Schlagwort-Archive: Jäger

DJV: Jagd immer beliebter

+++ Verbissene Fichte gefunden: ÖJVler verteidigt Drückjagd +++ Niedersachsen: 900 Mastschweine verenden wegen Sabotage in Schweinestall von CDU-Politiker +++

384.428 Menschen in Deutschland haben mittlerweile einen Jagdschein. 2018 gab es die meisten neuen Jäger in Baden-Wüttemberg und Rheinland-Pfalz. Die meisten Jäger pro Einwohner lebten in Schleswig-Holstein.

Im Jahr 2018 hatten 384.428 Personen einen Jagdschein, das sind seit der Wiedervereinigung 73.171 mehr Waidfrauen und -männer – das entspricht einem Plus von 24 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 2018 in Rheinland-Pfalz 1.641 Jagdscheinbesitzer hinzu. Das Bundesland Baden-Wüttemberg schafft es mit 1.271 neuen Jägern auf Platz zwei.

Im Vergleich der absoluten Jägerzahlen führt Nordrhein-Westfalen mit 88.706 Jägerinnen und Jägern. Anteilig leben die meisten Jäger pro Einwohner in den nördlichen Bundesländern: Schleswig-Holstein hat mit einem Jäger pro 126 Einwohner Mecklenburg-Vorpommern überholt, wo jeder 128. einen Jagdschein besitzt. Niedersachen ist Drittplatzierter, dort kommt ein Jäger auf 132 Einwohner.

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Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – zwei Tatverdächtige ermittelt

+++ Bayern: Toter Wolf an Bahnstrecke gefunden +++ Polen: Tierschützer protestieren gegen geplanten Wildschwein-Abschuss wegen ASP +++ Hessen: Waffenverbotszonen – eine Gefahr für Jäger? +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls, der sich im November 2017 bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) ereignete (JAWINA berichtete), hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Bei der Jagd war ein 81 Jahre alter Jäger mit einer tödlichen Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. An der Jagd hatten ca. 100 Jäger und Treiber teilgenommen, die Polizei hatte 60 Jagdwaffen sichergestellt, um mit Hilfe ballistischer Gutachten zu ermitteln, aus welcher Waffe der tödliche Schuss abgegeben wurde. Diese sehr aufwändigen Untersuchungen haben nun offenbar einen Anfangsverdacht gegen zwei Personen ergeben: Wie die Helmstedter Nachrichten berichten, wird den zwei Teilnehmern an der Privatjagd momentan die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Mehr lasse sich im Moment nicht sagen, so die Zeitung. red.

Beitragsbild: Geschosse und Splitter (Symbolbild). Foto: SE

 

Schalldämpfer-Urteil: Urteilsbegründung und Leitsätze liegen vor

“An Borniertheit und teils unverhohlener Bosheit kaum zu überbieten”

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat dem Kläger Urteil und Leitsätze zum Schalldämpfer-Urteil zugestellt. In dem umstrittenen Urteil wurde der Rechtsanspruch von Jägern auf Genehmigung von Schalldämpfern für jagdlich geführte Langwaffen verneint.

Die Leitsätze zum Urteil lauten:

Leitsätze des BVerwG zum Schalldämpfer-Urteil. (Screenshot)

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Österreich: Vermisste Jäger tot geborgen

Zwei vermisste Jäger wurden am Montag Nachmittag von der Bergrettung tot aufgefunden. Die Jäger, ein 28 Jahre alter Mann und seine 23-jährige Partnerin waren auf Schneeschuhen unterwegs und sind in einer Lawine gestorben.

Der beiden einheimischen Jäger dürften bereits am Samstag von einer großen Staublawine erfasst und getötet worden. Sie waren im Gebiet Schindlmaisalm (Bundesland Salzburg, Bezirk Hallein) in rund 900 Metern Seehöhe zur Wildfütterung unterwegs und hatten keine Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte (LVS) als Notausrüstung bei sich. Noch am Samstag gelang der Polizei eine Handypeilung. Das Mobiltelefon des 28-Jährigen konnte geortet werden. Die Bergretter aus Abtenau und Annaberg hatten bei der Suche am Montag auch einen Metalldetektor dabei, um so das Gewehr zu finden, was auch gelang.

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Ermordeter Jäger Simon Paulus: Drei Tatverdächtige wieder frei

+++ Wölfe: Julia Klöckner und Svenja Schulze wollen reden +++ Südafrika: Löwenzucht für Jagdzwecke soll verboten werden +++ Schwarzwild-Abschussprämie: Gerade die fleißigen Jäger gehen leer aus +++

Während der 29-jährige Hauptverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft sitzt und sich bislang weder zu den Vorwürfen noch der Motivlage äußerte, zeigten sich die drei anderen im Zusammenhang mit der Sonderkommission Wagner ermittelten und inhaftierten Personen umfassend aussagebereit und wurden gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dem 29 Jahre alten, seit 16.10.2018 in Untersuchungshaft sitzenden Italiener wird vorgeworfen, Simon Paulus getötet zu haben. Die anderen Tatverdächtigen waren nach bisherigem Ermittlungsstand nicht an der Tötung des Büchsenmachers Paulus beteiligt. Nach bisherigem Kenntnisstand der Kriminalbeamten half der im Zuge umfangreicher Ermittlungen der Sonderkommission ermittelte und am 11.12.2018 inhaftierte 42 Jahre alte dringend Tatverdächtige dem 29-jährigen Hauptverdächtigen bei der Beseitigung der Leiche und des Abtransports der entwendeten Waffen vom Tatort. Über den Verbleib der entwendeten Waffen können bislang noch keine verlässlichen Aussagen getroffen werden.

