Schlagwort-Archive: Jäger

Niedersachsen: “Ohne die Hilfe der Jäger geht es nicht”

+++ Niedersachsen: Nabu beklagt dramatische Einbrüche bei Wiesenvögeln +++ Österreich: Jäger schießt Rohrweihe, Passant zeigt ihn an +++

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bittet die Jägerschaft um Hilfe bei der Entnahme des “Problemwolfs” GW717m. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Der Leitwolf des Rodewalder Rudels hat mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und diverse Nutztiere von Schafen bis zu Alpakas, Ponys und Rindern gerissen. Deshalb ist eine Ausnahmegenehmigung für den Abschuss des Wolfs erteilt und mehrfach verlängert worden. Seit Januar versucht ein vom Land Niedersachsen bezahlter Dienstleister den Wolf zu “entnehmen”, dafür sind bislang Kosten in Höhe von rund 83.000 Euro angefallen. Lies müsse einräumen, dass das bisherige Verfahren erfolglos war, konstatiert die HAZ.  “Wir brauchen ganz klar die Ortskenntnis der Jagdpächter, deshalb bitte ich die Jäger um Hilfe“, sagte der Minister gegenüber der Zeitung. Dabei dürfe “nur nicht der Eindruck entstehen, als bliesen er oder die Jäger ganz generell zur Jagd auf Wölfe.” Es gehe um eine Ausnahme, betonte Lies, um die Entnahme eines Problemwolfs.

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NRW: Nach tödlichem Schuss auf Jäger – Bochum ändert Regeln für Stadtjäger

Nach der Erschießung eines 77 Jahre alten Stadtjägers durch die Polizei (JAWINA berichtete) hat das Ordnungsamt der Stadt Bochum die Regeln für die Stadtjäger geändert: Künftig müssen sich die Stadtjäger 24 Stunden vor und nach ihren Einsätzen bei der örtlichen Polizeidienststelle an- und abmelden. “Die Regeln für die Stadtjagd werden ohnehin von Zeit zu Zeit angepasst”, betonte ein Pressesprecher der Stadt gegenüber JAWINA. Da man bislang nicht genau wisse, was auf dem Friedhof vorgefallen ist, könne man auch nicht sagen, ob diese Maßnahme geeignet sei, Abhilfe zu schaffen. Wie die WAZ berichtet, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Dem Zeitungsbericht zufolge hat ein anderer Jäger die Polizei alarmiert, der den später erschossenen Rentner auf dem Friedhof bei der – nach Auffassung des Zeugen unsachgemäßen – Jagdausübung bemerkte. In Bochum üben 26 Personen mit Sondergenehmigungen die Jagd auf den 19 städtischen Friedhöfen aus, die grundsätzlich als befriedete Bezirke gelten.

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Bayern: Schüsse vom Balkon – Jäger in Psychiatrie zwangseingewiesen

In Egloffstein (Landkreis Forchheim) hat ein 59 Jahre alter Jäger am Freitag gegen 19 Uhr in einer psychischen Ausnahmesituation mehrere Schüsse aus einer Schreckschusspistole und einer Schrotflinte vom Balkon eines Wohnhauses abgegeben. Nachbarn riefen die Polizei. Da bekannt war, dass der Mann als Jäger Legalwaffenbesitzer war, rückte das SEK an. Das Sondereinsatzkommando konnte den Mann beim Verlassen seines Hauses überwältigen. Die Waffen wurden eingezogen, und die Zwangseinweisung des Jägers in die Psychiatrie veranlasst. Der 59-jährige soll stark alkoholisiert gewesen sein. Offenbar ging dem Vorfall ein Familienstreit voraus: Wie das Nachrichtenportal nordbayern.de berichtet, wurde die Lebensgefährtin des Mannes nach dessen Festnahme unversehrt in der Wohnung aufgefunden. Da die Schüsse fast senkrecht in die Luft abgegeben wurden, seien weder Personen gefährdet noch fremdes Eigentum beschädigt worden. red.

Beitragsbild: Schrotflinte (Symbolbild). Foto: SE

Ein Plädoyer für die Freiheit der anderen

+++ Ulrich Wotschikowsky verstorben +++ Baden-Württemberg: Reh verursacht Wildunfall mit einem Toten und sechs Verletzten +++ NRW: Gewaltverbrechen – Jäger entdeckt verweste Leiche in Maisfeld +++

 Ein Beitrag von Rechtsanwalt Ingo Ebling

Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft Stade

„Die Demokratie ist wie zehn Füchse und ein Hase, die darüber abstimmen, was es zu Essen geben soll. Erst wenn der Hase mit der Schrotflinte die Wahl anfechten kann, funktioniert Demokratie wirklich. “Vince Ebert, Kabarettist“

Nach Angaben der FAZ gibt es etwa 20 Millionen illegale Waffen in Deutschland. Warum setzen wir immer wieder bei den ca. 1,4 Million legalen Waffenbesitzern an? Jäger und Sportschützen werden wiederkehrend auf Straftaten durchleuchtet, verlieren ihre Waffenbesitzkarte bei kleinsten Verstößen gegen das Waffenrecht, werden von den Behörden Zuhause besucht und auf richtige Aufbewahrung der Waffen kontrolliert und sogar Trunkenheitsfahrten führen zum Entzug der Waffen. Wenn Waffenbesitzer sich wesentlich rechtstreuer verhalten als der Durchschnitt der Bevölkerung und hierzu auch waffenrechtlich verpflichtet sind, warum stellen wir diese Menschen unter Generalverdacht? Weil es einfacher und populärer ist als illegale Waffen zu bekämpfen, schneller zu politischen Erfolgen führt und leichter durchzusetzen ist.

