Schlagwort-Archive: Jäger

Bayern: Grosseinsatz wegen angeblicher Bedrohung durch Jäger

In Fischach (Landkreis Augsburg) kam es am Dienstag gegen 16 Uhr wegen einer “möglicher Gefährdungslage”, wie es im Polizeibericht heißt, zu einem grßeren Polizeieinsatz: Nach ersten Informationen soll dabei ein 76-jähriger ehemaliger Jäger eine 66- jährige Frau angegangen und gedroht haben, deren Hund zu erschießen. Zur weiteren Abklärung wurden Polizeikräfte aus Augsburg herangeführt. Etwa 20 Polizeibeamte waren im Einsatz. Nach Kontaktaufnahme mit dem 76-Jährigen kam dieser freiwillig und friedlich auf die Einsatzkräfte zu. Die 66-jährige Lebensgefährtin des Jägers befand sich zum Zeitpunkt des Eintreffens der Polizei nicht mehr auf dem Grundstück. Die Augsburger Allgemeine berichtet, dass der Mann weder bewaffnet, noch aggressiv gewesen sei. Die ca. 20 Lang- und Kurzwaffen des Mannes seien sicher und ordnungsgemäß im Waffentresor des Mannes verwahrt gewesen. Dennoch seien die Waffen zunächst “vorsorglich” sichergestellt worden.

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Polen: Deutscher Jagdgast angeschossen

+++ Südafrika: Vergiftete und verstümmelte Löwen auf Jagdfarm gefunden +++ 

In einem Waldgebiet in der Nähe der Ortschaft (Woiwodschaft Oppeln, Oberschlesien) ist am Sonntag ein deutscher Jagdgast bei einer Drückjagd angeschossen worden. Medienberichten zufolge ist der 67 Jahre alte Mann von dem Schuss eines anderen Jägers im Brustkorb getroffen worden. Es habe jedoch keine Lebensgefahr bestanden. Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. red.

Beitragsbild: Jagd (Symbolbild). Foto: SE

Mecklenburg-Vorpommern: Einbrecher stehlen Jagdwaffen

+++ Schweiz: Zwei Wölfe im Kanton Graubünden überfahren +++ Schweiz: Wolf läuft durch Dorf, Politiker fordert Abschuss +++ 

Unbekannte Täter nutzten die Silvesternacht, um in ein Wohnhaus in Poggendorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) einzubrechen. Während der Abwesenheit der Eigentümer verschafften sich die Täter durch Einschlagen einer Fensterscheibe Zutritt zum Haus. Anschließend durchwühlten sie die Räumlichkeiten, flexten einen Waffen-Tresor auf und entwendeten aus diesem zwei Jagdwaffen (Langwaffen). Der Schaden wird derzeit auf ca. 5.500 EUR, davon 5.000 EUR Stehlschaden und 500 EUR Sachschaden, beziffert. Erst im November hatten Einbrecher bei einem Jäger im Landkreis Vorpommern Greifswald einen Revolver mitsamt Munition gestohlen.

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Schleswig-Holstein: Jäger tötet Sohn und anschließend sich selbst

Dienstag Nacht hat ein Mann im Itzehoer Gewerbegebiet zunächst seinen Sohn und anschließend sich selbst durch Schüsse getötet. Die Ermittlungen in dieser Sache hat die Itzehoer Mordkommission übernommen, die genauen Hintergründe der Tat bleiben zu klären. Nach Informationen der Bildzeitung soll der Todesschütze Jäger sein.

Gegen 0.45 Uhr teilte ein 64-Jähriger über Notruf mit, dass er seinen Sohn im Bereich des Mediamarktes in Itzehoe erschossen habe und nun sich selbst richten wolle. Sofort entsandten Einsatzkräften zeigte sich vor Ort ein trauriges Bild – sie entdeckten den Anrufer, seinen 15-jährigen Jungen und einen Jack-Russell-Terrier erschossen neben dem Fahrzeug des 64-Jährigen. Rettungsmaßnahmen waren nicht mehr möglich.

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Erfurt: Jäger erlöst alkoholkranken Waschbär

Zum Schluss war es nicht mehr schön mit Willi Waschbär: Betrunken torkelte er am Samstag über den Weihnachtsmarkt der Thüringer Hauptstadt, berauscht von Glühweinresten, die ihm zum Teil vermutlich von Leuten ausgegeben wurden, die so etwas lustig finden. Sternhagelvoll schwankte er zwischen den Besuchern des Weihnachtsmarkts umher und scherte sich einen Dreck darum, dass Passanten ihn filmten und fotografierten und die Bilder seines würdelosen Zustands in den sozialen Netzen veröffentlichten – Endstation einer Suchtkarriere. Schließlich schlief er unter einem Papierkorb an einer Straßenbahnhaltestelle ein. Dann wachte er nochmal auf, torkelte über die  Schienen und rieb sich in unzweideutiger Absicht am Fuß einer Passantin, brach den aufgrund fortgeschrittener Alkoholisierung untauglichen Versuch jedoch ab. Unverdientes Glück für den Säufer, dass MeeToo auf Waschbären bislang keine Anwendung findet. In einem Hauseingang wollte er seinen Rausch ausschlafen, dort wurde er dann weitgehend wehrlos von der Feuerwehr mittels Transportbox aufgegriffen.