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Fuchs totgetrampelt – brutales Video sorgt für Empörung

In den sozialen Medien sorgt ein Video für Empörung, in dem zu sehen ist, wie ein Jäger einen Fuchs tottrampelt. Während er auf dem vermutlich angeschossenen Fuchs herumtrampelt, ist im Hintergrund die Stimme eines Mannes zu vernehmen, der ihn auffordert, aufzuhören. Der Tierquäler antwortet, das sei hier ein Wrestling-Match und macht weiter. Am Ende des Videos dreht sich der Täter um und lacht in die Kamera. Der spanische Jagdverband Real Federación Española de Caza (RFEC) hat Jäger und Bürger aufgefordert, bei der Identifizierung des Tierquälers zu helfen. Die RFEC hat angekündigt, Strafanzeige gegen den Mann stellen zu wollen und empfiehlt den Autonomen Regionen Spaniens, dergleichen mit dem lebenslangen Verlust der Jagderlaubnis zu bestrafen. Mittlerweile soll der Täter identifiziert worden sein.

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Peta fordert Bambi-Zwang für Jäger

Inspiriert von der ungewöhnlichen Bestrafung eines Wilderers durch einen US-Richter (JAWINA berichtete), fordert die Tierrechtsorganisation Peta, dass jeder Jagdscheinanwärter den Disney-Klassiker gucken muss: ” Alle Menschen, die einen Jagdschein erlangen möchten, sollen sich vorher verpflichtend Bambi ansehen müssen. Gleiches muss für Personen gelten, die wegen Jagddelikten verurteilt werden”, heißt es auf der Peta-Internetseite. PETA und andere Organisation versuchten seit Jahren, Jäger mit “wissenschaftlichen Argumenten vom Unsinn der Jagd zu überzeugen”, tönt Peta weiter. Was die Organisation unter “wissenschaftlichen Argumenten” versteht, wird im Fortgang der Pressemitteilung deutlich, wo kein pseudowissenschaftliches jagdfeindliches Klischee ausgelassen wird, um Jagd und Jäger zu diskreditieren.

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Bayern: Jäger stürzt bei Gamsbergung ab und landet im Bachbett

Ein 53-jähriger einheimischer Jäger ist am Samstagnachmittag im östlichen Lattengebirge rund 30 Meter tief über einen mit Felsstufen durchsetzten Steilhang in den Kotbergriedlbach abgerutscht und im Wasser gelandet, als er eine geschossene Gams bergen wollte und auf dem glatten und schneebedeckten Laub-Untergrund den Halt verlor.

Der Jäger hatte bereits kurz zuvor per Handy einen Angehörigen angerufen, damit ihm jemand hilft, das geschossene Tier zu bergen. Kurz darauf rief er erneut an und meldete, dass er abgerutscht sei und verletzt im Bachbett gelandet sei. Der bereits verständigte Angehörige stieg dann mit zwei weiteren Familienmitgliedern rund zehn Minuten lang 500 Meter zu dem Verunfallten auf, wobei die drei Männer den 53-Jährigen trotz der schwierigen, winterlichen Verhältnisse durch das steile Absturzgelände rund eine Stunde lang talwärts führten. Der Verletzte war dabei hart im Nehmen und lehnte eine organisierte Rettung zunächst ab.

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Schalldämpfer-Genehmigung im Saarland: Annahme ja, Entscheidung nein

Mittlerweile liegt aus dem Saarland die Antwort auf unsere Anfrage vor, wie nach dem Bundesverwaltungsgerichts-Urteil zu Schalldämpfern für Jäger von den Waffenbehörden des Landes verfahren werde. Die Pressesprecherin des Innenministeriums teilte dazu mit:

“Die mit dem Vollzug des Waffengesetzes beauftragten Waffenbehörden des Saarlandes nehmen, aufgrund der angeführten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, waffenrechtliche Anträge zum Erwerb von Schalldämpfern zwar weiterhin an, dies jedoch zunächst ohne Entscheidung bzw. Bedürfniserteilung. Eine Bund-Länder-Koordination über die weitere Vorgehensweise steht noch aus. Dies schließt den Umgang mit bereits erteilten Erwerbserlaubnissen mit ein. Über die weitere Vorgehensweise kann somit zur Zeit noch keine verbindliche Auskunft gegeben werden.”

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Bewirtschaftungsplan für Großraubtiere auf EU-Ebene gefordert

+++ Bento böse: Netto verkauft Zebrasteaks +++ Umfrage: Jeder vierte Landbewohner fürchtet den Wolf – Angst geht mit steigender Besiedlungsdichte zurück +++ NRW: Jägerin fotografiert Wolf im Kreis Wesel +++ Nepal: Leopard tötet zwei Kinder +++ Hannover: CDU fordert Verzicht auf Gebühren für Trichinenuntersuchung +++ Niedersachsen: Umweltminister Lies prüft Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Osterholz gefilmt +++ Schleswig-Holstein: Demo gegen Wölfe in Kiel +++ Hessen: Fuchsräude im Kreis Bergstraße +++

Am Mittwoch, den 28. November 2018, fand Europäischen Parlament die Konferenz “Die Jagd im Europäischen Jahr des Kulturerbes: die Herausforderungen von Heute und Morgen“ statt. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Dachverband der europäischen Jagdverbände, FACE in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Fraktion “Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) MdEP Giancarlo Scottà, MdEP Jacques Colombier, MdEP Georg Mayer sowie MdEP Franz Obermayr.

