Schlagwort-Archive: Jagd

JAGD ÖSTERREICH UND FACE TREFFEN EU-KOMMISSAR JOHANNES HAHN: “ÜBERARBEITUNG DES SCHUTZSTATUS FÜR WÖLFE UNABDINGBAR”

Die dringende Notwendigkeit pragmatischerer Ansätze für das Wolfsmanagement sowie die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) standen im Vordergrund des Termines zwischen dem EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn, dem Dachverband “Jagd Österreich” und der FACE.

Zum Auftakt des Treffens gab der Geschäftsführende Landesjägermeister Dr. Ferdinand Gorton einen Überblick über die klaren politischen Forderungen von Seiten der österreichischen Jägerschaft. Der Generalsekretär der FACE Ludwig Willnegger verwies zudem auf ähnliche Forderungen des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen sowie der Mehrheit der Mitgliedsstaaten und maßgeblicher Interessensvertreter des Ländlichen Raumes hinsichtlich des dringenden Bedarfs nach einer ordnungsgemäßen Anwendung des Artikels 19 der FFH-Richtlinie. Dies würde den Weg für eine Aktualisierung des strengen Schutzstatus des Wolfs bereiten und den Mitgliedsstaaten dadurch größere Flexibilität gewähren.

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60 Kilometer von deutscher Grenze: Fall von Afrikanischer Schweinepest in Belgien

Heute wurde bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Belgien im Dreiländereck Frankreich, Luxemburg, Belgien etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, Afrikanische Schweinepest festgestellt. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) steht in ständigem Austausch mit den belgischen Behörden und der EU-Kommission. Dazu erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: „Die neue Situation nehme ich sehr ernst. Die Afrikanische Schweinepest stellt seit längerem auch für Deutschland eine Bedrohung dar und unsere Vorbereitung für den Krisenfall laufen. Die rechtlichen Instrumente liegen vor, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Bereits im Juni habe ich ein Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem die bestehenden Maßnahmen ergänzt werden und ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen noch effektiver bekämpft werden kann. Das Gesetzesvorhaben steht kurz vor dem Abschluss. Jedoch Prävention steht an erster Stelle. Hier ist insbesondere Aufklärung gefragt, denn es sind vor allem Menschen, die einer Seuchenverbreitung Vorschub leisten, indem sie zum Beispiel Speisereste mit ASP-kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen unachtsam entsorgen – eine Infektionsquelle für Wildschweine. Deshalb haben wir eine mehrsprachige Aufklärungskampagne gestartet. Hier informieren wir online und mit Flyern und Plakaten auch an Tank- und Rastplätzen.“ Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erklärte: “Wir haben es nun mit einer handfesten Bedrohung vor der Haustür zu tun. Den Ausbruch der Schweinepest so dicht an der deutschen Grenze nehmen wir sehr ernst.”

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Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen, weil er Jäger ist?

Update: So ist das Voting ausgegangen

Lisa ist “ausgesprochene Tierfreundin”. Sie ist “mit einem tollen Mann zusammen.” Sie verstehen ich “prima”. Unternehmen viel zusammen. Aber Lisas neuer Freund ist Jäger. “Anfangs dachte sie noch, dass ihr sein Hobby nicht so viel ausmachen würde, aber mit der Zeit hat sie gemerkt, dass sie sich sehr daran stört, dass ihr Freund gerne Tiere schießt”, heißt es auf Bayern 3, wo aktuell ein Voting zu dieser schwierigen Frage läuft. Sie hat ihn kennen gelernt, da war er Jäger, sogar in Afrika auf Großwildsafaris war er dabei. Aber jetzt soll der Freund sich ändern. Sein Hobby aufgeben, was natürlich nur ein Anfang sein kann… Der Freund möchte sein Hobby aber nicht aufgeben. Und nun fragt Lisa sich: Was ist wichtiger: “Sein Hobby oder ich, seine Freundin?” Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen? Oder sollte sich der Freund vielleicht nicht so schnell wie möglich von Lisa trennen? Was meinen die JAWINA-Leser zu dieser schwierigen Frage?

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NRW: Jagdgegnerin geht auf Kehle

JAWINA-Leser NN schickt uns die Schilderung eines bemerkenswerten Vorfalls:

“Ich bin seit Mai diesen Jahres Jungjäger im Revier X in Z. Einer unserer Ansitze befindet sich in den Feldern am Ende einer Baumreihe an der Straße S. Wenn ich richtig informiert bin, ist es uns Jägern gestattet, im Rahmen der befugten Jagdausübung Wege für Land- und Forstwirtschaft zu befahren, den Anwohnern und Besuchern jedoch nicht. Ebensowenig darf die Straße S zwischen dem Kreisverkehr Landstraße  und der Siedlung M von anderen Autofahrern als Abkürzung vom und zum Kreuz N benutzt werden.

In der letzten Zeit kommt es immer wieder vor, dass die Straße zwischen dem Kreisverkehr Landstraße und der Siedlung auch von solchen Autofahrern benutzt wird, die – sobald eines unserer mit „Jagdbetrieb” oder „Jagdschutz” gekennzeichneten oder sonstwie als Jagdfahrzeug erkennbaren Fahrzeuge entdeckt wird – als offensichtlich vorsätzliche Jagdstörung dauerhupend die Straße befahren, wenden, erneut dauerhupend in entgegengesetzter Richtung fahren, und wieder wenden um nochmals dauerhupend weiter zu fahren.