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Niedersachsen: Umweltminister Lies bittet Jäger um Unterstützung

Verordnung für Entnahme im Notfall geplant – rechtliche Absicherung von Jägern bei Wolfsentnahmen angestrebt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bat am gestrigen Donnerstag auf der Jahresversammlung des Zentralverbands der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden (ZJEN) in Bad Fallingbostel die Jäger in Niedersachsen um Mithilfe beim Thema Wolf. „Wir müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die auch eine ausreichende rechtliche Absicherung für die Jäger garantiert”, sucht Lies den Schulterschluss mit den Jägern. Wenn die rechtliche Grundlage für die Entnahme eines Wolfs gegeben ist, dann geht dies nach Ansicht von Lies nicht ohne Unterstützung der Jäger. „Ich bin froh, dass wir den Dialog dazu konsequent führten”, so der Umweltminister, der zugleich auf den gesetzlich „sehr engen Rahmen” beim Thema Wolfsentnahme hinwies.

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Bayern: Bergwacht rettet abgestürzten Jäger

80-jähriger Jäger stürzt bei Nachsuche 50 Meter Steilhang hinab

15 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger haben am Mittwoch Abend einen abgestürzten und nach erster Einschätzung schwer verletzten und unterkühlten Jäger aus dem abgelegenen Vorderen Steinbachtal im schwer zugänglichen und weitläufigen Bergwald-Gebiet zwischen Ristfeuchthorn und Sonntagshorn gerettet. Der 80-Jährige war in der Nähe der Steinbachhütte bei der Suche nach einem erlegten Stück Wild im Steilhang abgerutscht und bis zum Bachufer abgestürzt. Zwei weitere Jäger konnten ihn aufgrund seinen Handy-Lichts finden und setzten gegen 18.30 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

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Österreich: Niederösterreich will Nachtzielhilfen für Wildschweinbejagung freigeben

Aufgrund der zu erwartenden Zunahme bzw. der bereits teilweisen hohen Bestände in Niederösterreich ist eine Reduktion des Schwarzwildes unbedingt notwendig, um im Falle eines Ausbruchs die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu erleichtern, meint der Landesjagdverband Niederösterreich. Das Schwarzwild sei besonders schwierig zu bejagen. Es ist überwiegend nachtaktiv, wehrhaft und extrem vorsichtig. Eine Reduktion des Bestandes ist daher nicht leicht. Aus diesem Grund wird nun in Niederösterreich für eine Dauer von vorerst vier Jahren der Einsatz von technischen Nachtzielhilfen flächendeckend zur Intensivierung der Wildschweinbejagung erlaubt. Im Seuchenfall dürfen zudem spezielle Fallen, die den Lebendfang von mehreren Wildschweinen ermöglichen, eingesetzt werden.
Jägerschaft unterstützt in der Seuchenprävention

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Wolfsabschuss: DJV und LJV fordern gesetzliche Regelung

Am Wochenende hat ein Wolf in Brandenburg Jagdhunde attackiert (JAWINA berichtete). Ein Jäger hat den Wolf daraufhin getötet. Es wäre bereits der zweite Vorfall dieser Art in Deutschland. DJV und LJV fordern eine lückenlose Aufklärung des Falls und Rechtssicherheit für Jäger.

Vergangenen Samstag soll ein Wolf Jagdhunde während der Jagd attackiert haben. Medienberichten zufolge hat ein Jäger diesen deshalb getötet. Es wäre bundesweit bereits der zweite Fall – erneut in Brandenburg. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Brandenburg (LJV) nehmen den Vorfall sehr ernst und fordern eine schnelle, lückenlose Aufklärung.

„Der Gesetzgeber muss endlich handeln und klare Regeln für einen derartigen Notstand entwickeln“, sagte DJV-Vizepräsident Helmut Dammann-Tamke. Vorbildlich sei Schweden: Dort könnten Jäger einen Wolf bereits töten, wenn er im Begriff sei, Hunde oder Nutztiere zu attackieren. Zuvor müsse allerdings versucht werden, den Wolf durch Rufen und Warnschüsse in den Boden zu vertreiben.

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NRW: Hirsch verletzt Jagdteilnehmer bei Drückjagd schwer

Am Samstag Mittag ist ein Mann auf einer Drückjagd bei Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) durch einen Hirsch schwer verletzt worden. Der Hirsch überrannte den Jagdteilnehmer und schleppte ihn einige Meter weit mit. Der Verunglückte erlitt schwere Verletzungen im Hals- und Gesichtsbereich und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Da der Verletzte in abschüssigem Gelände in dichtem Gestrüpp lag, musste er von Rettungskräften zunächst aufwändig geborgen werden. Der Unfall ereignete sich in der Nähe des Forsthauses Hülshof bei Richstein. red.