Die Konferenz, die von FACE-Generalsekretär Ludwig Willnegger moderiert wurde, hob die bedeutende Rolle der Jäger in unserer Gesellschaft bei der Generierung wissenschaftlicher Daten und der Überwachung von Wildtieren hervor und beleuchtete den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wert der Jagd in Europa.

Der erste, von MdEP Scottà eröffnete Konferenzteil, widmete sich den verantwortlichen Triebkräften für den Rückgang von Wildtierbeständen und koppelte dies an die europäische Gesetzgebung und eine Fallstudie zur Überwachung von Wildvögeln. Scottà betonte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) negative Auswirkungen sowohl für die Umwelt und Biodiversität als auch den Status vieler jagdbarer sowie nicht-jagdbarer Arten hat.

Andrea Favaretto, italienischer Experte der Beringungszentrale am Monte Pizzoc in Italien, stellte das Projekt ISPRA vor, welches mehr als 80 Vogelarten überwacht. Favaretto hob hervor, dass der größte Rückgang bei den in landwirtschaftlichen Gebieten vorkommenden Arten zu verzeichnen ist und führte als Gründe hierfür den Verlust an Lebensräumen sowie nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken und den Klimawandel an.

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Hessen: Keine Änderung der Genehmigungspraxis für Schalldämpfer

Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg warten noch ab

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Schalldämpfern für Jäger (JAWINA berichtete) wird vorerst keine Auswirkungen für Jäger in Hessen haben: “Aus der aktuellen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ergeben sich keine Änderungen für die Verwaltungspraxis der hessischen Waffenbehörden bei der Prüfung einer Genehmigung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen; maßgeblich bleiben die diesbezüglichen in Hessen geltenden Erlasse”, teilte ein Sprecher des hessischen Innenministeriums auf Anfrage von JAWINA mit.

Aus Schleswig Holstein hieß es auf unsere Anfrage:

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Bayern: Schalldämpfer für Jäger werden weiterhin genehmigt

Bayern kritisiert das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das als höchstes Verwaltungsgericht der Bundesrepublik am 28.11.2018 eine Entscheidung getroffen hatte, derzugfolge Schalldämpfer für Jäger nicht erforderlich sind und andere Mittel des Gehörschutzes gleich wirksam sind (Ohrkapseln, Im-Ohr-Schutz), um deren Gehörvor dem Mündungsknall zu schützen (JAWINA berichtete). Eine Pressesprecherin des Bayerischen Innenministeriums erklärt dazu: “Die Entscheidung erging im Wege der sogenannten Sprungrevision, das heißt es wurde anders als üblich keine Berufungsinstanz zwischengeschaltet. Das Verfahren wurde unmittelbar nach dem in erster Instanz zuständigen Verwaltungsgericht dem Bundesverwaltungsgericht als Revisionsinstanz vorgelegt. In der Revision werden nur Rechtsfragen geprüft. Die entscheidungsrelevanten Tatsachen können demgegenüber nur in erster (und zweiter) Instanz geprüft werden. Das Bundesverwaltungsgericht war daher bei seiner Entscheidung an die Tatsachenfeststellungen des Verwaltungsgerichts gebunden, die wegen der Sprungrevision nicht noch einmal von einem Berufungsgericht – in Bayern wäre dies der Bayerische Verwaltungsgerichtshof – überprüft worden sind.

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Innenministerium Sachsen: Aussetzen der Schalldämpfer-Genehmigung soll “aktuelle Antragsteller schützen”

Das Innenministerium Sachsen (SMI) hat auf Anfrage von JAWINA bestätigt, dass in Sachsen vorerst keine Genehmigungen von Schalldämpfern für Jagdwaffen mehr erfolgen. Dies diene dem Schutz der Antragsteller.

Die Antwort des SMI im Wortlaut: “Mit Urteil vom 28. November 2018, Az.: BVerwG 6 C 4.18 https://www.bverwg.de/pm/2018/84 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Jäger keinen Anspruch darauf haben, dass ihnen der Erwerb eines Schalldämpfers für ihre Jagdwaffen aus Gründen des allgemeinen Gesundheitsschutzes gestattet wird.

Der Kläger, ein Inhaber eines Jahresjagdscheines aus Berlin, wollte mit einer schallgedämpften Jagdwaffe auf Wild schießen, um Schädigungen seines Gehörs durch den lauten, über der Schmerzgrenze liegenden Mündungsknall beim Abfeuern der Waffe auszuschließen. Dieses Ansinnen lehnte der Polizeipräsident von Berlin ab. Die daraufhin erfolgte Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin war ebenso erfolglos wie die anschließend eingelegte Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht.

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Reaktion auf BVerwG-Urteil: Sachsen erteilt keine Genehmigungen mehr für Schalldämpfer

Nach dem jüngst ergangenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, demzufolge Jäger keinen Anspruch auf Genehmigung eines Schalldämpfers für Jagdwaffen haben (JAWINA berichtete), reagieren erste Landesbehörden: Wie Behördenmitarbeiter gegenüber JAWINA bestätigten, sind die Waffenbehörden Sachsens angewiesen worden, Jägern keine Genehmigungen mehr für Schalldämpfer zu erteilen. Nach dem Urteil des BVerwG war dieser Schritt zu erwarten, vermutlich werden weitere Länder, die Schalldämpfer für Jäger bislang genehmigt haben, in Kürze nachziehen. Bei der durch das Urteil geschaffenen unklaren Rechtslage, bleibt den Waffenbehörden kaum eine andere Wahl.

