Schlagwort-Archive: Jäger

Thüringen: Jagdverbot für Jagdausübungsberechtigte

Die Entnahme von Wolfshybriden soll nach dem Willen des grünen-geführten Umweltministeriums mit weitgehender Entrechtung der Revierinhaber einhergehen, während Verbänden und Opposition die demokratische Mitwirkung an der Novellierung des Landesjagdgesetzes verwehrt wird.

Die Entnahme der Thüringer Wolfshybriden (JAWINA berichtete) wird vom Thüringer Umweltministerium unter Leitung der grünen Umweltministerin Anja Siegesmund als “geheime Kommandosache” durchgeführt, schreibt die Thüringer Allgemeine. Der martialische, eher an Putschversuch und Bürgerkrieg gemahnende Tonfall ist durchaus angemessen, denn nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung geht die Wolfsentnahme mit einer weitgehenden – und rechtstaatlichen Prinzipien Hohn sprechenden – Entmündigung der eigentlich Jagdausübungsberechtigten einher. Vor einigen Tagen wurden Schreiben an die betroffenen Revierpächter versandt, in denen ihnen die “Durchführung einer Maßnahme” auf den von ihnen gepachteten Flächen mitgeteilt wird.

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Schweiz: Walliser Kantonsparlament will Wolfsjagd für alle

+++ Sachsen-Anhalt: Wegen Wolf – Damwildzüchter gibt auf +++

Das Kantonsparlament des Wallis hat am gestrigen Dienstag einem Postulat mit dem Titel “Erhöhung der Chancen für einen Wolfsabschuss” zugestimmt. Das Postulat war von den Abgeordneten Gregory Logean (SVP) und Alex Schwestermann (CVP) im November 2018 eingerecht worden. Zur Begründung des Postulats führten die Abgeordneten an: “Das Zeitfenster für den Abschuss von zwei Wölfen im Val d’Anniviers und im Goms ist ungenutzt verstrichen. Das ist angesichts der von diesen zwei Raubtieren verursachten Schäden sehr bedauerlich. In der Zwischenzeit gehen die Angriffe weiter: Vergangene Woche wurden drei Ziegen in Hérémence gerissen und weitere sind spurlos verschwunden.

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Bayern: Jäger wegen illegaler Tötung eines Luchses angeklagt

+++ Niedersachsen: Jogger angeschossen (JAWINA berichtete) – Jäger gibt Waffen ab +++ Wolf im Hohen Venn fotografiert +++ Sachsen: Wolf auf A14 totgefahren +++ Stahnsdorf: Keine Profis? Stadtjäger attackiert Stahnsdorfer Jagdpächter +++ Sachsen-Anhalt: Koppel mit Damwild und Rindern geöffnet +++ Brandenburg: Streifen drei Wölfe durch Neuruppin? +++ Bayern: Verstoß gegen Fütterungspflicht? Tierschützer zeigen Landrat und Förster an +++

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat beim Amtsgericht Cham Anklage gegen einen Jäger aus Lohberg (Landkreis Cham ) wegen illegaler Luchstötung erhoben.

Mitte Mai 2015 wurden vier vordere Gliedmaßen von Luchsen im Bayerischen Wald, Bereich Lamer Winkel, aufgefunden. Seither ermittelte die Staatsanwaltschaft Regensburg zunächst gegen Unbekannt, nach Eingang von Hinweisen in der Folge gegen einen konkreten Beschuldigten wegen des Verdachts der Jagdwilderei sowie wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz. Soweit dem Beschuldigten zur Last lag, die beiden Luchse, deren Vorderläufe im Mai 2015 aufgefunden worden waren, getötet zu haben, wurde das Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten gemäß § 170 Absatz 2 StPO mangels Tatnachweis eingestellt.Darüber hinaus wurden beim Beschuldigten Körperteile (Pfoten und Ohren) eines anderen Luchses sichergestellt. Dem Beschuldigten konnte auch nicht nachgewiesen werden, dass er für die Tötung dieses Luchses verantwortlich ist, sodass auch insoweit das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde.

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Brandenburg: Jäger überführen Diebe

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der Notruf der Polizei von zwei Jägern über ungewöhnliche Personenbewegungen in einem Waldgebiet bei Niedergörsdorf zwischen Altes Lager und Tiefenbrunn (Landkreis Teltow-Fläming) informiert. Die Zeugen saßen unweit der B 102 auf Sauen an, als sie unbekannte Personen im Wald wahrnahmen, die dort mit einem Gabelstapler fuhren. Als die Unbekannten bemerkten, dass sie beobachtete wurde, auch weil sie von den Zeugen angesprochen worden sind, verließen sie fluchtartig den Ort in unbekannte Richtung. Die hinzugerufenen Polizeibeamten stellten in dem Waldstück einen offensichtlich entwendeten Gabelstapler fest, mit dem Diebesgut transportiert worden ist.