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NRW: Mit Wildschwein verwechselt – Jäger schiesst Fohlen

+++ Saarland: Auf Nachsuche verlaufen – Polizei und Feuerwehr suchen 80-jährigen Jäger +++

In Blankenheim (Kreis Euskirchen) hat ein Jäger ein vier Monate altes Islandpferdefohlen erschossen. Das Pferd wies einen Durchschuss aus einer großkalibrigen Waffe auf, der Kadaver lag in einer Senke etwa 70 Meter von einem Hochsitz entfernt. Das tote Tier wurde erst am nächsten Morgen gefunden. Am Abend zuvor hatte ein Gastjäger aus dem Ruhrgebiet auf dem Hochsitz auf Sauen angesessen. Dieser gab bei einer Befragung an, auf ein Wildschwein geschossen zu haben, das vermeintlich erlegte Tier jedoch nicht gefunden zu haben. Er sei dann nach Hause gefahren. Eine Nachsuche hielt er wohl nicht für erforderlich…

Das Rappfohlen stand auf einer Koppel zusammen mit anderen Pferden. Dass Wildschweine auf Pferdekoppeln zwischen den Pferden brechen, ist nicht ungewöhnlich. Steht ein Pony oder Fohlen in einer Senke, so dass die im Vergleich zum Wildschwein deutlich längeren Beine nicht erkennbar sind, ist die Verwechslungsgefahr durchaus gegeben. Umso größere Vorsicht muss man natürlich walten lassen: Einen Schuss auf 70 Meter in Dunkelheit zwischen die Pferde abzugeben, erscheint äußerst gewagt.

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Urteil: Berufsgenossenschaft muss viele Revierinhaber künftig von doppelten Grundbeiträgen freistellen

Jagdverbände begrüßen großen Erfolg vor dem Bundessozialgericht

Das Bundessozialgericht hat mit einem Urteil vom 20. August (Az. B 2 U 35/17 R) festgestellt, dass Revierinhaber, die mehrere aneinandergrenzende Reviere einheitlich bewirtschaften nicht mehrfach als „Unternehmer“ zu Beiträgen herangezogen werden dürfen. In dem Verfahren ging es um das Lehrrevier des Bayerischen Jagdverbandes, das aus zwei Jagdbezirken besteht. Das höchste deutsche Sozialgericht hat sich klar positioniert und die Auffassung des Landessozialgerichts München zurückgewiesen: Reviere, die zwar aus jagdrechtlichen Gründen aus mehreren Jagdbezirken bestehen, aber einheitlich und als ein Revier bewirtschaftet werden, müssen auch von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als lediglich ein Unternehmen behandelt werden, mit der Folge dass auch nur einmal der Grundbeitrag zu entrichten ist.

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Baden-Württemberg: Tochter erschossen, Jäger verurteilt

Gegen den Ettlinger Jäger, der im Januar versehentlich seine 19 Jahre alte Tochter erschossen hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Karlsruhe wegen fahrlässiger Tötung ein Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen erlassen worden. Der Strafbefehl sei vom zuständigen Amtsrichter unterschrieben worden und ist, da der Angeklagte wohl keine Rechtsmittel einzulegen gedenkt, rechtskräftig. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten. Eine Gerichtsverhandlung wird es in dem Fall folglich nicht geben. Dem Zeitungsbericht zufolge ist von der Staatsanwaltschaft ein Waffengutachten in Auftrag gegeben worden, um abzuklären, ob möglicherweise ein technischer Defekt an der Bockbüchsflinte vorlag. Dies habe aber keine neuen Erkenntnisse geliefert. red.

Beitragsbild: Bockbüchsflinte (Symbolbild). Foto: SE

Schleswig-Holstein: Ministerium kündigt Einbeziehung weiterer Jäger bei der Entnahme des Problemwolfs GW 924m

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) plant, mit einer Allgemeinverfügung weitere Jägerinnen und Jäger aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg bei der Entnahme des sogenannten Problemwolfs GW 924m einzubeziehen. „Mit dieser Maßnahme wollen wir die Maßnahmen zum Abschuss von GW 924m effizienter gestalten und damit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die auch artenschutzrechtlich gebotene Entnahme des Tieres tatsächlich gelingt. Unsere bisherigen Bemühungen zur Entnahme des Wolfes waren trotz des großen Einsatzes aller Beteiligten bislang nicht erfolgreich. Wir arbeiten intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) heute in Kiel.

