Schlagwort-Archive: Jägerprüfung

DJV: Interesse für die Jagd wächst

Im Vergleich zu 2009 hat sich die Anzahl der Prüfungsteilnehmer 2018 fast verdoppelt: In Deutschland legten über 20.000 Menschen die Jägerprüfung ab. Davon bestanden 19 Prozent nicht. Die meisten Prüflinge gab es in Niedersachsen.

Immer mehr Deutsche machen die Jägerprüfung. Im Jahr 2018 waren es über 20.000* Prüflinge, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) ermittelt. Im Vergleich zu 2009 sind das 99 Prozent mehr Jagdschüler. Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: Ein Fünftel der Schüler bestand die Prüfung nicht. Spitzenreiter in der Jägerausbildung war 2018 Niedersachsen mit rund 5.000 Prüfungsteilnehmern. Gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 2.860 Teilnehmern und Bayern mit etwa 2.200**.

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NRW: Bearbeitung von WBK-Anträgen dauert über 6 Monate

Grund laut Polizei: Antragsflut auf Kleinen Waffenschein

Neues aus dem failed state NRW: Jungjäger müssen in Solingen und Wuppertal über sechs Monate warten, bis die Waffenbehörde ihnen nach bestandener Prüfung eine Waffenbesitzkarte (WBK) ausstellt. In einer Pressemitteilung kritisiert die FDP Solingen “verärgert” diese Zustände: “Gestern fand der letzte Teil der diesjährigen Jägerprüfung in Solingen statt” heißt es darin. Und weiter: “Doch bis die jungen Jäger mit neuer Waffe auf Jagd gehen können, wird wohl noch viel Zeit ins Land vergehen, denn für den Besitz von Waffen braucht man eine Waffenbesitzkarte und die wird derzeit in der Waffenrechtsstelle der Kreispolizeibehörde Wuppertal nicht ausgestellt. Dr. Robert Weindl, Vorsitzender der Solinger FDP dazu: „Da will jemand Jäger werden, bereitet sich monatelang auf die Jägerprüfung vor, besteht die Prüfung, erfüllt auch sonst alle Voraussetzungen für den Besitz einer Jagdwaffe, beantragt dafür die notwendige Waffenbesitzkarte und bekommt sie nicht. Das ist nicht hinnehmbar, rügt Weindl.

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Niedersachsen: Jagdschein an der Schule

15 Schülerinnen und Schüler zweier niedersächsischer Schulen – des Gymnasiums Leoninum Handrup und der Integrierten Gesamtschule Fürstenau – konnten im Rahmen des Schulprojekts “vor dem Abitur das grüne Abitur” die Jägerprüfung ablegen. Auf der Internetseite des Leoninum Handrup wird ein Bericht der Lingener Tagespost zitiert, in dem die Projektverantwortlichen an den Schulen zu Wort kommen: Weil sich die Natur im ländlichen Bereich in den letzten 20 Jahren radikal verändert habe und intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung die Jahrhunderte alten globalen Zusammenhänge in Fauna und Flora in den Hintergrund gedrängt habe, sei die Entscheidung gefallen, den Schülerinnen und Schülern ein besonderes Projektangebot zu unterbreiten. Es sei ihnen darum gegangen, den jungen Menschen die natürlichen Zusammenhänge zu vermitteln, dies aber eben nicht nur theoretisch, sondern ideologiefrei und praktisch umsetzbar. Das “Leben in einer intakten Natur” stelle für die Schüler ein sehr hohes Gut dar, eine zeitgemäße Jagdausübung beinhalte “eben diesen praktischen Naturschutz” Die Jägerprüfung wurde auf freiwilliger Basis abgelegt. Für die Initiatoren des Projektes habe “die Implementierung der Jagd als einem selbstverständlichen Teil unserer Kultur, die Bedeutung der Jagd für den Natur- und Artenschutz sowie die Pflege des traditionellen und jagdlichen Brauchtums im Vordergrund” gestanden. Leseempfehlung: Die ausführlichen Berichte auf den Seiten der Lingener Tagespost und der Integrierten Gesamtschule Fürstenau sind lesenswert. SE

Beitragsbild: Jägerhut statt Basecap – Jagdschein als Schulprojekt. Foto: SE