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Umfrage: Jagd in der Schweiz ist nachhaltig, tierschutzgerecht und nützt der Artenvielfalt

Schweizer Bevölkerung anerkennt Nutzen und Leistungen der Jagd

Die große Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass hierzulande nachhaltig und tierschutzgerecht gejagt wird. Die Jagd nütze der Artenvielfalt und diene der Schadensprävention in Wald und Feld. JagdSchweiz freut sich über die positiven Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage und ist sich der damit verbundenen Verpflichtung bewusst.

Seit 2012 lässt JagdSchweiz alle zwei Jahre die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zur Jagd umfassend untersuchen. Seit Beginn der Umfragen kann festgestellt werden, dass die Jagd sowie die Jägerinnen und Jäger eine große Anerkennung bei der Bevölkerung genießen. Die im Juli 2018 durchgeführte repräsentative Umfrage bestätigt dieses Meinungsbild erneut. Die Jägerinnen und Jäger erhalten ein gutes Zeugnis.

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Urteil: Kein Schalldämpfer für “Freizeit-Jäger” in Oberösterreich

Landesverwaltungsgericht  Oberösterreich (LVG OOe) verneint Ausnahmegenehmigung für Verwendung eines Schalldämpfers bei der Jagdausübung durch nicht hauptberufliche  Jäger

Ein nicht hauptberuflicher Jäger („Freizeit-Jäger“) im Bezirk Braunau beantragte die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für einen Schalldämpfer nach dem Waffengesetz im Wesentlichen mit der Begründung, dass dies der gesundheitliche Schutz des Gehörs vor dem sonst höheren Schallpegel beim jagdlichen Einsatz der Waffe erfordere. Die Bezirkshauptmannschaft Braunau verweigerte die Erteilung der Ausnahmegenehmigung vor allem deshalb, weil der Jäger  kein  überwiegendes  berechtigtes  Interesse zur  Verwendung  eines Schalldämpfers darlegen konnte, wie das LVG OOe mitteilt. Gegen  diesen  Bescheid  erhob  der  Jäger  Beschwerde  an  das Landesverwaltungsgericht und brachte hauptsächlich vor, dass es kein öffentliches Interesse  gegen  die  Bewilligung  von  Schalldämpfern  gäbe  und  es  nicht nachvollziehbar sei, warum der Schalldämpfer, der für alle Jäger nur Vorteile habe, einigen Jägern bewilligt  und  anderen  verwehrt  würde. Auf  alternative Möglichkeiten für den Gehörschutz komme es nicht an.

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Ukraine: Weniger Jagd, mehr Wolfsangriffe

Aus naheliegenden Gründen kommt die geregelte Jagd in Kriegsgebieten weitgehend zum Erliegen: “Es ist ein gewaltiges Risiko für Zivilisten, in Kriegszeiten mit einem Gewehr durch ein Feld zu laufen. Sie könnten auf eine Mine treten oder von einem Scharfschützen erschossen werden”, erklärt Viktor Storoschenko Leiter der Jagd- und Forstbehörde der ukrainischen Donezk-Region, wo es noch immer zu Gefechten zwischen den von Russland unterstützten Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen kommt. In einem Bereich von 40 Kilometern um die Frontlinie ist die Jagd verboten, um möglicherweise folgenreiche Verwirrungen und Fehlannahmen über die Frage zu vermeiden, wer da schießt und auf wen, heißt es in dem Artikel “A Consequence of Ukraine’s War: Less Hunting, More Wolf Attacks” [Eine Konsequenz des Krieges in der Ukraine: Weniger Jagd, mehr Wolfsangriffe] in der New York Times.

Alexander Podlesnyi wurde “zu einem Extrembeispiel für die unbeabsichtigten Nebenwirkungen des Krieges”, schreib die NYT: Als er eines Morgens aus seinem Haus trat, um die Hühner zu füttern, nahm er wahr, dass etwas auf ihn lossprang, noch bevor er den Umriss als Wolf identifizieren konnte. Sein erster Gedanke sei gewesen, Wo kommt der denn her?, sein zweiter, nachdem der Wolf sich in seinen linken Arm verbissen hatte: Entweder ich töte ihn, oder er tötet mich.

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“Aberwitzig, dass die Jagd so stigmatisiert ist”

Ökologisch und ethisch vertretbares Fleisch – sprich: Wildbret – ist für viele Jäger eine Motivation zu jagen. Sicherlich nicht die einzige, aber eine wichtige und eine, die immer öfter als Begründung für das Interesse an der Jagd angeführt wird. Das dürfte auch daran liegen, dass die Erzeugung eines hochwertigen Nahrungsmittels eher gesellschaftliche Akzeptanz erfährt als z.B. Trophäenjagd – ob das nun in jedem Fall gerechtfertigt ist, sei dahingestellt.

In zwei bemerkenswert unvoreingenommenen Tageszeitungs-Beiträgen berichten eine Jägerin und ein Jäger über ihren Zugang zur Jagd. In dem Welt-Artikel mit dem sprechenden Titel “Weil ich Fleisch essen will” beschreibt eine Ärztin ihren Werdegang vom Stadtkind zur Jägerin. Und im österreichischen Standard erklärt Alexander, “Ein junger Mann mit selbstgebauter Büchse und Freude an der Jagd“, dass Jäger nicht “aus Spaß am Töten herumballern” und warum die Jagd im eigenen Revier für ihn am schönsten ist. Leseempfehlung! red.