Wie geht es jetzt weiter?

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Österreich: Innenausschuss stimmt Novelle des Waffengesetzes zu

+++ Österreich: Jäger stürzt bei Gamsjagd ab – Rucksack rettet ihm das Leben +++ Baden-Württemberg: Mountainbiker bei Kollision mit Wildschwein schwer verletzt +++ Rheinland-Pfalz: Wildschwein bleibt in Gartentor stecken – Polizei muss es erlösen +++ Bayern: Reh vom Eis geholt +++ Niedersachsen: Lies fordert Obergrenze für Wölfe +++

Der Innenausschuss des Österreichischen Parlaments stimmte am Donnerstag einer umfassenden Waffengesetznovelle zu. Für Jäger bedeutet das erleichterten Zugang zu Kurzwaffen und Schalldämpfern. 

In der Sitzung des Innenausschusses ging es zunächst um die Umsetzung einer EU-Richtlinie im Waffengesetz, die eine bessere und systematische Rückverfolgung von Schusswaffen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg und Regelungen für halbautomatische Schusswaffen mit hoher Magazinkapazität fordert. Darüber hinaus beschäftigte sich ein entsprechender Gesetzesvorschlag ( 379 d.B. ) unter anderem mit großteils erleichternden Bestimmungen für Jägerinnen und Jäger, die regelmäßig die Jagd ausüben. Ihnen soll künftig bei der Jagd das Führen einer Schusswaffe der Kategorie B (in der Regel Faustfeuerwaffen) mit einer Jagdkarte und einer Waffenbesitzkarte erlaubt sein. Zudem sollen sie Schalldämpfer verwenden dürfen, bei denen der Schuss zwar deutlich hörbar ist, mit denen aber Gehörschäden vorgebeugt wird.

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Hans-Jürgen Thies: Bund muss praxisgerechten Gehörschutz für Jäger gewährleisten

“Entscheidung des BVerwG ist ein schwerer Angriff auf die körperliche Unversehrtheit der Jäger”

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zum Schalldämpfererwerb für Jagdwaffen erfordert rasches Handeln des Bundesgesetzgebers, erklärt MdB Hans-Jürgen Thies als Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit seiner Entscheidung vom 28.11.2018 (BVerwG 6C4.18) hat das Bundesverwaltungsgericht einem Jäger ein waffenrechtliches Bedürfnis für den Erwerb von Schalldämpfern für das jagdliche Schießen abgesprochen (JAWINA berichtete). Das Interesse eines Jägers am Schutz seines Gehörs bei der Schussabgabe sei kein besonders gelagertes persönliches Interesse und begründe deshalb kein Bedürfnis zum Schalldämpfererwerb. Der waffengesetzliche Grundsatz, den privaten Besitz schallgedämpfter Schusswaffen möglichst zu verhindern, habe Vorrang vor einer Vermeidung der Selbstgefährdung des Jägers durch den Schussknall. Schlussendlich hat sich das Bundesverwaltungsgericht an die Tatsachenfeststellung des erstinstanzlichen Verwaltungsgerichtes gebunden gesehen, wonach Schalldämpfer zum Gehörschutz nicht erforderlich seien, weil andere Mittel gleich wirksam seien (Ohrkapseln, Im-Ohr-Schutz).

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Bundesverwaltungsgericht: Kein Anspruch auf Schalldämpfer für Jagdwaffen

Jäger haben keinen Anspruch darauf, dass ihnen der Erwerb eines Schalldämpfers für ihre Jagdwaffen gestattet wird. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Der Kläger ist Inhaber eines Jahresjagdscheins. Er wohnt in Berlin und übt die Jagd in einem Revier in Brandenburg aus. Er will mit einer schallgedämpften Jagdwaffe auf Wild schießen, um Schädigungen seines Gehörs durch den lauten, über der Schmerzgrenze liegenden Mündungsknall beim Abfeuern der Waffe auszuschließen. Seinen Antrag, ihm die Erlaubnis für den Erwerb eines Schalldämpfers für seine Jagdlangwaffen zu erteilen, lehnte der Polizeipräsident in Berlin ab. Widerspruch und Klage sind erfolglos geblieben. Das Verwaltungsgericht hat angenommen, auch Jäger benötigten für den Erwerb eines Schalldämpfers für ihre Jagdlangwaffen eine gesonderte Erlaubnis, deren Erteilung ein waffenrechtliches Bedürfnis voraussetze. Der Schutz des Gehörs der Jäger könne ein solches Bedürfnis nicht begründen.