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Niedersachsen: Jogger angeschossen – Verwaltungsgericht bestätigt Entziehung von WBK und Jagdschein

Baden-Württemberg: Wolf im Neckar-Odenwald-Kreis nachgewiesen +++ Brandenburg: Wolf reißt Schafe neben Seniorenheim – “Angst macht sich breit” +++ Russland: Mehr als 1000 Rentiere in Sibirien gewildert +++

Gericht lehnt Eilantrag des Jägers gegen Ungültigkeitserklärung und Einziehung seines Jagdscheins ab

Mit einem heute (18.02.) den Beteiligten zugestellten Beschluss hat die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz eines Jägers abgelehnt, aus dessen Waffe sich unstreitig im letzten Juli in der freien Landschaft bei Lauenhagen ein Schuss gelöst und einen in ca. 400 Meter Entfernung in Begleitung seiner drei Kinder joggenden Mann am Kopf gestreift hatte. Der Landkreis Schaumburg als zuständige Jagdbehörde hatte nach umfangreichen eigenen und polizeilichen Ermittlungen mit Verfügung vom 17.12.2018 mit sofortiger Wirkung den Jagdschein des Jägers für ungültig erklärt und dessen Einziehung verfügt. Zur Begründung hat er darauf verwiesen, dass dem Jäger die gemäß § 5 Abs. 2 des Waffengesetzes und damit zugleich nach § 17 Abs. 1 des Bundesjagdgesetzes erforderliche waffen- bzw. jagdrechtliche Zuverlässigkeit fehle. Nach dem ermittelten Sachverhalt sei davon auszugehen, dass er mit der Waffe nicht hinreichend angemessen vorsichtig und sachgemäß umgegangen sei.

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Illegale Greifvogelfalle: Tatverdächtiger kein Jäger

Die dem Mann, auf dessen Grundstück im Kreis Segeberg die Polizei nach einer Anzeige durch Aktivisten des “Komitees gegen den Vogelmord” (CABS) eine illegale Greifvogelfalle und einen gefangenen Sperber sichergestellt hat (JAWINA berichtete), soll es sich entgegen der Behauptung des Komitees und verschiedener Medienberichte nicht um einen Jäger handeln. JAWINA-Leser hatten in Kommentaren zu dem oben verlinkten Artikel bereits Zweifel an dieser Behauptung geäußert. Nun hat der LJV Schleswig-Holstein entsprechende Darstellungen gegenüber den Lübecker Nachrichten als “haltlose Vorverurteilung” zurückgewiesen. Der Mann sei kein Jäger, der LJV habe selbst ein großes Interesse an der Aufklärung derartiger Fälle. red.

Beitragsbild: Headline des Beitrags auf lnonline.de

Test: Wildbret vom Jäger überzeugt

Für n-tv haben zwei Berliner Köche Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh aus verschiedener Herkunft getestet. Beim Rothirsch musste der Brandenburger Hirschrücken zum Beispiel gegen Neuseeländer Gatterwild vom Discounter antreten. (Bei dem ja mal zu fragen wären, ob die Bezeichnung “Wild” tatsächlich legitim und gerechtfertigt ist, da “Wild” ja nicht nur bestimmte Tierarten, sondern vor allem auch eine bestimmte Lebensweise – nämlich als Wildtier – bezeichnet. “Wild” aus agrarindustrieller Gatterhaltung und vielleicht noch mit Gensoja gemästet ist eine üble Verbrauchertäuschung – auch wenn die Herkunft auf der Packung steht.) Die gute Nachricht: In allen drei Disziplinen setzt sich Wildbret vom Brandenburger Jäger klar und deutlich gegen seine – immerhin billigeren – Discounter-Konkurrenten durch. Sehenswert! SE

Beitragsbild: Wildbret im Test beim ntv-Ratgeber (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Bayern: 78-jähriger Jäger sorgt für Großeinsatz von Polizei und SEK

+++ Österreich: Rekordstrecke bei Reh- und Rotwild in Kärnten +++

Zu einem Großeinsatz der Polizei, unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und der Verhandlungsgruppe, ist es am Freitag Mittag in Iphofen gekommen. Nach knapp vier Stunden konnte ein 78-Jähriger, welcher sich wohl in einer psychischen Ausnahmesituation befand, vorläufig festgenommen werden.

Familienangehörige informierten gegen 12:00 Uhr die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei und teilten mit, dass sich der 78-Jährige wohl in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Medienberichten zufolge hatte der Mann angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen und sich in seiner Wohnung “verschanzt”. Da der Senior als Jäger rechtmäßig über mehrere Schusswaffen verfügte, kam es zu einem Großeinsatz für die Polizei Kitzingen und die umliegenden Dienststellen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Iphofener allein in seiner Wohnung auf.

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DJV: Interesse für die Jagd wächst

Im Vergleich zu 2009 hat sich die Anzahl der Prüfungsteilnehmer 2018 fast verdoppelt: In Deutschland legten über 20.000 Menschen die Jägerprüfung ab. Davon bestanden 19 Prozent nicht. Die meisten Prüflinge gab es in Niedersachsen.

Immer mehr Deutsche machen die Jägerprüfung. Im Jahr 2018 waren es über 20.000* Prüflinge, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) ermittelt. Im Vergleich zu 2009 sind das 99 Prozent mehr Jagdschüler. Der Jagdschein wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt: Ein Fünftel der Schüler bestand die Prüfung nicht. Spitzenreiter in der Jägerausbildung war 2018 Niedersachsen mit rund 5.000 Prüfungsteilnehmern. Gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 2.860 Teilnehmern und Bayern mit etwa 2.200**.

