Schlagwort-Archive: Jäger

USA: Bären-Wildbret nicht verwertet – zwölf Jahre Jagdverbot

Die Naturschutz- und Wildtierbehörde des US-Bundesstaats Colorado (Colorado Parks & Wildlife, CPW) hat einem Jäger aus South Dakota für zwölf Jahre die Jagd- und Fischereilizenzen entzogen, weil er das Fleisch eines erlegten Schwarzbären nicht verwertet hat. Der 58-jährige Robert Stalley hatte in der Jagdsaison 2017 einen kapitalen Schwarzbären bei Steamboat Springs geschossen und nur Haupt und Decke des erlegten Stücks mitgenommen. Stalley war im Besitz gültiger Lizenzen für Schwarzbär und (Maultier)Hirsch. In Colorado ist es Jägern jedoch gesetzlich vorgeschrieben, das essbare Fleisch von erlegtem Großwild für den menschlichen Verzehr zu verwerten. Weil Stalley dieser Verpflichtung nicht nachkam, wird ihm Wilderei und illegaler Abschuss eines Wildtiers vorgeworfen. Bei der Bemessung des Strafmaßes spielte CPW zufolge auch eine Rolle, dass Stalley versucht hatte, den Ermittlungsbeamten der Behörde zu täuschen:

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Frankreich: Paar postet Erlegerfotos und verliert Jobs

+++ Liechtenstein: Regierung genehmigt Konzept Wolf +++

Ein französisches Paar hat Erlegerbilder von einer Safari in Afrika gepostet, auf denen sie mit diversen erlegten Tieren wie Löwe, Leopard, Nilpferd, Antilope oder einem Alligator zu sehen sind. Dies löste eine Welle von Beleidigungen und Drohungen gegen das Paar in den sozialen Medien aus. Schnell wurde bekannt, dass die beiden in leitender Position in einem Supermarkt der Kette Groupe U in L’Arbresle (Département Rhône) arbeiteten, was Boykottdrohungen gegen den Supermarkt nach sich zog. Das blieb nicht ohne Folgen für das Jägerpaar: Auf Twitter und Facebook teilte das Unternehmen, bei dem die beiden beschäftigt waren, mit, dass die Veröffentlichungen der Supermarktleiter sowohl Internetnutzer als auch andere Mitarbeiter schockiert hätten. Die Veröffentlichungen stünden in totalem Gegensatz zu den Werten und Engagements des Unternehmens. Auch wenn es sich um private Aktivitäten der – ehemaligen – Mitarbeiter handele, verurteile das Unternehmen diese entschieden, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

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Jäger beleidigt – Präsident von Tierschutzpartei verurteilt

Der Präsident der Europäischen Tierschutzpartei Enrico Rizzi ist wegen Beleidigung eines Jägers zu einer Strafe von 5000 Euro und Schadensersatz in Höhe von 34.000 Euro verurteilt worden. Das Kassationsgericht in Rom hat die Beschwerde Rizzis gegen das Urteil in zweiter Instanz abgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Rizzi hatte im November wenige Minuten nach dem Tod des Regionalratspräsidenten von Trentino-Südtirol, Diego Moltrer, übelste Beleidigungen in einer Radiosendung und auf Facebook verbreitet und damit eine Welle wüster Beschimpfungen des Verstorbenen losgetreten. Moltrer war auf einem Jagdausflug an einem Herzinfarkt verstorben. Unter anderem waren Worte wie Attentäter, Mörder, Schuft, feige und berüchtigt gefallen. Rizzis Verteidiger erklärten, es habe sich um “moralische Kritik” gehandelt, er habe nicht die Absicht gehabt, eine moralische Kritik oder Beleidigung auszusprechen. Die Richter wiesen diese Darstellung zurück.

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Niedersachsen: Greifvögel vergiftet – Jäger verurteilt

Nabu fordert Jagdscheinentzug

Ein 71 Jahre alter Jäger aus Cappeln (Landkreis Cloppenburg), der mit Giftködern mindestens neun Greifvögel vergiftet hat (JAWINA berichtete), ist zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 60 Euro (5400 Euro) verurteilt worden. Das berichtet NWZonline. Zudem fordert der Nabu, dem Mann Jagdschein und Waffenbesitzkarte (WBK) abzunehmen – überflüssigerweise, denn bei einer Verurteilung von 60 Tagessätzen an aufwärts ist es um die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in der Regel ohnehin geschehen. red.

Beitragsbild: Vergiftete Greifvögel. Quelle: Ludger Frye/Nabu

Mecklenburg-Vorpommern: Landwirte und Jäger unterstützen Wiederansied­lung von Wiesenbrütern

Im Odermündungsgebiet will die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V (StUN) im Rahmen eines EU-Projektes Lebensräume für wiesenbrütende Watvögel erhalten bzw. wiederherstellen. Gestern (20.06.) hat sich der Staats­sekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Jürgen Buchwald, in Bugewitz bei Anklam (Vorpom­mern-Greifswald) über Stand und zukünftige Maßnahmen dieses LIFE-Projektes Limicodra informiert.