Beitragsbild: Erlegter Hirsch (Archivbild). Foto: SE

Thüringen: Trotz Freigabe im Landesjagdgesetz – vorerst keine Schalldämpfer für Thüringer Jäger

Im novellierten Thüringer Landesjagdgesetz, das am 31.10. in Kraft getreten ist, werden Schalldämpfer für Jäger unter bestimmten Voraussetzungen freigegeben. Dazu wird in Nummer 4 des § 29 LJG, in dem die sachlichen Verbote geregelt werden, folgender Passus eingefügt: “[…] das Schalldämpferverwendungsverbot gilt nicht für das Schießen auf Wild mit Büchsenpatronen, deren Auftreffenergie auf 100 m (E 100) mehr als 1000 Joule beträgt. Die jeweiligen Bestimmungen des Waffen”rechts bleiben unberührt;”

Dennoch wird Thüringer Jägern auf Anfrage von den Waffenbehörden mitgeteilt, dass keine Schalldämpfer für Jäger genehmigt werden: Er habe “kein Bedürfnis, ein Kapselschutz tue es auch”, wurde einem JAWINA-Leser von Amts wegen beschieden.

In den sozialen Medien kursiert ein Text, der das Verhalten der Waffenbehörden erklärlich macht:

“Im Hinblick auf das bald in Kraft tretende geänderte Thüringer Jagdgesetz sind waffenrechtliche Ausnahmegenehmigungen an private Jäger zum Umgang mit Schalldämpfern gegenwärtig grundsätzlich nicht zulässig”, heißt es in dem Schreiben.

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Rheinland-Pfalz: Reichsbürger – Jäger und Sportschütze büsst WBK ein

OVG Koblenz: Waffenrechtliche Erlaubnisse zu Recht wegen „Reichsbürger“-Verhaltens widerrufen

Einem Mediziner, der als Jäger und Sportschütze mehrere Waffenbesitzkarten besaß, wurden diese waffenrechtlichen Erlaubnisse zu Recht wegen waffen­rechtlicher Unzuverlässigkeit widerrufen, weil er wesentliche Begründungselemente der so genannten Reichsbürgerbewegung vertritt und die Existenz der Bundesrepublik Deutschland in Abrede stellt. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Im Jahr 2015 beantragte der Kläger einen Staatsangehörigkeitsausweis und gab dabei unter anderem als Wohnsitzstaat „Königreich Bayern“ an. Die Waffenbehörde der Beklagten widerrief die ihm erteilten Waffenbesitzkarten wegen des damit gezeigten „Reichsbürger“-Verhaltens. Hiergegen erhob er Klage, mit der er dem gegen ihn erhobenen Vorwurf, er sei der Szene der „Reichsbürger“ zuzuordnen und daher waffen­rechtlich unzuverlässig, entgegentrat. Das Verwaltungsgericht Neustadt an der Wein­straße gab der Klage mit der Begründung statt, es lägen keine hinreichenden Tatsachen für die Annahme der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit des Klägers vor. Auf die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung der Beklagten wies das Oberverwaltungs­gericht hingegen die Klage ab.

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Bayern: Hochsitz-Saboteure hinterlassen Drohbrief

Im Vorfeld einer Drückjagd, die am 19.10.20119 in einem Gemeinschaftsjagdrevier bei Untersteinach (Landkreis Kulmbach) stattfinden sollte, wurde von Jagdteilnehmern gemeldet, dass eine Reihe von Hochsitzen umgesägt wurden.Auf dem Zuweg zu einer der Hochstände, befand sich an einem Absperrband ein Brief in einer Kunststofftüte. Der Verfasser und Jagdgegner schrieb “an alle Jäger der Jagdreviere”, dass das Jagen und Töten von Tieren zu unterlassen sei. Ein Bekenntnis zur Beschädigung der Hochstände war der Polizei zufolge aber nicht enthalten. Der Sachschaden an den Hochständen wird auf mindestens 500,- Euro geschätzt. Die Polizei meint dazu: “Das dieses keine gute Tat an der Natur, sondern einer Straftat darstellt, darüber sollte sich der Täter bewusst sein. Auch, dass der Jäger die Pflicht zur Hege und Pflege des Waldes hat. Inbegriffen auch, den Bestand an Tieren und Pflanzen zu regulieren.” Hinweise auf einen Täter gibt es noch nicht, welcher sich in der Zeit vom Freitag, den 18.10.2019, gegen 16:00 Uhr bis zum Samstag, den 19.10.2019, gegen 08:30 Uhr, an den Hochständen zu schaffen gemacht hatte. Hinweise nimmt die Polizei Stadtsteinach unter der Telefonnummer 09225/96300-0 entgegen. PM/red.

Beitragsbild: Umgesägter Hochsitz (Archivbild). Foto: SE

 

Jäger als “qualifizierte Bambi-Mörder”

Eines Tages zeigte eine Mitschülerin mit dem Finger auf Laura Wrede und sagte: “Dein Vater ist ein Mörder, der schießt arme Tiere tot.” In Zeiten von Fridays for Future fühle sie sich mitunter an dieses Schulerlebnis erinnert, schreibt die Jägerin, Falknerin und Autorin in dem in der Welt erschienenen Artikel „Jäger als Bambi-Mörder? Die Wahrheit ist viel komplexer!“.  Wie einfach ist es doch, den “anklagenden Finger” auf Mitmenschen zu richten und sie für alles Böse verantwortlich zu machen, sinniert Wrede und versucht, die Dinge gerade zu rücken, wenn sie betont, dass etwa die Jagd mit dem Falken die natürlichste und nachhaltigste Form der Jagd ist. Oder wenn sie – natürlich zu Recht – darauf hinweist, dass Jäger eine weitaus fundiertere Ausbilder als Naturschützer vorzuweisen haben, als die meisten Aktivisten von Nabu, Bund und Co. oder dass Jagd eine wichtige, ja unentbehrliche Rolle in der Kulturlandschaft spielt. Das haben andere auch schon alles gesagt, oft und in deutlichen Worten, genutzt hat es eher wenig. Es schadet trotzdem nicht, es immer wieder mal zu wiederholen. Deshalb: Leseempfehlung.