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Österreich: Treiber angeschossen

+++ Bayern: Leitersprosse angesägt – Jäger bei Sturz von Hochsitz “mittelschwer” verletzt +++ Nabu: Kiebitz seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen +++ Schleswig-Holstein: Mindestens zwei Wölfe angesiedelt +++ Birgit von Bambi Rescue meint: Mehr Wild für den Wolf lassen +++ Schweiz: Wölfe breiten sich im Kanton St. Gallen aus +++ Schweiz: Alkoholisierter Jäger soll Waffe auf Mountainbiker gerichtet haben +++ Schleswig-Holstein: Nabu klagt erfolgreich gegen Weiterbau der A20 +++

Am 27. Nov. 2018, gegen 07.20 Uhr, gab ein 60-jähriger Jäger in Weissenbach/Triesting, Bezirk Baden, einen Schuss auf einen Rothirsch ab. Nachdem der angeschossene Hirsch flüchtete, nahm der Schütze eine Bewegung in einem Gebüsch wahr und nahm an, dass es sich dabei um den angeschossenen Hirschen handeln würde. Deshalb gab er einen weiteren Schuss in diese Richtung ab. Tatsächlich traf er aber einen 59-jährigen Treiber, der schwere Verletzungen an der rechten Hand (Zertrümmerung des rechten Ellbogens sowie der rechten Speiche) erlitt. Er wurde in das UKH Meidling eingeliefert.

Ein an dem Jäger durchgeführter Alkotest verlief negativ, er wird an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. PM

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

Verwirrung ums Verpackungsgesetz

Was Jäger jetzt beachten müssen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit seiner alarmistischen Pressemitteilung, derzufolge das am 1. Januar 2019 in Kraft tretende Verpackungsgesetz für jeden Jäger gelte, der abgepacktes Wildbret abgibt, für beträchtliche Verwirrung und Verunsicherung gesorgt. Dabei hätte ein Anruf beim Verpackungsregister gereicht, um zu erfahren, dass der Durchschnittsjäger nicht betroffen ist: Das neue Verpackungsgesetz ist für Jäger nur dann von Belang, wenn sie gewerbsmäßig handeln, bestätigt Dr. Bettina Sunderdiek, Leiterin Kommunikation und Presse beim Verpackungsregister. So ist es auch auf der Internetseite des Verpackungsregisters nachzulesen in einem Dokument mit dem Titel “Die zehn wichtigsten Fragen zur Umsetzung des Verpackungsgesetzes”, in dem es heißt: “Das „neue“ Verpackungsgesetz betrifft alle Unternehmen, die bisher auch nach der Verpackungsverordnung verpflichtet waren, für die Sammlung und das Recycling der Verpackungen ihrer gewerbsmäßig abgegebenen Produkte zu sorgen, wenn diese typischerweise beim privaten Haushalt oder diesen gleichgestellten Anfallstellen (kurz: privater Endverbraucher) als Abfall anfallen.” [Hervorhebung durch Red.]

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Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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Erntejagd: Statt Wildschwein Traktorist getroffen – Jäger verurteilt

+++ Thüringen: Drei Wolfshybriden weiterhin auf freiem Fuß +++ Sachsen-Anhalt: Elch bleibt seiner Kuhherde treu +++ Brandenburg: Wölfe reißen fünf Stück Damwild im Gatter +++ Schweiz: Jagdhund hetzt Fuchs in Straßenschacht – Jäger muss Tierrettung nicht bezahlen +++ WWF: Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht Sibirischen Tiger +++ Hessen: Toten Fuchs an Autobahnbrücke gehängt +++ Kenntnisfrei, aber selbstbewusst: Tierschützer hetzen gegen Bejagung invasiver Arten +++ NRW: Vier Jäger klagen erfolgreich gegen Jagdabgabe +++

Ein 70-jähriger Jäger, der bei einer Erntejagd im Kreischaer Ortsteil Bärenklause (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) einen Traktoristen angeschossen hatte, ist vom Amtsgericht Dippoldiswalde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verurteilt worden. Jagdschein, WBK und die Jagdwaffe waren bereits nach der Tat eingezogen worden. Die Waffe, ein Drilling im Wert von 4500 Euro, bleibt als Tatmittel eingezogen, wie die Sächsische Zeitung (SZ) berichtet. Außerdem muss der Jäger die Gerichtskosten tragen. Der Jäger hatte beim Maishäckseln ein Wildschwein beschossen, dieses aber verfehlt. Das Projektil durchschlug mehrere Bahnen Mais, traf den Traktor und verletzte den Fahrer der Erntemaschine am Fuß. Während der Verurteilte beteuerte, nicht in Richtung der Fahrzeuge geschossen zu haben, kam das Gericht zu der Auffassung, dass der Jäger den Traktor von seinem Sitz aus gar nicht sehen konnte, weil der hoch stehende Mais diesen verdeckte. Zudem habe das ansteigende Maisfeld keinen ausreichenden Kugelfang abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd (Archivbild)

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Fleischkonzerne wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

Die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch haben dem Westfalen-Blatt zufolge angekündigt, den Jägern 10.000 Wildschweine abzunehmen. Damit soll dem Preisverfall durch das Überangebot an Wildschweinfleisch infolge der verstärkten Bejagung wegen der Afrikanischen Schweinepest entgegen gewirkt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben die Jäger in NRW mehr als 60.000 Schwarzkittel erlegt (JAWINA berichtete). Das Wildschweinfleisch solle nicht verramscht werden, bekräftigte ein Sprecher des Tönnies-Konzerns gegenüber der Zeitung. Allerdings müssten die Verarbeitungskapazitäten für das Wildbret noch geschaffen werden, aktuell laufen die Planungen dazu. Der Landesjagdverband NRW begrüßte das Angebot der Fleischindustrie. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Westfalenblatt (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Bayern: Hasenpest jetzt offiziell bestätigt