In drei Poldern des Gebietes zwischen Rosenhagen und Mönkebude sollen Strategien zur Wiederherstellung von Bruthabitaten für Watvögel wie Kiebitze, Rotschenkel, Uferschnepfen, Bekassinen sowie in Mecklenburg-Vorpommern vom Aussterben bedrohte Arten wie den Kampfläufer entwickelt und erprobt werden.

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Österreich: Zwei Wildschweine beschossen, zwei Autos getroffen

+++ Sachsen: Gefundener Wolfswelpe in Quarantäne zwecks Hybridprüfung +++ Niedersachsen: Tierhalter kritisieren andauernde Erfolglosigkeit des geplanten Problemwolf-Abschusses +++ Niedersachsen: Erstmalig Trichinen im Landkreis Rotenburg nachgewiesen +++

Eine “Gemeingefährdung durch Schussabgabe” wirft die Polizei einem Jäger im Bezirk St. Pölten Land vor: Eine Pressemitteilung der Polizei zufolge wurden Bedienstete der Polizeiinspektion Altlengbach am 15. Juni 2019, gegen 17.50 Uhr, wegen der Abgabe von mehreren Schüssen im Gemeindegebiet von Altlengbach alarmiert. Nach dem Eintreffen entdeckten die Beamten auf einem Parkplatz zwei Autos, die durch Schüsse beschädigt wurden. Bei den weiteren Erhebungen konnte umgehend ein 52-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten Land ausgeforscht werden, der beschuldigt wird, vier Schüsse aus einer Bockbüchsflinte abgegeben und dabei mehrere Personen gefährdet bzw. die zwei auf einem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge beschädigt zu haben. Dem ORF zufolge befand sich zwischen dem Feld, von dem aus die Schüsse abgegeben wurden und den getroffenen Autos eine Wiese, auf der sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe etwa 150 Personen aufhielten – daher der Vorwurf der Gemeingefährdung. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und gab an, auf zwei Wildscheine geschossen zu haben. Es wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, ein waffenrechtliches Dokument abgenommen und die Schusswaffe sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an. PM/red.

Beitragsbild: Zur Strecke gebrachter PKW. Foto: LPD NÖ

Erlegerfotos: CIC und DJV fordern mehr Sensibilität der Jäger im Netz

Fotos erlegter Wildtiere treffen auf Unverständnis – ob erlegtes Reh oder aktuell eine Giraffe: Fotos von getöteten Wildtieren sorgen in sozialen Medien für Kritik an der Jagd.

Aktuell entbrennt in den sozialen Medien eine heftige Diskussion um das Bild der bekannten US-Jägerin Tess Talley, die in Siegerpose vor einer erlegten Giraffe steht. Das Bild stammt aus dem Jahr 2017 und wird nun von den Medien verwendet, da sich die Jägerin in einer US-Talkshow zu den Hintergründen der Jagd geäußert hat. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger im In- und Ausland zu mehr Umsicht im Umgang mit Fotos im Internet und insbesondere in den sozialen Medien. „Es geht nicht darum, uns zu verstecken, sondern auch in Fotos Sensibilität und Respekt gegenüber nichtjagenden Mitmenschen zu zeigen. Wir wollen keine Zensur, aber wir brauchen den Dialog, wie wir die Jagd in der Öffentlichkeit künftig darstellen wollen. Da spielt es prinzipiell keine Rolle, ob es um das Foto einer erlegten afrikanischen Antilope oder eines heimischen Rehbocks geht“, so DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald.

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Hessen: Jäger rettet Frau

In der Nacht zum Donnerstag wurde der Polizei durch einen Jäger eine unklare Gefahrensituation im Wald bei Taunusstein-Bleidenstadt (Rheingau-Taunus-Kreis) gemeldet. Der Jäger war gegen 00.35 Uhr im Waldstück seitlich der B 54 zwischen Bad Schwalbach und Taunusstein auf eine verletzte Frau aufmerksam geworden, welche von vier Männern umgeben war. Aufgrund dieser sich darstellenden Situation verständigte der Zeuge direkt die Polizei und hielt die Personen bis zum Eintreffen der Polizeikräfte in Schach. Die 39-jährige Frau wurde aufgrund ihrer sichtbaren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen. Da die Verletzungen der Frau ersten Ermittlungen zufolge zumindest durch einen der im Wald angetroffenen Männer im Alter von 26 bis 34 Jahren verursacht worden sind, wurde das Quartett festgenommen und zwecks weiterer polizeilicher Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen.

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Hessen: Dr. Walter Lübcke durch Kopfschuss getötet

Der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (65) ist offenbar durch einen Kopfschuss getötet worden. Medienberichten zufolge war der CDU-Politiker passionierter Jäger, was anderen Medienberichten zufolge vom persönlichen Umfeld des Verstorbenen bestritten wird. Er wurde am 2.6. in den frühen Morgenstunden tot auf seinem Anwesen in Wolfshagen-Istha (Landkreis Kassel) gefunden. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. “Da die Todesumstände unklar sind, hat das Hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Aufgrund laufender Ermittlungen sind derzeit keine weiteren Auskünfte möglich”, teilt das hessische LKA mit. Lübcke galt als “beliebt und außerordentlich nahbar”, wie die Fuldaer Zeitung schreibt. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Söhne. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Fuldaer Zeitung (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser MH für den Hinweis!

