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Warum kann eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) beim Menschen tödlich verlaufen?

Eine aktuelle Untersuchung hat gezeigt, dass viele Füchse mit dem Fuchsbandwurm infiziert sind – warum das für Menschen gefährlich ist, erklärt dieser Gastbeitrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel.

Der adulte Fuchsbandwurm ist etwa zwei bis drei Millimeter lang und besteht aus dem Kopf und drei bis vier Gliedern. Er lebt im Dünndarm von Fuchs, Hund und gelegentlich auch anderen Beutegreifern.

In jedem Bandwurmglied befinden sich männliche und weibliche Geschlechtsorgane. Vorne werden nach und nach neue Glieder gebildet und hinten lösen sie sich auf, wobei die reifen Eier in den Wirtsdarm gelangen. Im Ei haben sich bereits die sog. Hakenlarven entwickelt. Sie sind in einer festen Hülle verpackt (0,03 bis 0,04 Millimeter Durchmesser, mit bloßem Auge nicht sichtbar), überstehen so die Darmpassage und werden mit der Fuchslosung abgesetzt. So können die Eier mit den Larven darin von Kleinsäugern am Boden mit der Nahrung aufgenommen werden. Im Darm dieser Zwischenwirte, meist Mäusearten, schlüpfen die Hakenlarven, die den Kopf des zukünftigen Bandwurms darstellen, aus ihrer Hülle, bohren sich durch den Darm, wandern im Körper der Maus umher und setzten sich schließlich als sog. Finnen irgendwo fest. Wird eine Maus mit Finnen vom Fuchs gefressen, dann entwickeln sich im Fuchsdarm wieder neue Bandwürmer, indem die Köpfe Bandwurmglieder wachsen lassen. Der Entwicklungszyklus ist damit geschlossen. Im Darm sind Fuchsbandwürmer für den Wirt ebenso harmlos wie Finnen für den Zwischenwirt Maus.

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Sachsen-Anhalt: Tollwut bei Fledermaus festgestellt

Eine bei Zeitz (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt tot aufgefundene Fledermaus hatte Tollwut. Das hatte die Untersuchung des toten Tiers durch das Kreisveterinäramt ergeben, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete. Die sei deutschlandweit der vierte Fall in diesem Jahr, erklärte Amtsveterinär Steffen Hoffmann gegenüber der MZ. Das Veterinäramt warnt eindringlich davor, tote oder verletzt aufgefundene Fledermäuse anzufassen. Menschen droht keine Gefahr durch angriffslustige, tollwütige Fledermäuse. Zur Ansteckung käme es in der Regel, wenn erkrankte Tiere angefasst werden und zubeißen.

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