+++ Brandenburg: Elch schließt sich Kuhherde an +++ Hessen: Demo gegen Jagd mobilisiert ca. 15 Teilnehmer +++

Positive Untersuchungsbefunde an Mensch und Tier

Nach einer Hasenjagd sind Jäger im bayerischen Landkreis Schwandorf mit Verdacht auf Hasenpest in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nun wurde der Erreger im Labor nachgewiesen, wie das Landratsamt auf seiner Internetseite mitteilt: “In der Zeit vom 04. bis 08. November wurden elf Personen mit Verdacht auf Tularämie im Klinikum St. Marien in Amberg aufgenommen. Es handelt sich dabei um neun Jäger und um zwei Personen, die im Wildbearbeitungsbetrieb im Zusammenhang mit der Weiterverarbeitung der Hasen in Kontakt mit dem Fleisch gekommen waren. Aktuell befinden sich drei dieser elf Personen im Krankenhaus. Acht Jäger konnten am 08. November entlassen werden. Nachuntersuchungen werden vom Gesundheitsamt Schwandorf durchgeführt. Der letzte der bei der Jagd am 27. Oktober im Raum Nabburg erlegten acht Hasen konnte von den Veterinär- und Gesundheitsbehörden am 09. November sichergestellt werden. Damit ist kein Hase mehr in Umlauf. Am Landratsamt besteht deshalb Zuversicht, dass es zu keinen weiteren Erkrankungen mehr kommen wird, wenngleich im Hinblick auf die Inkubationszeit noch nicht von einer sicheren Entwarnung gesprochen werden kann.

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Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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NRW: Hanfplantage bei Treibjagd entdeckt

+++ Schleswig-Holstein: 14 Schafe im Landkreis Rendsburg-Eckernförde gerissen +++

In einem Waldstück in der Nähe des Borkener Sees wurde am vergangenen Freitag (26.10.) eine Hanfplantage mit 27 Pflanzen entdeckt. Im Rahmen einer Treibjagd in einem Waldstück, welches sich zwischen Trieschweg und Triftweg befindet, stießen die Jagdteilnehmer auf die die Plantage. Auf einer Fläche von ca. 50 qm befanden sich 27 Hanfpflanzen, die Pflanzen haben eine Höhe zwischen 140 und 160 cm. Bei der Plantage wurde zudem ein faltbarer Campingstuhl sowie ein schwarzer eckiger Mörtelkübel gefunden. Aufgrund der Größe der Pflanzen und Schnittstellen an einer Vielzahl von Trieben, gehen die Ermittler der Kriminalpolizei davon aus, dass die Pflanzen dort schon länger standen und auch schon mehrfach abgeerntet wurden. Die Hanfpflanzen wurden von der Polizei abgeerntet und sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen der Herstellung von nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln wurde eingeleitet. Die Kriminalpolizei in Homberg bittet um Hinweise, insbesondere auf Personen, welch sich in den letzten Monaten im Bereich des genannten Waldstücks verdächtig verhalten haben. Hinweise bitte an die Tel.: 05681/774-0. PM

Beitragsbild: Hanfpflanze bei Borken. Quelle: Polizei

Verpackungsgesetz bringt neue Pflichten bei der Wildbretvermarktung

Noch mehr Bürokratie: Ohne Registrierung darf verpacktes Wildbret ab 1. Januar 2019 nicht mehr verkauft werden.

Das neue Verpackungsgesetz bringt auch für viele Anbieter von Wildbret ab 1. Januar 2019 neue Pflichten mit sich, meint der Deutsche Jagdverband (DJV). Auch bislang schon mussten nach der Verpackungsverordnung alle Hersteller verpackter Produkte für die Entsorgung ihrer Verpackungen einstehen. In der Regel erfolgt dies über die Beteiligung an einem „dualen System“ (z.B. Grüner Punkt). Zu den „Herstellern“ gehören auch Jäger, die Wildbret verpackt (z.B. vakuumiert) an Endverbraucher, Gastronomie oder Einzelhandel abgeben. Nicht als Hersteller im Sinne der Verpackungsverordnung gilt, wer Wild nur unverpackt (z.B. in der Decke) an Gastronomie, Einzelhandel, Verbraucher und Wildhändler abgibt.

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Belgien: Jäger fordern Entschädigung für ASP-Bekämpfung

Belgische Jäger leisten einen großen Beitrag bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien, wo bisher 104 Fälle der Tierseuche offiziell registriert wurden: Sie suchen und bergen Kadaver und transportieren tote Wildschweine zur Entsorgung ab. Zuvor haben viele Jäger an den geforderten Schulungen in Biosicherheit teilgenommen, wie der belgische Jagdverband Royal Saint Hubert Club de Belgique (RSHB) in einer Pressemitteilung schreibt. Dies koste viel Zeit und Energie, auch fielen Kosten für den Transport an, für die die belgischen Jäger bislang keine Kompensation erhalten. Der RSHB schlägt deshalb eine Entschädigung für Jäger vor, wie sie etwa Tschechien seinen an der ASP-Bekämpfung beteiligten Jägern gewährt. Für Frischlinge und Überläufer bis 50 Kilogramm, die in der Restriktionszone zur Ausdünnung des Bestands erlegt werden, würden dort 153 Euro für Frischlinge und Überläufer bis 50 Kilogramm bezahlt, für ausgewachsene Wildschweine 306 Euro und für tot gefundene Sauen 192 Euro. Darüber hinaus entschädige der tschechische Staat die Weidleute für Wildbretverluste (38 Euro für Frischlinge, 76 Euro für Überläufer, 123 für mehrjährige Stücke) und zahle für jedes Wildschwein, das über die durchschnittliche Strecke der letzten drei Jahre hinaus erlegt wird, eine Prämie von 78 Euro.