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Rheinland-Pfalz: Schädlingsbekämpfer gesucht

+++ Hessen: Jäger will Wespennest entfernen, fackelt Hochsitz ab +++ Bayern: Seminar zur Kormoranbejagung +++ Saarland: Wildschwein aus Schwimmbecken gerettet +++ Rheinland-Pfalz: Dritter Verhandlungstag im Prozess um tödlichen Jagdunfall bei Dalberg +++ Bayern: Fuchs nach Beißattacke auf Achtjährigen erlegt +++

Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEEF) sucht schießfreudige Hilfskräfte, die im Fall eines ASP-Ausbruchs in einem “eng begrenzten Gebiet (Kerngebiet mit ca. 3-5 km Radius) oder in einem Streifen entlang der Landesgrenze die Schwarzwildpopulation drastisch […] reduzieren bzw. das Gebiet sogar Wildschwein-frei […] machen (Bejagung bzw. Tötung von Wildschweinen nach Tierseuchenrecht).”

Eine entsprechende Anfrage richtete das MUEEF an den LJV, den ÖJV und Berufsjägerverband Rheinland-Pfalz. Begründet wird die Maßnahme mit den Einbußen, die ein ASP-Ausbruch für die deutsche Landwirtschaft bedeuten würde: “Ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen in Deutschland würde zu erheblichen Auswirkungen, insbesondere für die landwirtschaftlichen Schweinehalter und z.T. auch die vor- und nachgelagerten Bereiche (z.B. Schlachtung und Zerlegung, Futtermittelwirtschaft, Stallbaus) führen. Der deutsche Schweinemarkt käme in den betroffenen Regionen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erliegen. Die Handelsrestriktionen und Vermarktungsbeschränkungen für Schweine, Fleisch und Fleischerzeugnisse von Hausschweinen und Wildschweinen wären enorm hoch, würden wahrscheinlich über Jahre andauern und zum Teil auch zu dauerhaften Betriebsaufgaben führen”, heißt es in dem Schreiben.

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13. September: Europaweites Wolfsmahnfeuer für Weidetierhaltung

+++ Schweiz: Sieben Wolfswelpen im Wallis gesichtet +++

Landvolkvizepräsident wünscht sich Unterstützung der Jäger bei Wolfsentnahme

Der Wolf hält Niedersachsens Weidetierhalter weiter in Atem, die Marke von 1.000 Nutztierrissen wurde gerade überschritten, beklagt der Niedersächsische Bauernverband: „Es ist unverständlich, dass es weder gelingt, den Rodewalder Wolf zu schießen, noch seitens des Landes Niedersachsen und für das Bundesgebiet die ,Lex Wolf‘ für eine rechtssichere Regelung zur Begrenzung der Wolfspopulation durchzusetzen“, schildert Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers.

Auch die Besenderung der Tiere sei nicht vorangeschritten, sodass bis dato kein einziger Wolf mit der elektronischen „Fußfessel“ ausgestattet wurde. Die Zahl der Nutztierrisse ist deshalb bislang nur ein Anhaltspunkt. Das wahre Ausmaß der Nutztierrisse wird erst im kommenden Jahr vorliegen. „Die Auswertung der gemeldeten Risse dauert einfach zu lange und wird sich bis ins nächste Jahr hinziehen“, befürchtet Ehlers. Aktuell leben in Niedersachsen 24 Wolfsrudel, vier Wolfspaare und ein residenter Einzelwolf.

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Schweiz: Erfolglose Wolfsentnahmen – Kanton will mehr Jäger einbinden

Im Schweizer Kanton Wallis wurden im vergangenen Jahr zwei Abschussbewilligungen für Wölfe erteilt, die Nutztiere gerissen hatten. Beide Wölfe entgingen jedoch den Jägern, die Abschussgenehmigungen verfielen. Das erinnert an ähnlich erfolglose Versuche in Niedersachsen, den Leitrüden des Rodewalder Rudels GW717m zu entnehmen: Seit Monaten wird die Abschussgenehmigung für den Wolf stets aufs Neue verlängert und “das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben”, wie das niedersächsische Umweltministerium verlautbaren lässt (JAWINA berichtete).

Die beiden Großräte Grégory Logean (SVP) und Alex Schwestermann (CSPO) im Kanton Wallis sinnen auf Abhilfe und haben den Staatsrat aufgefordert, “Maßnahmen zu prüfen, um die Chancen für einen Wolfsabschuss bei entsprechender Abschussbewilligung zu erhöhen”, wie 1815.ch berichtet.

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Japan: Jäger wehrt angreifenden Bär durch Nasenbiss ab

+++ Kanada: Grizzly tötet Camper +++

In Japan hat ein 74 Jahre alter Jäger den Angriff eines angeschossenen Braunbären mit einem beherzten Biss in die Nase des Tiers abgewehrt. Zu dem Vorfall kam es, als der Jäger Koichi Sakamoto auf Skiern die Umgebung des Tagungsortes auf der Shiretoko Halbinsel auf Hokkaido inspizierte, wo eine Schulung zum Einfangen von Bären stattfinden sollte, die in Wohngebiete eindringen. Sakamoto war dabei als Ausbilder eingeplant. Der 74-jährige genießt der japanischen Tageszeitung Asahi Shimbun zufolge unter Einheimischen den Ruf eines “legendären Jägers.” Bei seinem Ausflug in die Umgebung entdeckte Sakamoto die Fährte eines Bären und nahm die Verfolgung auf. Als er in ein Waldgebiet vordrang, fand er sich plötzlich auf nur 20 Meter Entfernung dem Bären gegenüber. Obwohl er nicht vorgehabt hatte, den Bären zu erlegen, war er zum Handeln gezwungen, als dieser ihn annahm.

