Schlagwort-Archive: Jäger

Niedersachsen: Katze angeschossen – Jagdschein weg

Einem Jäger, der bei Höltinghausen (Landkreis Cloppenburg) eine Katze angeschossen und in eine Maisfeld geworfen hatte (JAWINA berichtete), sind Jagdschein und waffenrechtliche Erlaubnis entzogen worden. Die Katze hatte den Schrotschuss überlebt. Der Besitzer der Katze sprach den Jäger darauf an, der eine pampige Antwort gab. Die aus dem Maisfeld geborgene Katze musste dann vom Tierarzt eingeschläfert werden. Für das rohe und unweidmännische Vorgehen ist der Jäger in erster Instanz zu einer Geldstrafe in Höhe von 70, in zweiter Instanz zu 50 Tagessätzen à 70 Euro verurteilt worden. Obwohl die Strafe damit unter der Grenze von 60 Tagessätzen blieb, ab der die Zuverlässigkeit regelmäßig verneint wird, entzog die Behörde nun Jagdschein und WBK. Die Zuverlässigkeit werde ohnehin geprüft, erklärte eine Sprecherin der Landkreises auf Nachfrage von JAWINA. In diesem Fall hätte sei man zu dem Schluss gekommen, dass die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht gegeben sei. red.

Beitragsbild: Katze. Foto: SE

Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen, weil er Jäger ist?

Update: So ist das Voting ausgegangen

Lisa ist “ausgesprochene Tierfreundin”. Sie ist “mit einem tollen Mann zusammen.” Sie verstehen ich “prima”. Unternehmen viel zusammen. Aber Lisas neuer Freund ist Jäger. “Anfangs dachte sie noch, dass ihr sein Hobby nicht so viel ausmachen würde, aber mit der Zeit hat sie gemerkt, dass sie sich sehr daran stört, dass ihr Freund gerne Tiere schießt”, heißt es auf Bayern 3, wo aktuell ein Voting zu dieser schwierigen Frage läuft. Sie hat ihn kennen gelernt, da war er Jäger, sogar in Afrika auf Großwildsafaris war er dabei. Aber jetzt soll der Freund sich ändern. Sein Hobby aufgeben, was natürlich nur ein Anfang sein kann… Der Freund möchte sein Hobby aber nicht aufgeben. Und nun fragt Lisa sich: Was ist wichtiger: “Sein Hobby oder ich, seine Freundin?” Soll Lisa sich von ihrem Freund trennen? Oder sollte sich der Freund vielleicht nicht so schnell wie möglich von Lisa trennen? Was meinen die JAWINA-Leser zu dieser schwierigen Frage?

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Jagdhunde auf Katze gehetzt – Peta zeigt Züchter aus RLP an

+++ Genau wie wir: Schimpansen kooperieren bei der Jagd und teilen die Beute fair +++ Österreich: Jäger im Burgenland fordern Schalldämpfer +++ RLP: Mit Wärmebildkamera-Drohne auf Wildschweinjagd +++

Im Internet kursiert ein Video, das zeigt, wie mehrere Jagdhunde unter den Anfeuerungsrufen eines Mannes eine Katze töten. Jagdverbände haben sich von dem tierschutzwidrigen Vorgehen des Jägers in dem Video distanziert (JAWINA berichtete). Ein Zeuge soll der Tierrechtsorganisation Peta nun einen Hinweis auf den mutmaßlichen Täter gegeben haben, wie Peta in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Peta hat den Mann, der PM zufolge ein Jäger, der in Rheinland-Pfalz Jagdhunde züchtet, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angezeigt, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Peta fordert neben einer empfindlichen Strafe auch ein Jagdverbot und den Entzug des Jagdscheines für den Mann. PM/red.

Beitragsbild: Szene aus dem Video, in dem Jagdhunde eine Katze töten: Jagdverbände verurteilen Tat. Quelle: DJV

Baden-Württemberg: Polizei sucht mit Fahndungsbildern nach verschwundenem Jäger

+++ Niedersachsen: Erster Wolfsnachweis im Kreis Wolfenbüttel +++

Seit Mittwoch, d. 29.8. wird der 50-jährige Simon Paulus aus Birkenfeld (Enzkreis) vermisst. Bisherigen Feststellungen des Kriminalkommissariats Pforzheim zufolge ist der Vermisste Mitglied in einem Schützenverein sowie Jäger und daher im Besitz legaler Schusswaffen, die in seiner Wohnung nicht mehr aufzufinden sind. Am Mittwochabend gegen 21:30 Uhr konnten Anwohner einen Streit zwischen dem 50-Jährigen und zwei weiteren Personen wahrnehmen. Vermutlich haben sich diese Personen auch in der Wohnung und im Bereich des Wohnhauses des allein lebenden Vermissten aufgehalten und sind mit einem Fahrzeug im Ort unterwegs gewesen. Beamte der Kriminaltechnik konnten im Areal Blutspuren sichern, bei denen es sich eindeutig um das Blut des 50-Jährigen handelt, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

Die Ermittler erhoffen sich durch die Veröffentlichung zweier Fotos, die den Vermissten zeigen, neue Hinweise und haben weiterhin folgende Fragen:

– Wer hat im Zeitraum von Mittwoch, dem 29. August bis Donnerstag, dem 30. August fremde Personen oder Fahrzeuge im Ort gesehen oder sonstige verdächtige Beobachtungen gemacht?