Video: Der Standard/YouTube

Schweiz: Breites Bündnis gegen Jagdverbot im Kanton Zürich

Am 23. September stimmen die Wahlbürger des Schweizer Kantons Zürich über die von Tierschützern und Jagdgegner lancierte Initiative “Wildhüter statt Jäger” ab. Die Initiative verfolgt das Ziel, das bestehende Jagdsystem der sogenannten Milizjagd abzuschaffen, bei dem lokale Jagdgesellschaften für die Hege und Pflege der Wildbestände zuständig sind. Nach dem Wunsch der Initianten sollen nach dem Vorbild des Kantons Genf stattdessen vom Staat bezahlte Wildhüter das Wildtiermanagement übernehmen. Diesem Ansinnen stellt sich ein breites Bündnis aus Jägern und Landwirten und Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum entgegen. Regierungsrat und Kantonsrat lehnen das Begehren ab, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, “und zwar einstimmig.” Auch der Schweizer Naturschutzverband Pro Natura lehnt die Initiative ab.

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Umfrage: Mehrheit nach Jagdunfällen gegen “Hobbyjagd”

Hessen: Kreis, Ministerium und Sparkasse unterstützen Jagdhundesolidaritätskasse +++ Schweiz: Acht Hochsitze zerstört +++ Bayern: Wilderei in Postmünster – Zeugen gesucht +++ Österreich: Immer mehr Goldschakale +++ Thüringen: Nabu fordert Fortsetzung der Jagd auf Wolfshybriden +++

Nach der Häufung von Jagdunfällen in den letzten Wochen (tödliche Jagdunfälle in NRW und Thüringen, ein angeschossenes und schwer verletztes Mädchen in Thüringen, JAWINA berichtete) hat sich eine knappe Mehrheit in einer Umfrage gegen die sog. “Hobbyjagd” ausgesprochen. Die Umfrage wurde von dem Meinungsinstitut forsa im Auftrag der Tierschutzorganisation Peta durchgeführt.

1.064 Menschen hat Forsa Peta zufolge zwischen dem 3. und 5. Juli danach gefragt, wer die Berechtigung zur Jagd haben sollte: “Dabei kristallisierte sich heraus, dass sich eine knappe Mehrheit der Deutschen gegen die Hobbyjagd ausspricht: 49 Prozent sind der Meinung, nur Berufsjäger sollten jagen dürfen. 45 Prozent hingegen sind der Ansicht, dass die Jagd auch als Hobby erlaubt sein sollte.

Frauen, Befragte aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern und Anhänger der Linkspartei lehnen die Hobbyjagd laut der Umfrage häufiger ab als der Durchschnitt und vertreten die Meinung, dass nur Berufsjäger die Erlaubnis zur Jagd haben sollten. Hobbyjäger werden überdurchschnittlich häufig von Männern, Personen aus Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sowie Anhängern der Union, der FDP und der AfD befürwortet.”

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Sambia: Über tausend Flusspferde zum Abschuss freigegeben

Hippo-Safari zum Schnäppchenpreis

Sambia will mehr als 1000 Hippos am Luangwa-Fluss zum Abschuss durch Trophäenjäger freigegeben. Es sollen jährlich 250 Flusspferde über einen Zeitraum von fünf Jahren geschossen werden. Die Behörde für Nationalparks und Wildtiere Sambias begründet die geplante Culling-Aktion mit der Überbevölkerung von Teilen des Luangwa-Flusses durch Nilpferde, die das Ökosystem durch Überweidung zu schädigen drohe. Überbevölkerung in Verbindung mit ungewöhnlich geringen Niederschlägen lassen die Behörde zudem einen Milzbrand-Ausbruch befürchten. Erst vor wenigen Monaten sind ca. 100 Hippos einem Anthrax-Ausbruch in Namibia zum Opfer gefallen. Das Jagdreise-Unternehmen Umlilo-Safaris bietet einem Bericht des Independent zufolge bereits fünftägige  Hippo-Safaris an. Ein Abschuss kostet vergleichsweise günstige 10.500 Pfund, jeder Jagdgast soll bis zu fünf Flusspferde schießen dürfen. Die Stoßzähne dürfen die Jäger behalten.

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Genehmigung von Nachtzielgeräten für Jäger: “Rechtlich äusserst zweifelhaft”

In Bayern und Baden-Württemberg genehmigen Behörden Nachtziel-Vorsatzgeräte für Jäger. Begründet wird dies mit dem Risiko eines ASP-Ausbruchs und der Notwendigkeit, die Wildschweinbestände zu reduzieren. Doch viele Juristen halten die Genehmigungspraxis für rechtswidrig – der Schwarze Peter wird dem gutgläubigen Jäger zugeschoben. Wir haben mit Friedrich von Massow, dem Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV) über das Problem gesprochen.

JAWINA: Herr von Massow, wie beurteilen Sie die Rechtslage und das Vorgehen der Behörden aus juristischer Sicht?

Friedrich von Massow: Die in Bayern und Baden-Württemberg praktizierte “Genehmigung” halten wir rechtlich für äußerst zweifelhaft. Es handelt sich genau genommen auch nicht um Genehmigungen (das wäre ein Fall von § 40 Abs. 4 WaffG – solche Genehmigungen erteilt das BKA aber nicht). Eine solche Beauftragung (nach § 40 Abs. 2 WaffG) ist aber für die Schwarzwildjagd (ausgenommen allenfalls in einem eng begrenzten Modellprojekt) nicht möglich. Eine dennoch erfolgende “Beauftragung” wäre rechtswidrig.

– Es gibt mehrere Gutachten, die zum gleichen Ergebnis kommen (natürlich mit deutlich ausführlicherer Begründung), u.a. vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages (https://www.bundestag.de/blob/556764/3aa9a9129908cc8c4b115f69715c13f5/wd-3-070-18-pdf-data.pdf ), ein Gutachten, das der Bayerische Jagdverband in Auftrag gegeben hat, sowie einen Aufsatz von Dietlein/Hermes.