Beitragsbild: Falke (Foto: SE)

Die Red. dankt JAWINA-Leser ZE für den Hinweis!

Grünen-Politikerin: “Ein Kleinwagen reicht”

Die Grünen-Politikerin, die Jägern pauschal absprach, Umwelt- und Naturschützer zu sein, weil sie mit SUVs durch den Wald führen, die Vorsitzende der Kreistagsfraktion der Grünen im hessischen Lahn-Dill-Kreis, Martina Klement, hat unsere Anfrage zu ihren Äußerungen nun beantwortet: “Das von Ihnen erwähnte Zitat stammt von mir und ich stehe dazu”, schreibt Klement in einer Mail an die Red. Auch unserer Bitte, praxistaugliche Vorschläge für “Alternativen zum Geländewagen zu unterbreiten, wenn es z.B. um die Bergung erlegter Wildschweine oder Hirsche geht, die bis zu mehrere hundert Kilo wiegen können”, ist Frau Klement nachgekommen: “Für die Jagd ist kein SUV notwendig”, hat sie entschieden.

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Grünen-Politikerin: “Jäger kann man nicht Umwelt- und Naturschützer nennen”

+++ Schweiz: Wildbergung mit Maultier am Altesch-Gletscher +++ Schweden: Alkoholisierter Elch torkelt durch Kindergarten +++ Brandenburg: Bagger beschossen +++ Jagdunfall Dalberg: Jäger geht in Berufung +++ Österreich: Wildunfall mit Pinzgauer – drei Soldaten verletzt +++

Einem von der CDU-Politikerin Rabea Krämer-Bender verfassten Bericht des Wetzlar-Kuriers zufolge hat sich besonders die Kreistagsfraktion der Grünen im Lahn-Dill-Kreis der Abschaffung bzw. Reduzierung des Jagdsteuer widersetzt. Auf einen Vorstoß des Kreisjagdverbands Wetzlar und der Dillkreisjäger hin hatte die CDU-Kreistagsfraktion einen Antrag zur Abschaffung der Jagdsteuer eingebracht. Die ursprünglich als Ertragssteuer auf den Wildbreterlös gedachte Steuer sei nicht mehr zeitgemäß, da die Aufwendungen für die Jagd die Einnahmen in der Regel bei weitem überschritten, hieß es zur Begründung des Antrags. Auch auf die diversen Leistungen wude verwiesen, die die Jäger durch Arbeits- und Geldeinsatz erbringen, vom Verhindern übermäßiger Wildschäden bis zur Unfallwildentsorgung. Jäger seien aktiv für den Natur- und Artenschutz, etwa indem sie Wildblumenwiesen anlegten und Biotope pflegten, was dem Erhalt und Schutz seltener gefährdeter Tierarten wie Haselhuhn oder Rebhuhn zugute käme. Auch der Einsatz der Jäger bei der ASP-Prophylaxe blieb nicht unerwähnt.

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NRW: Jäger überrascht Einbrecher

+++ Schweden: Wolf tötet Beagle +++ Schweiz: Jäger stürzt im Wallis 200 Meter in den Tod +++ Ungarn: Hunderte Wildschweine verenden in Gehege an ASP +++ Sachsen: Jäger erlegt Schafe an der A72 +++

Am Montag Morgen hat ein Jäger bei Niederbadinghagen (Märkischer Kreis) zwei Einbrecher an einer Gartenhütte überrascht. Kurz vor 2 Uhr wollte der Weidmann etwas aus der Hütte holen. Er sah zwei Männer an dem beschädigten Maschendrahtzaun stehen, der das Grundstück umgibt. Als die Unbekannten den Zeugen erblickten, flüchteten sie in den Wald. Sie hatten den Zaundraht durchgetrennt und gewaltsam die Hüttentür geöffnet. Ihre Beute: Drei Angeln samt Zubehör. Die Männer sind etwa 1,80 Meter groß und schlank. Beide trugen Jeanshosen. Einer hatte einen schwarzen Kapuzenpulli an. Hinweise bitte an die Polizei in Meinerzhagen, Tel. 9199-0. PM

Beitragsbild: Jägerhut (Symbolbild). Foto: SE

Ein paar Gedanken zur Jagdunfallsaison

Zwei vergleichsweise glimpflich verlaufene Fälle jagdlichen Fehlverhaltens erregen zur Zeit die Gemüter in der Schweiz: In Chur im Kanton Graubünden hat ein Jäger vom Gehweg aus auf Rehe in einem Weinberg geschossen, in Viscoprano im selben Kanton schoss ein Jäger auf ein Tier, das zwischen ihm und einem Fußballplatz vorbeizog – auf dem gerade eine Kinder-Mannschaft trainierte. Als besonderen Erweis seiner jagdlichen Qualifikation verfehlte der wackere Weidmann das Stück… Nicht glimpflich, sondern tragisch verlief ein Jagdunfall, bei dem ein Jäger im Tessin seinen besten Freund erschoss.