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Rheinland-Pfalz: Prozessauftakt im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Dalberg

Mindestens sechs Schuss aus dem Halbautomaten abgefeuert

Seit heute muss sich ein 61 Jahre alter Jäger aus Bingen in Bad Kreuznach vor Gericht für den tödlichen Jagdunfall bei Dalberg verantworten, bei dem im November 2018 eine 86-jährige Frau in ihrem Garten erschossen wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jäger fahrlässige Tötung vor. Nach den Ermittlungen der Polizei hat der Unglücksschütze bei der Jagd “mindestens sechs Schuss aus seinem Halbautomaten” auf ein Wildschwein abgegeben, berichtet der SWR. Er habe entgegen der Anweisung des Jagdleiters hangabwärts durch blickdichtes Gebüsch geschossen. Anders als ursprünglich vermutet, habe es sich bei dem tödlichen Geschoss nicht um einen Querschläger gehandelt. red.

Beitragsbild: Halbautomat (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Jäger und Bauern helfen Bienen

Der Niederösterreichische Jagdverband nimmt am Projekt „Wir für Bienen“ des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich teil und wird diese künftig unterstützen. Die Kampagne „Wir für Bienen“ soll Menschen informieren und motivieren, selbst Maßnahmen im Sinne einer hohen Biodiversität zu setzen. Im Rahmen des Projekts werden an den Wildökoland-Flächen Tafeln aufgestellt, um auf diese Biodiversitätsflächen hinzuweisen. Damit sollen die Leistungen der Jägerschaft und der Landwirtschaft für die Biodiversität aufgezeigt sowie Bewusstsein dafür geschaffen werden, was jeder Einzelne zur Artenvielfalt beitragen kann. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger sowie die Bäuerinnen und Bauern wollen dabei als gutes Beispiel vorangehen und werben so für mehr Bewusstsein für Biodiversität.

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Jagdunfall Nittenau: Anklage und Verteidigung verzichten auf Rechtsmittel – Strafe ist rechtskräftig

+++ Rheinland-Pfalz: Rätsel um tote Rehe bei Sülm +++

Auf den Verurteilten kommen weitere massive finanzielle Forderungen zu

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls bei Nittenau, bei dem der Beifahrer eines PKW auf der Bundesstraße 16 von einem verirrten Geschoss aus der Büchse eines Jägers getroffen wurde (JAWINA berichtete), verzichten Anklage und Verteidigung auf Rechtsmittel. Damit wird das Urteil rechtskräftig. Der Unglücksschütze ist wegen fahrlässiger Tötung zu einer auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe von 12 Monaten verurteilt worden. Außerdem muss er als Bewährungsauflage jeweils 10.000 Euro an den Vater und die Mutter des Verstorbenen sowie an die gemeinnützige Einrichtung Hospizverein Schwandorf bezahlen. Mit diesen insgesamt 30.000 Euro dürfte die Sache für den Verurteilten jedoch nicht ausgestanden sein.

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Brandenburg: Jäger findet brennende Kerze im Wald – Waldbrand verhindert

+++ Österreich: Anträge auf Entnahme von Bär und Wolf abgelehnt +++

Ein Jäger hat in einem Waldgebiet bei Emstal (Landkreis Potsdam-Mittelmark) am Samstag um 6 Uhr früh eine brennende Kerze im trockenen Unterholz entdeckt. Der Jäger löschte die Kerze und verhinderte so einen Waldbrand. Die Fundstelle befindet sich in der Nähe der L88. Die Polizei sucht Zeugen, die am Samstag Morgen verdächtige Personen in dem Waldstück zwischen den Ortschaften Busendorf und Emstal bemerkt haben. red.

Beitragsbild: Kerze im Unterholz (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser RK für den Hinweis!

Hessen: Feuerwehr rettet Jäger von Hochsitz

Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau hat am Donnerstag einen 83-jährigen Jäger in einem Waldstück zwischen Hessisch Lichtenau und Günsterode (Werra-Meißner-Kreis) von einem Hochsitz gerettet. Der Mann war nach Mitternacht zur Jagd aufgebrochen. Als er am nächsten Morgen nicht zurück war, verständigte seine Frau die Polizei. Mit Hilfe eines Mitarbeiters von Hessenforst konnte der während des Ansitzes offenbar zusammengebrochene Mann auf dem Hochsitz gefunden werden. Da die Einsatzstelle etwa 300 bis 400 Meter von befestigten Wegen entfernt war, konnte die Drehleiter nicht eingesetzt werden, wie die Feuerwehr berichtet. Daher brachten Feuerwehr und Rettungsdienst ein “improvisiertes Seilsystem mit einem speziellen Sitzgurt” zur Anwendung, mit dessen Hilfe der Verunglückte aus zirka fünf Metern Höhe geborgen wurde.

