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Brandenburg: Verbände des ländlichen Raums starten Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen“

Mit den ersten Unterschriften ist heute offiziell die Volksinitiative der Verbände des ländlichen Raums gestartet. Neben Knut Kucznik, Vorsitzender des Schaftzuchtverbands Berlin/Brandenburg, Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg hat auch Henrik Wendorff, Präsident des Bauernverbands Brandenburg, unterzeichnet. Die Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen – Insekten schützen, Kulturlandschaft bewahren!“ verfolgt das Ziel, den Forderungen der Verbände des ländlichen Raums durch eine breite Unterstützung der Bevölkerung Nachdruck zu verleihen. So fordert die Initiative unter anderem einen Kulturlandschaftsbeirat, die Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln, einen Vertragsnaturschutz im Dialog und eine Koordinierungsstelle für Insektenforschung. Die Initiative steht für die Unterstützung der Brandenburgischen Weidetierhaltung durch eine wertschätzende finanzielle Förderung, denn so werden extensive Weideflächen auf Grün- und Ackerland gesichert und die Arten- und Insektenvielfalt bewahrt.

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Deutschland: Dramatischer Insektenschwund

Seit 1982 hat sich der Bestand von Insekten in Deutschland um 80 Prozent verringert. Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums (BMUB) auf eine Anfrage der Grünen hervor, wie die FAZ berichtet. Ursache für den Insektenschwund ist dem BMUB zufolge die intensive Landwirtschaft: Es würden zu viele Pestizide eingesetzt und gebe zu wenig Blühstreifen und Hecken, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Da sich keine Änderung der Situation abzeichne, werde sich die Bestandsabnahme fortsetzen. Besonders gefährdet seien Falter, Heuschrecken und Schwebfliegen, einige Arten seien vom Aussterben bedroht. Das BMUB wies auf die dramatischen Konsequenzen des Insektenschwunds hin, durch den auch die Nahrungsgrundlage vieler Vögel und Fledermäuse gefährdet sei.

Da sich diese Entwicklung erst seit 1982 abzeichnet, stellt sie für die Politik vermutlich noch “Neuland” dar, vermutlich fehlte bisher schlicht die Zeit, etwas daran zu ändern, schließlich kann niemand erwarten, dass unser riesiger und Unsummen verschlingender Apparat von Politik- und Verwaltungskräften innerhalb so weniger Jahrzehnte geeignete Maßnahmen umsetzt, wie etwa die Vergabe der vielen Milliarden an Agrarsubventionen nach ökologischen Kriterien auszurichten… SE

Beitragsbild: Falter. Foto: SE