Wir haben, wie auch andere Jagdnationen, wahrlich keinen Grund, mit dem Finger auf die Schweizer Jäger zu zeigen: Ist nicht gerade im Prozess um den tödlichen Schuss eines Jägers auf eine 86-jährige Rentnerin das Urteil gesprochen worden? In NRW schießt sich ein Jäger in den Fuß, in Mecklenburg verletzt ein Jäger seinen Jagdfreund schwer, in Italien erschießt ein Jäger seinen Vater bei der Wildschweinjagd, in Baden-Württemberg ein Jäger seine 19-jährige Tochter.

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Russland: Tiger tötet Jäger

+++ Sachsen: Elch auf der A4 unterwegs +++ Bayern/Österreich: Wildschweinalarm auf der A93 und der A2 +++

In der Region Chabarowsk im Fernen Osten Russland ist ein Mann von einem Tiger angefallen und getötet worden. Die Region am Fluss Amur nahe an der chinesischen Grenze ist Verbreitungsgebiet des Amur-Tigers, der größten Katze der Welt. Zu dem Vorfall kam es, während der Jäger in Begleitung seines Sohns einen Jagdausflug mit dem Boot unternahm. Als die beiden an Land gingen, griff der Tiger sofort an. Vermutlich hatte er ein Tier in der Nähe gerissen und wollte seine Beute verteidigen. Der Sohn des Getöteten erschoss daraufhin den Tiger. Der angefallene Jäger wurde noch von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Wie das Zentrum Amur-Tiger mitteilt, ist ein Team von Spezialisten der Chabarowsker Jagdbehörde zur Lösung von Konfliktsituationen zwischen Menschen und großen Raubtieren vor Ort, um den Vorfall zu untersuchen. red.

Beitragsbild: Nachricht vom Unglücksfall auf der Internetseite des Zentrums Amur-Tiger (Screenshot, Ausschnitt)

Schleswig-Holstein: LJV nimmt Stellung zu Beteiligung von Jägern an Wolfsabschuss

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) hat auf Aufforderung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung (MELUND) eine Stellungnahme zur geplanten Einbeziehung von Jägern bei der Entnahme des Problemwolfs GW924m abgegeben. Darin begrüßt der LJV das Vorhaben, “die Berechtigung zum Abschuss des Wolfs GW924m auf die Jagdausübungsberechtigten der betroffenen Jagdreviere durch eine Allgemeinverfügung auszudehnen.” Angesichts der Schwierigkeit der Entnahme spricht sich der LJV dafür aus, auch Begehungsscheininhaber und Jagdgäste einzubeziehen. Aus Sicht des LJV SH stellt der geplante EIngriff jedoch lediglich eine “situative Reaktion” dar. Um ein Akzeptanzproblem für große Beutegreifer im ländlichen Raum zu vermeiden, sei jedoch ein “vollumfängliches Wolfsmanagement” künftig unabdingbar.

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NRW: Jäger schießt sich in Fuss

Ein 72-jähriger Jäger hat am Samstag bei einem Jagdunfall am Heitwinkel bei Paderborn schwere Verletzungen erlitten. Der Mann war gegen 16.20 Uhr allein mit seinem Auto zum Jagen in den Jagdbezirk am Heitwinkel gefahren. Beim Durchladen seines Jagdgewehrs löste sich ein Schuss, der eine schwere Fußverletzung bei dem 72-Jährigen verursachte. Da er kein Mobiltelefon mitführte und niemand in der Nähe war, setzte sich der Schwerverletzte wieder in sein Auto und fuhr nach Hause. Dort wurde der Rettungsdienst alarmiert. Der eingesetzte Notarzt forderte sofort einen Rettungshubschrauber an, mit dem der Verletzte in eine Klinik nach Bochum geflogen wurde. PM Polizei

Beitragsbild: Jagdgewehr (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser Da für den Hinweis!

Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

+++ Niedersachsen: Nabu beklagt dramatische Einbrüche bei Wiesenvögeln +++ Österreich: Jäger schießt Rohrweihe, Passant zeigt ihn an +++

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bittet die Jägerschaft um Hilfe bei der Entnahme des “Problemwolfs” GW717m. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Leitwolf des Rodewalder Rudels hat mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und diverse Nutztiere von Schafen bis zu Alpakas, Ponys und Rindern gerissen. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfs erteilt und mehrfach verlängert worden. Seit Januar versucht ein vom Land Niedersachsen bezahlter Dienstleister den Wolf zu “entnehmen”, dafür sind bislang Kosten in Höhe von rund 83.000 Euro angefallen. Lies müsse einräumen, dass das bisherige Verfahren erfolglos war, konstatiert die HAZ.  “Wir brauchen ganz klar die Ortskenntnis der Jagdpächter, deshalb bitte ich die Jäger um Hilfe“, sagte der Minister gegenüber der Zeitung. Dabei dürfe “nur nicht der Eindruck entstehen, als bliesen er oder die Jäger ganz generell zur Jagd auf Wölfe.” Es gehe um eine Ausnahme, betonte Lies, um die Entnahme eines Problemwolfs.

