen soll, hat das BMEL auch festgelegt:

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