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Schleswig-Holstein: Schalldämpfer für Jäger freigegeben

Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein dürfen jetzt Schalldämpfer verwenden – Innenminister Grote: “Wichtiger Beitrag für Gesundheitsschutz”

Die Landesregierung macht den Weg für einen besseren Gesundheitsschutz von Jägern in Schleswig-Holstein frei, so das Innenministerium Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung: Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, können Jägerinnen und Jäger im Land jetzt Schalldämpfer bei Langwaffen, also Jagdgewehren verwenden. In Abstimmung mit dem Umweltministerium hat das zuständige Innenministerium einen entsprechenden Erlass herausgegeben.

Nach Ansicht von Innenminister Hans-Joachim Grote ist dieser Schritt wichtig für einen besseren Schutz der Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein: “”Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Wälder. Nachhaltiges Jagen ist unerlässlich für den Erhalt des Wildbestandes. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit diesem Erlass jetzt den Gesundheitsschutz der Jägerinnen und Jäger erhöhen.””

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Bündnis für Wald und Wild: Petition fordert “Trennung von Forst und Jagd”

Das Bündnis für Wald und Wild (BWW) hat gestern (19.06.) eine deutschlandweite Petition “zum Schutz der heimischen Wildtiere” gestartet. Das BWW ist seinem Selbstbild zufolge ein “Verein zum Schutz des Wildes, der traditionellen Jagd und des Waldes” und sieht sich “als Anwalt für Wald und Wild.” Im Petitionstext wird die durch die Föderalismusreform 2006 geschaffene Abweichungsgesetzgebung kritisiert, die es den Ländern ermöglicht, Bestimmungen des Bundesjagdgesetzes durch Landesjagdgesetze auszuhebeln: “Die Länder machten und machen von ihrer neuen Befugnis regen Gebrauch”, so die Petenten. Oberflächlich werde das Ansinnen verbreitet, dass durch die Neufassung der Landesjagdgesetze das Jagdwesen in ein zeitgemäßes Jagd- und Wildmanagement überführt werde. Setze man sich mit der Realität jedoch etwas näher auseinander, so werde “überaus deutlich, dass die Forstbehörden als treibende Kraft im Hintergrund kräftig die Fäden ziehen und sich einen Freibrief für ihre Machenschaften zur Abschlachtung und Vernichtung des Wildes und zur Maximierung des Ertrages aus der Waldwirtschaft ausstellen wollen”, behauptet das BWW.

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Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz trifft Jagdfunktionäre

Der niederösterreichische Landesjagdverband (NÖ LJV) und der Dachverband „Jagd Österreich“ werben bei Gespräch mit Bundeskanzler Kurz um Unterstützung.  NÖ LJV: “Wenig Verständnis für EU-Diktat bei regionalen Herausforderungen wie Wolf und Waldschnepfe”

Auf Initiative des Niederösterreichischen Landesjagdverbands (NÖ LJV) fand ein Gespräch von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vertretern der heimischen Jägerschaft statt. Die Jägerschaft wurde vertreten vom NÖ LJV-Präsidium unter der Führung von Landesjägermeister Josef Pröll sowie vom Dachverband Jagd Österreich mit dem Landesjägermeister Norbert Walter und Generalsekretär Klaus Schachenhofer. Im Zentrum des Gesprächs standen die Biodiversität, das Verfahren der Europäischen Kommission zum Vogelschutz, die Ausbreitung des Wolfs in Österreich sowie die Novelle des Waffengesetzes. „Wir hatten ein gutes und konstruktives Gespräch über die zeitgemäße und moderne Jagd sowie über aktuelle Herausforderungen im Bereich der Hege und Pflege. Im Namen der Jägerschaft danken wir Bundeskanzler Kurz sehr herzlich für seine Unterstützung“, so Josef Pröll.

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Mongolei: Mit Jagdverboten nomadische Ureinwohner drangsalieren

+++ Schweiz: Nationalrat stimmt Verschärfung des Waffenrechts zu +++ Österreich: DNA-Beweis erbracht: Wolf riss 17 Tiere im Salzburger Land +++ Südtirol: Wolf auf der Seiser Alm nachgewiesen +++ Österreich: Wolf gefährdet traditionelle Almwirtschaft +++

Die Dukha sind ein kleiner, zum Volk der Tuwiner zählender Stamm, einer der letzten, der die ursprüngliche nomadische Lebensweise noch nicht aufgegeben hat. Sie leben im Norden der Mongolei und sind die Ureinwohner dieses Gebiets. Von ursprünglich 200 Familien sind nur noch etwa 40 übrig. Jüngere Dukha zieht es in die Städte, ihr Jagd- und Streifgebiet ist zunehmend durch Rohstoffabbau, insbesondere Goldschürfer, bedroht. Die Rentierzucht und die Jagd prägen die Kultur und Lebensweise der Dukha. Doch 2012 hat die Regierung der Mongolei weite Teile des angestammten Lebensraums der Dukha zum Nationalpark erklärt – womit ein striktes Jagdverbot einhergeht. Und wie immer, wenn große Ungerechtigkeiten und Verbrechen begangen werden, mangelt es nicht an hehren ideologischen Begründungen: Das Jagdverbot diene dem Schutz des empfindlichen Ökosystems, das zunehmend Schaden genommen habe, heißt es zur Begründung auf einer beeindruckenden Fotostrecke über die Dukha auf ntv – wobei jedem klar sein dürfte, dass das Ökosystem nicht durch die paar verbliebenen Dukha Schaden nimmt, die seit jeher nachhaltig und im Einklang mit der Natur in dem Gebiet leben.