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Baden-Württemberg: Jäger erschießt versehentlich seine 19-jährige Tochter

Ein tragischer Unglücksfall hat sich am Donnerstagabend ereignet. Ein 56-jähriger Mann hat nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei versehentlich seine 19-jährige Tochter erschossen. Das teilen die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Der Jäger wollte gerade zur Jagd aufbrechen, als sich aus der geladenen Bockbüchsflinte aus noch ungeklärter Ursache ein Schuss in der Wohnung löste. Die junge Frau wurde getroffen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie kurz darauf verstarb. Der 56-Jährige war legal im Besitz der Langwaffe. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung dauern an. PM

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Über 80 Prozent finden: Jäger und Schäfer sollten sich gegen Wölfe wehren dürfen

In einem Beitrag für die Berliner Boulevardzeitung B.Z. mokiert sich der Verfasser darüber, dass der “Tatort” eines Wolfsabschusses dem eines Kapitalverbrechens ähnelt: Polizei rückt an, Spurensicherung, Ermittlungsverfahren. “Grotesk” sei das. Der Einsatz folge dem Gesetz, denn der Wolf sei strengstens geschützt. Nur “hat der Wolf den strengen Schutz gar nicht mehr nötig, denn er vermehrt sich im Rekordtempo”, findet der Autor. Und die ganz überwiegende Mehrzahl der Leser stimmt ihm zu.

Der Abschuss eines Wolfs sei nur mit einer behördlichen Ausnahmebewilligung möglich, wenn er mehrfach ordnungsgemäße Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Schafe oder Rinder gerissen hat. Doch den Antrag auf Entnahme eines Wolfs stellen selbst mehrfach betroffene Schäfer und Bauern “nur ungern”, heißt es weiter. Weil sie Morddrohungen von radikalen Tierfreunden bekommen, sich einem “Shitstorm” ausgesetzt sehen und Angst haben müssen, dass man ihre Scheunen anzündet oder ihre Reifen zersticht. Wie jetzt gerade bei Pinneberg.

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CDU-Arbeitskreis für Schalldämpfer an Jagdwaffen

Referentenentwürfe zur Änderung des Waffenrechts und der Waffenrechts-VO hier zum Download

Die Abgeordneten des Arbeitskreises Jagd, Fischerei und Natur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzen sich für die Belange der Jäger ein, teilen Henning Otte, Vorsitzender des Arbeitskreises und direkt gewählter Abgeordnete des Wahlkreises Celle-Uelzen, sowie der Abgeordnete Marc Henrichmann, Berichterstatter für Waffenrecht im Innenausschuss des Bundestages, in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Sie hätten erreicht, dass sich der Bundestag demnächst mit dem Dritten Waffenrechtsänderungsgesetz (3. WaffRÄndG) beschäftigen und so bundeseinheitlich für Klarheit beim Thema Schalldämpfer für Jagdwaffen sorgen werde.

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Wolfsabschuss: DJV fordert Rechtssicherheit für Jäger

Der Deutsche Jagdverband (DJV) äußert sich zu dem Abschuss eines Wolfs, der Jagdhunde während einer Drückjagd angegriffen hat. Der DJV “nimmt den Vorfall sehr ernst und fordert eine schnelle und lückenlose Aufklärung der Geschehnisse”, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

„Wir brauchen dringend Rechtssicherheit für alle Jägerinnen und Jäger. Sie müssen wissen, wie sie sich in einem derartigen Notstand verhalten sollen“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Hunde seien unentbehrliche Jagdhelfer und Familienmitglieder, die es zu schützen gelte. An Jäger und andere Hundebesitzer appelliert der DJV, bei vermeintlichen Angriffen durch Wölfe umgehend einen Tierarzt einzuschalten und eine DNA-Probe sichern zu lassen. Der Nachweis von Wolf-DNA ist nur wenige Stunden möglich, die meisten Wunddesinfektionsmittel machen die Proben unbrauchbar.

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Bayern: Fahrzeuge von Jägern beschädigt

Bereits am 02.01.2019, gegen 10 Uhr, kam es in Emmerting (Kreis Altötting) zu einer Sachbeschädigung an einem Pkw, wie die Polizei meldet. Ein 48jähriger hatte hierbei sein Fahrzeug in der Unteren Dorfstraße, am Ende eines dortigen Feldweges, abgestellt. Später bemerkte er, dass in der Lauffläche des vorderen linken Rades zwei pfeilförmige Metallgegenstände, parallel zueinander, steckten. Der 48jährige war in Ausübung seiner Tätigkeit als Jagdberechtigter in seinem Revier unterwegs. Am Tag danach stellte ein weiterer Jagdberechtigter sein Fahrzeug in der Nähe der Örtlichkeit ab. Als dieser zu seinem Fahrzeug zurück kehrte stellte auch dieser fest, dass ein Reifen seines Fahrzeugs zerstochen wurde. Beide Personen kamen körperlich nicht zu Schaden. Da beide als Jäger im genannten Gebiet unterwegs waren lässt jedoch einen Zusammenhang mit dieser Tätigkeit vermuten. Zeugen die Beobachtungen gemacht haben werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Altötting, unter der Rufnummer 08671/96440, zu melden. PM

Beitragsbild: Sabotage an Jägerauto (Archivbild). Foto: SE

DJV: Jagd immer beliebter

+++ Verbissene Fichte gefunden: ÖJVler verteidigt Drückjagd +++ Niedersachsen: 900 Mastschweine verenden wegen Sabotage in Schweinestall von CDU-Politiker +++

384.428 Menschen in Deutschland haben mittlerweile einen Jagdschein. 2018 gab es die meisten neuen Jäger in Baden-Wüttemberg und Rheinland-Pfalz. Die meisten Jäger pro Einwohner lebten in Schleswig-Holstein.