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Forderungen nach weiteren Waffenrechtsverschärfung infolge von Attentaten

+++ Brandenburg: Jungwolf verirrt sich in Dorf +++ Bayern: Waffenarsenal bei Frau in Freising gefunden +++ Österreich: Studie zur Machbarkeit von Herdenschutz auf Almen +++ NRW: Reh verirrt sich in Krefelder Innenstadt +++

Nach den rechtsextremistisch motivierten Attentaten auf den hessischen CDU-Politiker Walter Lübcke und einen Migranten aus Eritrea in Wächtersbach (Hessen) werden Forderungen nach weiteren Verschärfungen des Waffenrechts laut. Der Vorsitzende der hessischen SPD-Landtagsfraktion Thorsten Schäfer-Gümbel forderte im Merkur eine “bessere und engmaschigere Kontrolle von Waffenbesitzern.” Es gehe dabei nicht darum, Sportschützen oder Jäger zu traktieren, aber die Waffen von objektiv unzuverlässigen Personen wie Reichsbürgern und Rechtsextremen müssten konsequent eingezogen werden, so Schäfer-Gümbel. Der Attentäter von Wächtersbach soll seine Tat zuvor in einer Kneipe angekündigt haben. Im Hinblick darauf erklärte Schäfer-Gümbel, dass in solchen Fällen die Behörden zu informieren seien, “auch wenn es unangenehm ist.” Es gehe nicht an, “angekündigte Gewalttaten als Prahlerei abzutun.” Auch der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) fordert eine Verschärfung des Waffenrechts. Es müsse verhindert werden, dass Extremisten gleich welcher Couleur legal Waffen besitzen, sagte Beuth der FAZ zufolge. Wer nicht mit beiden Füßen auf der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehe, dürfe keine Waffe in die Hände bekommen.

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USA: Bären-Wildbret nicht verwertet – zwölf Jahre Jagdverbot

Die Naturschutz- und Wildtierbehörde des US-Bundesstaats Colorado (Colorado Parks & Wildlife, CPW) hat einem Jäger aus South Dakota für zwölf Jahre die Jagd- und Fischereilizenzen entzogen, weil er das Fleisch eines erlegten Schwarzbären nicht verwertet hat. Der 58-jährige Robert Stalley hatte in der Jagdsaison 2017 einen kapitalen Schwarzbären bei Steamboat Springs geschossen und nur Haupt und Decke des erlegten Stücks mitgenommen. Stalley war im Besitz gültiger Lizenzen für Schwarzbär und (Maultier)Hirsch. In Colorado ist es Jägern jedoch gesetzlich vorgeschrieben, das essbare Fleisch von erlegtem Großwild für den menschlichen Verzehr zu verwerten. Weil Stalley dieser Verpflichtung nicht nachkam, wird ihm Wilderei und illegaler Abschuss eines Wildtiers vorgeworfen. Bei der Bemessung des Strafmaßes spielte CPW zufolge auch eine Rolle, dass Stalley versucht hatte, den Ermittlungsbeamten der Behörde zu täuschen:

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Frankreich: Paar postet Erlegerfotos und verliert Jobs

+++ Liechtenstein: Regierung genehmigt Konzept Wolf +++

Ein französisches Paar hat Erlegerbilder von einer Safari in Afrika gepostet, auf denen sie mit diversen erlegten Tieren wie Löwe, Leopard, Nilpferd, Antilope oder einem Alligator zu sehen sind. Dies löste eine Welle von Beleidigungen und Drohungen gegen das Paar in den sozialen Medien aus. Schnell wurde bekannt, dass die beiden in leitender Position in einem Supermarkt der Kette Groupe U in L’Arbresle (Département Rhône) arbeiteten, was Boykottdrohungen gegen den Supermarkt nach sich zog. Das blieb nicht ohne Folgen für das Jägerpaar: Auf Twitter und Facebook teilte das Unternehmen, bei dem die beiden beschäftigt waren, mit, dass die Veröffentlichungen der Supermarktleiter sowohl Internetnutzer als auch andere Mitarbeiter schockiert hätten. Die Veröffentlichungen stünden in totalem Gegensatz zu den Werten und Engagements des Unternehmens. Auch wenn es sich um private Aktivitäten der – ehemaligen – Mitarbeiter handele, verurteile das Unternehmen diese entschieden, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

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Jäger beleidigt – Präsident von Tierschutzpartei verurteilt

Der Präsident der Europäischen Tierschutzpartei Enrico Rizzi ist wegen Beleidigung eines Jägers zu einer Strafe von 5000 Euro und Schadensersatz in Höhe von 34.000 Euro verurteilt worden. Das Kassationsgericht in Rom hat die Beschwerde Rizzis gegen das Urteil in zweiter Instanz abgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Rizzi hatte im November wenige Minuten nach dem Tod des Regionalratspräsidenten von Trentino-Südtirol, Diego Moltrer, übelste Beleidigungen in einer Radiosendung und auf Facebook verbreitet und damit eine Welle wüster Beschimpfungen des Verstorbenen losgetreten. Moltrer war auf einem Jagdausflug an einem Herzinfarkt verstorben. Unter anderem waren Worte wie Attentäter, Mörder, Schuft, feige und berüchtigt gefallen. Rizzis Verteidiger erklärten, es habe sich um “moralische Kritik” gehandelt, er habe nicht die Absicht gehabt, eine moralische Kritik oder Beleidigung auszusprechen. Die Richter wiesen diese Darstellung zurück.