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Jagdhunde auf Katze gehetzt – Jagdverbände distanzieren sich von tierschutzwidrigem Vorgehen eines Jägers

In den sozialen Medien findet derzeit ein Video Verbreitung, in dem mehrere Jagdhunde auf eine Katze gehetzt werden. Die Jagdverbände verurteilen das rechts- und tierschutzwidrige sowie unwaidmännische Vorgehen aufs Schärfste.

Derzeit kursiert in den sozialen Medien ein Video, in dem ein Jäger mehrere Jagdhunde auf eine Katze hetzt. Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) und Deutscher Jagdverband (DJV) verurteilen die Tat aufs Schärfste. Jetzt liegen konkrete Hinweise vor, die Rückschluss auf die handelnde Person ermöglichen. Aus diesem Grund prüft der LJV die Möglichkeit einer Anzeige gegen den verantwortlichen Hundeführer. Die im Video veröffentlichte Sequenz stellt einen groben Verstoß gegen den Tierschutz dar und schadet dem Image aller Jägerinnen und Jägern. Zudem wirft es ein gänzlich falsches Licht auf alle Hundeführerinnen und -führer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern.

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Rheinland-Pfalz: Jäger findet Leichen im Wald

Am vergangenen Samstagnachmittag hat ein Jäger in einem Waldgebiet bei Altlay (Landkreis Cochem-Zell) der Leichnam einer Frau sowie einer weiteren männlichen Person aufgefunden, deren Identität aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustands bislang nicht geklärt werden konnte. In der Nähe aufgefundene Rucksäcke, die den beiden komplett bekleideten Verstorbenen eventuell zuzuordnen sein könnten, beinhalteten ebenfalls keinerlei Hinweise auf deren Identität. Zur Klärung der Todesursache wurden die beiden Leichname auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Koblenz heute obduziert. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich nach den bisher veranlassten Untersuchungen nicht ergeben.

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NRW: Jagdgegnerin geht auf Kehle

JAWINA-Leser NN schickt uns die Schilderung eines bemerkenswerten Vorfalls:

“Ich bin seit Mai diesen Jahres Jungjäger im Revier X in Z. Einer unserer Ansitze befindet sich in den Feldern am Ende einer Baumreihe an der Straße S. Wenn ich richtig informiert bin, ist es uns Jägern gestattet, im Rahmen der befugten Jagdausübung Wege für Land- und Forstwirtschaft zu befahren, den Anwohnern und Besuchern jedoch nicht. Ebensowenig darf die Straße S zwischen dem Kreisverkehr Landstraße  und der Siedlung M von anderen Autofahrern als Abkürzung vom und zum Kreuz N benutzt werden.

In der letzten Zeit kommt es immer wieder vor, dass die Straße zwischen dem Kreisverkehr Landstraße und der Siedlung auch von solchen Autofahrern benutzt wird, die – sobald eines unserer mit „Jagdbetrieb” oder „Jagdschutz” gekennzeichneten oder sonstwie als Jagdfahrzeug erkennbaren Fahrzeuge entdeckt wird – als offensichtlich vorsätzliche Jagdstörung dauerhupend die Straße befahren, wenden, erneut dauerhupend in entgegengesetzter Richtung fahren, und wieder wenden um nochmals dauerhupend weiter zu fahren.

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Umfrage: Jagd in der Schweiz ist nachhaltig, tierschutzgerecht und nützt der Artenvielfalt

Schweizer Bevölkerung anerkennt Nutzen und Leistungen der Jagd

Die große Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass hierzulande nachhaltig und tierschutzgerecht gejagt wird. Die Jagd nütze der Artenvielfalt und diene der Schadensprävention in Wald und Feld. JagdSchweiz freut sich über die positiven Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage und ist sich der damit verbundenen Verpflichtung bewusst.

Seit 2012 lässt JagdSchweiz alle zwei Jahre die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zur Jagd umfassend untersuchen. Seit Beginn der Umfragen kann festgestellt werden, dass die Jagd sowie die Jägerinnen und Jäger eine große Anerkennung bei der Bevölkerung genießen. Die im Juli 2018 durchgeführte repräsentative Umfrage bestätigt dieses Meinungsbild erneut. Die Jägerinnen und Jäger erhalten ein gutes Zeugnis.

