Schlagwort-Archive: Initiative Wildhüter statt Jäger

Schweiz: Null Stimmen für Jagdverbot im Kanton Zürich

Die Initiative “Wildhüter statt Jäger”, die ein Verbot der durch private Jäger betriebenen, sogenannten Milizjagd im Kanton Zürich erreichen wollte, ist krachend gescheitert: In keiner der 180 stimmberechtigten Gemeinden konnten die Initianten eine Mehrheit für ihren Vorstoß erreichen. Bei einem Erfolg wäre die Milizjagd abgeschafft worden, stattdessen hätten beim Staat angestellte und aus Steuermitteln finanzierte Wildhüter das Wildtiermanagement betrieben. Die heftigste Ablehnung schlug den Jagdgegnern in der Gemeinde Ossingen entgegen, wo 91,7 Prozent der Wahlberechtigten gegen die Initiative stimmten, im gesamten Kanton lag die Ablehnungsquote bei über 84 Prozent. “Wer allerdings meint, dass die Initianten nach diesem klaren Verdikt Abstand von ihrer Idee nehmen würden, die Milizjagd abzuschaffen und durch ein System professioneller Wildhüter zu ersetzen, irrt”, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). Stattdessen erklären sich die Jagdgegner “das miserable Abschneiden ihrer Vorlage” durch “böswillige Benachteiligung durch den Kanton”, so die NZZ. Das schlechte Abschneiden sei “durch den überraschend früh angesetzten Abstimmungstermin” zu erklären. Die Jäger hätten darum gewusst, die Jagdgegner hingegen seien “überrumpelt” worden (die Abstimmung wurde vorverlegt, Anm. d. Red.) und hätten zu wenig Zeit gehabt, “die Leute zu informieren.” Eine krude Verschwörungstheorie der Unterlegenen, die angesichts der ausgiebigen Berichterstattung in Schweizer Medien und der von der Verbotsinitiative selbst mit großem Elan betriebenen PR-Kampagne absurd anmutet.

Weiterlesen

Schweiz: Breites Bündnis gegen Jagdverbot im Kanton Zürich

Am 23. September stimmen die Wahlbürger des Schweizer Kantons Zürich über die von Tierschützern und Jagdgegner lancierte Initiative “Wildhüter statt Jäger” ab. Die Initiative verfolgt das Ziel, das bestehende Jagdsystem der sogenannten Milizjagd abzuschaffen, bei dem lokale Jagdgesellschaften für die Hege und Pflege der Wildbestände zuständig sind. Nach dem Wunsch der Initianten sollen nach dem Vorbild des Kantons Genf stattdessen vom Staat bezahlte Wildhüter das Wildtiermanagement übernehmen. Diesem Ansinnen stellt sich ein breites Bündnis aus Jägern und Landwirten und Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum entgegen. Regierungsrat und Kantonsrat lehnen das Begehren ab, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) berichtet, “und zwar einstimmig.” Auch der Schweizer Naturschutzverband Pro Natura lehnt die Initiative ab.

Weiterlesen