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NRW: Nach tödlichem Schuss auf Jäger – Bochum ändert Regeln für Stadtjäger

Nach der Erschießung eines 77 Jahre alten Stadtjägers durch die Polizei (JAWINA berichtete) hat das Ordnungsamt der Stadt Bochum die Regeln für die Stadtjäger geändert: Künftig müssen sich die Stadtjäger 24 Stunden vor und nach ihren Einsätzen bei der örtlichen Polizeidienststelle an- und abmelden. “Die Regeln für die Stadtjagd werden ohnehin von Zeit zu Zeit angepasst”, betonte ein Pressesprecher der Stadt gegenüber JAWINA. Da man bislang nicht genau wisse, was auf dem Friedhof vorgefallen ist, könne man auch nicht sagen, ob diese Maßnahme geeignet sei, Abhilfe zu schaffen. Wie die WAZ berichtet, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Dem Zeitungsbericht zufolge hat ein anderer Jäger die Polizei alarmiert, der den später erschossenen Rentner auf dem Friedhof bei der – nach Auffassung des Zeugen unsachgemäßen – Jagdausübung bemerkte. In Bochum üben 26 Personen mit Sondergenehmigungen die Jagd auf den 19 städtischen Friedhöfen aus, die grundsätzlich als befriedete Bezirke gelten.

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Bayern: Schüsse vom Balkon – Jäger in Psychiatrie zwangseingewiesen

In Egloffstein (Landkreis Forchheim) hat ein 59 Jahre alter Jäger am Freitag gegen 19 Uhr in einer psychischen Ausnahmesituation mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole und einer Schrotflinte vom Balkon eines Wohnhauses abgegeben. Nachbarn riefen die Polizei. Da bekannt war, dass der Mann als Jäger Legalwaffenbesitzer war, rückte das SEK an. Das Sondereinsatzkommando konnte den Mann beim Verlassen seines Hauses überwältigen. Die Waffen wurden eingezogen, und die Zwangseinweisung des Jägers in die Psychiatrie veranlasst. Der 59-jährige soll stark alkoholisiert gewesen sein. Offenbar ging dem Vorfall ein Familienstreit voraus: Wie das Nachrichtenportal nordbayern.de berichtet, wurde die Lebensgefährtin des Mannes nach dessen Festnahme unversehrt in der Wohnung aufgefunden. Da die Schüsse fast senkrecht in die Luft abgegeben wurden, seien weder Personen gefährdet noch fremdes Eigentum beschädigt worden. red.

Beitragsbild: Schrotflinte (Symbolbild). Foto: SE

Ein Plädoyer für die Freiheit der anderen

+++ Ulrich Wotschikowsky verstorben +++ Baden-Württemberg: Reh verursacht Wildunfall mit einem Toten und sechs Verletzten +++ NRW: Gewaltverbrechen – Jäger entdeckt verweste Leiche in Maisfeld +++

 Ein Beitrag von Rechtsanwalt Ingo Ebling

Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft Stade

„Die Demokratie ist wie zehn Füchse und ein Hase, die darüber abstimmen, was es zu Essen geben soll. Erst wenn der Hase mit der Schrotflinte die Wahl anfechten kann, funktioniert Demokratie wirklich. “Vince Ebert, Kabarettist“

Nach Angaben der FAZ gibt es etwa 20 Millionen illegale Waffen in Deutschland. Warum setzen wir immer wieder bei den ca. 1,4 Million legalen Waffenbesitzern an? Jäger und Sportschützen werden wiederkehrend auf Straftaten durchleuchtet, verlieren ihre Waffenbesitzkarte bei kleinsten Verstößen gegen das Waffenrecht, werden von den Behörden Zuhause besucht und auf richtige Aufbewahrung der Waffen kontrolliert und sogar Trunkenheitsfahrten führen zum Entzug der Waffen. Wenn Waffenbesitzer sich wesentlich rechtstreuer verhalten als der Durchschnitt der Bevölkerung und hierzu auch waffenrechtlich verpflichtet sind, warum stellen wir diese Menschen unter Generalverdacht? Weil es einfacher und populärer ist als illegale Waffen zu bekämpfen, schneller zu politischen Erfolgen führt und leichter durchzusetzen ist.

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NRW: Mit Wildschwein verwechselt – Jäger schiesst Fohlen

+++ Saarland: Auf Nachsuche verlaufen – Polizei und Feuerwehr suchen 80-jährigen Jäger +++

In Blankenheim (Kreis Euskirchen) hat ein Jäger ein vier Monate altes Islandpferdefohlen erschossen. Das Pferd wies einen Durchschuss aus einer großkalibrigen Waffe auf, der Kadaver lag in einer Senke etwa 70 Meter von einem Hochsitz entfernt. Das tote Tier wurde erst am nächsten Morgen gefunden. Am Abend zuvor hatte ein Gastjäger aus dem Ruhrgebiet auf dem Hochsitz auf Sauen angesessen. Dieser gab bei einer Befragung an, auf ein Wildschwein geschossen zu haben, das vermeintlich erlegte Tier jedoch nicht gefunden zu haben. Er sei dann nach Hause gefahren. Eine Nachsuche hielt er wohl nicht für erforderlich…

Das Rappfohlen stand auf einer Koppel zusammen mit anderen Pferden. Dass Wildschweine auf Pferdekoppeln zwischen den Pferden brechen, ist nicht ungewöhnlich. Steht ein Pony oder Fohlen in einer Senke, so dass die im Vergleich zum Wildschwein deutlich längeren Beine nicht erkennbar sind, ist die Verwechslungsgefahr durchaus gegeben. Umso größere Vorsicht muss man natürlich walten lassen: Einen Schuss auf 70 Meter in Dunkelheit zwischen die Pferde abzugeben, erscheint äußerst gewagt.