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Urteil: Kein Schalldämpfer für “Freizeit-Jäger” in Oberösterreich

Landesverwaltungsgericht  Oberösterreich (LVG OOe) verneint Ausnahmegenehmigung für Verwendung eines Schalldämpfers bei der Jagdausübung durch nicht hauptberufliche  Jäger

Ein nicht hauptberuflicher Jäger („Freizeit-Jäger“) im Bezirk Braunau beantragte die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für einen Schalldämpfer nach dem Waffengesetz im Wesentlichen mit der Begründung, dass dies der gesundheitliche Schutz des Gehörs vor dem sonst höheren Schallpegel beim jagdlichen Einsatz der Waffe erfordere. Die Bezirkshauptmannschaft Braunau verweigerte die Erteilung der Ausnahmegenehmigung vor allem deshalb, weil der Jäger  kein  überwiegendes  berechtigtes  Interesse zur  Verwendung  eines Schalldämpfers darlegen konnte, wie das LVG OOe mitteilt. Gegen  diesen  Bescheid  erhob  der  Jäger  Beschwerde  an  das Landesverwaltungsgericht und brachte hauptsächlich vor, dass es kein öffentliches Interesse  gegen  die  Bewilligung  von  Schalldämpfern  gäbe  und  es  nicht nachvollziehbar sei, warum der Schalldämpfer, der für alle Jäger nur Vorteile habe, einigen Jägern bewilligt  und  anderen  verwehrt  würde. Auf  alternative Möglichkeiten für den Gehörschutz komme es nicht an.

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Bayern: Wildkatze stirbt Hitzetod in Kofferfalle – Jäger angezeigt

Am 31. Juli 2018 wurde im Landkreis Haßberge/Ortsteil Sulzbach in einer sogenannten „Kofferfalle“ eine tote Wildkatze entdeckt. Biologen, die sich in der Region um diese streng geschützte und seltene Tierart kümmern bemerkten, dass an einem der heißesten Tage dieses Sommers um die Mittagszeit die Falle zugeschnappt war. In dem niedrigen Gefängnis, dass mit einer schwarzen Teichfolie zugedeckt war, musste das Tier einem qualvollem Hitzetod erlegen sein. Die Schnauze der Katze war voller Erde, die aus Holz bestehenden Seitenwände der Falle wiesen deutliche Kratzspuren auf. Die Polizei ermittelte rasch den zuständigen Jäger, der vorgab, dass er die Falle im Morgengrauen zwar kontrolliert habe, der aber trotzdem die Falle „fängisch“ stehen ließ und damit in Kauf nahm, dass ein Tier im Laufe des Tages in der Fall gefangen wurde.

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“Hunde haben gewildert”

Die Augsburger Allgemeine hat mit dem Jäger gesprochen, der bei Königsbrunn zwei Hunde erschossen hat. Der Mann verteidigt seine Handlunsgweise.

In dem Artikel in der Augsburger Allgemeinen erklärt der Hundeschütze, er habe die zwei Hunde der Frau über Monate hinweg beim Wildern gesehen. Diese hätten nicht nur Wildtiere, sondern auch Spaziergänger und Reiter, die mit Hunden unterwegs gewesen seien, angegriffen. Er habe mehrfach erfolglos versucht, auf die Hundehalterin einzuwirken. Die Hunde hätten koordiniert gejagt und Beute gemacht. Zwar sind die Hunde in unmittelbarer Umgebung des Grundstücks der Hundehalterin erschossen worden, der Jäger habe die Hunde aber wiederholt kilometerweit von dem Haus entfernt im Revier angetroffen, teilweise sogar nachts. Die Hundehalterin und das Tierheim, aus dem die Hunde stammen, widersprechen der Darstellung des Jägers. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Ob die rohe Vorgehensweise des Jägers geschickt oder gar gerechtfertigt ist, selbst wenn die Hunde regelmäßig gewildert haben, sei dahingestellt. Wenn die Hundehalterin bekannt ist und es Zeugen für das wiederholte Wildern und Angriffe auf Spaziergänger und Reiter gibt, wären Anzeigen bei Polizei und Ordnungsamt durchaus erfolgversprechend gewesen.

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Bayern: Obduktion bestätigt: Beifahrer starb an Geschoss aus Jagdgewehr

Am Sonntagvormittag, 12.08.2018 starb der Beifahrer eines Pkws auf der Bundesstraße 16 (JAWINA berichtete). Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab nun, dass das Projektil eines Jagdgewehrs den 47-Jährigen tödlich verletzte. Die Kriminalpolizei Amberg arbeitet nach wie vor zusammen mit der Staatsanwaltschaft Amberg mit Hochdruck an den Todesfallermittlungen.

Obwohl der 61-jährige Fahrzeuglenker unmittelbar nachdem sein Beifahrer zusammengesackt war Erste-Hilfe leistete und den Rettungsdienst verständigte, konnte der eintreffende Notarzt nur noch den Tod des 47-jährigen Beifahrers feststellen. Die Kriminalpolizei Amberg hat daraufhin in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg die Ermittlungen übernommen und einen Schusssachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts hinzugezogen.

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“Aberwitzig, dass die Jagd so stigmatisiert ist”

Ökologisch und ethisch vertretbares Fleisch – sprich: Wildbret – ist für viele Jäger eine Motivation zu jagen. Sicherlich nicht die einzige, aber eine wichtige und eine, die immer öfter als Begründung für das Interesse an der Jagd angeführt wird. Das dürfte auch daran liegen, dass die Erzeugung eines hochwertigen Nahrungsmittels eher gesellschaftliche Akzeptanz erfährt als z.B. Trophäenjagd – ob das nun in jedem Fall gerechtfertigt ist, sei dahingestellt.

