Schlagwort-Archive: Jägerschaft

Niedersachsen: Betriebserlaubnis für Schießstand Ahlhorn erloschen

Die Genehmigung nach dem Immissionsschutzgesetz und damit die Betriebserlaubnis für den Schießstand Ahlhorn (Landkreis Oldenbrug) ist erloschen. Die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta haben nach der Genehmigung des Schießstands durch den Kreis die zweijährige Frist für die Aufnahme des Schießbetriebs verstreichen lassen und auch keinen Antrag auf Verlängerung gestellt, wie das Verwaltungsgericht Oldenburg anlässlich der Klage eines Anwohners gegen den Schießstand feststellte. Dies bedeutet einem Bericht von NWZonline zufolge, dass die Jägerschaften die Schießanlage aufgrund der rechtskräftig erteilten Baugenehmigung zwar errichten, aber nicht in Betrieb nehmen dürften. SE

Niedersachsen: Jäger finanzieren Schutz des Birkwilds

Die Balz des Birkwilds mit dem charakteristischen „Kullern“, ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Mai ist die Paarungszeit beim Birkwild, bei der das Kullern – eine anhaltende, tieftonale Lautäußerung des Birkhahns – bis zu drei Kilometer weit zu hören ist. Flankiert von einer Art Tanz, bei der die Birkhähne zwischen einer Dominanz ausdrückenden aufrechten Haltung und kleinen Sprüngen hin- und her wechseln, ist die Birkhuhnbalz ein Naturschauspiel der besonderen Art. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) unterstreicht den Beitrag der Jägerschaft zum Schutz des Birkwilds.

„Das Birkwild war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Charaktervogel der norddeutschen Moore und Heiden. Heute verfügt Niedersachsen mit einer Restpopulation von etwa 200 Birkhühnern im Großraum der Lüneburger Heide, über eines der letzten autochthonen Vorkommen in Mitteleuropa“, so Dr. Egbert Strauß, Wildbiologe der Landesjägerschaft und Experte auf dem Gebiet der Birkhuhnforschung. Bei einem bundesweiten Vorkommen von etwa 1.200 Individuen komme dem Birkwildvorkommen in Niedersachsen eine besondere Bedeutung zu.

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Peinlich: Abstimmung über Umweltpreis zugunsten des Nabu Berlin manipuliert

Der WWF-Sonderpreis im Rahmen des Green-Tec Awards 2015 geht an das Wildkatzenprojekt des Eschweger Jagdvereins Hubertus.

Dumm gelaufen: Nachdem der Versuch aufgedeckt wurde, die Stimmabgabe beim Umweltpreis Green-Tec Award zu manipulieren, ist dem vermeintlichen Sieger des WWF-Sonderpreises im Wettbewerb, dem Berliner Nabu und dessen Projekt zur Renaturierung des Flughafensees in Berlin Tegel, der erste Preis aberkannt worden. Das berichtet die Werra Rundschau. Demnach hat das Wildkatzenprojekt des Eschweger Jagdvereins Hubertus bis etwa eine Woche vor dem Ende der Abstimmung mit zirka zehn Prozentpunkten deutlich vor dem Nabu-Projekt gelegen. In den letzten Tagen der Abstimmung habe das Nabu-Projekt dann deutlich aufgeholt und kurz vor Abstimmungsende mit wenigen Stimmen vorne gelegen. Aber die IT-Abteilung des WWF bemerkte die Manipulation, woraufhin das Ergebnis von einer Schiedsstelle – laut Werra Rundschau “bestehend aus einem Anwalt, einem WWF-Vertreter und einem Mitarbeiter des mit der Kontrolle der Abstimmung beauftragten TÜV” – überprüft wurde.

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Hart durchgreifen!

Eine Glosse von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Unverständnis, ja Entrüstung über den unglaublichen Frevel eines Mitglieds der grünen Zunft schlugen hohe Wellen auf der Versammlung der Jägerschaft. Der Vorsitzende kam leider etwas zu spät. Er hatte noch schnell zwei Sack Mais zur Kirrung zu bringen, damit die Sauen nicht beim Nachbarn zu Schaden gehen mussten. Die Unruhe in der Versammlung war verständlich, hatte doch ein Jungjäger einen viel zu guten Jährling erlegt, dessen schon nahezu fingerdicke und kurz gegabelte Stangen sich fast zu Lauscherhöhe emporreckten, obwohl er nur einen IIc-Bock frei hatte.

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Naturschutz: Jäger auf Wildkräuter-Jagd

Seit unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit mit dem Ackerbau begannen, sorgen Ackerwildkräuter für Farbtupfer in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft – ohne dafür bei den Bauern auf große Gegenliebe zu stoßen. Seit einigen Jahrzehnten stehen der Landwirtschaft so hochwirksame Herbizide zur Verfügung, dass ein Großteil der Wildkräuter inzwischen als gefährdet eingestuft wird. Dem zu befürchtenden Verlust an Artenvielfalt – nicht nur bei den Kräutern sondern auch bei bestäubenden Insekten wie Wildbienen – stemmen sich im niedersächsischen Landkreis Aurich 16 Jäger um Kreisjägermeister Onno Reents entgegen.

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Rheinland-Pfalz: Landwirtschaftskammer fordert mehr Abschüsse

Scharfe Kritik an Anzeigenkampagne der Jägerschaft Ahrweiler

Der Präsident der rheinland-pfälzischen Landwirtschaftskammer, Norbert Schindler (CDU) hat von den Jägern höhere Abschusszahlen gefordert. Die hohen, überwiegend durch Schwarzwild verursachten Schäden in landwirtschaftlichen und zunehmend auch in weinbaulichen Kulturen seien für die Betriebe in den betroffenen Regionen eine erhebliche Belastung, die nur durch eine effektive Bekämpfung, sprich durch eine Erhöhung der Abschussquoten zu mindern sei. Trotz erheblicher Steigerungen bei den Abschusszahlen auch in diesem Jahr gebe es immer noch zu viele Wildschweine in Rheinland-Pfalz.

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Thüringen: Rinnsal als Stromspeicher?

NABU und Jägerschaft protestieren in einer gemeinsamen Presseerklärung gegen den Bau des Pumpspeicherwerks Leutenberg (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)

Mit dem zwischen Schweinbach und Unterloquitz geplanten Pumpspeicherkraftwerk würde “erneut ein idyllisches Tal im Thüringer Schiefergebirge in den Fluten eines Staus verschwinden”, wie es auf der Nabu-Webseite heißt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung weisen beide Naturschutzverbände – der NABU-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e.V. und die Jägerschaft Saalfeld und Umgebung e.V.– auf das unzureichende Wasserdargebot des Schweinbaches hin. Derzeit gleicht der Schweinbach einem Rinnsal. In großen Teilen des Jahres hat er nur eine sehr geringe Wasserdurchflussmenge.

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