Hochsitz-Zündler auf Schadensersatz verklagt

Das könnte teuer werden: Ein Jäger hat einen mutmaßlichen Brandstifter, dem das Abfackeln von 15 jagdlichen Einrichtungen im Kreis Herford, in Minden-Lübbecke und Kreis Osnabrück (NRW/Niedersachsen) vorgeworfen wird, auf Schadensersatz verklagt. Der 28-jährige mutmaßliche Brandstifter aus Bünde war im Mai 2018 gefasst worden, nachdem er von einer Wildkamera gefilmt worden war. Die Aufnahmen ermöglichten eine genaue Täterbeschreibung, die dazu führte, dass der Verdächtige von Landwirten und Jägern im Landkreis Osnabrück so lange festgehalten wurde, bis die Polizei eintraf, wie die Neue Westfälische (NW) berichtet. Im Rucksack des Mannes fanden die Ermittler Materialien, wie sie bei der im Oktober 2017 begonnenen Serie von Brandstiftungen an Hochsitzen verwendet wurden. Die ebenfalls in dem Rucksack und der Wohnung des Mannes gefundenen Drogen brachten dem Mann mittlerweile eine Verurteilung wegen Drogenbesitzes ein, die Bewährungsstrafe von 15 Monaten wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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Nachtzielgeräte: Bundesregierung sieht keine Rechtsunsicherheit für Jäger

Zentrales Problem für Jäger nicht geklärt – Rechtsunsicherheit bleibt bestehen / Bundesregierung prüft Freigabe von Nachtzielgeräten für Jäger

Die Bundesregierung hat eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Thema “Nachtzielgeräte bei der Jagd” beantwortet. Die Kleine Anfrage wurde durch das JAWINA-Interview mit dem Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV), Friedrich von Massow veranlasst, der die in einigen Bundesländern praktizierten behördlichen Genehmigungen von Nachtzielgeräten für Jäger als “rechtlich äusserst zweifelhaft” eingestuft hatte.

In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP teilt die Bundesregierung mit, dass sie “keine Rechtsunsicherheit [sieht], wenn Jägerinnen und Jäger die Nachtzieltechnik im Rahmen einer behördlichen Genehmigung zur Bejagung des Schwarzwildes einsetzen.” Nach Ansicht von Juristen bleibt die Rechtsunsicherheit für beauftragte Jäger jedoch bestehen, auch wenn die Bundesregierung sie nicht sieht.

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Russland: Bär klaut Jägern Proviant

Auf der Kamtschatka-Halbinsel im russischen Föderationskreis mit dem treffenden Namen Ferner Osten hat ein Bär eine Jägergruppe um ihren Proviant gebracht. Als die Jäger mit ihrem Pick-Up an einer durch die Taiga führenden Straße hielten, eilte der Bär herbei, schnappte sich die Kühlbox mit den Vorräten und machte sich davon. Mehrere von den Jägern abgegebene Warnschüsse konnten ihn von seinem Vorhaben nicht abbringen. Einer der Jäger filmte den Vorfall mit dem Handy, das Video geht in Russland viral, wie RTdeutsch berichtet. red.

Video: YouTube / kamchat100

Niedersachsen: Schafherde angegriffen – Jäger erschiesst Huskys

Am Donnerstagmorgen, 09.05.2019, kurz nach 06.00 Uhr, teilte ein Binnenschiffer auf der Weser der Polizei mit, dass im Bereich von Bücken eine kleinere Schafherde von zwei Hunden attackiert werden würde. Der Hinweisgeber konnte erkennen, dass bereits einige Schafe in die Weser geflüchtet waren. Auf der Weide lagen bereits eine Reihe von Tieren zum Teil verletzt, zum Teil augenscheinlich bereit tot. Zu seinem eigenen Schutz und zum Beenden der Angriffe auf die Schafe erschoss ein erfahrener Jäger die beiden schäferhundgroßen Hunde. Im Rahmen der Ermittlungen der Polizei Hoya erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei den beiden wildernden Hunden um zwei Huskies gehandelt hatte, die bereits seit Dienstagabend, 07.05.2019, in Holtorf vermisst wurden.

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Baden-Württemberg: ASP-Prävention – Sammelstellen für Schwarzwild-Abfälle an Jägerschaft übergeben

Zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest haben die Fachdienste Forst und Veterinärwesen des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis fünf Sammelstellen für Wildabfälle aus der Jagdausübung eingerichtet und die Schlüssel in den vergangenen Wochen an die Jägerschaft übergeben. Die so genannten Wildverwahrstellen wurden auf Veranlassung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingerichtet, um eine mögliche Seuchenverbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Teile von Wildschweinen zu minimieren. Der Kreis hat die Einrichtung von fünf solcher Räumlichkeiten in Mudau, Buchen, Osterburken, Schefflenz und Neunkirchen nun abgeschlossen. Es handelt sich um Container mit Kühleinrichtungen und Mülltonnen, deren Verwendung für die örtlichen Jäger ab sofort möglich ist.