In zwei bemerkenswert unvoreingenommenen Tageszeitungs-Beiträgen berichten eine Jägerin und ein Jäger über ihren Zugang zur Jagd. In dem Welt-Artikel mit dem sprechenden Titel “Weil ich Fleisch essen will” beschreibt eine Ärztin ihren Werdegang vom Stadtkind zur Jägerin. Und im österreichischen Standard erklärt Alexander, “Ein junger Mann mit selbstgebauter Büchse und Freude an der Jagd“, dass Jäger nicht “aus Spaß am Töten herumballern” und warum die Jagd im eigenen Revier für ihn am schönsten ist. Leseempfehlung! red.

Video: Der Standard/YouTube

Schweiz: Breites Bündnis gegen Jagdverbot im Kanton Zürich

Am 23. September stimmen die Wahlbürger des Schweizer Kantons Zürich über die von Tierschützern und Jagdgegner lancierte Initiative “Wildhüter statt Jäger” ab. Die Initiative verfolgt das Ziel, das bestehende Jagdsystem der sogenannten Milizjagd abzuschaffen, bei dem lokale Jagdgesellschaften für die Hege und Pflege der Wildbestände zuständig sind. Nach dem Wunsch der Initianten sollen nach dem Vorbild des Kantons Genf stattdessen vom Staat bezahlte Wildhüter das Wildtiermanagement übernehmen. Diesem Ansinnen stellt sich ein breites Bündnis aus Jägern und Landwirten und Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum entgegen. Regierungsrat und Kantonsrat lehnen das Begehren ab, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, “und zwar einstimmig.” Auch der Schweizer Naturschutzverband Pro Natura lehnt die Initiative ab.

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Thüringen: Ermittlungen gegen vier Beschuldigte wegen tödlicher Jagdunfälle

Im Juli haben sich in Thüringen zwei schwere Jagdunfälle ereignet, bei denen ein 56 Jahre alter Jäger getötet und ein sechs Jahre altes Mädchen schwer verletzt wurde. Einem Bericht des MDR zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen insgesamt vier Beschuldigte: Das Projektil, das die Sechsjährige traf, konnte demnach der Waffe eines 31jährigen Jungjägers zugeordnet werden, auf den erst seit 2016 eine Waffenbesitzkarte (WBK) ausgestellt ist. Der Beschuldigte schweigt zu den Vorwürfen. Ermittelt wird in diesem Fall auch gegen den Ansteller und den Jagdpächter.

Der mutmaßliche Schütze im Fall des tödlichen Jagdunfalls im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist seit 2013 im Besitz eines Jagdscheins. Die Staatsanwaltschaft bestätigte eine Vermutung der Polizei, wonach das Opfer seinen Stand verlassen hat und so in den Schussbereich des Unglücksschützen geriet. Noch sind nicht alle ballistischen Untersuchungen abgeschlossen. Mit einer Anklageerhebung ist erst im Herbst zu rechnen. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im MDR (Screenshot).

Österreich: Jäger im Hitzeeinsatz

Niederösterreichs Jäger im Hitzeeinsatz: Wildtiere benötigen Tränken und Schattenspender. Hege vor allem im Sommer große Herausforderung – austrocknende Feuchtbiotope, verdorrte Felder und frühe Ernte verstärken Stress bei Niederwild

JAWINA-Leser PW schreibt: Deutsche Jäger können das auch.

Die Jägerinnen und Jäger in Niederösterreich sind seit einigen Tagen wieder im Hitzeeinsatz, denn langanhaltende Hitzeperioden beeinträchtigen nicht nur Menschen sondern auch Wildtiere. Dieses Jahr wird der Stress vor allem beim Niederwild durch die frühe Ernte und den damit verbundenen großflächigen Verlust von Deckung, Schatten und Nahrung zusätzlich verstärkt. “Jäger sind im ganzen Jahr als Heger gefragt. Aber insbesondere im Sommer, wenn die hohen Lufttemperaturen während der Nacht keine Taubildung zulassen, sind Wildtiere auf zusätzliche Wasserstellen durch den Bau von Tränken sowie auf Schattenspender angewiesen”, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. Fasane etwa bevorzugen Lebensräume entlang von Wasseradern und verschilften Feuchtbiotopen und leiden unter deren Austrocknung. Aber auch der Feldhase als ehemaliger Steppenbewohner benötigt mehr Wasser als landläufig angenommen.

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Bayern: Jäger ohne Jagdschein verurteilt

+++ Australien: Drahthaar beißt 14 Monate altes Mädchen tot +++

Ein Jäger, der nach dem Entzug von Jagdschein und WBK mit gefälschten Dokumenten weiter auf Jagd ging, ist vom Amtsgericht Augsburg wegen Urkundenfälschung, Jagdwilderei, unerlaubten Besitzes von Gewehr und Munition sowie Fahrens ohne Führerscheins zu einer Haftstrafe von 20 Monaten, die für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie einer Geldbuße in Höhe von 2500 Euro verurteilt worden. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Nach einer vorangegangenen Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer hatte der Mann Jagdschein und WBK freiwillig abgegeben, sich aber Fälschungen der Dokumente besorgt. Damit hatte er einen Pirschbezirk im Forst bekommen und dort munter gejagt. Als die Gerüchte über den eingebüßten Jagdschein dem Forstbetriebsleiter zu Ohren kam, verständigte dieser die Polizei. Bei der daraufhin durchgeführten Hausdurchsuchung fanden die Beamten neben einem Repetierer und 200 Schuss Munition auch acht Jagdschein-Blankovordrucke. Wie der Jäger an diese gekommen ist, konnte im Verfahren nicht geklärt werden. red.