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Frankreich: Jäger erschiesst Treiber

Bei Mauvages (Département Meuse, Region Grand Est) im Osten Frankreich hat ein Jäger einen Mitjäger erschossen, der zum Zeitpunkt des Unglücks als Treiber fungierte. Bei der Schussabgabe befand sich das Opfer in dichtem Gestrüpp. Französischen Medienberichten zufolge ist es bislang unklar, ob der Verstorbene von einem Büchsen- oder Flintenlaufgeschoss, einem Abpraller oder einer Schrotgarbe getroffen wurde. Die sterblichen Überreste des Mannes werden im rechtsmedizinischen Institut in Nancy untersucht. Der Unglücksschütze hat sich nach der Tat selbst den bald darauf eintreffenden Gendarmen überstellt. Er wurde festgenommen und erhält wegen des erlittenen Schocks medizinische Behandlung. Erst vor gut einer Woche ist in Frankreich ein Mountainbiker von einem Jäger erschossen worden (JAWINA berichtete). red.

Beitragsbild: Gestrüpp (Foto: SE)

Niedersachsen: ASP – Ausgleichszahlungen für Jäger

Schwarzwildbestände effektiv absenken – Landwirtschaftskammer nimmt Anträge an

Die Schwarzwildbestände so weit abzusenken, dass die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) möglichst unterbunden wird – das ist das präventive Ziel vor einem möglichen Ausbruch der ASP. Für den Mehraufwand, der Jagdausübungsberechtigten und Hundeführern entsteht, gewährt das Land daher eine finanzielle Unterstützung.

Antragsberechtigt ist jeweils der Jagdausübungsberechtigte, Auszahlungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover. Anders als bei sonstigen Subventionsmaßnahmen ist kein Antrag vor Beginn der Maßnahme erforderlich. Die Möglichkeit, Aufwand geltend zu machen, gilt für alles erlegte oder gefundene Schwarzwild seit 1. April 2018.

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Thüringen: Jäger beim Bergen von Unfallwild totgefahren

+++ Österreich: Jäger findet vermissten Wanderer – tödlich verunglückt +++

Am Samstag Vormittag ist ein Jäger auf der Bundesstraße 7 in Erfurt tödlich verunglückt. Der 85jährige hatte sein Fahrzeug am Fahrbahnrand zwischen den Anschlussstellen Linderbach und Kerspleben angehalten, um ein totes Reh zu bergen. Ein 43 Jahre alter Opel-Fahrer fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das stehende Fahrzeug auf. Durch den Aufprall schleuderte der Peugeot des Jägers nach rechts von der Fahrbahn, überschlug sich und blieb auf dem angrenzenden Feld auf dem Dach liegen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen der Ersthelfer und weiterer Rettungskräfte verstarb der 85-jährige noch an der Unfallstelle. Die aufwendige Verkehrsunfallaufnahme mit Unterstützung eines Unfallgutachters machte eine beinahe 2,5-stündige Vollsperrung in Fahrtrichtung Erfurt-Nord notwendig. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern noch an. PM

Beitragsbild: Straßengrabenreh (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Jäger starb nach Verzehr von Eichhörnchen-Hirn

Ein Jäger aus dem US-Bundesstaat New York ist im Jahr 2015 in eine Krankenhaus in Rochester eingeliefert worden, weil er eine massive Abnahme mentaler Fähigkeiten bemerkte, zunehmend den Kontakt zur Realität verlor und schließlich nicht mehr laufen konnte. Der 61jährige verstarb bald darauf. Ein MRT seines Gehirns zeigte degenerative Erscheinungen, wie sie bei der Creutzfeld-Jakob-Krankheit auftreten. Diese äußerst seltene Erkrankung wird durch infektiösen Eiweißen, den sogenannten Prionen übertragen. In den 1980er und 1990er Jahren kam es zu einer Anzahl von Creutzfeld-Jakob-Infektionen (bzw. einer Variante der Krankheit: VCJD), nachdem Menschen das Fleisch infizierter Rinder gegessen hatten. Wie LiveScience berichtet, wurde dem Jäger aus New York jedoch eine andere Ernährungsgewohnheit zum Verhängnis: Er war leidenschaftlicher Jäger und hatte das Hirn erlegter Eichhörnchen (Squirrels) verspeist. Dies teilte die Familie des verstorbenen Dr. Tara Chen mit, die den Fall auf der IDWeek, einer Fachtagung über infektiöse Erkrankungen am 4. Oktobervorstellte.  Ob er tatsächlich das Hirn oder mit Hirn kontaminiertes Fleisch verzehrt hatte, blieb unklar. red.

Beitragsbild: Headline des Originalbeitrags auf LiveScience (Screenshot).