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RLP: Polizei fahndet nach vermisstem Jäger

+++ Niedersachsen: Löwen attackieren Tierpfleger in Safaripark +++ Italien: Wolf reißt 11 Schafe in Südtirol +++ Bremen: Deichverband fordert Nutria-Bejagung +++

Der 26-jährige Timo Balshüsemann aus Kaiserslautern wird seit Freitagvormittag (3. Mai 2019) vermisst. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass sich der Student in einer hilflosen Lage befindet. Er soll eine scharfe Schusswaffe mit sich führen. Umfangreiche Suchmaßnahmen mit Unterstützung von Personenspürhunden und Hubschrauber haben bislang nicht zum Auffinden des 26-Jährigen geführt, weshalb sich die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit wendet. Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Timo Balshüsemann geben?

Der Gesuchte ist etwa 1,80 Meter groß und hat eine trainierte Figur. Er hat dunkle, kurze Haare und ist Brillenträger. Der 26-Jährige war zuletzt mit einer schwarzen Jeans, einer schwarzen Jacke und braunen Schnürschuhen bekleidet. Ein Foto des Vermissten finden Sie unter https://s.rlp.de/rvSmg auf der Internetseite der Polizei.

In der Vermisstensuchmeldung warnt die Polizei: Bitte treten Sie nicht an die Person heran. Der 26-Jährige soll bewaffnet sein. Er ist Jäger und berechtigt, Waffen zu besitzen. Der Bild-Zeitung zufolge soll der Vermisste nach der Trennung von seiner Freundin seinen Suizid angekündigt.

Zeugen, die Hinweise zu Timo Balshüsemann geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369 2620 mit der Polizei Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. PM

Beitragsbild: Fahndungsbild der Polizei. Quelle: Polizei RLP

Österreich: Jäger erwischt Wilderer beim Gamsabschuss

Am 03.05.2019 gegen 21 Uhr beobachtete ein Jäger in Buchen bei Telfs (Bundesland Tirol, Bezirk Innsbruck) einen Wilderer beim Abschuss einer Gams. Während der Jäger die Polizei verständigte, beobachtete eine zweite Auskunftsperson den vermeintlichen Wilderer, wobei es “auch zum Kontakt kam”, wie die Polizei formuliert. Medienberichten zufolge bedrohte der Wilderer die Person, von der er zur Rede gestellt wurde, mit einer Waffe, was der Wilderer später jedoch bestritt. Nach dem Zusammentreffen flüchtete der Wilderer in den Wald, die geschossene Gams ließ er zurück. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Tatortbereichsfahndung unter Beteiligung des Sondereinheitskommandos Cobra, mehreren Streifen des Bezirkes Innsbruck Land sowie Diensthundestreifen, konnte um 22:04 Uhr bei einer Fahrzeugkontrolle in Bairbach der 31 Jahre alte Tatverdächtige samt Langwaffe mit Schalldämpfer im Laderaum des kontrollierten PKWs festgestellt werden. Er hatte sich von seiner Freundin zum Wildern fahren und von einem Freund wieder abholen lassen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

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Niedersachsen: Wolfsjagd-Pflicht für Jäger?

Die Ausnahmegenehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m ist nochmals erneuert worden, wie das Niedersächsische Umweltministerium mitteilte. Die bis Ende April befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m wird bis zum 31.05.2019 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken bestehe unverändert fort, so das Ministerium. Umweltminister Olaf Lies (SPD) erwägt nun auch Verschärfungen der Regelungen für den Wolfsabschuss. Anlass sind die Probleme, den Wolf auch tatsächlich zu Strecke zu bringen. Gegenüber dem NDR zog Lies die Möglichkeit in Betracht, zwar nicht das ganze Rudel, aber mehrere Tier abschießen zu lassen, “um danach zu sehen, ob sich die Situation damit verbessert.” Außerdem beklagt Lies “mangelnde Unterstützung” der ca. 170 Revierinhaber in dem 600 Quadratkilometer großen Streifgebiet des Wolfs. Daher werde geprüft, inwieweit man die Jäger zur Mitwirkung rechtlich verpflichten könne.

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Nachtzielgeräte für Jäger: FDP fordert Bundesregierung zur Klärung der Rechtslage auf

+++ Bayern: Aggressiver Rehbock erschossen +++ Hessen: Angeblich Fuchs in der Schonzeit geschossen – Fotograf und Jäger drücken gleichzeitig ab +++

Abgeordnete der FDP-Bundestagsfraktion aus dem Umfeld des jagdpolitischen Sprechers der FDP, Karlheinz Busen, haben die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage aufgefordert, die Rechtslage beim Einsatz von Nachtsichtzielgeräten durch Jäger zu klären. Nachtzielgeräte sind gemäß Bundesjagdgesetz (§ 19 Abs. 1 Nr. 5. a) und Waffengesetz (§ 2 Abs. 3 i. V. m. Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2. WaffG) sowie nach diversen Landesjagdgesetzen verboten. Strittig ist, ob die nach § 40 Abs. 2 WaffG vorgesehene Möglichkeit, Nachtzielgeräte behördlich zu genehmigen, rechtssicher ist. In Bayern und Baden-Württemberg genehmigen die Behörden Jägern im Zuge der ASP-Prophylaxe Nachtzielgeräte für die Schwarzwildbejagung. Jagdrechtler halten diese Praxis für rechtswidrig, da nach geltender Rechtsauffassung nur das Bundeskriminalamt (BKA) entsprechende Genehmigungen gültig erteilen könnte – was es aber nicht tut (siehe dazu hier). Die FDP-Fraktion bezieht sich in der Kleinen Anfrage ausdrücklich auf einen JAWINA-Beitrag, in dem der Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV), Friedrich von Massow, seine Bedenken hinsichtlich der Genehmigungspraxis der Länder darlegt (siehe Beitragsbild).