Beitragsbild: Jagdschein – besser mit. Foto: SE

Bayern: Zwei Hunde widerrechtlich erschossen?

Eine weitere Folge aus unserer beliebten Serie “Ruhmesblätter teutschen Weidwerks”: Eine Hundebesitzerin aus Königsbrunn (Landkreis Augsburg) wirft einem Jäger vor, ihre Hunde widerrechtlich erschossen zu haben. Das berichtet die Stadtzeitung Königsbrunn. Demnach ist die Frau am 10. Juli “über den Hof gelaufen”, um bei ihrem Vater “Brezen für ihren Sohn aufzubacken.” Dabei habe sie die Hunde laufen lassen. Dann sei ein Freund des Vermieters, nach Angaben der Frau ein Jäger, vorgefahren und habe geschrien, sie könne da vorn ihre Hunde aufklauben, er habe sie gerade erschossen. Die Frau habe sich daraufhin mit dem Auto auf die Suche nach den Hunden begeben und sie 150 vom Haus entfernt gefunden. Der Schütze sei ihr gefolgt. Der eine Hund war tot, der andere lebte noch schwer verletzt. Der Schilderung der Stadtzeitung zufolge, wollte die Hundebesitzerin den noch lebenden Hund aufheben, als der Jäger sie mit dem Ausruf: “Der lebt ja noch!”, “mit dem Gewehr zur Seite zwang.” Dann soll er vor den Augen der Frau einen Fangschuss auf das Haupt des Hundes angetragen haben.

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Brandenburg: Jäger schiesst nach Familienstreit um sich

Am Samstag gegen die 21.30 Uhr soll in Burg im Spreewald nach ersten Aussagen ein alkoholisierter 51-jähriger Mann zunächst seine 81- und 84-jährigen Schwiegereltern geschlagen, geschubst und verletzt haben. Als die 54-jährige Lebensgefährtin des Tatverdächtigen ihren Eltern zur Hilfe eilte, wurde sie ebenfalls tätlich angegriffen. Den drei Geschädigten gelang es jedoch sich in Sicherheit zu bringen. Anschließend begab sich der 51-jährige Jäger in den Wohnbereich und bewaffnete sich mit zwei Gewehren. Er zündete einen mit Heu beladenen Anhänger in einem Schuppen des Vierseitenhofes an und gab sowohl auf dem Hof als auch auf das Gebäude und die Straße zahlreiche Schüsse ab. Dabei wurden zwei vorbeifahrende PKW getroffen. Durch die Beamten konnte gegen 23:00 Uhr der Tatverdächtige schwer verletzt mit einer Schusswunde in der Grundstückseinfahrt gefunden und festgenommen werden.

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Schweiz: Deutscher Rentner vom Vorwurf der Wolfswilderei freigesprochen

Schuldsprüche jedoch wegen mehrfacher Verstöße gegen Jagd- und Waffenrecht

Am 7. März 2016 ist bei Raron im Schweizer Kanton Wallis der bereits stark verweste Kadaver eines männlichen Wolfs gefunden worden, der durch DNA-Analysen als M63 identifiziert wurde. Am Freitag musste sich ein deutscher Rentner, der seit Jahren in der Region wohnt, vor dem Bezirksgericht Brig wegen des Verdachts auf illegalen Abschuss dieses Wolfs verantworten. Das Gericht sah die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe jedoch nicht als erwiesen an. So ließ sich das in dem Kadaver gefundene Geschoss nicht eindeutig einem bestimmten Gewehr zuordnen. Außerdem sei nicht bewiesen worden, dass sich M63 zum Tatzeitpunkt tatsächlich in dem Gebiet aufgehalten habe, in dem der Beschuldigte der Fuchsjagd nachging. Das Gericht sprach den Angeklagten daher vom Vorwurf des illegalen Wolfsabschusses frei. Des weiteren wurde er auch vom Vorwurf unrechtmäßiger Abschüsse eines Wildschweins, eines Rotwildkalbs und eines Rotspießers sowie diverser weiterer Verstöße gegen das Waffengesetz freigesprochen.

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Genehmigung von Nachtzielgeräten für Jäger: “Rechtlich äusserst zweifelhaft”

In Bayern und Baden-Württemberg genehmigen Behörden Nachtziel-Vorsatzgeräte für Jäger. Begründet wird dies mit dem Risiko eines ASP-Ausbruchs und der Notwendigkeit, die Wildschweinbestände zu reduzieren. Doch viele Juristen halten die Genehmigungspraxis für rechtswidrig – der Schwarze Peter wird dem gutgläubigen Jäger zugeschoben. Wir haben mit Friedrich von Massow, dem Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV) über das Problem gesprochen.