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Niedersachsen: Greifvögel vergiftet – Jäger verurteilt

Nabu fordert Jagdscheinentzug

Ein 71 Jahre alter Jäger aus Cappeln (Landkreis Cloppenburg), der mit Giftködern mindestens neun Greifvögel vergiftet hat (JAWINA berichtete), ist zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 60 Euro (5400 Euro) verurteilt worden. Das berichtet NWZonline. Zudem fordert der Nabu, dem Mann Jagdschein und Waffenbesitzkarte (WBK) abzunehmen – überflüssigerweise, denn bei einer Verurteilung von 60 Tagessätzen an aufwärts ist es um die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in der Regel ohnehin geschehen. red.

Beitragsbild: Vergiftete Greifvögel. Quelle: Ludger Frye/Nabu

Mecklenburg-Vorpommern: Landwirte und Jäger unterstützen Wiederansied­lung von Wiesenbrütern

Im Odermündungsgebiet will die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V (StUN) im Rahmen eines EU-Projektes Lebensräume für wiesenbrütende Watvögel erhalten bzw. wiederherstellen. Gestern (20.06.) hat sich der Staats­sekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Jürgen Buchwald, in Bugewitz bei Anklam (Vorpom­mern-Greifswald) über Stand und zukünftige Maßnahmen dieses LIFE-Projektes Limicodra informiert.

In drei Poldern des Gebietes zwischen Rosenhagen und Mönkebude sollen Strategien zur Wiederherstellung von Bruthabitaten für Watvögel wie Kiebitze, Rotschenkel, Uferschnepfen, Bekassinen sowie in Mecklenburg-Vorpommern vom Aussterben bedrohte Arten wie den Kampfläufer entwickelt und erprobt werden.

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Österreich: Zwei Wildschweine beschossen, zwei Autos getroffen

+++ Sachsen: Gefundener Wolfswelpe in Quarantäne zwecks Hybridprüfung +++ Niedersachsen: Tierhalter kritisieren andauernde Erfolglosigkeit des geplanten Problemwolf-Abschusses +++ Niedersachsen: Erstmalig Trichinen im Landkreis Rotenburg nachgewiesen +++

Eine “Gemeingefährdung durch Schussabgabe” wirft die Polizei einem Jäger im Bezirk St. Pölten Land vor: Eine Pressemitteilung der Polizei zufolge wurden Bedienstete der Polizeiinspektion Altlengbach am 15. Juni 2019, gegen 17.50 Uhr, wegen der Abgabe von mehreren Schüssen im Gemeindegebiet von Altlengbach alarmiert. Nach dem Eintreffen entdeckten die Beamten auf einem Parkplatz zwei Autos, die durch Schüsse beschädigt wurden. Bei den weiteren Erhebungen konnte umgehend ein 52-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten Land ausgeforscht werden, der beschuldigt wird, vier Schüsse aus einer Bockbüchsflinte abgegeben und dabei mehrere Personen gefährdet bzw. die zwei auf einem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge beschädigt zu haben. Dem ORF zufolge befand sich zwischen dem Feld, von dem aus die Schüsse abgegeben wurden und den getroffenen Autos eine Wiese, auf der sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe etwa 150 Personen aufhielten – daher der Vorwurf der Gemeingefährdung. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und gab an, auf zwei Wildscheine geschossen zu haben. Es wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, ein waffenrechtliches Dokument abgenommen und die Schusswaffe sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an. PM/red.

Beitragsbild: Zur Strecke gebrachter PKW. Foto: LPD NÖ

Erlegerfotos: CIC und DJV fordern mehr Sensibilität der Jäger im Netz

Fotos erlegter Wildtiere treffen auf Unverständnis – ob erlegtes Reh oder aktuell eine Giraffe: Fotos von getöteten Wildtieren sorgen in sozialen Medien für Kritik an der Jagd.

Aktuell entbrennt in den sozialen Medien eine heftige Diskussion um das Bild der bekannten US-Jägerin Tess Talley, die in Siegerpose vor einer erlegten Giraffe steht. Das Bild stammt aus dem Jahr 2017 und wird nun von den Medien verwendet, da sich die Jägerin in einer US-Talkshow zu den Hintergründen der Jagd geäußert hat. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) in Deutschland und der deutsche Jagdverband (DJV) appellieren an Jäger im In- und Ausland zu mehr Umsicht im Umgang mit Fotos im Internet und insbesondere in den sozialen Medien. „Es geht nicht darum, uns zu verstecken, sondern auch in Fotos Sensibilität und Respekt gegenüber nichtjagenden Mitmenschen zu zeigen. Wir wollen keine Zensur, aber wir brauchen den Dialog, wie wir die Jagd in der Öffentlichkeit künftig darstellen wollen. Da spielt es prinzipiell keine Rolle, ob es um das Foto einer erlegten afrikanischen Antilope oder eines heimischen Rehbocks geht“, so DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald.

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Hessen: Jäger rettet Frau

In der Nacht zum Donnerstag wurde der Polizei durch einen Jäger eine unklare Gefahrensituation im Wald bei Taunusstein-Bleidenstadt (Rheingau-Taunus-Kreis) gemeldet. Der Jäger war gegen 00.35 Uhr im Waldstück seitlich der B 54 zwischen Bad Schwalbach und Taunusstein auf eine verletzte Frau aufmerksam geworden, welche von vier Männern umgeben war. Aufgrund dieser sich darstellenden Situation verständigte der Zeuge direkt die Polizei und hielt die Personen bis zum Eintreffen der Polizeikräfte in Schach. Die 39-jährige Frau wurde aufgrund ihrer sichtbaren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen. Da die Verletzungen der Frau ersten Ermittlungen zufolge zumindest durch einen der im Wald angetroffenen Männer im Alter von 26 bis 34 Jahren verursacht worden sind, wurde das Quartett festgenommen und zwecks weiterer polizeilicher Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen.