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Was Jagd ist und was nicht

Rezension Antje Joel: Jagd

In dem Buch von Antja Joel mit dem schlichten Titel “Jagd” geht es, wie ich in anderem Zusammenhang schon mal äußerte, eigentlich weniger um die Jagd als solche, sondern eher darum, was man in der Jagd sucht und nicht findet. Freiheit schon mal nicht: “Jagd in Deutschland ist nicht Freiheit. Es ist ein exklusives, streng limitiertes und reglementiertes “Vergnügen”. Stocksteif und starr wie Magda.” Magda ist die protofaschistische Ausbilderin in dem von Gruppenzwang und Konformitäts- und Zugehörigkeitsritualen geprägten Jungjägerkurs, den Joel seinerzeit besucht hat – eine Schilderung, die viele für authentisch halten dürften, da sie ähnliches erlebt haben. Seit sie vor ca. 20 Jahren die Jägerprüfung bestand, hat sie kein Stück Wild geschossen: “Ich bin kein Jäger. Ich war seit Ewigkeiten auf der Jagd. Hatte schon vor Jahren scheinbar jedes Interesse an ihr verloren. Meine Waffen verkauft. Vorbei. Ich dachte, das lag daran, dass die Jagd, so wie ich sie in braven deutschen Wäldern erlebt hatte, nicht meinen Vorstellungen von ihr entsprach. Nicht: lebhaft, natürlich, erfrischend. Sondern: behäbig, steril und altbacken. Ich dachte, es lag daran, dass ich mit den Jägern, wie ich sie in ernüchternder Überzahl kennengelernt hatte, nichts gemeinsam hatte.”

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“Die Natur ist eine Kulturlandschaft in der es Regeln gibt”

Am 9. Mai kommt der Dokumentarfilm “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?” bundesweit in die Kinos. Im Gespräch mit dem DJV verrät Regisseurin Alice Agneskirchner, warum sich der Film sowohl für Jäger, als auch für Zuschauer ohne Jagdschein lohnt.

Alice Agneskirchner ist keine Jägerin. Trotzdem hat sie einen Film über die Jagd gedreht, der diese Woche in über 160 Kinos in Deutschland anläuft. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit ihr kurz vor Kinostart über ihren neuen Film “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur” gesprochen.

DJV: Frau Agneskirchner, wie kam es zu der Idee einen Film über die Jagd zu machen?

Agneskirchner: Als Dokumentaristin bin ich Chronistin unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Ich war neugierig, wie die Jagd in einem Land, in dem ein hoher Wildbestand vorhanden ist, geregelt wird. Wie leben wir mit dem Wild, was es da draußen gibt?

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Filmstart: “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?”

Ab 9. Mai zeigen über 160 Kinos den Dokumentarfilm “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?”. Auf mehreren Kanälen verlost der DJV Kinogutscheine.

Jedes zehnte Kino in Deutschland zeigt ab 9. Mai den Film “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?”. Nach Angaben des NFP-Filmverleihs sei diese Zahl für einen Dokumentarfilm außergewöhnlich hoch. Kurz vor Kinostart verlost der Deutsche Jagdverband (DJV) Kinogutscheine auf seiner Internet-Seite www.jagdverband.de und in den sozialen Medien.

Regisseurin Alice Agneskirchner nimmt den Zuschauer mit in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald. Der Film zeigt die Jagd wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist ein filmisches Erlebnis mit beeindruckenden Naturbildern. Er thematisiert Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Naturtümelei. Es geht um die Frage, was Natur ist, ob es sie noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

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Otte-Kinast: Wie man Wölfe erzieht

+++ Sachsen: Räude – Toter Wolf im Pferdestall +++ Brandenburg: Wolf reißt trächtiges Mutterschaf +++

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) begann ihre Rede beim Schwaneweder Kreisjägertag mit einem Seitenhieb auf ihren Amtsvorgänger: Bei “so einem Vorgänger” – angesprochen fühlen darf sich der Grüne Christian Meyer – sei der Redebedarf mit den Verbänden groß. Die “wahren Grünen”, seien ohnehin die Jäger, stellte Otte-Kinast fest, denn sie erhielten die Kulturlandschaft, wie sie ist. Kein Wunder, dass die Ministerin von den Jägern “mit stehenden Ovationen” verabschiedet wurde, wie der Weserreport berichtet. Als Beispiel für Pflege und Erhalt der Kulturlandschaft durch Jäger führte die Ministerin die intensive Bejagung der Nutrias an, die in Niedersachsen massive Schäden an Deichen anrichten: Während die Streckenliste für den Kreis Osterholz im Jagdjahr 2013/14 nur ein einziges Nutria verzeichne, sei die Strecke 2016/17 schon auf 282 und 2017/18 bereits auf 400 der invasiven Nager angewachsen, so der Weser-Kurier.

Otte-Kinast appellierte an die Jäger, einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch intensive Bejagung der Wildschweine vorzubeugen und kündigte an, dies durch Änderung des Jagdgesetzes erleichtern zu wollen. Die Verbraucher forderte die Ministerin auf, mehr Wildschweinfleisch zu essen. Sie selbst gehe mit gutem Beispiel voran, indem sie angeordnet habe, in der Kantine des Ministeriums jeden Mittwoch ein Wildschweingericht auf der Speisekarte stehen solle, wie der Weserreport berichtet.