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Köln: Polizisten räumen Waffenarsenal aus Jägernachlass

Zahlreiche Waffen beschlagnahmt

Waffenspezialisten der Polizei Köln haben am Montagvormittag (29. April) 127 nicht registrierte und zum Teil illegale Lang- und Kurzwaffen sowie große Mengen Munition aus dem Nachlass eines Jägers in dessen Haus in Köln-Weiß beschlagnahmt. Neben Gewehren, Pistolen und Revolvern sowie 103 Gewehrläufen hatte der kürzlich Verstorbene (61) auch Waffen in seiner Wohnung gelagert, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen – unter anderem ein Sturmgewehr AK 47. Eine Spezialfirma soll heute noch einen Tresor im Keller des Hauses öffnen.

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Bochum: Jäger nicht im Knien erschossen

Der am 18. April von Polizisten auf einem Bochumer Friedhof erschossene Jäger (JAWINA berichtete) ist dem nun vorliegenden Obduktionsbericht zufolge nicht in kniender Haltung erschossen worden. Dies hatten verschiedene Lokalzeitungen berichtet.

Nach bisherigen Ermittlungen der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Essener Mordkommission informierte ein waffenkundiger Bochumer und Jäger die Polizei (18.4. gegen 18 Uhr), dass ein ihm unbekannter Mann, in Begleitung einer Frau, soeben den Friedhof betreten habe, so die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Essen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Er soll ein scharfes Gewehr mitführen, welches er zuvor durchgeladen hat. Die Bochumer Einsatzleitstelle beorderte sofort mehrere Streifenwagen zum Einsatzort. Polizeibeamte betraten kurz darauf den Friedhof und warnten unbeteiligte Friedhofbesucher vor der möglichen Gefahr. Auf dem Gelände trafen die beiden Polizisten auf den 77-jährigen bewaffneten Mann, in dessen unmittelbarer Nähe sich die zuvor beschriebene Frau befand. Die Männer sprachen den Mann an…

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NRW: Polizei erschiesst 77-jährigen Jäger in Bochum

Am Donnerstag vergangener Woche (18. April)  ging bei der Polizei in Bochum ein Notruf ein: Ein Anrufer meldete, dass er auf dem Friedhof an der Kirchhapener Straße im Stadtteil Gerthe einen Mann “mit einer vermutlich durchgeladenen Schusswaffe” beobachte. Angeblich bedrohte der Senior dann die eintreffenden Polizisten. In der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei Essen und Staatsanwaltschaft Bochum liest sich die Schilderung des weiteren Vorgangs so: “Sofort alarmierte Einsatzkräfte trafen den beschriebenen Waffenträger auf dem Friedhof an. Seitens des Mannes kam es zu einer Bedrohungshandlung gegen die eingesetzten Beamten. Zum eigenen Schutz schossen die Polizisten auf den 77-Jährigen. Der Mann wurde erheblich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Aus Neutralitätsgründen hat eine Mordkommission der Polizei Essen die Ermittlungen übernommen.” Beim WDR heißt es lediglich, die Beamten hätten “sich bedroht gefühlt”. Die Polizisten schossen mehrfach auf den Rentner, drei Schüsse trafen nach bisherigen Erkenntnissen seinen Oberkörper.

In einer Folgemeldung wird der Tod des 77-jährigen vermeldet: “Am Samstagabend (20. April) verstarb der 77-Jährige an seinen Verletzungen.  Das zuständige Amtsgericht hat für den heutigen Nachmittag (21.04.) die Durchführung eine Obduktion beschlossen.” Jetzt stellt sich heraus: Der Rentner soll auf dem Friedhof ganz legal im Auftrag der Stadt Kaninchen bejagt haben. Damit bekomme der Fall “eine völlig neue Wendung”, schreibt die WAZ zutreffend.

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Niedersachsen: Klage von Jagdgenossen gegen Bestattungswald erfolglos

Der 1. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat mit Beschluss vom 17. April 2019 (Az. 1 ME 32/19) – wie zuvor schon das Verwaltungsgericht Osnabrück – eine der Samtgemeinde Sögel vom Landkreis Emsland erteilte Baugenehmigung zur Einrichtung eines Bestattungswaldes vorläufig bestätigt.

Eine Jagdgenossenschaft, zu deren Jagdbezirk die fragliche Waldfläche bislang gehört, hatte die Aussetzung der Vollziehung der Baugenehmigung beantragt. Nach Ablehnung ihres Antrags durch das Verwaltungsgericht Osnabrück mit Beschluss vom 6. Februar 2019 (Az. 2 B 27/18) hatte die Jagdgenossenschaft dagegen Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht erhoben.