JAWINA: Herr von Massow, wie beurteilen Sie die Rechtslage und das Vorgehen der Behörden aus juristischer Sicht?

Friedrich von Massow: Die in Bayern und Baden-Württemberg praktizierte “Genehmigung” halten wir rechtlich für äußerst zweifelhaft. Es handelt sich genau genommen auch nicht um Genehmigungen (das wäre ein Fall von § 40 Abs. 4 WaffG – solche Genehmigungen erteilt das BKA aber nicht). Eine solche Beauftragung (nach § 40 Abs. 2 WaffG) ist aber für die Schwarzwildjagd (ausgenommen allenfalls in einem eng begrenzten Modellprojekt) nicht möglich. Eine dennoch erfolgende “Beauftragung” wäre rechtswidrig.

– Es gibt mehrere Gutachten, die zum gleichen Ergebnis kommen (natürlich mit deutlich ausführlicherer Begründung), u.a. vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages (https://www.bundestag.de/blob/556764/3aa9a9129908cc8c4b115f69715c13f5/wd-3-070-18-pdf-data.pdf ), ein Gutachten, das der Bayerische Jagdverband in Auftrag gegeben hat, sowie einen Aufsatz von Dietlein/Hermes.

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Schleswig-Holstein: Schalldämpfer für Jäger freigegeben

Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein dürfen jetzt Schalldämpfer verwenden – Innenminister Grote: “Wichtiger Beitrag für Gesundheitsschutz”

Die Landesregierung macht den Weg für einen besseren Gesundheitsschutz von Jägern in Schleswig-Holstein frei, so das Innenministerium Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung: Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, können Jägerinnen und Jäger im Land jetzt Schalldämpfer bei Langwaffen, also Jagdgewehren verwenden. In Abstimmung mit dem Umweltministerium hat das zuständige Innenministerium einen entsprechenden Erlass herausgegeben.

Nach Ansicht von Innenminister Hans-Joachim Grote ist dieser Schritt wichtig für einen besseren Schutz der Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein: “”Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Wälder. Nachhaltiges Jagen ist unerlässlich für den Erhalt des Wildbestandes. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit diesem Erlass jetzt den Gesundheitsschutz der Jägerinnen und Jäger erhöhen.””

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DJV an Nabu-NRW-Vorsitzenden: “Dürfen wir Ihnen mal einen Vogel zeigen?”

Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes in Nordrhein-Westfalen, behauptet in einem Zeitungsinterview, er habe noch nie einen Jäger gesehen, der etwa für Wanderfalken einen Schornstein hochsteigt, um dort nach dem Rechten zu sehen. Greifvögel im Jagdrecht seien gefährdet durch illegale Abschüsse und Vergiftung. DJV, LJV NRW und DFO meinen: Fakenews oder schlechte Erinnerungsgabe. Schließlich hat Tumbrinck schon Falken gemeinsam mit Jägern beringt.

Unverständnis herrscht bei Deutschlands Jägern und Falknern über das Interview des Nabu-Funktionärs Josef Tumbrinck von Mitte Juni in der Westdeutschen Zeitung. Dort versteift sich Tumbrinck auf die Aussage, er habe noch nie einen Jäger erlebt, der etwa für den Schutz eines Wanderfalkens einen Schornstein hochsteigt. Zudem stelle das Jagdrecht ein Einfallstor für illegale Abschüsse und Vergiftungen von streng geschützten Tieren dar. Der Deutsche Falkenorden (DFO), der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) protestieren gegen diese Stimmungsmache: Entweder sind es Fakenews oder Tumbrinck hat eine schlechte Erinnerungsgabe wie ein Foto aus dem Jahr 2015 zeigt. Damals hatte der Nabu-Vorsitzende gemeinsam mit Falknern einen Wanderfalken auf einem Kirchturm beringt. Überdies haben geschützte Arten im Jagdrecht einen noch höheren Schutzstatus als unter dem Naturschutzrecht. „Mit solchen Behauptungen stellt die Führungsspitze des Nabu ihre Glaubwürdigkeit in Frage und gefährdet gute gemeinsame Artenschutzprojekte auf Arbeitsebene“, sagten die Präsidenten Hartwig Fischer (DJV) und Ralph Müller-Schallenberg (LJV NRW).

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Bayern: Jäger schiesst Waffe ein – Frau erleidet Knalltrauma

Am Montag gegen 18 Uhr hat ein Jäger auf einem Wiesengrundstück bei Heimhof (Landkreis Tirschenreuth) seine Waffe eingeschossen. Zwei Frauen gingen mit ihrem Hund zur selben Zeit dort spazieren. Bei der Schussabgabe hätten sich “sowohl die beiden Frauen, als auch der Hund” erschrocken, wie die Polizei allen Ernstes mitteilt. Eine Frau will bei dem Vorfall nicht nur ein Knalltrauma, sondern gar einen Schock erlitten haben, weshalb sie sich in ärztliche Behandlung begab. Den Jäger erwarte nun eine Anzeige wegen Körperverletzung, so die Polizei. red.