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Hessen: Dr. Walter Lübcke durch Kopfschuss getötet

Der Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (65) ist offenbar durch einen Kopfschuss getötet worden. Medienberichten zufolge war der CDU-Politiker passionierter Jäger, was anderen Medienberichten zufolge vom persönlichen Umfeld des Verstorbenen bestritten wird. Er wurde am 2.6. in den frühen Morgenstunden tot auf seinem Anwesen in Wolfshagen-Istha (Landkreis Kassel) gefunden. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. “Da die Todesumstände unklar sind, hat das Hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Aufgrund laufender Ermittlungen sind derzeit keine weiteren Auskünfte möglich”, teilt das hessische LKA mit. Lübcke galt als “beliebt und außerordentlich nahbar”, wie die Fuldaer Zeitung schreibt. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Söhne. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Fuldaer Zeitung (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser MH für den Hinweis!

Hochsitz-Zündler auf Schadensersatz verklagt

Das könnte teuer werden: Ein Jäger hat einen mutmaßlichen Brandstifter, dem das Abfackeln von 15 jagdlichen Einrichtungen im Kreis Herford, in Minden-Lübbecke und Kreis Osnabrück (NRW/Niedersachsen) vorgeworfen wird, auf Schadensersatz verklagt. Der 28-jährige mutmaßliche Brandstifter aus Bünde war im Mai 2018 gefasst worden, nachdem er von einer Wildkamera gefilmt worden war. Die Aufnahmen ermöglichten eine genaue Täterbeschreibung, die dazu führte, dass der Verdächtige von Landwirten und Jägern im Landkreis Osnabrück so lange festgehalten wurde, bis die Polizei eintraf, wie die Neue Westfälische (NW) berichtet. Im Rucksack des Mannes fanden die Ermittler Materialien, wie sie bei der im Oktober 2017 begonnenen Serie von Brandstiftungen an Hochsitzen verwendet wurden. Die ebenfalls in dem Rucksack und der Wohnung des Mannes gefundenen Drogen brachten dem Mann mittlerweile eine Verurteilung wegen Drogenbesitzes ein, die Bewährungsstrafe von 15 Monaten wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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Nachtzielgeräte: Bundesregierung sieht keine Rechtsunsicherheit für Jäger

Zentrales Problem für Jäger nicht geklärt – Rechtsunsicherheit bleibt bestehen / Bundesregierung prüft Freigabe von Nachtzielgeräten für Jäger

Die Bundesregierung hat eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Thema “Nachtzielgeräte bei der Jagd” beantwortet. Die Kleine Anfrage wurde durch das JAWINA-Interview mit dem Justiziar des Deutschen Jagdverbands (DJV), Friedrich von Massow veranlasst, der die in einigen Bundesländern praktizierten behördlichen Genehmigungen von Nachtzielgeräten für Jäger als “rechtlich äusserst zweifelhaft” eingestuft hatte.

In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP teilt die Bundesregierung mit, dass sie “keine Rechtsunsicherheit [sieht], wenn Jägerinnen und Jäger die Nachtzieltechnik im Rahmen einer behördlichen Genehmigung zur Bejagung des Schwarzwildes einsetzen.” Nach Ansicht von Juristen bleibt die Rechtsunsicherheit für beauftragte Jäger jedoch bestehen, auch wenn die Bundesregierung sie nicht sieht.

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Russland: Bär klaut Jägern Proviant

Auf der Kamtschatka-Halbinsel im russischen Föderationskreis mit dem treffenden Namen Ferner Osten hat ein Bär eine Jägergruppe um ihren Proviant gebracht. Als die Jäger mit ihrem Pick-Up an einer durch die Taiga führenden Straße hielten, eilte der Bär herbei, schnappte sich die Kühlbox mit den Vorräten und machte sich davon. Mehrere von den Jägern abgegebene Warnschüsse konnten ihn von seinem Vorhaben nicht abbringen. Einer der Jäger filmte den Vorfall mit dem Handy, das Video geht in Russland viral, wie RTdeutsch berichtet. red.

Video: YouTube / kamchat100

Niedersachsen: Schafherde angegriffen – Jäger erschiesst Huskys

Am Donnerstagmorgen, 09.05.2019, kurz nach 06.00 Uhr, teilte ein Binnenschiffer auf der Weser der Polizei mit, dass im Bereich von Bücken eine kleinere Schafherde von zwei Hunden attackiert werden würde. Der Hinweisgeber konnte erkennen, dass bereits einige Schafe in die Weser geflüchtet waren. Auf der Weide lagen bereits eine Reihe von Tieren zum Teil verletzt, zum Teil augenscheinlich bereit tot. Zu seinem eigenen Schutz und zum Beenden der Angriffe auf die Schafe erschoss ein erfahrener Jäger die beiden schäferhundgroßen Hunde. Im Rahmen der Ermittlungen der Polizei Hoya erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei den beiden wildernden Hunden um zwei Huskies gehandelt hatte, die bereits seit Dienstagabend, 07.05.2019, in Holtorf vermisst wurden.