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Schweden: Jäger nach Schuss auf Jogger zu Gefängnisstrafe verurteilt

+++ Bayern: Jäger beim Abbauen eines Hochsitzes schwer verletzt +++ Schleswig-Holstein: FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++

Der norwegische Jagdgast, der im April 2019 in Schweden einen joggenden Rentner durch einen Schuss verletzte, ist vom Landgericht Helsingborg zu einer Gefängnissstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss der Jäger dem 76-jährigen Rentner Schmerzensgeld in Höhe von 38.600 Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 3700 Euro, zahlen. Der Jäger hatte den Mann durch ein in Schweden verbotenes Wärmebildzielfernrohr anvisiert und nach eigenen Angaben für ein Fuchs oder ein Reh gehalten (JAWINA berichtete). Das Gericht sah das von dem Wärmebild-ZF aufgezeichnete Video nicht als ausreichenden Beweis für einen Mordversuch an, der Jäger wurde daher wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Beim Strafmaß wurden auch diverse schwere Jagdvergehen wie der Einsatz des verbotenen Nachtzielgeräts und Schonzeitvergehen berücksichtigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. red.

Beitragsbild: Standbild aus dem Video des Wärmebild-Zielfernrohrs. Foto: Polizei

Jagdunfall bei Nittenau: Tödliche Kugel war kein Querschläger

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Artikel aktualisiert

Im Fall des tödlichen Jagdunfall, bei dem ein Geschoss aus einer Jagdwaffe die Beifahrerscheibe eines auf der B16 bei Nittenau fahrenden PKW durchschlagen und den Insassen getötet hatte (JAWINA berichtete), gibt es neue Erkenntnisse. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber JAWINA bestätigte, hat das ballistische Gutachten ergeben, dass es sich bei dem Projektil entgegen bisheriger Annahmen nicht um einen Querschläger handelt. Der Zustand des Projektils deute nicht darauf hin, dass es von einem harten Gegenstand abgeprallt sei. Nach dem Ermittlungsergebnis hat die Kugel ein weiches Gewebe durchschlagen, aber keine wesentliche Ablenkung dadurch erhalten, so die Staatsanwaltschaft. Und weiter: Bei dem Geschoss handelt es sich um ein H-Mantelgeschoss des Fabrikates RUAG/RWS, Kal. .30-06. Das bejagte Maisfeld lag parallel zur Bundesstraße; Schutzvorrichtungen waren nicht vorhanden; das Projektil durchschlug die Seitenscheibe eines fahrenden Autos und traf den Beifahrer im Brustkorbbereich. Es wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den schussabgebenden Jäger, der zugleich auch Jagdleiter war, erhoben. SE

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Schweden: Norwegischer Jäger schiesst mit Wärmebild-ZF auf Jogger

Am 29. November 2018 wurde der 76 Jahre alte Rentner Olle Rosdahl beim frühmorgendlichen Joggen in Klippan (Provinz Skåne län) von einem Geschoss aus einer Jagdwaffe an der Hüfte getroffen. Nun muss sich ein 48 Jahre alter Jäger aus Norwegen wegen versuchten Mordes für die Tat verantworten.

Nach dem Schuss bricht der Rentner mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zusammen und schreit: “Warum schießt du?” Er habe Angst gehabt, dass der Schütze herantritt und ihm den Gnadenschuss setzt, berichtet Rosdahl in der schwedischen Zeitung svt Nyheter. Der norwegische Jagdgast versteckt sich nach der Tat im Unterholz, wird erst Stunden später nach einer groß angelegten Suchaktion mit Spezialeinheiten und einem Hubschrauber gefunden. Der Rentner wurde derweil in ein Krankenhaus nach Helsingborg geflogen, wo seine Schussverletzung versorgt wurde. Der Schütze gab dem Zeitungsbericht zufolge erst an, dass er glaubte, auf einen Fuchs geschossen zu haben. Später revidierte er seine Aussage und erklärte, den Jogger für ein Reh gehalten zu haben. Die auf svt Nyheter veröffentlichten Aufnahmen des Wärmebild-ZFs zeigen jedoch ziemlich deutlich eine aufrecht gehende zweibeinige Gestalt.

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Treue Jagdhelfer auf der Haut

JAWINA-Leser TB hat sich langlebige Erinnerungen an seine langjährigen Jagdbegleiter stechen lassen: Auf dem linken Arm prangt ein Bild seines 62er Sauer-Drillings mit Dural-Basküle: Seine erste Jagdwaffe.

