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Mecklenburg-Vorpommern: Totes Pferd auf Weide entdeckt

“Augenscheinlich Schussverletzung” – Polizei prüft Zusammenhang mit Drückjagd

Auf einer Weide der Gemeinde Nostorf (bei Boizenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist am Sonntag ein totes Pferd entdeckt worden. Augenscheinlich ist das Islandpony an einer Schussverletzung verendet. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ereignete sich der Vorfall wahrscheinlich schon mehreren Tagen, blieb jedoch bis zum Sonntagnachmittag unentdeckt. Die anderen 17 Pferde auf der betreffenden Weide blieben unbeschadet. Eine Sektion des Tieres soll nun die genauen Todesumstände klären. Zudem prüft die Polizei, ob der Vorfall in Zusammenhang mit einer Drückjagd stehen könnte, die Zeugenaussagen zufolge vor mehreren Tagen in dem betreffenden Bereich stattgefunden haben soll. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Hinweise zu diesem Vorfall nimmt die Polizei in Boizenburg (Tel. 038847/ 6060) entgegen. PM

Beitragsbild: Islandpferde – Stute mit Fohlen auf der Weide. Foto: SE

Gerissenes Fohlen: War es doch kein Wolf?

Unklare Beweislage wegen “starker Nutzung des Kadavers”

Der Islandpferde-Züchter Götz George, auf dessen Hof Ende Mai ein Fohlen mutmaßlich vom Wolf gerissen wurde, ist ein bedächtiger Mensch. Unmittelbar nach dem Vorfall gab er zu Protokoll, dass er dem Wolf keinen Vorwurf machen könne. Jetzt, nachdem ihm der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem Schreiben lapidar mitgeteilt hat, dass er nicht die volle Entschädigung für das wertvolle Fohlen erhalten werde, äußert er sich ähnlich zurückhaltend: Er sei “etwas betreten, dass man das nicht anerkenne.” Angesichts der haarsträubenden Begründung des NLWKN würde manch anderer wohl weitaus drastischere Formulierungen wählen. Denn der Landesbetrieb verkündet, dass die “Todesursache des Fohlens aufgrund der starken Nutzung des Kadavers nicht mehr festgestellt werden” konnte. Sprich: Der Verursacher hat so viel von dem Fohlen gefressen, dass die kargen Überreste keine Rückschlüsse auf ihn erlauben. Eine Argumentationslinie, die das Wohlwollen von Tierhaltern gegenüber dem Wolf empfindlich schmälern dürfte.

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Mit Wildschwein verwechselt: Jäger erschießt Pony

Ein 48-jähriger Schweizer Gastjäger hat am vergangenen Montag bei Eggingen (Baden-Württemberg, Landkreis Waldshut) ein schwarzes Islandpferd mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Das berichtet der Südkurier. Die Besitzerin des Reiterhofs, auf deren Weide sich der Vorfall ereignete, wurde noch in der Nacht telefonisch informiert. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Jagd- und Tierschutzgesetz. Offenbar hatte der Jäger am späten Abend in der Dämmerung auf eine Entfernung von 200 Metern geschossen.

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