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IWA 2018: Flinten-High-Tech von Beretta

Die neue Beretta DT 11 Black Pro weist eine ganze Reihe innovativer Neuerungen auf. Sie ist aus der engen Zusammenarbeit mit dem Beretta Shooting Team entstanden und konnte auf Anhieb einen Olympiasieg für sich verbuchen. Alle Maße und Winkel des mit TSK entwickelten Schaft sind stufenlos verstellbar und lassen sich so exakt und reversibel für verschiedene Disziplinen  wie Trap, Skeet und Jagd, aber auch für jeden Schützen anpassen. Zum Feintuning tragen auch die Laufgewichte bei, die bei Bedarf leicht und schnell entfernt oder verändert werden können. Der Pistolengriff des Schafts schmiegt sich in die Hand des Schützen, als wäre er angewachsen.

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Märchenstunde über Löwenschutz

DJV kritisiert Aussagen des Umweltministeriums zum Tag des Artenschutzes

Afrika ohne Löwen? Das Bundesumweltministerium verbreitet anlässlich des Weltartenschutztages ein Schreckensszenario. Eine stärkere Regulierung der legalen Trophäenjagd soll’s richten.

Zum diesjährigen Weltartenschutztag hat das Bundesumweltministerium in einer Presseerklärung das Schreckensszenario eines Afrikas ohne Löwen gezeichnet. Schuld an ihrem Rückgang seien Lebensraumzerstörung, Wilderei, Mensch-Wildtier-Konflikte sowie nicht nachhaltige Jagd. Das Ministerium feiert sich anschließend für seine Erfolge bei der stärkeren Regulierung und Kontrolle der Trophäenjagd auf Löwen. Dafür werde das Ministerium weiter kämpfen. Indem das Umweltministerium seinen Kampf gegen die nachhaltige Jagd  als seinen wichtigsten Beitrag zum Löwenschutz hervorhebt, verschleiert es nur seine eigene Ideenlosigkeit und seine ideologische Orientierung in Sachen Auslandsjagd. Dass dieses jagdpolitische Signal kurz vor der Regierungsbildung gesetzt wird, ist sicher kein Zufall, sondern erscheint wie eine Positionsbestimmung für die nächsten vier Jahre. Nach der gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesregierung ist das Landwirtschaftsministerium an Entscheidungen zu beteiligen. Eigentlich. Dies ist in der Vergangenheit oft nicht geschehen.

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DJV beurteilt Koalitionsvertrag positiv

Der DJV begrüßt die vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes hinsichtlich Munition, Schießübungsnachweis und Jungjägerausbildung. Auch die Ankündigung, den Schutzstatus des Wolfes zu überprüfen, stößt auf Zustimmung.

Die Parteien CDU, CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt, dass die künftige Bundesregierung die in der vergangenen Legislaturperiode gescheiterte Novellierung des Bundesjagdgesetzes nun doch vornehmen möchte. Geplant sind bundeseinheitliche Regelungen für Jagdmunition mit dem Ziel, die Tötungswirkung zu optimieren und gleichzeitig den Bleieintrag ins Wildbret zu minimieren. Zudem soll es einen deutschlandweit einheitlichen Schießübungsnachweis geben, ebenso eine einheitliche Jäger- und Falknerausbildung sowie -prüfung. “Wir haben in den vergangenen Jahren einen wissensbasierten Weg unterstützt und begrüßen es sehr, dass die Politik unseren Empfehlungen nun folgen wird”, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer.
Wolf: Ängste und Sorgen ernst nehmen

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Warum Jäger jagen gehen

Der DJV hat den Jägernachwuchs zur Motivation für den Jagdschein befragt. Die Ergebnisse zeigen: Jungjägern geht es um Naturerlebnis und -schutz sowie gesundes Fleisch. Fast jeder Zweite will sich ehrenamtlich engagieren.

Warum lassen sich jedes Jahr zehntausende Männer und Frauen zu Jägern ausbilden? Dieser Frage ist der Deutsche Jagdverband (DJV) auf den Grund gegangen. In Kooperation mit dem unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) befragte der DJV Teilnehmer aus den Vorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Laut den aktuellen Ergebnissen geht es den Jungjägern besonders um Naturverbundenheit. Für Männer und Frauen ist dies mit einem Gesamtanteil von 77 Prozent der meist genannte Grund, das “Grüne Abitur” zu machen. Mehr als die Hälfte der Befragten will Jäger werden, um einen Beitrag zum angewandten Naturschutz zu leisten (54 Prozent). Danach kommt die Freude an der praktischen Jagdausübung (50 Prozent). Auch der Genuss von Wildfleisch ist mit 47 Prozent unter den Top-4-Gründen, die Jägerprüfung abzulegen. Für Jägerinnen steht der Fleischerwerb durch die Jagd sogar an dritter Stelle. Bemerkenswert: Doppelt so viele Frauen (36 Prozent) wie Männer gaben an, dass die Jagdhundeausbildung eine wichtige Motivation ist, den Jagdschein zu machen. Nur sechs Prozent der Befragten geben als Motiv ein Interesse an Waffen an.

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Kinostart: Neuer Imagefilm des LJV NRW

„Die Jäger in NRW: Natur leben, lieben und schützen“ – der neue Imagefilm des Landesjagdverbands Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) – kommt am Donnerstag (18. Januar) in die Kinos. In 26 Städten Nordrhein-Westfalens wird der 75-Sekunden-Spot zu sehen sein. Einen Monat lang wird der Film in 66 Kinos und 377 Vorführsälen zur besten Zeit ab 18 Uhr ausgestrahlt, um auch Nichtjägern einen Eindruck davon zu verschaffen, was Jäger tun und was sie bewegt. Bisher ist der Film im Internet über YouTube, auf Facebook und auf der Webseite des Landesjagdverbandes NRW zu sehen.