Das war das Vorbild für den Tätowierer:

Der Drilling – bald 50 Jahre im Jagdgebrauch und top in Schuss. Fotos: TB

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Waffenrecht: Schalldämpfer sollen Langwaffen für Jäger rechtlich gleichgestellt werden

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf auf A20 überfahren +++ Brandenburg: Aggressives Wildschwein in Neuzelle +++ Niedersachsen: B6 nach Wildunfall mit Fahrerflucht gesperrt +++ Kommentator fordert: Wolf zum Abschuss freigeben +++

Im Referentenentwurf des “Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften” ist vorgesehen, dass Schalldämpfer den Langwaffen für Jäger rechtlich gleichgestellt werden. Der Gesetzgeber reagiert damit auf die durch das “Schalldämpfer-Urteil” des Bundesverwaltungsgericht geschaffene Rechtsunsicherheit. Das Gericht hatte Jägern das waffenrechtliche Bedürfnis für Schalldämpfer und damit die Berechtigung zum Erwerb derselben abgesprochen. Dem Entwurf zufolge soll nach § 13, Abs. 3 des Waffengesetzes (WaffG), der den Erwerb von Langwaffen durch Jäger regelt, folgender (Ab)Satz eingefügt werden: “(3a) Absatz 3 gilt entsprechend für den Erwerb von Schalldämpfern für Langwaffen nach Absatz 1 Nummer 2.“ Schalldämpfer wären demnach wie Langwaffen zu behandeln, es entfiele die in den landesrechtlichen Regelungen mancherorts vorgesehene Pflicht zum Voreintrag, der Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen zum Schalldämpfererwerb wäre bundesweit vereinheitlicht.

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Thüringen: Jagdverbot für Jagdausübungsberechtigte

Die Entnahme von Wolfshybriden soll nach dem Willen des grünen-geführten Umweltministeriums mit weitgehender Entrechtung der Revierinhaber einhergehen, während Verbänden und Opposition die demokratische Mitwirkung an der Novellierung des Landesjagdgesetzes verwehrt wird.

Die Entnahme der Thüringer Wolfshybriden (JAWINA berichtete) wird vom Thüringer Umweltministerium unter Leitung der grünen Umweltministerin Anja Siegesmund als “geheime Kommandosache” durchgeführt, schreibt die Thüringer Allgemeine. Der martialische, eher an Putschversuch und Bürgerkrieg gemahnende Tonfall ist durchaus angemessen, denn nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung geht die Wolfsentnahme mit einer weitgehenden – und rechtstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden – Entmündigung der eigentlich Jagdausübungsberechtigten einher. Vor einigen Tagen wurden Schreiben an die betroffenen Revierpächter versandt, in denen ihnen die “Durchführung einer Maßnahme” auf den von ihnen gepachteten Flächen mitgeteilt wird.

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Schweiz: Walliser Kantonsparlament will Wolfsjagd für alle

+++ Sachsen-Anhalt: Wegen Wolf – Damwildzüchter gibt auf +++

Das Kantonsparlament des Wallis hat am gestrigen Dienstag einem Postulat mit dem Titel “Erhöhung der Chancen für einen Wolfsabschuss” zugestimmt. Das Postulat war von den Abgeordneten Gregory Logean (SVP) und Alex Schwestermann (CVP) im November 2018 eingerecht worden. Zur Begründung des Postulats führten die Abgeordneten an: “Das Zeitfenster für den Abschuss von zwei Wölfen im Val d’Anniviers und im Goms ist ungenutzt verstrichen. Das ist angesichts der von diesen zwei Raubtieren verursachten Schäden sehr bedauerlich. In der Zwischenzeit gehen die Angriffe weiter: Vergangene Woche wurden drei Ziegen in Hérémence gerissen und weitere sind spurlos verschwunden.

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Bayern: Jäger wegen illegaler Tötung eines Luchses angeklagt

+++ Niedersachsen: Jogger angeschossen (JAWINA berichtete) – Jäger gibt Waffen ab +++ Wolf im Hohen Venn fotografiert +++ Sachsen: Wolf auf A14 totgefahren +++ Stahnsdorf: Keine Profis? Stadtjäger attackiert Stahnsdorfer Jagdpächter +++ Sachsen-Anhalt: Koppel mit Damwild und Rindern geöffnet +++ Brandenburg: Streifen drei Wölfe durch Neuruppin? +++ Bayern: Verstoß gegen Fütterungspflicht? Tierschützer zeigen Landrat und Förster an +++

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat beim Amtsgericht Cham Anklage gegen einen Jäger aus Lohberg (Landkreis Cham ) wegen illegaler Luchstötung erhoben.

Mitte Mai 2015 wurden vier vordere Gliedmaßen von Luchsen im Bayerischen Wald, Bereich Lamer Winkel, aufgefunden. Seither ermittelte die Staatsanwaltschaft Regensburg zunächst gegen Unbekannt, nach Eingang von Hinweisen in der Folge gegen einen konkreten Beschuldigten wegen des Verdachts der Jagdwilderei sowie wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz. Soweit dem Beschuldigten zur Last lag, die beiden Luchse, deren Vorderläufe im Mai 2015 aufgefunden worden waren, getötet zu haben, wurde das Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten gemäß § 170 Absatz 2 StPO mangels Tatnachweis eingestellt.Darüber hinaus wurden beim Beschuldigten Körperteile (Pfoten und Ohren) eines anderen Luchses sichergestellt. Dem Beschuldigten konnte auch nicht nachgewiesen werden, dass er für die Tötung dieses Luchses verantwortlich ist, sodass auch insoweit das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde.