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Urteil: Berufsgenossenschaft muss viele Revierinhaber künftig von doppelten Grundbeiträgen freistellen

Jagdverbände begrüßen großen Erfolg vor dem Bundessozialgericht

Das Bundessozialgericht hat mit einem Urteil vom 20. August (Az. B 2 U 35/17 R) festgestellt, dass Revierinhaber, die mehrere aneinandergrenzende Reviere einheitlich bewirtschaften nicht mehrfach als „Unternehmer“ zu Beiträgen herangezogen werden dürfen. In dem Verfahren ging es um das Lehrrevier des Bayerischen Jagdverbandes, das aus zwei Jagdbezirken besteht. Das höchste deutsche Sozialgericht hat sich klar positioniert und die Auffassung des Landessozialgerichts München zurückgewiesen: Reviere, die zwar aus jagdrechtlichen Gründen aus mehreren Jagdbezirken bestehen, aber einheitlich und als ein Revier bewirtschaftet werden, müssen auch von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als lediglich ein Unternehmen behandelt werden, mit der Folge dass auch nur einmal der Grundbeitrag zu entrichten ist.

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Baden-Württemberg: Tochter erschossen, Jäger verurteilt

Gegen den Ettlinger Jäger, der im Januar versehentlich seine 19 Jahre alte Tochter erschossen hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Karlsruhe wegen fahrlässiger Tötung ein Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen erlassen worden. Der Strafbefehl sei vom zuständigen Amtsrichter unterschrieben worden und ist, da der Angeklagte wohl keine Rechtsmittel einzulegen gedenkt, rechtskräftig. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten. Eine Gerichtsverhandlung wird es in dem Fall folglich nicht geben. Dem Zeitungsbericht zufolge ist von der Staatsanwaltschaft ein Waffengutachten in Auftrag gegeben worden, um abzuklären, ob möglicherweise ein technischer Defekt an der Bockbüchsflinte vorlag. Dies habe aber keine neuen Erkenntnisse geliefert. red.

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Schleswig-Holstein: Ministerium kündigt Einbeziehung weiterer Jäger bei der Entnahme des Problemwolfs GW 924m

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) plant, mit einer Allgemeinverfügung weitere Jägerinnen und Jäger aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg bei der Entnahme des sogenannten Problemwolfs GW 924m einzubeziehen. „Mit dieser Maßnahme wollen wir die Maßnahmen zum Abschuss von GW 924m effizienter gestalten und damit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die auch artenschutzrechtlich gebotene Entnahme des Tieres tatsächlich gelingt. Unsere bisherigen Bemühungen zur Entnahme des Wolfes waren trotz des großen Einsatzes aller Beteiligten bislang nicht erfolgreich. Wir arbeiten intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) heute in Kiel.

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Rheinland-Pfalz: Schädlingsbekämpfer gesucht

+++ Hessen: Jäger will Wespennest entfernen, fackelt Hochsitz ab +++ Bayern: Seminar zur Kormoranbejagung +++ Saarland: Wildschwein aus Schwimmbecken gerettet +++ Rheinland-Pfalz: Dritter Verhandlungstag im Prozess um tödlichen Jagdunfall bei Dalberg +++ Bayern: Fuchs nach Beißattacke auf Achtjährigen erlegt +++

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) sucht schießfreudige Hilfskräfte, die im Fall eines ASP-Ausbruchs in einem “eng begrenzten Gebiet (Kerngebiet mit ca. 3-5 km Radius) oder in einem Streifen entlang der Landesgrenze die Schwarzwildpopulation drastisch […] reduzieren bzw. das Gebiet sogar Wildschwein-frei […] machen (Bejagung bzw. Tötung von Wildschweinen nach Tierseuchenrecht).”

Eine entsprechende Anfrage richtete das MUEEF an den LJV, den ÖJV und Berufsjägerverband Rheinland-Pfalz. Begründet wird die Maßnahme mit den Einbußen, die ein ASP-Ausbruch für die deutsche Landwirtschaft bedeuten würde: “Ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen in Deutschland würde zu erheblichen Auswirkungen, insbesondere für die landwirtschaftlichen Schweinehalter und z.T. auch die vor- und nachgelagerten Bereiche (z.B. Schlachtung und Zerlegung, Futtermittelwirtschaft, Stallbaus) führen. Der deutsche Schweinemarkt käme in den betroffenen Regionen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erliegen. Die Handelsrestriktionen und Vermarktungsbeschränkungen für Schweine, Fleisch und Fleischerzeugnisse von Hausschweinen und Wildschweinen wären enorm hoch, würden wahrscheinlich über Jahre andauern und zum Teil auch zu dauerhaften Betriebsaufgaben führen”, heißt es in dem Schreiben.