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Leseempfehlung: Die Geschichte von Uunartoq und Knud

Die Neue Zürcher Zeitung (wieder einmal…) bringt eine schöne Geschichte über den alten Jäger Uunartoq, der einem Jungen aus einem Kinderheim die traditionelle Lebensweise der Inuit vermittelt. Jagen, der Umgang mit den Schlittenhunden und die Teilnahme an Schlittenhundrennen gehören ebenso dazu wie die Kenntnis der Gefahren und Chancen in einer Welt aus Schnee und Eis: “Jäger im ewigen Eis: Auf Grönland zählt nur das Heute” von Isabel Stettin (Text) und Sascha Montag (Fotos). Lesenswert. SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der NZZ (Screenshot).

Baden-Württemberg: Jäger stirbt durch Schuss aus eigenem Gewehr

Am Sonntag Morgen ist ein 56 Jahre alter Jäger in einem Wald bei Sontbergen, einem Ortsteil der Gemeinde Gerstetten (Landkreis Heidenheim), durch einen Schuss aus seinem eigenen Gewehr ums Leben gekommen. Der Jäger war zur verabredeten Zeit nicht nach Hause gekommen, woraufhin sich seine Angehörigen auf die Suche begaben und den Leichnam des Mannes fanden. Wie die Südwest-Presse berichtet, konnte die Polizei anhand der Spuren den Unfallhergang rekonstruieren. Eine Straftat oder ein Suizid kann demnach ausgeschlossen werden. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Südwest-Presse. (Screenshot)

Es stimmt: Harry jagt in Brandenburg!

Nach intensiven investigativen Recherchen können wir nun bestätigen: Es stimmt! Prinz Harry jagt in Brandenburg! “Ich weiß allerdings nicht, was daran jetzt so aufregend sein soll”, meint Baggerfahrer Harry W. aus dem Dorf Klein-S. im brandenburgischen Landkreis Uckermark. “Schließlich gehe ich schon seit meinem 16. Lebensjahr hier auf Jagd.” Überhaupt sei er noch nie weit aus seinem Heimatdorf herausgekommen, räumt er gegenüber den Reporterteams ein, die seit Tagen sein Häuschen in Klein-S. belagern. Seine weiteste Reise sei eine Fahrt mit dem Trabbi nach Ost-Berlin gewesen. Aber es graue ihm heute noch davor, wenn er nur daran denke. “Mich kriegen da keine zehn Pferde mehr hin”, erklärt Harry. Warum ihn alle “Prinz” nennen, wollen wir wissen. “Das kann ich mir nur so erklären, dass ich mich schon so lange in der Jungjägerausbildung engagiere”, vermutet Harry, da würden ihn die jungen Leute halt alle als Lehrprinz kennenlernen und dann “Mein Prinz” und so nennen. Er sei aber auch schon mal Schützenkönig gewesen, was das ganze Dorf mit einem zünftigen Besäufnis gefeiert habe. Ob er als Prinz auch eine Krone habe? “Klar”, sagt Harry, und zückt seinen Flachmann: “Ohne einen ordentlichen Schuss Goldkrone komme ich morgens nicht aus dem Bett.” Und es gehe schließlich nichts über ein ordentliches Ding in der Krone, prostet er uns fröhlich zu. red.

Beitragsbild: Prinz Harry auf Arbeit mit seinem Radlader, freundlich den Untertanen zuwinkend (der Prinz bestand darauf, dass wir sein Gesicht verpixeln: “Wo ich doch jetzt ein Promi bin.”. Foto: SE

Brandenburg: Verbot von künstlichen Lichtquellen soll ausgesetzt werden

Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) hat den Entwurf einer Allgemeinverfügung vorgelegt, mit dem das Verbot der Verwendung künstlicher Lichtquellen bei der Bejagung von Schwarzwild zeitweise außer Kraft gesetzt werden soll. Einen entsprechenden Schritt gab das Ministerium am 6. November bekannt. In dem Entwurf der Verfügung heißt es: “Zur Erlegung von Schwarzwild wird gemäß § 26 Absatz 2 des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (BbgJagdG) eine Ausnahme vom Verbot der Verwendung von künstlichen Lichtquellen (allgemein gebräuchlichen Taschenlampen oder [Hand-]Scheinwerfern) gemäß § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagd-gesetzes (BJagdG) für alle Jagdbezirke in Brandenburg zugelassen.”

Die Verfügung soll zunächst bis 31. März 2021 befristet sein. Anlass ist die drohende Gefahr eines ASP-Ausbruchs. Die Allgemeinverfügung wird voraussichtlich am 29. November 2017 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht werden.

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England: Reiterin züchtigt Jagdgegner

Eine Reiterin und Teilnehmerin an einer traditionellen Fuchsjagd zu Pferd bei Pevensey im südenglischen East Sussex hat einen Jagd-Saboteur mit der Reitgerte gezüchtigt. Die traditionelle Fuchsjagd ist in England seit dem Hunting Act 2004 weitgehend verboten, die Veranstalter beteuerten, alle gesetzlichen Regeln strikt eingehalten zu haben. Auf einem von den Jagd-Saboteuren aufgenommenen Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von vermummten Jagdgegnern die Reiterin umringt und bedrängt. Zunächst weist die Reiterin die Störer noch freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass sie sich auf Privatbesitz befänden und fordert sie auf, zurück zur Straße zu gehen. Davon unbeeindruckt schließen die Jagd-Saboteure den Kreis um die Reiterin enger, auf dem Video ist deutlich zu sehen, wie ein Jagdgegner mehrmals versucht, die Zügel des bereits scheuenden Pferdes zu ergreifen. Daraufhin verabreicht die Reiterin dem Jagdgegner das, was viele Kommentatoren als wohlverdiente Abreibung bewerten. Mehrfach “Get off my horse!” (Lass mein Pferd los) rufend, drischt sie mit der Springgerte auf den vermummten Störer ein. Die Jagdgegner wollen 17 Hiebe gezählt haben – was beweist, dass keiner der Schläge mit der relativ kurzen und in einer Art Fliegenklatsche auslaufenden Springgerte eine hinreichende Wirkung erzielte, die den Aggressor von weiteren Angriffen abgehalten hätte. Tipp: Eine lange, steife Dressurgerte wäre hier das geeignetere Werkzeug gewesen. SE