Im Jahr 2018 hatten 384.428 Personen einen Jagdschein, das sind seit der Wiedervereinigung 73.171 mehr Waidfrauen und -männer – das entspricht einem Plus von 24 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 2018 in Rheinland-Pfalz 1.641 Jagdscheinbesitzer hinzu. Das Bundesland Baden-Wüttemberg schafft es mit 1.271 neuen Jägern auf Platz zwei.

Im Vergleich der absoluten Jägerzahlen führt Nordrhein-Westfalen mit 88.706 Jägerinnen und Jägern. Anteilig leben die meisten Jäger pro Einwohner in den nördlichen Bundesländern: Schleswig-Holstein hat mit einem Jäger pro 126 Einwohner Mecklenburg-Vorpommern überholt, wo jeder 128. einen Jagdschein besitzt. Niedersachen ist Drittplatzierter, dort kommt ein Jäger auf 132 Einwohner.

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Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – zwei Tatverdächtige ermittelt

+++ Bayern: Toter Wolf an Bahnstrecke gefunden +++ Polen: Tierschützer protestieren gegen geplanten Wildschwein-Abschuss wegen ASP +++ Hessen: Waffenverbotszonen – eine Gefahr für Jäger? +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls, der sich im November 2017 bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) ereignete (JAWINA berichtete), hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Bei der Jagd war ein 81 Jahre alter Jäger mit einer tödlichen Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. An der Jagd hatten ca. 100 Jäger und Treiber teilgenommen, die Polizei hatte 60 Jagdwaffen sichergestellt, um mit Hilfe ballistischer Gutachten zu ermitteln, aus welcher Waffe der tödliche Schuss abgegeben wurde. Diese sehr aufwändigen Untersuchungen haben nun offenbar einen Anfangsverdacht gegen zwei Personen ergeben: Wie die Helmstedter Nachrichten berichten, wird den zwei Teilnehmern an der Privatjagd momentan die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Mehr lasse sich im Moment nicht sagen, so die Zeitung. red.

Beitragsbild: Geschosse und Splitter (Symbolbild). Foto: SE

 

Schalldämpfer-Urteil: Urteilsbegründung und Leitsätze liegen vor

“An Borniertheit und teils unverhohlener Bosheit kaum zu überbieten”

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat dem Kläger Urteil und Leitsätze zum Schalldämpfer-Urteil zugestellt. In dem umstrittenen Urteil wurde der Rechtsanspruch von Jägern auf Genehmigung von Schalldämpfern für jagdlich geführte Langwaffen verneint.

Die Leitsätze zum Urteil lauten:

Leitsätze des BVerwG zum Schalldämpfer-Urteil. (Screenshot)

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Österreich: Vermisste Jäger tot geborgen

Zwei vermisste Jäger wurden am Montag Nachmittag von der Bergrettung tot aufgefunden. Die Jäger, ein 28 Jahre alter Mann und seine 23-jährige Partnerin waren auf Schneeschuhen unterwegs und sind in einer Lawine gestorben.

Der beiden einheimischen Jäger dürften bereits am Samstag von einer großen Staublawine erfasst und getötet worden. Sie waren im Gebiet Schindlmaisalm (Bundesland Salzburg, Bezirk Hallein) in rund 900 Metern Seehöhe zur Wildfütterung unterwegs und hatten keine Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte (LVS) als Notausrüstung bei sich. Noch am Samstag gelang der Polizei eine Handypeilung. Das Mobiltelefon des 28-Jährigen konnte geortet werden. Die Bergretter aus Abtenau und Annaberg hatten bei der Suche am Montag auch einen Metalldetektor dabei, um so das Gewehr zu finden, was auch gelang.

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Ermordeter Jäger Simon Paulus: Drei Tatverdächtige wieder frei

+++ Wölfe: Julia Klöckner und Svenja Schulze wollen reden +++ Südafrika: Löwenzucht für Jagdzwecke soll verboten werden +++ Schwarzwild-Abschussprämie: Gerade die fleißigen Jäger gehen leer aus +++

Während der 29-jährige Hauptverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft sitzt und sich bislang weder zu den Vorwürfen noch der Motivlage äußerte, zeigten sich die drei anderen im Zusammenhang mit der Sonderkommission Wagner ermittelten und inhaftierten Personen umfassend aussagebereit und wurden gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dem 29 Jahre alten, seit 16.10.2018 in Untersuchungshaft sitzenden Italiener wird vorgeworfen, Simon Paulus getötet zu haben. Die anderen Tatverdächtigen waren nach bisherigem Ermittlungsstand nicht an der Tötung des Büchsenmachers Paulus beteiligt. Nach bisherigem Kenntnisstand der Kriminalbeamten half der im Zuge umfangreicher Ermittlungen der Sonderkommission ermittelte und am 11.12.2018 inhaftierte 42 Jahre alte dringend Tatverdächtige dem 29-jährigen Hauptverdächtigen bei der Beseitigung der Leiche und des Abtransports der entwendeten Waffen vom Tatort. Über den Verbleib der entwendeten Waffen können bislang noch keine verlässlichen Aussagen getroffen werden.

