Schlagwort-Archive: Internet

Namibia verbietet Veröffentlichung von Erlegerbildern im Internet

In einem Memorandum richtet sich der Namibische Umwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta an Gastjäger und Einheimische. Er verbietet den Inhabern von Namibischen Jagdlizenzen, Bilder von erlegtem Wild in den sozialen Netzwerken zu posten. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen diesen Vorstoß. 

In einem gestern veröffentlichten Schreiben verweist der Namibische Minister für Umwelt und Tourismus auf das künftige Verbot, Fotos von erlegtem Wild in den sozialen Netzwerken einzustellen und zu verbreiten. Diese Bilder sind aus der Sicht von Minister Shifeta unethisch und werfen „ein schlechtes Licht auf das Ansehen der gut regulierten Jagd“ in seinem Land. In Zukunft ist das Verbot Bedingung zur Erteilung einer Jagderlaubnis. Es ist verboten, sogenannte „Erlegerbilder“ in anderer Form als zu rein privaten Zwecken zu nutzen.

Auf diesen Vorstoß aus Namibia reagiert der CIC erfreut: “Fragwürdige Erlegerfotos gehören nicht in die sozialen Medien. Wir haben häufig genug erlebt, welchen Schaden sie anrichten“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der Deutschen Delegation des CIC. „Erst am vergangenen Wochenende haben würdelose Bilder einer US-Amerikanerin mit einer in Südafrika erlegten Giraffe für massive Irritationen in den Medien gesorgt. Ich habe für solche Bilder kein Verständnis.“

Weiterlesen

Der DJV geht offensiv gegen Hetze im Netz vor

Dachverband der Jäger macht sich stark für den Schutz seiner Mitglieder und unterstützt das “Waidfräulein”: Beleidigungen und Bedrohungen von Jägerinnen und Jägern sind kein Kavaliersdelikt. Auch nicht in den sozialen Medien.

Eine junge Jägerin postet auf ihrem Facebook-Profil ein Foto mit erlegtem Fuchs und erhält binnen weniger Tage mehrere hundert hasserfüllte Kommentare: Jagdgegner attackierten das “Waidfräulein”  mit wüsten Beleidigungen und Bedrohungen. “Widerliches Stück Dreck, du bekommst noch, was du verdienst”, ist noch eine vergleichsweise harmlose Äußerung. Selbst davor, die Betroffene zu Hause aufzusuchen und einzuschüchtern, schreckten selbsternannte vermeintliche „Tierschützer“ nicht zurück. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat sich unmittelbar nach den Vorfällen eingeschaltet und wird die Betroffene bis zur vollständigen Aufklärung unterstützen. „Es ist ein Phänomen der sozialen Netzwerke, dass völlig natürliche Dinge wie eine Bombe einschlagen können und manche Beteiligte jegliche Benimmregeln vergessen“, so Rechtsanwalt Dr. Heiko Granzin, der mit dem DJV in der Sache zusammenarbeitet.

Weiterlesen

Managementpläne für invasive Arten auf dem Prüfstand

Jägerinnen und Jäger können bis zum 20. November den Entwurf der Managementpläne für invasive Arten auf einem Anhörungsportal im Internet kommentieren. Der DJV fordert zur regen Beteiligung auf: Möglichst viele Waidmänner und -frauen sollten Wissen einbringen.

Bis zum 20. November 2017 können Behörden, Verbände und anderen Interessensgruppen eine Stellungnahme zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten unter www.anhoerungsportal.de abgeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmenblätter für jagdlich relevante Arten Nutria und Waschbär bereits Position bezogen und diese entsprechend begründet. Der DJV bittet Jäger, die geplanten Maßnahmen ebenfalls zu bewerten und bei Kritik möglichst nachvollziehbare Begründungen anzuführen.

Weiterlesen

Wegen aggressiver Äußerungen im Internet: WBK weg

Ein Sportschütze und Waffenhändler aus Bad Kissingen (Bayern) ist durch aggressive Leserkommentare in Internetmedien sowie entsprechende Postings in sozialen Medien aufgefallen. Er habe Nachrichten mit aggressiver Grundhaltung kommentiert und in mehreren Fällen den Aufruf “Bewaffnet euch!” hinzugefügt, wie die Mainpost berichtet. In der Folge hat das zuständige Landratsamt die waffenrechtlichen Erlaubnisse – WBKs, Waffenhandelslizenz und sprengstoffrechtliche Erlaubnis – des Waffenhändlers eingezogen und damit quasi ein Berufsverbot verhängt. Gegen den Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnisse hatte der Mann geklagt. Das Verwaltungsgericht Würzburg bestätigte jedoch die Anordnung des Landratsamts. Der Waffenhändler hat angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Weiterlesen

Yeswehunt ist offline

Die Internetplattform “yeswehunt” ist ab dem 12. März 2015 offline. Yeswehunt war mit dem Anspruch angetreten, (reisende) europäische Jäger miteinander zu vernetzen. Die Seite wurde oft mit den Worten “ein bisschen wie Facebook, nur für Jäger” beschrieben. Jäger sprechen dieselbe Sprache, hieß es auf der Seite einst: Dies sei die Botschaft, die man verbreiten wolle. Möglicherweise sind die – nicht nur sprachlichen – Barrieren zwischen den sehr heterogenen europäischen Jagdsystemen für derlei einfach zu groß. Oder wie Twitter-Nutzer Flashes from North schreibt: One reminder about the challenges of digital aoutdoormedia . (Eine Erinnerung an die Herausforderungen digitaler Outdoor-Medien). Tja. SE

Beitragsbild: Screenshot der ehemaligen yeswehunt-Seite, Copyright: followthehunterspath.com

Niedersachsen: Nutztierrisse im Internet

Seit einigen Jahren ist der Wolf zurück in Niedersachsen. Erste Hinweise auf die Rückkehr des streng geschützten Tieres gab es im Jahr 2006. Im Frühjahr 2012 wurden erstmals wieder Wolfswelpen in freier Wildbahn geboren. Inzwischen leben hierzulande mehrere Rudel: „Aktuell bestätigt sind zwei Rudel in der Lüneburger Heide und eins im Wendland“, so Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. (LJN). „Der Schutz des Wolfes ist ein Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt”, erklärt Dr. Annemarie Schacherer, Leiterin des Fachbereichs Tier- und Pflanzenartenschutz beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die weitere Ausbreitung des streng geschützten Tieres wird deshalb begrüßt vom gesamten „Arbeitskreis Wolf“, der am Dienstag im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz in Hannover tagte. Das ehrenamtliche Beratergremium hatte bereits am Niedersächsischen Wolfskonzept mitgewirkt. Allerdings verursacht der Wolf unter ungünstigen Rahmenbedingungen Schäden an Nutztieren. Deshalb müssen beim Wolfsmanagement auch die Belange der durch den Wolf potenziell betroffenen Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel die der Halter von Schafen und Ziegen, berücksichtigt werden.

Weiterlesen