Beitragsbild: Spart Ärger – Waffen auf dem Schießstand einschießen. Foto: privat

DJV: Umweltbildung mit Jägern immer beliebter

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Zahl der pädagogisch tätigen Jäger ist in sechs Jahren um 80 Prozent gestiegen – mehr als 7.000 waren es 2017. Für Bildungsarbeit investierten Jägerschaften 2017 knapp 410.000 Euro – plus 24 Prozent gegenüber 2011. Drei Viertel der Jägerschaften haben inzwischen ein ausgewiesenes Budget für Lernort Natur.

Lernort Natur, das naturpädagogische Angebot der Jäger, wird immer beliebter, zeigt eine Lernort-Natur-Umfrage: Die Zahl der ehrenamtlich tätigen, pädagogisch geschulten Jäger ist von 2011 bis 2017 um 80 Prozent gestiegen – und zwar auf mehr als 7.000. Insgesamt knapp 11.400 Stunden verbrachten diese monatlich mit Umweltpädagogik in den knapp 500 Kreisjägerschaften unter dem Dach des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und erreichten mehr als 800.000 Menschen. Teilgenommen hat an der bundesweiten Befragung (ohne Bayern) ein Viertel der Jägerschaften.

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Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE

Bayern: Jäger schießt sich in den Fuss

Fehler bei der Waffenhandhabung können nicht nur bei der Jägerprüfung unangenehme Folgen haben: Am Mittwochabend kam es bei Stockenweiler (Landkreis Lindau / Bodensee) zu einem schweren Unfall. Nachdem ein Jäger ein Tier erlegt hatte, wollte er mit seinem Gewehr vom Hochsitz absteigen. Beim Abstieg vom Hochsitz löste sich plötzlich ein Schuss und verletzte den Jäger am Mittelfuß schwer. Der 36-Jährige wurde umgehend vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Wangen gefahren. PM

Beitragsbild: Spannschieber an einer Jagdwaffe: Waffe gespannt bzw. gesichert? Geladen oder entladen? Waffenhandhabung muss auch im Adrenalintaumel sitzen. Foto: SE

Bayern: Jäger mit ungültigem Jagdschein und geladener Waffe im Auto erwischt

Die Polizei im niederbayerischen Landkreis Vilsbiburg stellte bei einem Jäger Verstöße gegen waffen- und jagdrechtliche Bestimmungen fest: Am 28.05.2018 um 21:50 Uhr wurde der Fahrer eines Geländewagens auf der Landshuter Straße einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen, so die Polizei. Dabei führte der Mann auf der Rücksitzbank seines Wagens ein Jagdgewehr mit sich. Der Fahrzeugführer räumte ein, auf der Jagd gewesen und jetzt auf dem Heimweg zu sein. Eine Überprüfung seines Jagdscheins ergab allerdings, dass dieser nicht mehr gültig war. Außerdem konnte der Jäger keinen Jagderlaubnisschein vorweisen und die von ihm mitgeführte Langwaffe war mit drei Patronen verbotswidrig geladen. Zum Führen der Waffe hätte der Jäger somit einen Waffenschein benötigt. Da zudem sein Jagdschein abgelaufen war und er keinen Jagderlaubnisschein vorweisen konnte, wurde gegen den Waidmann ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

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Österreich: Jäger auf dem Weg zum Plumpsklo tödlich verunglückt

Ein Jäger ist bei Lassing in Niederösterreich in der Nacht auf Sonntag auf dem Weg von der Jagdhütte zum Plumpsklo abgerutscht und 100 Meter einen Hang herabgerutscht. Er landete schwer verletzt in einem Bachbett, zwei Männer fanden ihn am nächsten Morgen an einem Baumstamm sitzend, wie heute.at berichtet. Obwohl die Bergrettung schnell vor Ort war und den Verletzten mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik flog, erlag der 63jährige im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. red.

Beitragsbild: Plumpsklo. Foto: SE

Bayern: Jäger zu Bewährungsstrafe verurteilt

“Paar auffe Fresse” keine Option für Legalwaffenbesitzer

Ein Musterbeispiel jagdlicher Kameradschaft wurde vor dem Schöffengericht Altötting verhandelt: Es begann damit, dass ein 30 Jahre alter Jäger und Revierpächter seine Jagdwaffe dem Vater seiner Freundin in die Hand gedrückt hatte, der allerdings kein Jagdscheininhaber und damit nicht berechtigt ist, eine Schusswaffe zu führen – auch nicht kurz. Dummerweise wurde die Handreichung von der Wildkamera eines Mitjägers aufgezeichnet, der, einer alten deutschen Tradition folgend, auch gleich Anzeige gegen den Jäger erstattete und das Beweismaterial mitlieferte. Bei der daraufhin anberaumten Hausdurchsuchung fand die Polizei bei dem Jäger eine Signalpistole, Kriegswaffenmunition, Übungshandgranaten und ein verbotenes Butterfly-Messer, wie der Alt-Neuöttinger Anzeiger berichtet. Der Jagdschein des Mannes wurde bei der Gelegenheit gleich beschlagnahmt. Für so viel Ungemach revanchierte sich der Angezeigte, indem er bei einer Jagdversammlung dem Anzeiger einen Faustschlag verpasste. Rückblickend wohl keine gute Idee:

