Schlagwort-Archive: Insektensterben

Bauernbund: “Nabu erfindet Insektensterben und schuld ist die Landwirtschaft”

Der Bauernbund Brandenburg hat die vom NABU “aufgrund einer dubiosen Studie” erhobenen Vorwürfe in einer Presseerklärung zurückgewiesen, die Menge der Fluginsekten sei durch eine angebliche Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen 25 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. “Die einzigen landwirtschaftlichen Kulturen, auf denen aus gutem Grund in nennenswertem Umfang Insektenbekämpfungsmittel ausgebracht werden, sind Raps und Kartoffeln, diese machen nichtmal fünf Prozent der Fläche in Deutschland aus”, argumentiert Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel, Ackerbauer aus Barsikow im Ruppiner Land: “Und in den vergangenen 25 Jahren hat hier weder in der Düngung noch beim Pflanzenschutz eine Steigerung der Intensität stattgefunden. “Selbst wenn es einen dramatischen Rückgang der Insektenpopulation gäbe, was der Bauernbund bezweifelt, könne die Landwirtschaft deshalb kaum dafür verantwortlich sein.

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Insektensterben: Fake-News aus dem Bundesumweltministerium?

Sind Meldungen über das Insektensterben eine “grün-rote Wahlkampffalle”?

Vor wenigen Tagen hat das Bundesumweltministerium (BMUB) vor dem Insektenschwund gewarnt: Um 80 Prozent habe sich der Bestand an Insekten seit 1982 reduziert. Auch JAWINA hat die Meldung aufgegriffen. Dass es weniger Insekten gibt als früher, deckt sich mit dem empirischen Befund vieler aufmerksamer Naturbeobachter, eine viel zitiertes Indiz ist die Menge an Insekten, die nach einer Überlandfahrt von der Windschutzscheibe geschrubbt werden muss. Das zur Holtzbrinck-Mediengruppe gehörende Internetportal meedia.de äußert massive Zweifel am Realitätsgehalt der Meldung: Die Zahlen seien alt und nicht belegt, der “angebliche Insektenschwund” eine “grün-rote Wahlkampffalle”, die sich die “Kommunikationsprofis der Grünen haben einfallen lassen.” Unter Berufung auf einen ursprünglich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) erschienenen Artikel schreibt meedia.de, dass die Zahl von 80 Prozent von einem “Verein von Hobbyforschern in Krefeld” stamme und sich die Zahl lediglich auf “zwei Standorte im Krefelder Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch” beziehe. Das Operieren mit Zahlen aus derart fragwürdiger Quelle, wirft meedia dem BMUB vor, schade nicht nur der Sache, sondern vor allem der Glaubwürdigkeit aller Beteiligten.

JAWINA hat beim BMUB aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Wir haben gefragt: Verbreitet das BMUB wissentlich oder versehentlich Fake-News? Betreibt das von einer SPD-Ministerin geführte BMUB Wahlkampfhilfe für die Grünen? Inwieweit sieht das BMUB die eigene Unabhängigkeit von Naturschutzverbänden wie Nabu und Bund noch gegeben, deren Positionen das BMUB offenbar ungeprüft und unreflektiert übernimmt und verstärkt?

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