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Baden-Württemberg: ASP-Prävention – Sammelstellen für Schwarzwild-Abfälle an Jägerschaft übergeben

Zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest haben die Fachdienste Forst und Veterinärwesen des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis fünf Sammelstellen für Wildabfälle aus der Jagdausübung eingerichtet und die Schlüssel in den vergangenen Wochen an die Jägerschaft übergeben. Die so genannten Wildverwahrstellen wurden auf Veranlassung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingerichtet, um eine mögliche Seuchenverbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Teile von Wildschweinen zu minimieren. Der Kreis hat die Einrichtung von fünf solcher Räumlichkeiten in Mudau, Buchen, Osterburken, Schefflenz und Neunkirchen nun abgeschlossen. Es handelt sich um Container mit Kühleinrichtungen und Mülltonnen, deren Verwendung für die örtlichen Jäger ab sofort möglich ist.

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RLP: Polizei fahndet nach vermisstem Jäger

+++ Niedersachsen: Löwen attackieren Tierpfleger in Safaripark +++ Italien: Wolf reißt 11 Schafe in Südtirol +++ Bremen: Deichverband fordert Nutria-Bejagung +++

Der 26-jährige Timo Balshüsemann aus Kaiserslautern wird seit Freitagvormittag (3. Mai 2019) vermisst. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass sich der Student in einer hilflosen Lage befindet. Er soll eine scharfe Schusswaffe mit sich führen. Umfangreiche Suchmaßnahmen mit Unterstützung von Personenspürhunden und Hubschrauber haben bislang nicht zum Auffinden des 26-Jährigen geführt, weshalb sich die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit wendet. Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Timo Balshüsemann geben?

Der Gesuchte ist etwa 1,80 Meter groß und hat eine trainierte Figur. Er hat dunkle, kurze Haare und ist Brillenträger. Der 26-Jährige war zuletzt mit einer schwarzen Jeans, einer schwarzen Jacke und braunen Schnürschuhen bekleidet. Ein Foto des Vermissten finden Sie unter https://s.rlp.de/rvSmg auf der Internetseite der Polizei.

In der Vermisstensuchmeldung warnt die Polizei: Bitte treten Sie nicht an die Person heran. Der 26-Jährige soll bewaffnet sein. Er ist Jäger und berechtigt, Waffen zu besitzen. Der Bild-Zeitung zufolge soll der Vermisste nach der Trennung von seiner Freundin seinen Suizid angekündigt.

Zeugen, die Hinweise zu Timo Balshüsemann geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369 2620 mit der Polizei Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. PM

Beitragsbild: Fahndungsbild der Polizei. Quelle: Polizei RLP

Österreich: Jäger erwischt Wilderer beim Gamsabschuss

Am 03.05.2019 gegen 21 Uhr beobachtete ein Jäger in Buchen bei Telfs (Bundesland Tirol, Bezirk Innsbruck) einen Wilderer beim Abschuss einer Gams. Während der Jäger die Polizei verständigte, beobachtete eine zweite Auskunftsperson den vermeintlichen Wilderer, wobei es “auch zum Kontakt kam”, wie die Polizei formuliert. Medienberichten zufolge bedrohte der Wilderer die Person, von der er zur Rede gestellt wurde, mit einer Waffe, was der Wilderer später jedoch bestritt. Nach dem Zusammentreffen flüchtete der Wilderer in den Wald, die geschossene Gams ließ er zurück. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Tatortbereichsfahndung unter Beteiligung des Sondereinheitskommandos Cobra, mehreren Streifen des Bezirkes Innsbruck Land sowie Diensthundestreifen, konnte um 22:04 Uhr bei einer Fahrzeugkontrolle in Bairbach der 31 Jahre alte Tatverdächtige samt Langwaffe mit Schalldämpfer im Laderaum des kontrollierten PKWs festgestellt werden. Er hatte sich von seiner Freundin zum Wildern fahren und von einem Freund wieder abholen lassen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

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Niedersachsen: Wolfsjagd-Pflicht für Jäger?

Die Ausnahmegenehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m ist nochmals erneuert worden, wie das Niedersächsische Umweltministerium mitteilte. Die bis Ende April befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m wird bis zum 31.05.2019 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken bestehe unverändert fort, so das Ministerium. Umweltminister Olaf Lies (SPD) erwägt nun auch Verschärfungen der Regelungen für den Wolfsabschuss. Anlass sind die Probleme, den Wolf auch tatsächlich zu Strecke zu bringen. Gegenüber dem NDR zog Lies die Möglichkeit in Betracht, zwar nicht das ganze Rudel, aber mehrere Tier abschießen zu lassen, “um danach zu sehen, ob sich die Situation damit verbessert.” Außerdem beklagt Lies “mangelnde Unterstützung” der ca. 170 Revierinhaber in dem 600 Quadratkilometer großen Streifgebiet des Wolfs. Daher werde geprüft, inwieweit man die Jäger zur Mitwirkung rechtlich verpflichten könne.

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