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Fuchs totgetrampelt – brutales Video sorgt für Empörung

In den sozialen Medien sorgt ein Video für Empörung, in dem zu sehen ist, wie ein Jäger einen Fuchs tottrampelt. Während er auf dem vermutlich angeschossenen Fuchs herumtrampelt, ist im Hintergrund die Stimme eines Mannes zu vernehmen, der ihn auffordert, aufzuhören. Der Tierquäler antwortet, das sei hier ein Wrestling-Match und macht weiter. Am Ende des Videos dreht sich der Täter um und lacht in die Kamera. Der spanische Jagdverband Real Federación Española de Caza (RFEC) hat Jäger und Bürger aufgefordert, bei der Identifizierung des Tierquälers zu helfen. Die RFEC hat angekündigt, Strafanzeige gegen den Mann stellen zu wollen und empfiehlt den Autonomen Regionen Spaniens, dergleichen mit dem lebenslangen Verlust der Jagderlaubnis zu bestrafen. Mittlerweile soll der Täter identifiziert worden sein.

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Peta fordert Bambi-Zwang für Jäger

Inspiriert von der ungewöhnlichen Bestrafung eines Wilderers durch einen US-Richter (JAWINA berichtete), fordert die Tierrechtsorganisation Peta, dass jeder Jagdscheinanwärter den Disney-Klassiker gucken muss: ” Alle Menschen, die einen Jagdschein erlangen möchten, sollen sich vorher verpflichtend Bambi ansehen müssen. Gleiches muss für Personen gelten, die wegen Jagddelikten verurteilt werden”, heißt es auf der Peta-Internetseite. PETA und andere Organisation versuchten seit Jahren, Jäger mit “wissenschaftlichen Argumenten vom Unsinn der Jagd zu überzeugen”, tönt Peta weiter. Was die Organisation unter “wissenschaftlichen Argumenten” versteht, wird im Fortgang der Pressemitteilung deutlich, wo kein pseudowissenschaftliches jagdfeindliches Klischee ausgelassen wird, um Jagd und Jäger zu diskreditieren.

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Bayern: Jäger stürzt bei Gamsbergung ab und landet im Bachbett

Ein 53-jähriger einheimischer Jäger ist am Samstagnachmittag im östlichen Lattengebirge rund 30 Meter tief über einen mit Felsstufen durchsetzten Steilhang in den Kotbergriedlbach abgerutscht und im Wasser gelandet, als er eine geschossene Gams bergen wollte und auf dem glatten und schneebedeckten Laub-Untergrund den Halt verlor.

Der Jäger hatte bereits kurz zuvor per Handy einen Angehörigen angerufen, damit ihm jemand hilft, das geschossene Tier zu bergen. Kurz darauf rief er erneut an und meldete, dass er abgerutscht sei und verletzt im Bachbett gelandet sei. Der bereits verständigte Angehörige stieg dann mit zwei weiteren Familienmitgliedern rund zehn Minuten lang 500 Meter zu dem Verunfallten auf, wobei die drei Männer den 53-Jährigen trotz der schwierigen, winterlichen Verhältnisse durch das steile Absturzgelände rund eine Stunde lang talwärts führten. Der Verletzte war dabei hart im Nehmen und lehnte eine organisierte Rettung zunächst ab.

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Schalldämpfer-Genehmigung im Saarland: Annahme ja, Entscheidung nein

Mittlerweile liegt aus dem Saarland die Antwort auf unsere Anfrage vor, wie nach dem Bundesverwaltungsgerichts-Urteil zu Schalldämpfern für Jäger von den Waffenbehörden des Landes verfahren werde. Die Pressesprecherin des Innenministeriums teilte dazu mit:

“Die mit dem Vollzug des Waffengesetzes beauftragten Waffenbehörden des Saarlandes nehmen, aufgrund der angeführten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, waffenrechtliche Anträge zum Erwerb von Schalldämpfern zwar weiterhin an, dies jedoch zunächst ohne Entscheidung bzw. Bedürfniserteilung. Eine Bund-Länder-Koordination über die weitere Vorgehensweise steht noch aus. Dies schließt den Umgang mit bereits erteilten Erwerbserlaubnissen mit ein. Über die weitere Vorgehensweise kann somit zur Zeit noch keine verbindliche Auskunft gegeben werden.”

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Bewirtschaftungsplan für Großraubtiere auf EU-Ebene gefordert

+++ Bento böse: Netto verkauft Zebrasteaks +++ Umfrage: Jeder vierte Landbewohner fürchtet den Wolf – Angst geht mit steigender Besiedlungsdichte zurück +++ NRW: Jägerin fotografiert Wolf im Kreis Wesel +++ Nepal: Leopard tötet zwei Kinder +++ Hannover: CDU fordert Verzicht auf Gebühren für Trichinenuntersuchung +++ Niedersachsen: Umweltminister Lies prüft Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Osterholz gefilmt +++ Schleswig-Holstein: Demo gegen Wölfe in Kiel +++ Hessen: Fuchsräude im Kreis Bergstraße +++

Am Mittwoch, den 28. November 2018, fand Europäischen Parlament die Konferenz “Die Jagd im Europäischen Jahr des Kulturerbes: die Herausforderungen von Heute und Morgen“ statt. Die Veranstaltung wurde organisiert vom Dachverband der europäischen Jagdverbände, FACE in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Fraktion “Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) MdEP Giancarlo Scottà, MdEP Jacques Colombier, MdEP Georg Mayer sowie MdEP Franz Obermayr.