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13. September: Europaweites Wolfsmahnfeuer für Weidetierhaltung

+++ Schweiz: Sieben Wolfswelpen im Wallis gesichtet +++

Landvolkvizepräsident wünscht sich Unterstützung der Jäger bei Wolfsentnahme

Der Wolf hält Niedersachsens Weidetierhalter weiter in Atem, die Marke von 1.000 Nutztierrissen wurde gerade überschritten, beklagt der Niedersächsische Bauernverband: „Es ist unverständlich, dass es weder gelingt, den Rodewalder Wolf zu schießen, noch seitens des Landes Niedersachsen und für das Bundesgebiet die ,Lex Wolf‘ für eine rechtssichere Regelung zur Begrenzung der Wolfspopulation durchzusetzen“, schildert Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers.

Auch die Besenderung der Tiere sei nicht vorangeschritten, sodass bis dato kein einziger Wolf mit der elektronischen „Fußfessel“ ausgestattet wurde. Die Zahl der Nutztierrisse ist deshalb bislang nur ein Anhaltspunkt. Das wahre Ausmaß der Nutztierrisse wird erst im kommenden Jahr vorliegen. „Die Auswertung der gemeldeten Risse dauert einfach zu lange und wird sich bis ins nächste Jahr hinziehen“, befürchtet Ehlers. Aktuell leben in Niedersachsen 24 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und ein residenter Einzelwolf.

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Schweiz: Erfolglose Wolfsentnahmen – Kanton will mehr Jäger einbinden

Im Schweizer Kanton Wallis wurden im vergangenen Jahr zwei Abschussbewilligungen für Wölfe erteilt, die Nutztiere gerissen hatten. Beide Wölfe entgingen jedoch den Jägern, die Abschussgenehmigungen verfielen. Das erinnert an ähnlich erfolglose Versuche in Niedersachsen, den Leitrüden des Rodewalder Rudels GW717m zu entnehmen: Seit Monaten wird die Abschussgenehmigung für den Wolf stets aufs Neue verlängert und “das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben”, wie das niedersächsische Umweltministerium verlautbaren lässt (JAWINA berichtete).

Die beiden Großräte Grégory Logean (SVP) und Alex Schwestermann (CSPO) im Kanton Wallis sinnen auf Abhilfe und haben den Staatsrat aufgefordert, “Maßnahmen zu prüfen, um die Chancen für einen Wolfsabschuss bei entsprechender Abschussbewilligung zu erhöhen”, wie 1815.ch berichtet.

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Japan: Jäger wehrt angreifenden Bär durch Nasenbiss ab

+++ Kanada: Grizzly tötet Camper +++

In Japan hat ein 74 Jahre alter Jäger den Angriff eines angeschossenen Braunbären mit einem beherzten Biss in die Nase des Tiers abgewehrt. Zu dem Vorfall kam es, als der Jäger Koichi Sakamoto auf Skiern die Umgebung des Tagungsortes auf der Shiretoko Halbinsel auf Hokkaido inspizierte, wo eine Schulung zum Einfangen von Bären stattfinden sollte, die in Wohngebiete eindringen. Sakamoto war dabei als Ausbilder eingeplant. Der 74-jährige genießt der japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun zufolge unter Einheimischen den Ruf eines “legendären Jägers.” Bei seinem Ausflug in die Umgebung entdeckte Sakamoto die Fährte eines Bären und nahm die Verfolgung auf. Als er in ein Waldgebiet vordrang, fand er sich plötzlich auf nur 20 Meter Entfernung dem Bären gegenüber. Obwohl er nicht vorgehabt hatte, den Bären zu erlegen, war er zum Handeln gezwungen, als dieser ihn annahm.

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Rheinland-Pfalz: Prozessauftakt im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg

Mindestens sechs Schuss aus dem Halbautomaten abgefeuert

Seit heute muss sich ein 61 Jahre alter Jäger aus Bingen in Bad Kreuznach vor Gericht für den tödlichen Jagdunfall bei Dalberg verantworten, bei dem im November 2018 eine 86-jährige Frau in ihrem Garten erschossen wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jäger fahrlässige Tötung vor. Nach den Ermittlungen der Polizei hat der Unglücksschütze bei der Jagd “mindestens sechs Schuss aus seinem Halbautomaten” auf ein Wildschwein abgegeben, berichtet der SWR. Er habe entgegen der Anweisung des Jagdleiters hangabwärts durch blickdichtes Gebüsch geschossen. Anders als ursprünglich vermutet, habe es sich bei dem tödlichen Geschoss nicht um einen Querschläger gehandelt. red.

Beitragsbild: Halbautomat (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Jäger und Bauern helfen Bienen

Der Niederösterreichische Jagdverband nimmt am Projekt „Wir für Bienen“ des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich teil und wird diese künftig unterstützen. Die Kampagne „Wir für Bienen“ soll Menschen informieren und motivieren, selbst Maßnahmen im Sinne einer hohen Biodiversität zu setzen. Im Rahmen des Projekts werden an den Wildökoland-Flächen Tafeln aufgestellt, um auf diese Biodiversitätsflächen hinzuweisen. Damit sollen die Leistungen der Jägerschaft und der Landwirtschaft für die Biodiversität aufgezeigt sowie Bewusstsein dafür geschaffen werden, was jeder Einzelne zur Artenvielfalt beitragen kann. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger sowie die Bäuerinnen und Bauern wollen dabei als gutes Beispiel vorangehen und werben so für mehr Bewusstsein für Biodiversität.

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