Mecklenburg-Vorpommern: Jäger sollen Mann angegriffen haben – Polizei sucht Zeugen

Am 02.09.2018, gegen 17:00 Uhr, befand sich der 41-jährige Anzeigenerstatter auf dem Plattenweg zwischen Schmedshagen und Groß Kedingshagen (Landkreis Vorpommern-Rügen), um neben der Fahrbahn nahe der Grabenbrücke etwas Grünfutter einzusammeln. Dann sollen sich zwei Männer dem 41-Jährigen genähert haben, bei denen es sich “offenbar um Jäger auf der Jagd handelte”, so die Polizei. “Lautstark beleidigend” hätten sie ihm deutlich gemacht, dass er sich vom Maisfeld entfernen solle. Anschließend sollen die beiden Unbekannten “den Geschädigten mit körperlicher Gewalt in Richtung des dortigen Grabens” geschoben haben, woraufhin er zu Boden stürzte und sich verletzte. Beim Verlassen Örtlichkeit beschimpften die Fremden den 41-Jährigen und fuhren dann mit einem blauen Geländewagen bzw. einem silberfarbenen Pkw fort.

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Österreich: Neues Waffengesetz – Schalldämpfer für Jäger ab 2019

+++ RLP: Wildschwein flüchtet nach Kollision mit Linienbus in Mainzer Innenstadt +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Usedom überfahren +++ NRW: Jäger schießt entlaufenen Bullen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen zahlreiche Schafe bei Rostock +++

Verbot großer Magazine – Verschärfung beim Psychotest – Waffenverbot für Asylbewerber

Der Entwurf für die durch EU-Vorschriften notwendig gewordene Novellierung des österreichischen Waffengesetzes soll am Montag in die Begutachtung gehen und 2019 in Kraft treten. Die Novelle schaffe “die richtige Balance zwischen Sicherheitsbedürfnis, Verantwortung und Freiheitsrechten”, erklärte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Die größte Änderung für Jäger stellt die Freigabe von Schalldämpfern für Jagdwaffen ab 2019 dar. Bisher waren Schalldämpfer in Österreich Berufsjägern vorbehalten. Auch das Führen von Kurzwaffen soll legalisiert werden. Der Niederösterreichische Landesjagdverband (NÖLJV) begrüßte die erzielte Einigung der Regierung zur Novellierung des Waffengesetzes. „Mit der geplanten Novelle leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zeitgemäße Jagd. Der Einsatz des Schalldämpfers bei der Jagd schützt die Jägerinnen und Jäger vor gesundheitlichen Schäden und sorgt für mehr Sicherheit, sei es für die Jäger oder für die Jagdhunde. Aber auch das Führen von Faustfeuerwaffen während der Jagd für die Nachsuche erhöht die Sicherheit für Jäger. Die zentralen Forderungen der Jäger sind mit der vorliegenden Einigung erfüllt und der gesamten Jägerschaft wird die Nutzung eines Schalldämpfers damit möglich gemacht“, unterstreicht Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich. „Ich appelliere an die politisch Handelnden, die Novelle des Waffengesetzes in dieser Form wie geplant bis 1. Januar 2019 inhaltlich umzusetzen“, so Pröll.

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Belgien: Keiler im ASP-Sperrgebiet erlegt – Jäger verhaftet

In der belgischen Provinz Luxemburg ist ein Jäger verhaftet worden, als er gegen 1.30 Uhr in der Samstagnacht einen soeben erlegten Keiler zu seinem Auto schaffen wollte. Der Jäger wurde von einem weiteren Mann begleitet. Der Vorfall fand in Sainte-Marie-sur-Semois in der Nähe des Dorfes Etalle statt, das in der wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichteten Sperrzone liegt. Ersten Untersuchungen zufolge wurde nur ein Schuss abgegeben und nur dieses eine Wildschwein erlegt. Der Verhaftete ist 27 Jahre alt und im Besitz eines gültigen Jagdscheins, wie der belgische Sender RTBF berichtet. Er ist bislang nicht polizeilich aufgefallen. Der Landwirtschaftsminister Region Wallonien, René Collin, verurteilte die Tat scharf: Das Vorgehen des Jägers untergrabe Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen wurden, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Das Verhalten sei angesichts der großen Schwierigkeiten in den betroffenen Gebieten umso verwerflicher und zeuge von mangelndem Respekt gegenüber den Opfern und den eingesetzten öffentlichen Mitteln.

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Interview: Von waidgerechter Jagd zu Kill-for-Cash-Partys?

Der bekannte Nachsuchenführer, Jagdautor und Tierfotograf Seeben Arjes ist bei einer Anhörung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im September, bei der es um das Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes ging, für den Deutschen Tierschutzbund aufgetreten. Wir wollten wissen, wie es dazu kam – und ob, wie und warum sich seine Einstellung zur Jagd grundlegend geändert hat.

JAWINA: Herr Arjes, Sie haben Im September für den Deutschen Tierschutzbund (DTB), der für seine jagdkritische bis jagdfeindliche Haltung bekannt ist, an einer Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im niedersächsischen Landtag zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes teilgenommen. Wie ist es zu dieser Kooperation mit dem DTB gekommen? Sind die auf Sie oder sind Sie auf den DTB zugegangen?

Der DTB ist mir nicht als jagdfeindlich bekannt. Er wendet sich gegen Tierquälerei, egal von wem diese ausgeht.

Durch meine Vorträge und Artikel in Magazinen werde ich nicht nur von Jägern als Anwalt der Tiere wahrgenommen. So bedienen sich bereits mehrere Vereine, Verbände und auch politische Parteien meiner Beratung. Politisch bin ich als langjähriges Mitglied und Funktionär am meisten für die CDU tätig.

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