Die Konferenz, die von FACE-Generalsekretär Ludwig Willnegger moderiert wurde, hob die bedeutende Rolle der Jäger in unserer Gesellschaft bei der Generierung wissenschaftlicher Daten und der Überwachung von Wildtieren hervor und beleuchtete den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wert der Jagd in Europa.

Der erste, von MdEP Scottà eröffnete Konferenzteil, widmete sich den verantwortlichen Triebkräften für den Rückgang von Wildtierbeständen und koppelte dies an die europäische Gesetzgebung und eine Fallstudie zur Überwachung von Wildvögeln. Scottà betonte, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) negative Auswirkungen sowohl für die Umwelt und Biodiversität als auch den Status vieler jagdbarer sowie nicht-jagdbarer Arten hat.

Andrea Favaretto, italienischer Experte der Beringungszentrale am Monte Pizzoc in Italien, stellte das Projekt ISPRA vor, welches mehr als 80 Vogelarten überwacht. Favaretto hob hervor, dass der größte Rückgang bei den in landwirtschaftlichen Gebieten vorkommenden Arten zu verzeichnen ist und führte als Gründe hierfür den Verlust an Lebensräumen sowie nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken und den Klimawandel an.

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Hessen: Keine Änderung der Genehmigungspraxis für Schalldämpfer

Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg warten noch ab

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Schalldämpfern für Jäger (JAWINA berichtete) wird vorerst keine Auswirkungen für Jäger in Hessen haben: “Aus der aktuellen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ergeben sich keine Änderungen für die Verwaltungspraxis der hessischen Waffenbehörden bei der Prüfung einer Genehmigung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen; maßgeblich bleiben die diesbezüglichen in Hessen geltenden Erlasse”, teilte ein Sprecher des hessischen Innenministeriums auf Anfrage von JAWINA mit.

Aus Schleswig Holstein hieß es auf unsere Anfrage:

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Bayern: Schalldämpfer für Jäger werden weiterhin genehmigt

Bayern kritisiert das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das als höchstes Verwaltungsgericht der Bundesrepublik am 28.11.2018 eine Entscheidung getroffen hatte, derzugfolge Schalldämpfer für Jäger nicht erforderlich sind und andere Mittel des Gehörschutzes gleich wirksam sind (Ohrkapseln, Im-Ohr-Schutz), um deren Gehörvor dem Mündungsknall zu schützen (JAWINA berichtete). Eine Pressesprecherin des Bayerischen Innenministeriums erklärt dazu: “Die Entscheidung erging im Wege der sogenannten Sprungrevision, das heißt es wurde anders als üblich keine Berufungsinstanz zwischengeschaltet. Das Verfahren wurde unmittelbar nach dem in erster Instanz zuständigen Verwaltungsgericht dem Bundesverwaltungsgericht als Revisionsinstanz vorgelegt. In der Revision werden nur Rechtsfragen geprüft. Die entscheidungsrelevanten Tatsachen können demgegenüber nur in erster (und zweiter) Instanz geprüft werden. Das Bundesverwaltungsgericht war daher bei seiner Entscheidung an die Tatsachenfeststellungen des Verwaltungsgerichts gebunden, die wegen der Sprungrevision nicht noch einmal von einem Berufungsgericht – in Bayern wäre dies der Bayerische Verwaltungsgerichtshof – überprüft worden sind.

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Innenministerium Sachsen: Aussetzen der Schalldämpfer-Genehmigung soll “aktuelle Antragsteller schützen”

Das Innenministerium Sachsen (SMI) hat auf Anfrage von JAWINA bestätigt, dass in Sachsen vorerst keine Genehmigungen von Schalldämpfern für Jagdwaffen mehr erfolgen. Dies diene dem Schutz der Antragsteller.

Die Antwort des SMI im Wortlaut: “Mit Urteil vom 28. November 2018, Az.: BVerwG 6 C 4.18 https://www.bverwg.de/pm/2018/84 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Jäger keinen Anspruch darauf haben, dass ihnen der Erwerb eines Schalldämpfers für ihre Jagdwaffen aus Gründen des allgemeinen Gesundheitsschutzes gestattet wird.

Der Kläger, ein Inhaber eines Jahresjagdscheines aus Berlin, wollte mit einer schallgedämpften Jagdwaffe auf Wild schießen, um Schädigungen seines Gehörs durch den lauten, über der Schmerzgrenze liegenden Mündungsknall beim Abfeuern der Waffe auszuschließen. Dieses Ansinnen lehnte der Polizeipräsident von Berlin ab. Die daraufhin erfolgte Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin war ebenso erfolglos wie die anschließend eingelegte Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht.

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Reaktion auf BVerwG-Urteil: Sachsen erteilt keine Genehmigungen mehr für Schalldämpfer

Nach dem jüngst ergangenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, demzufolge Jäger keinen Anspruch auf Genehmigung eines Schalldämpfers für Jagdwaffen haben (JAWINA berichtete), reagieren erste Landesbehörden: Wie Behördenmitarbeiter gegenüber JAWINA bestätigten, sind die Waffenbehörden Sachsens angewiesen worden, Jägern keine Genehmigungen mehr für Schalldämpfer zu erteilen. Nach dem Urteil des BVerwG war dieser Schritt zu erwarten, vermutlich werden weitere Länder, die Schalldämpfer für Jäger bislang genehmigt haben, in Kürze nachziehen. Bei der durch das Urteil geschaffenen unklaren Rechtslage, bleibt den Waffenbehörden kaum eine andere Wahl.