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Brandenburg: Jäger überführen Diebe

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der Notruf der Polizei von zwei Jägern über ungewöhnliche Personenbewegungen in einem Waldgebiet bei Niedergörsdorf zwischen Altes Lager und Tiefenbrunn (Landkreis Teltow-Fläming) informiert. Die Zeugen saßen unweit der B 102 auf Sauen an, als sie unbekannte Personen im Wald wahrnahmen, die dort mit einem Gabelstapler fuhren. Als die Unbekannten bemerkten, dass sie beobachtete wurde, auch weil sie von den Zeugen angesprochen worden sind, verließen sie fluchtartig den Ort in unbekannte Richtung. Die hinzugerufenen Polizeibeamten stellten in dem Waldstück einen offensichtlich entwendeten Gabelstapler fest, mit dem Diebesgut transportiert worden ist.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Verwaltungsgericht bestätigt Entziehung von WBK und Jagdschein

Baden-Württemberg: Wolf im Neckar-Odenwald-Kreis nachgewiesen +++ Brandenburg: Wolf reißt Schafe neben Seniorenheim – “Angst macht sich breit” +++ Russland: Mehr als 1000 Rentiere in Sibirien gewildert +++

Gericht lehnt Eilantrag des Jägers gegen Ungültigkeitserklärung und Einziehung seines Jagdscheins ab

Mit einem heute (18.02.) den Beteiligten zugestellten Beschluss hat die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz eines Jägers abgelehnt, aus dessen Waffe sich unstreitig im letzten Juli in der freien Landschaft bei Lauenhagen ein Schuss gelöst und einen in ca. 400 Meter Entfernung in Begleitung seiner drei Kinder joggenden Mann am Kopf gestreift hatte. Der Landkreis Schaumburg als zuständige Jagdbehörde hatte nach umfangreichen eigenen und polizeilichen Ermittlungen mit Verfügung vom 17.12.2018 mit sofortiger Wirkung den Jagdschein des Jägers für ungültig erklärt und dessen Einziehung verfügt. Zur Begründung hat er darauf verwiesen, dass dem Jäger die gemäß § 5 Abs. 2 des Waffengesetzes und damit zugleich nach § 17 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes erforderliche waffen- bzw. jagdrechtliche Zuverlässigkeit fehle. Nach dem ermittelten Sachverhalt sei davon auszugehen, dass er mit der Waffe nicht hinreichend angemessen vorsichtig und sachgemäß umgegangen sei.

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Illegale Greifvogelfalle: Tatverdächtiger kein Jäger

Die dem Mann, auf dessen Grundstück im Kreis Segeberg die Polizei nach einer Anzeige durch Aktivisten des “Komitees gegen den Vogelmord” (CABS) eine illegale Greifvogelfalle und einen gefangenen Sperber sichergestellt hat (JAWINA berichtete), soll es sich entgegen der Behauptung des Komitees und verschiedener Medienberichte nicht um einen Jäger handeln. JAWINA-Leser hatten in Kommentaren zu dem oben verlinkten Artikel bereits Zweifel an dieser Behauptung geäußert. Nun hat der LJV Schleswig-Holstein entsprechende Darstellungen gegenüber den Lübecker Nachrichten als “haltlose Vorverurteilung” zurückgewiesen. Der Mann sei kein Jäger, der LJV habe selbst ein großes Interesse an der Aufklärung derartiger Fälle. red.

Beitragsbild: Headline des Beitrags auf lnonline.de

Test: Wildbret vom Jäger überzeugt

Für n-tv haben zwei Berliner Köche Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh aus verschiedener Herkunft getestet. Beim Rothirsch musste der Brandenburger Hirschrücken zum Beispiel gegen Neuseeländer Gatterwild vom Discounter antreten. (Bei dem ja mal zu fragen wären, ob die Bezeichnung “Wild” tatsächlich legitim und gerechtfertigt ist, da “Wild” ja nicht nur bestimmte Tierarten, sondern vor allem auch eine bestimmte Lebensweise – nämlich als Wildtier – bezeichnet. “Wild” aus agrarindustrieller Gatterhaltung und vielleicht noch mit Gensoja gemästet ist eine üble Verbrauchertäuschung – auch wenn die Herkunft auf der Packung steht.) Die gute Nachricht: In allen drei Disziplinen setzt sich Wildbret vom Brandenburger Jäger klar und deutlich gegen seine – immerhin billigeren – Discounter-Konkurrenten durch. Sehenswert! SE

Beitragsbild: Wildbret im Test beim ntv-Ratgeber (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Bayern: 78-jähriger Jäger sorgt für Großeinsatz von Polizei und SEK

+++ Österreich: Rekordstrecke bei Reh- und Rotwild in Kärnten +++

Zu einem Großeinsatz der Polizei, unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und der Verhandlungsgruppe, ist es am Freitag Mittag in Iphofen gekommen. Nach knapp vier Stunden konnte ein 78-Jähriger, welcher sich wohl in einer psychischen Ausnahmesituation befand, vorläufig festgenommen werden.

Familienangehörige informierten gegen 12:00 Uhr die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei und teilten mit, dass sich der 78-Jährige wohl in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Medienberichten zufolge hatte der Mann angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen und sich in seiner Wohnung “verschanzt”. Da der Senior als Jäger rechtmäßig über mehrere Schusswaffen verfügte, kam es zu einem Großeinsatz für die Polizei Kitzingen und die umliegenden Dienststellen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Iphofener allein in seiner Wohnung auf.

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