Video: YouTube

Managementpläne für invasive Arten auf dem Prüfstand

Jägerinnen und Jäger können bis zum 20. November den Entwurf der Managementpläne für invasive Arten auf einem Anhörungsportal im Internet kommentieren. Der DJV fordert zur regen Beteiligung auf: Möglichst viele Waidmänner und -frauen sollten Wissen einbringen.

Bis zum 20. November 2017 können Behörden, Verbände und anderen Interessensgruppen eine Stellungnahme zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten unter www.anhoerungsportal.de abgeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmenblätter für jagdlich relevante Arten Nutria und Waschbär bereits Position bezogen und diese entsprechend begründet. Der DJV bittet Jäger, die geplanten Maßnahmen ebenfalls zu bewerten und bei Kritik möglichst nachvollziehbare Begründungen anzuführen.

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NRW: Schalldämpfer für Jagdgewehre ab sofort erlaubt

Minister Reul und Ministerin Schulze Föcking: Gehör der Jäger und ihrer Hunde schützen

Jägerinnen und Jäger in Nordrhein-Westfalen können ab sofort Schalldämpfer für ihre Jagdgewehre verwenden. Das Innenministerium hat das in einem Erlass an die Waffenbehörden geregelt. “Diese Entscheidung war längst überfällig. Es geht darum, den Mündungsknall zu reduzieren, um das Gehör der Jägerinnen und Jäger sowie das ihrer Hunde effektiv zu schützen”, erklärte Innenminister Herbert Reul. Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking begrüßte die Entscheidung. „Unterm Strich bleibt ein großes Plus für die Gesundheit der Jägerinnen und Jäger – ohne Einbußen bei der Sicherheit“, sagte die Ministerin.

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Hessen: Elstern attackieren Rinder

Nicht mal bei Elstern ist es mit der angeblich “natürlichen Scheu” noch weit her: In der Gemeinde Knüllwald im hessischen Schwalm-Eder-Kreis hat ein Schwarm Elstern über Wochen eine Rinderherde attackiert und mehrere Tiere schwer verletzt. Die Vögel landen auf den Mutterkühen und picken das rohe Fleisch aus den Eutern der Tiere, berichtet die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA). Eine Kuh wurde so schwer verletzt, dass sie geschlachtet werden musste. Ihr Euter sei von Wunden derart übersät gewesen, dass sie ihr Kalb vor Schmerzen nicht mehr säugen konnte. Der Landwirt und Besitzer der Kühe wandte sich an diverse Ämter und Behörden, schrieb E-Mails und versandte Fotos von bluüberströmten Eutern. Lange wollte ihm niemand glauben, statt Hilfe erhielt er dann gute Ratschläge von den Behörden – er solle doch einen Falkner engagieren (doch der Falkner lehnte den Auftrag als wenig erfolgversprechend ab) – dann wies, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, das Veterinäramt den Bauern an, dass er seine Kühe einstallen solle. Allerdings, so die HNA, nimmt der Landwirt mit seinen Kühen an einem Grünlandprogramm teil – und hat gar keinen Stall.

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Sachsen-Anhalt: Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt- 60 Jagdwaffen sichergestellt

Bereits am Samstag gegen 15 Uhr ist ein 81 Jahre alter Jäger aus Niedersachsen tot in einem Waldstück bei Ballenstedt (Landkreis Harz) aufgefunden worden. Er hatte dort an einer Drückjagd in einem Privatwald teilgenommen. Die Todesumstände sind bislang ungeklärt, das Opfer wies eine tödliche Schussverletzung am Kopf auf. Die Polizei schließt einen Selbstmord bislang aus. Es sei unklar, ob es sich um einen Jagdunfall oder möglicherweise gar um ein Verbrechen handle. Die Jagdwaffen der ca. 60 Jagdteilnehmer wurden sichergestellt. Mit Hilfe ballistischer Gutachten soll nun geklärt werden, ob der tödliche Schuss aus der Waffe eines anderen Jagdgasts abgegeben wurde, und wenn ja, von welcher. Unklar sei bisher auch, ob der Schuss aus der Jagdwaffe des Opfers abgegeben worden sei. red.

Beitragsbild: Wald (Symbolbild). Foto: SE

Tschechien: Wegen ASP – Polizei-Scharfschützen jagen Wildschweine

16 mit Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräten ausgerüstete Präzisionsschützen der tschechischen Polizei beteiligen sich an der Dezimierung des Schwarzwilds im Südosten des Landes, wo die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen ist. Die Scharfschützen hätten bereits 38 Stück Schwarzwild erlegt, meldete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Die erlegten Sauen seien zur Untersuchung auf das ASP-Virus in ein Labor transportiert worden. Die Spezialkräfte würden vor allem nachts den Wildschweinen nachstellen, hieß es. Aufgrund ihrer Ausrüstung und ihrer technischen Ausstattung seien sie in der Lage, auch in der Dunkelheit auf weite Entfernungen Ziele sicher zu treffen. Der Einsatz soll noch bis Ende Januar fortgeführt werden. red.

Beitragsbild: Wildschwein (Archivbild). Foto: SE