Wie geht es jetzt weiter?

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Österreich: Innenausschuss stimmt Novelle des Waffengesetzes zu

+++ Österreich: Jäger stürzt bei Gamsjagd ab – Rucksack rettet ihm das Leben +++ Baden-Württemberg: Mountainbiker bei Kollision mit Wildschwein schwer verletzt +++ Rheinland-Pfalz: Wildschwein bleibt in Gartentor stecken – Polizei muss es erlösen +++ Bayern: Reh vom Eis geholt +++ Niedersachsen: Lies fordert Obergrenze für Wölfe +++

Der Innenausschuss des Österreichischen Parlaments stimmte am Donnerstag einer umfassenden Waffengesetznovelle zu. Für Jäger bedeutet das erleichterten Zugang zu Kurzwaffen und Schalldämpfern. 

In der Sitzung des Innenausschusses ging es zunächst um die Umsetzung einer EU-Richtlinie im Waffengesetz, die eine bessere und systematische Rückverfolgung von Schusswaffen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg und Regelungen für halbautomatische Schusswaffen mit hoher Magazinkapazität fordert. Darüber hinaus beschäftigte sich ein entsprechender Gesetzesvorschlag ( 379 d.B. ) unter anderem mit großteils erleichternden Bestimmungen für Jägerinnen und Jäger, die regelmäßig die Jagd ausüben. Ihnen soll künftig bei der Jagd das Führen einer Schusswaffe der Kategorie B (in der Regel Faustfeuerwaffen) mit einer Jagdkarte und einer Waffenbesitzkarte erlaubt sein. Zudem sollen sie Schalldämpfer verwenden dürfen, bei denen der Schuss zwar deutlich hörbar ist, mit denen aber Gehörschäden vorgebeugt wird.

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Hans-Jürgen Thies: Bund muss praxisgerechten Gehörschutz für Jäger gewährleisten

“Entscheidung des BVerwG ist ein schwerer Angriff auf die körperliche Unversehrtheit der Jäger”

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zum Schalldämpfererwerb für Jagdwaffen erfordert rasches Handeln des Bundesgesetzgebers, erklärt MdB Hans-Jürgen Thies als Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit seiner Entscheidung vom 28.11.2018 (BVerwG 6C4.18) hat das Bundesverwaltungsgericht einem Jäger ein waffenrechtliches Bedürfnis für den Erwerb von Schalldämpfern für das jagdliche Schießen abgesprochen (JAWINA berichtete). Das Interesse eines Jägers am Schutz seines Gehörs bei der Schussabgabe sei kein besonders gelagertes persönliches Interesse und begründe deshalb kein Bedürfnis zum Schalldämpfererwerb. Der waffengesetzliche Grundsatz, den privaten Besitz schallgedämpfter Schusswaffen möglichst zu verhindern, habe Vorrang vor einer Vermeidung der Selbstgefährdung des Jägers durch den Schussknall. Schlussendlich hat sich das Bundesverwaltungsgericht an die Tatsachenfeststellung des erstinstanzlichen Verwaltungsgerichtes gebunden gesehen, wonach Schalldämpfer zum Gehörschutz nicht erforderlich seien, weil andere Mittel gleich wirksam seien (Ohrkapseln, Im-Ohr-Schutz).

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Bundesverwaltungsgericht: Kein Anspruch auf Schalldämpfer für Jagdwaffen

Jäger haben keinen Anspruch darauf, dass ihnen der Erwerb eines Schalldämpfers für ihre Jagdwaffen gestattet wird. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Der Kläger ist Inhaber eines Jahresjagdscheins. Er wohnt in Berlin und übt die Jagd in einem Revier in Brandenburg aus. Er will mit einer schallgedämpften Jagdwaffe auf Wild schießen, um Schädigungen seines Gehörs durch den lauten, über der Schmerzgrenze liegenden Mündungsknall beim Abfeuern der Waffe auszuschließen. Seinen Antrag, ihm die Erlaubnis für den Erwerb eines Schalldämpfers für seine Jagdlangwaffen zu erteilen, lehnte der Polizeipräsident in Berlin ab. Widerspruch und Klage sind erfolglos geblieben. Das Verwaltungsgericht hat angenommen, auch Jäger benötigten für den Erwerb eines Schalldämpfers für ihre Jagdlangwaffen eine gesonderte Erlaubnis, deren Erteilung ein waffenrechtliches Bedürfnis voraussetze. Der Schutz des Gehörs der Jäger könne ein solches Bedürfnis nicht begründen.