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Angebliche Wolfskirrung: Peta zeigt Jäger an

Die militante Tieschutzorganisation Peta hat zwei Brandenburger Jäger aus Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) angezeigt, weil sie angeblich eine Schafweide absichtlich schlecht gesichert hätten. Peta unterstellt, die Jäger hätten Wölfe so zu einem Schafsriss verführen wollen, um sie nach der Brandenburger Wolfsverordnung erlegen zu können. Die Jäger bestreiten die Vorwürfe: Die Koppel sei ordnungsgemäß gesichert, der zuständige Amtstierarzt habe die Schafweide “als vorbildlich gelobt”, berichtet die Bild-Zeitung. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Bild-Zeitung (Screenshot).

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern Nos und HW für die Hinweise!

 

“Die Natur ist eine Kulturlandschaft in der es Regeln gibt”

Am 9. Mai kommt der Dokumentarfilm “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?” bundesweit in die Kinos. Im Gespräch mit dem DJV verrät Regisseurin Alice Agneskirchner, warum sich der Film sowohl für Jäger, als auch für Zuschauer ohne Jagdschein lohnt.

Alice Agneskirchner ist keine Jägerin. Trotzdem hat sie einen Film über die Jagd gedreht, der diese Woche in über 160 Kinos in Deutschland anläuft. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit ihr kurz vor Kinostart über ihren neuen Film “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur” gesprochen.

DJV: Frau Agneskirchner, wie kam es zu der Idee einen Film über die Jagd zu machen?

Agneskirchner: Als Dokumentaristin bin ich Chronistin unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Ich war neugierig, wie die Jagd in einem Land, in dem ein hoher Wildbestand vorhanden ist, geregelt wird. Wie leben wir mit dem Wild, was es da draußen gibt?

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Rheinland-Pfalz: Pferde erschossen – Jäger verurteilt

Ein Kölner Jäger, der im Oktober 2017 bei Katzwinkel (Landkreis Vulkaneifel) zwei Pferde erschossen hat, weil er sie mit Wildschweinen verwechselte, ist vom Amtsgericht Daun wegen “grundloser Tötung eines Wirbeltiers, tateinheitlich mit Sachbeschädigung in zwei tatmehrheitlichen Fällen” zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hergang der Tat warf Fragen auf, die vor Gericht nicht abschließend geklärt werden konnten. Wie der Volksfreund berichtet, hat der zur Tatzeit 57 Jahre alte Jäger aus 110 bis 120 Metern Entfernung auf die Pferde geschossen, die ein Stockmaß von 1,58 bzw. 1,65 Metern hatten. Beide Pferde wurden in der Herzgegend getroffen und waren sofort tot. Die Pferde können also nicht gelegen haben, wie die Besitzerin der Pferde dem Volksfreund zufolge vermutete. Die Sicht soll schlecht gewesen sein.

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Filmstart: “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?”

Ab 9. Mai zeigen über 160 Kinos den Dokumentarfilm “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?”. Auf mehreren Kanälen verlost der DJV Kinogutscheine.

Jedes zehnte Kino in Deutschland zeigt ab 9. Mai den Film “Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?”. Nach Angaben des NFP-Filmverleihs sei diese Zahl für einen Dokumentarfilm außergewöhnlich hoch. Kurz vor Kinostart verlost der Deutsche Jagdverband (DJV) Kinogutscheine auf seiner Internet-Seite www.jagdverband.de und in den sozialen Medien.

Regisseurin Alice Agneskirchner nimmt den Zuschauer mit in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald. Der Film zeigt die Jagd wirklichkeitsnah, unvoreingenommen und ist ein filmisches Erlebnis mit beeindruckenden Naturbildern. Er thematisiert Jagd als gesellschaftliches Phänomen jenseits von Pathos und Naturtümelei. Es geht um die Frage, was Natur ist, ob es sie noch gibt und wie der Mensch seinen Lebensraum mit dem Wildtier teilt.

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Mecklenburg-Vorpommern: Jäger überfährt Motocrosser

Ein Jäger ärgerte sich über zwei Motocorssfahrer, die unerlaubt auf den Waldwegen in seinem Revier herumbretterten. Weil er sie zur Rede stellen wollte, nahm er die Verfolgung in seinem Geländewagen auf. Der Vorfall spielte sich am 30.04. gegen 17 Uhr bei Bennin, einem Ortsteil der Gemeinde Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ab. Bei der Verfolgungsjagd fuhr der 56 Jahre alte Jäger zu dicht auf die Maschine des 38jährigen Motocrossfahrers auf. Der Motocrossfahrer stürzte und wurde nach aktuellem Ermittlungsstand durch den Geländewagenfahrer überfahren. Hierbei erlitt er schwerste Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Hamburg Hamburg verbracht. Durch den Bereitschaftsstaatsanwalt wurde eine kriminaltechnische Untersuchung beider Fahrzeuge unter Zuhilfenahme eines DEKRA-Sachverständigen angeordnet, teilt die Polizei mit.

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