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Österreich: Treiber angeschossen

+++ Bayern: Leitersprosse angesägt – Jäger bei Sturz von Hochsitz “mittelschwer” verletzt +++ Nabu: Kiebitz seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen +++ Schleswig-Holstein: Mindestens zwei Wölfe angesiedelt +++ Birgit von Bambi Rescue meint: Mehr Wild für den Wolf lassen +++ Schweiz: Wölfe breiten sich im Kanton St. Gallen aus +++ Schweiz: Alkoholisierter Jäger soll Waffe auf Mountainbiker gerichtet haben +++ Schleswig-Holstein: Nabu klagt erfolgreich gegen Weiterbau der A20 +++

Am 27. Nov. 2018, gegen 07.20 Uhr, gab ein 60-jähriger Jäger in Weissenbach/Triesting, Bezirk Baden, einen Schuss auf einen Rothirsch ab. Nachdem der angeschossene Hirsch flüchtete, nahm der Schütze eine Bewegung in einem Gebüsch wahr und nahm an, dass es sich dabei um den angeschossenen Hirschen handeln würde. Deshalb gab er einen weiteren Schuss in diese Richtung ab. Tatsächlich traf er aber einen 59-jährigen Treiber, der schwere Verletzungen an der rechten Hand (Zertrümmerung des rechten Ellbogens sowie der rechten Speiche) erlitt. Er wurde in das UKH Meidling eingeliefert.

Ein an dem Jäger durchgeführter Alkotest verlief negativ, er wird an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. PM

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

Verwirrung ums Verpackungsgesetz

Was Jäger jetzt beachten müssen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit seiner alarmistischen Pressemitteilung, derzufolge das am 1. Januar 2019 in Kraft tretende Verpackungsgesetz für jeden Jäger gelte, der abgepacktes Wildbret abgibt, für beträchtliche Verwirrung und Verunsicherung gesorgt. Dabei hätte ein Anruf beim Verpackungsregister gereicht, um zu erfahren, dass der Durchschnittsjäger nicht betroffen ist: Das neue Verpackungsgesetz ist für Jäger nur dann von Belang, wenn sie gewerbsmäßig handeln, bestätigt Dr. Bettina Sunderdiek, Leiterin Kommunikation und Presse beim Verpackungsregister. So ist es auch auf der Internetseite des Verpackungsregisters nachzulesen in einem Dokument mit dem Titel “Die zehn wichtigsten Fragen zur Umsetzung des Verpackungsgesetzes”, in dem es heißt: “Das „neue“ Verpackungsgesetz betrifft alle Unternehmen, die bisher auch nach der Verpackungsverordnung verpflichtet waren, für die Sammlung und das Recycling der Verpackungen ihrer gewerbsmäßig abgegebenen Produkte zu sorgen, wenn diese typischerweise beim privaten Haushalt oder diesen gleichgestellten Anfallstellen (kurz: privater Endverbraucher) als Abfall anfallen.” [Hervorhebung durch Red.]

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Rheinland-Pfalz: 86-jährige bei Jagdunfall erschossen

Update: Ermittlungsverfahren gegen Jäger eingeleitet

Am Sonntagnachmittag kam es gegen 14:45 Uhr in Dalberg bei einer angemeldeten Jagd zu einem Jagdunfall. Eine 86-jährige Frau ist an den Folgen einer Schussverletzung verstorben. Zu den genauen Umständen kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft und das zuständige Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Mainz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen 60-jährigen Jäger eingeleitet. Die Kriminalinspektion Bad Kreuznach führt die notwendigen Ermittlungen zu dem gestrigen Jagdunfall in Dalberg. Im Rahmen einer eingehenden Spurensuche vor Ort sollen so bei Tageslicht weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf des tödlichen Unfallgeschehens gewonnen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hielt sich der beschuldigte 60-jährige erfahrene Jäger der Jagdgesellschaft alleine im näheren Unfallbereich auf.

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Erntejagd: Statt Wildschwein Traktorist getroffen – Jäger verurteilt

+++ Thüringen: Drei Wolfshybriden weiterhin auf freiem Fuß +++ Sachsen-Anhalt: Elch bleibt seiner Kuhherde treu +++ Brandenburg: Wölfe reißen fünf Stück Damwild im Gatter +++ Schweiz: Jagdhund hetzt Fuchs in Straßenschacht – Jäger muss Tierrettung nicht bezahlen +++ WWF: Afrikanische Schweinepest (ASP) bedroht Sibirischen Tiger +++ Hessen: Toten Fuchs an Autobahnbrücke gehängt +++ Kenntnisfrei, aber selbstbewusst: Tierschützer hetzen gegen Bejagung invasiver Arten +++ NRW: Vier Jäger klagen erfolgreich gegen Jagdabgabe +++

Ein 70-jähriger Jäger, der bei einer Erntejagd im Kreischaer Ortsteil Bärenklause (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) einen Traktoristen angeschossen hatte, ist vom Amtsgericht Dippoldiswalde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2400 Euro verurteilt worden. Jagdschein, WBK und die Jagdwaffe waren bereits nach der Tat eingezogen worden. Die Waffe, ein Drilling im Wert von 4500 Euro, bleibt als Tatmittel eingezogen, wie die Sächsische Zeitung (SZ) berichtet. Außerdem muss der Jäger die Gerichtskosten tragen. Der Jäger hatte beim Maishäckseln ein Wildschwein beschossen, dieses aber verfehlt. Das Projektil durchschlug mehrere Bahnen Mais, traf den Traktor und verletzte den Fahrer der Erntemaschine am Fuß. Während der Verurteilte beteuerte, nicht in Richtung der Fahrzeuge geschossen zu haben, kam das Gericht zu der Auffassung, dass der Jäger den Traktor von seinem Sitz aus gar nicht sehen konnte, weil der hoch stehende Mais diesen verdeckte. Zudem habe das ansteigende Maisfeld keinen ausreichenden Kugelfang abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd (Archivbild)

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!